Wissensdatenbank · Buchhaltung & Finanz-Software

Agicap

Die Liquiditätsmanagement-Plattform des französischen Fintechs, die Cashflow-Steuerung konsequent vom Mittelstand her denkt. Agicap bündelt Bankanbindung, Cashflow-Monitoring, Prognose und das Management offener Forderungen und Verbindlichkeiten in einer Cloud-Lösung — als spezialisierte Ergänzung neben Buchhaltung und ERP.

26 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
Agicap
INAGRO Wissensdatenbank · 43 Buchhaltung & Finanz-Software
Anbieter
Agicap (Lyon, Frankreich)
Typ
Liquiditäts- & Cashflow-Plattform
Betrieb
Cloud / SaaS (Web-App)
Bezug
Cashflow · Prognose · Forderungen
Zielgruppe: KMU & Mittelstand mit aktivem Liquiditätsmanagement
Kapitel 01 · Überblick

Was ist Agicap – und für wen lohnt es sich?

Agicap ist eine Liquiditätsmanagement-Plattform aus Frankreich, die das Thema Cashflow konsequent aus der Perspektive kleiner und mittlerer Unternehmen denkt. Statt Liquidität nachträglich aus der Buchhaltung abzuleiten, stellt Agicap den verfügbaren Cash in den Mittelpunkt: Woher kommt das Geld, wohin fließt es, und wie entwickelt sich die Liquidität in den kommenden Wochen und Monaten? Für Buchhaltung und Finanzen ist Agicap damit weniger eine Buchführungssoftware als ein spezialisiertes Steuerungswerkzeug rund um den Zahlungsmittelbestand.

Hinter Agicap steht ein 2016 in Lyon gegründetes Fintech-Unternehmen, das sich früh auf die Cashflow-Steuerung im Mittelstand fokussiert hat und seither über Frankreich hinaus in weitere europäische Märkte, darunter den DACH-Raum, expandiert ist. Die Software wird als Cloud-Dienst bereitgestellt und über den Browser bedient. Anders als klassische Treasury-Systeme, die auf Großkonzerne zugeschnitten sind, richtet sich Agicap an eine Zielgruppe, die Liquidität bislang oft in Excel-Tabellen geplant hat und dafür eine strukturiertere, teils automatisierte Lösung sucht.
Im Kern verbindet Agicap drei Bausteine: die Anbindung an Bankkonten, um den aktuellen Kontostand und die Bewegungen automatisch einzulesen, ein Cashflow-Monitoring, das die Ist-Liquidität übersichtlich darstellt, und eine Prognose, die aus vergangenen und erwarteten Zahlungen eine Vorschau auf die künftige Liquidität erstellt. Ergänzt wird dieser Kern um Funktionen für das Management offener Forderungen und Verbindlichkeiten sowie um Szenarien, mit denen sich verschiedene Entwicklungen durchspielen lassen.
Für die INAGRO-Wissensdatenbank ist Agicap aus einem bestimmten Blickwinkel interessant. In der Kategorie Buchhaltung und Finanz-Software geht es nicht um ein weiteres Programm für die laufende Buchung, sondern um die Frage, wie ein Unternehmen seine Liquidität aktiv steuert. Buchhaltung blickt naturgemäß zurück und dokumentiert, was geschehen ist; Liquiditätsmanagement blickt nach vorn und fragt, ob am Monatsende genug Geld auf dem Konto ist, um Löhne, Lieferanten und Steuern zu bedienen. Genau in dieser vorausschauenden Lücke positioniert sich Agicap.
INAGRO-Einschätzung

Für KMU und den Mittelstand, die ihre Liquidität bisher in Excel planen und dabei an Grenzen der Aktualität und Nachvollziehbarkeit stoßen, ist Agicap eine ernstzunehmende Option — vor allem, weil es Bankdaten automatisch einliest und daraus eine laufend aktualisierte Cashflow-Sicht erzeugt. Agicap ersetzt aber weder die Buchhaltung noch das ERP-System; es ist eine spezialisierte Steuerungsschicht darüber. Als europäischer Anbieter adressiert Agicap zudem Fragen der EU-Datenverarbeitung. Dieser Artikel ordnet das Produkt herstellerneutral ein und ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Warum Liquiditätssteuerung eine eigene Disziplin ist

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, Liquidität mit Gewinn oder mit dem Buchhaltungssaldo gleichzusetzen. Ein Unternehmen kann auf dem Papier profitabel sein und dennoch in eine Liquiditätsklemme geraten, wenn Kunden spät zahlen, während Löhne und Lieferanten pünktlich bedient werden müssen. Umgekehrt sagt der aktuelle Kontostand allein wenig darüber aus, ob in drei Wochen noch genug Geld für eine anstehende Steuerzahlung vorhanden ist. Liquiditätssteuerung ist deshalb eine eigenständige Disziplin, die den zeitlichen Verlauf der Zahlungsströme in den Blick nimmt — und genau darauf ist Agicap ausgelegt.
Der Wert einer solchen Plattform entsteht dadurch, dass sie verstreute Informationen zusammenführt: Kontostände mehrerer Banken, offene Rechnungen an Kunden, noch nicht bezahlte Lieferantenrechnungen, wiederkehrende Zahlungen wie Miete oder Gehälter. Wo diese Daten bisher manuell in einer Tabelle zusammengetragen wurden, verspricht Agicap eine weitgehend automatisierte, laufend aktuelle Gesamtsicht. Für Finanzverantwortliche im Mittelstand kann das den Unterschied zwischen reaktivem Krisenmanagement und vorausschauender Planung ausmachen.

Drei Eigenschaften, die Agicap prägen

  • Cashflow im Zentrum — Agicap denkt nicht von der Buchung, sondern vom verfügbaren Geld her. Ist-Liquidität, erwartete Ein- und Auszahlungen und die daraus abgeleitete Vorschau bilden den Kern des Produkts.
  • Auf den Mittelstand zugeschnitten — die Plattform positioniert sich zwischen der Excel-Tabelle und den komplexen Treasury-Systemen für Großkonzerne. Sie zielt auf KMU und Mittelständler, die Struktur und Automatisierung suchen, ohne ein schwergewichtiges Konzernsystem einführen zu wollen.
  • Plattform statt Buchhaltung — Agicap ist kein Buchführungsprogramm, sondern eine Steuerungsschicht, die auf Bankdaten, Buchhaltung und ERP aufsetzt. Sein Nutzen entsteht durch die Verzahnung mit diesen umgebenden Systemen.
Kapitel 02 · Produktmodule

Die Produktmodule & ihre Positionierung

Agicap ist keine einzelne Funktion, sondern ein Bündel aufeinander abgestimmter Module rund um die Liquidität. Wer den Überblick behalten will, unterscheidet zunächst zwischen dem Monitoring der aktuellen Liquidität, der vorausschauenden Prognose und dem operativen Management von Forderungen und Verbindlichkeiten. Diese Bausteine greifen ineinander und ergeben zusammen die Steuerungsschicht, die Agicap ausmacht.

Der erste Baustein ist das Cashflow-Monitoring. Es beantwortet die Frage nach dem Ist-Zustand: Wie viel Geld ist aktuell verfügbar, verteilt auf welche Konten und Banken, und wie haben sich die Bestände in der jüngsten Vergangenheit entwickelt? Weil Agicap die Bankdaten automatisch einliest, entsteht hier eine konsolidierte Sicht über mehrere Konten hinweg, die manuell nur mit erheblichem Aufwand zu pflegen wäre.
Der zweite Baustein ist die Prognose oder das Forecasting. Aus dem historischen Zahlungsverhalten, aus wiederkehrenden Zahlungen und aus erwarteten Ein- und Ausgängen leitet Agicap eine Vorschau auf die künftige Liquidität ab. Diese Vorausschau lässt sich über verschiedene Zeithorizonte betrachten und ist das Herzstück der aktiven Steuerung, weil sie Engpässe sichtbar macht, bevor sie eintreten.
Der dritte Baustein umfasst das Management von Forderungen und Verbindlichkeiten. Auf der Debitorenseite geht es darum, offene Kundenrechnungen im Blick zu behalten und deren Bezahlung zu beschleunigen; auf der Kreditorenseite darum, anstehende Zahlungen an Lieferanten zu planen und zeitlich zu steuern. Beide Seiten wirken unmittelbar auf die Liquidität und schließen den Kreis zwischen Vorschau und operativem Handeln.
Cashflow-Monitoring
Ist-Sicht

Die konsolidierte Übersicht über verfügbare Liquidität, verteilt auf Konten und Banken. Durch die automatische Bankanbindung laufend aktuell — Grundlage für jede weitergehende Analyse und Planung.

FokusIst-Liquidität
DatenquelleBankkonten
NutzenÜberblick
Cashflow-Prognose
Kernmodul

Die vorausschauende Vorschau auf die künftige Liquidität aus wiederkehrenden und erwarteten Zahlungen. Das Herzstück des Produkts, weil es Engpässe sichtbar macht, bevor sie eintreten.

FokusZukunft
HorizontWochen/Monate
NutzenVorausschau
Debitoren & Forderungen
Einzahlungen

Das Verfolgen offener Kundenrechnungen mit dem Ziel, Zahlungseingänge zu beschleunigen. Wirkt direkt auf die Liquiditätsseite der Einzahlungen und ergänzt die Prognose um konkrete Steuerungshebel.

FokusOffene Posten
ZielSchnellere Zahlung
NutzenEinzahlungen
Kreditoren & Zahlungen
Auszahlungen

Das Planen und zeitliche Steuern anstehender Lieferantenzahlungen. Ermöglicht es, Auszahlungen bewusst zu terminieren und so den Liquiditätsverlauf aktiv zu gestalten statt ihn nur zu beobachten.

FokusVerbindlichkeiten
ZielPlanbare Auszahlung
NutzenAuszahlungen

Vom Beobachten zum Steuern

Die Module folgen einer inneren Logik, die von der reinen Beobachtung zur aktiven Gestaltung führt. Das Monitoring liefert das Bild der Gegenwart, die Prognose erweitert es um die Zukunft, und das Management von Forderungen und Verbindlichkeiten gibt die Hebel in die Hand, um diesen Verlauf zu beeinflussen. Für die Praxis bedeutet das: Ein Unternehmen erkennt nicht nur, dass in sechs Wochen ein Engpass droht, sondern kann gezielt gegensteuern — etwa indem es das Mahnwesen strafft, um Zahlungseingänge zu beschleunigen, oder indem es eine Lieferantenzahlung im Rahmen der Vereinbarungen zeitlich verschiebt.
Genau diese Verbindung von Vorausschau und Handlungsfähigkeit unterscheidet eine Liquiditätsplattform von einer statischen Planungstabelle. Wo Excel die Zahlen zu einem Stichtag festhält, verspricht Agicap eine dynamische, mit den Bankdaten mitlaufende Sicht, aus der sich konkrete Maßnahmen ableiten lassen. Der konkrete Funktionsumfang der einzelnen Module und ihre Bezeichnungen können sich weiterentwickeln und sollten beim Anbieter geprüft werden.

Wie sich die Module in ein Finanz-Setup einfügen

Wichtig für das Verständnis ist die Positionierung: Agicap sitzt als Steuerungsschicht über den operativen Systemen, nicht an deren Stelle. Die Rechnung wird weiterhin im Rechnungsprogramm oder ERP erstellt, die Buchung erfolgt weiterhin in der Buchhaltung, die Zahlung läuft weiterhin über das Bankkonto. Agicap zieht sich die relevanten Informationen aus diesen Quellen zusammen und verdichtet sie zu einer Liquiditätssicht. Diese Rollenverteilung ist entscheidend, um Erwartungen richtig zu setzen und Doppelarbeit zu vermeiden.
Orientierung

Eine bewährte Denkweise: Agicap ist die Liquiditätssteuerung, die auf Bank, Buchhaltung und ERP aufsetzt — nicht deren Ersatz. Monitoring zeigt die Gegenwart, Prognose die Zukunft, und das Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement liefert die Hebel zum Gegensteuern. Welche Module ein Unternehmen tatsächlich braucht, hängt vom Reifegrad seiner Finanzprozesse ab und sollte im Zuschnitt beim Anbieter geprüft werden.

Kapitel 03 · Funktionsumfang

Funktionsumfang: Bankanbindung, Übersicht & Forecasting

Im Zentrum von Agicap steht die Fähigkeit, Bankdaten automatisch einzulesen, daraus eine konsolidierte Cashflow-Übersicht zu erzeugen und diese in eine belastbare Prognose mit Szenarien und Berichten zu überführen. Diese Bausteine bilden das Rückgrat der täglichen Liquiditätsarbeit und entscheiden über den praktischen Nutzen im Betrieb.

Bankanbindung

Der automatische Abruf von Kontoständen und Bewegungen mehrerer Banken über sichere Schnittstellen. Grundlage dafür, dass die Liquiditätssicht laufend aktuell ist, statt manuell gepflegt werden zu müssen.

Daten automatisch
Cashflow-Übersicht

Die konsolidierte, grafisch aufbereitete Darstellung von Ein- und Auszahlungen nach Kategorien und Zeiträumen. Macht sichtbar, woher das Geld kommt und wohin es fließt — über alle Konten hinweg.

Alles auf einen Blick
Forecasting

Die Vorschau auf die künftige Liquidität aus wiederkehrenden und erwarteten Zahlungen. Über verschiedene Zeithorizonte darstellbar und zentral, um drohende Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Blick nach vorn
Szenarien

Das Durchspielen verschiedener Entwicklungen — etwa ein Umsatzeinbruch, eine verzögerte Großzahlung oder eine geplante Investition. Zeigt, wie robust die Liquidität unter unterschiedlichen Annahmen ist.

Was-wäre-wenn
Kategorisierung

Die Zuordnung von Zahlungen zu Kategorien, damit die Cashflow-Sicht aussagekräftig wird. Vielfach automatisiert und anpassbar an die eigene Struktur, um Einnahmen und Ausgaben sinnvoll zu gliedern.

Struktur schaffen
Berichte & Export

Auswertungen und Berichte für interne Steuerung, Gesellschafter oder Bankgespräche, exportierbar in weiterverarbeitbare Formate. Die Brücke, um Liquiditätsinformationen aus der Plattform herauszutragen.

Reporting

Die Bankanbindung als Fundament

Die wichtigste Voraussetzung für den Nutzen von Agicap ist die automatische Bankanbindung. Sie sorgt dafür, dass Kontostände und Bewegungen ohne manuelles Zutun in die Plattform fließen und die Liquiditätssicht damit aktuell bleibt. In Europa wird ein solcher Zugriff durch die Zahlungsdiensteregulierung ermöglicht: Mit Zustimmung des Kontoinhabers dürfen zugelassene Dienstleister Kontoinformationen abrufen. Für ein Unternehmen mit mehreren Bankverbindungen ist das ein erheblicher Vorteil, weil die sonst mühsame Konsolidierung über verschiedene Institute hinweg weitgehend automatisiert erfolgt.
Zugleich ist realistisch einzuordnen, dass die Qualität und Reichweite solcher Bankanbindungen von Institut zu Institut variieren kann und sich mit der Marktentwicklung verändert. Welche Banken direkt angebunden sind und wie zuverlässig der Abruf funktioniert, ist ein zentraler Prüfpunkt vor der Einführung. INAGRO rät, gerade die Anbindung der eigenen Hausbanken frühzeitig zu verifizieren, weil davon der gesamte Nutzen der Plattform abhängt.

Szenarien als Kern der vorausschauenden Steuerung

Ein Merkmal, das Agicap von einer reinen Übersicht abhebt, ist die Arbeit mit Szenarien. Statt nur einer einzigen erwarteten Entwicklung lassen sich mehrere Annahmen durchspielen: Was passiert mit der Liquidität, wenn ein großer Kunde einen Monat später zahlt? Wie wirkt sich eine geplante Investition aus? Wie robust ist das Unternehmen bei einem angenommenen Umsatzrückgang? Diese Was-wäre-wenn-Betrachtung verwandelt die Prognose von einer statischen Vorhersage in ein Werkzeug für fundierte Entscheidungen.
Für den Mittelstand ist diese Funktion besonders wertvoll, weil größere Entscheidungen — eine Anschaffung, eine Einstellung, ein neues Projekt — fast immer eine Liquiditätswirkung haben, die vorab schwer zu überblicken ist. Ein durchgerechnetes Szenario liefert hier eine deutlich belastbarere Grundlage als ein Bauchgefühl. Wichtig bleibt die Einordnung, dass jedes Szenario nur so gut ist wie die zugrunde liegenden Annahmen; die Plattform rechnet, aber die Annahmen kommen aus dem Unternehmen.

Berichte für interne und externe Adressaten

Schließlich verdichtet Agicap die Liquiditätsinformationen zu Berichten, die sich für unterschiedliche Adressaten aufbereiten lassen — für die interne Steuerung durch die Geschäftsführung, für die Kommunikation mit Gesellschaftern oder für Gespräche mit Banken und Kapitalgebern. Gerade in Finanzierungs- oder Krisensituationen ist eine saubere, nachvollziehbare Liquiditätsplanung ein Vertrauensfaktor gegenüber externen Partnern. Die Exportfunktionen sorgen dafür, dass diese Informationen die Plattform verlassen und in andere Kontexte eingebracht werden können.
Der Wert liegt im Zusammenspiel

Der eigentliche Nutzen von Agicap entsteht nicht aus einer einzelnen Funktion, sondern aus der Kette: Bankanbindung liefert aktuelle Daten, die Übersicht macht sie verständlich, das Forecasting blickt nach vorn, Szenarien testen die Robustheit, und Berichte tragen die Erkenntnisse hinaus. Der genaue Funktionsumfang und die Bankabdeckung sollten vor der Einführung beim Anbieter geprüft werden.

Kapitel 04 · KI & Automatisierung

KI- und Automatisierungsfunktionen

Ein wesentlicher Teil des Versprechens einer modernen Liquiditätsplattform liegt in der Automatisierung: Zahlungen sollen sich weitgehend selbst kategorisieren, Prognosen aus Mustern der Vergangenheit abgeleitet und Szenarien mit möglichst wenig Handarbeit erzeugt werden. Bei Agicap sind das vor allem die automatische Kategorisierung, prädiktive Prognosen und die weitgehend automatisierte Szenariobildung. Sie verwandeln die Plattform von einer digitalen Tabelle in ein assistierendes Werkzeug.

Der grundlegendste Automatisierungsbaustein ist die automatische Kategorisierung von Zahlungen. Damit eine Cashflow-Sicht aussagekräftig ist, müssen Ein- und Auszahlungen sinnvollen Kategorien zugeordnet werden — etwa Personal, Miete, Wareneinkauf oder Steuern. Agicap versucht, diese Zuordnung anhand von Mustern eigenständig vorzunehmen, sodass wiederkehrende Zahlungen nicht jedes Mal manuell einsortiert werden müssen. Das reduziert den Pflegeaufwand erheblich und ist die Voraussetzung dafür, dass die Übersicht mit vertretbarem Aufwand aktuell bleibt.
Darauf setzen die prädiktiven Prognosen auf. Aus dem historischen Zahlungsverhalten und den erkannten wiederkehrenden Mustern leitet die Plattform ab, wie sich Ein- und Auszahlungen voraussichtlich fortsetzen. Statt jede künftige Zahlung von Hand einzutragen, schlägt das System auf Basis der Vergangenheit eine erwartete Entwicklung vor, die anschließend angepasst und verfeinert werden kann. Damit sinkt die Einstiegshürde für eine belastbare Prognose deutlich gegenüber einer vollständig manuellen Planung.
Automatische Kategorisierung

Zahlungen werden anhand von Mustern eigenständig Kategorien zugeordnet. Reduziert den Pflegeaufwand und sorgt dafür, dass die Cashflow-Sicht mit vertretbarem Aufwand aktuell und aussagekräftig bleibt.

Weniger Handarbeit
Prädiktive Prognosen

Aus historischem Zahlungsverhalten und wiederkehrenden Mustern leitet die Plattform eine erwartete Entwicklung ab. Senkt die Einstiegshürde für eine belastbare Vorschau gegenüber rein manueller Planung.

Muster nutzen
Szenario-Automatik

Verschiedene Annahmen lassen sich weitgehend automatisiert durchrechnen, statt jede Variante von Hand zu erstellen. Erleichtert das schnelle Abschätzen der Liquiditätswirkung von Entscheidungen.

Schnell rechnen

Was Automatisierung leisten kann — und was nicht

So hilfreich diese Funktionen sind, ist eine nüchterne Einordnung wichtig. Automatische Kategorisierung und prädiktive Prognosen arbeiten mit Mustern und Wahrscheinlichkeiten. Sie treffen Annahmen, die im Regelfall gut passen, aber nicht unfehlbar sind. Eine ungewöhnliche Einmalzahlung, eine strukturelle Veränderung im Geschäft oder ein neuer Großkunde können von einer Automatik, die aus der Vergangenheit lernt, nicht vollständig vorhergesehen werden. Die Verantwortung für die Plausibilität der Zahlen bleibt beim Menschen.
INAGRO sieht Automatisierung deshalb als Assistenz, nicht als Autopilot. Der große Gewinn liegt darin, dass die mühsame Fleißarbeit — das manuelle Einsortieren hunderter Zahlungen und das Fortschreiben wiederkehrender Posten — weitgehend entfällt und Zeit für die eigentliche Steuerung frei wird. Die kritische Prüfung der Annahmen, die Einordnung von Sondereffekten und die Ableitung von Maßnahmen bleiben jedoch eine Aufgabe, die Erfahrung und Urteilsvermögen erfordert und die keine Software abnimmt.

Der Umgang mit Unsicherheit

Jede Prognose ist mit Unsicherheit behaftet, und eine gute Liquiditätsplattform macht diese Unsicherheit handhabbar, statt sie zu verschleiern. Genau hier liegt der Wert der Kombination aus prädiktiver Prognose und Szenario-Automatik: Die Prognose liefert einen wahrscheinlichen Verlauf, die Szenarien zeigen die Bandbreite möglicher Entwicklungen. Ein Unternehmen, das nicht nur den Erwartungswert, sondern auch ein pessimistisches und ein optimistisches Szenario vor Augen hat, trifft robustere Entscheidungen. Wie weit die KI- und Automatisierungsfunktionen im Einzelnen reichen und wie sie konfiguriert werden, entwickelt sich weiter und sollte beim Anbieter geprüft werden.
Assistenz statt Autopilot

Automatische Kategorisierung und prädiktive Prognosen sparen erheblich Zeit, arbeiten aber mit Mustern und Annahmen, die nicht unfehlbar sind. Sondereffekte, strukturelle Veränderungen und neue Konstellationen erfordern die kritische Prüfung durch den Menschen. Die Software rechnet — die Verantwortung für Plausibilität und abgeleitete Maßnahmen bleibt im Unternehmen. Dies ist keine Finanzberatung.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Integrationen: Banken, ERP, Buchhaltung & DATEV

Eine Liquiditätsplattform entfaltet ihren Wert erst durch die Anbindung an die umgebenden Systeme: an die Bankkonten als Quelle der Ist-Daten, an das ERP-System und die Buchhaltung als Quelle für offene Posten und geplante Zahlungen sowie an das DATEV-Umfeld des Steuerberaters. Entscheidend ist, wie reibungslos diese Daten in Agicap zusammenfließen und die Plattform sich in den bestehenden Finanz-Stack einfügt.

Die grundlegendste Integration ist die Bankanbindung über PSD2. Die europäische Zahlungsdiensteregulierung verpflichtet Banken, mit Zustimmung des Kontoinhabers standardisierte Schnittstellen für den Kontozugriff bereitzustellen. Auf dieser Basis liest Agicap Kontostände und Bewegungen ein — bei Unternehmen mit mehreren Banken der wesentliche Hebel, um eine konsolidierte Liquiditätssicht ohne manuelle Sammelarbeit zu erhalten. Welche Institute in welcher Tiefe angebunden sind, unterscheidet sich und ist beim Anbieter zu prüfen.
Ebenso wichtig ist die Anbindung an ERP-Systeme und Buchhaltungssoftware. Aus diesen Quellen stammen die Informationen über offene Kundenrechnungen und noch nicht bezahlte Lieferantenrechnungen, die für eine präzise Prognose unverzichtbar sind. Je besser Agicap diese Daten automatisch übernehmen kann, desto weniger muss manuell gepflegt werden und desto belastbarer wird die Vorschau. Welche konkreten Systeme direkt anbindbar sind, hängt vom jeweiligen Setup ab.
Bankanbindung (PSD2)

Der Abruf von Kontoständen und Bewegungen über die standardisierten Schnittstellen der europäischen Zahlungsdiensteregulierung — mit Zustimmung des Kontoinhabers. Die Quelle der aktuellen Ist-Liquidität.

Ist-Daten der Banken
ERP & Buchhaltung

Die Übernahme offener Posten aus ERP- und Buchhaltungssystemen — Kundenrechnungen und Lieferantenverbindlichkeiten. Je automatisierter dieser Abgleich, desto präziser und pflegeärmer die Prognose.

Offene Posten
DATEV-Umfeld

Für die Zusammenarbeit mit Kanzleien im DATEV-Umfeld zählt, dass buchhalterische Daten in verwertbarer Form ausgetauscht werden. Der genaue Weg hängt vom Setup ab und ist mit dem Steuerberater abzustimmen.

DATEV-Kontext

PSD2 als europäischer Standard

Die Bankanbindung über PSD2 ist ein Beispiel dafür, wie europäische Regulierung eine ganze Produktkategorie erst ermöglicht hat. Vor dieser Regulierung war der automatisierte Zugriff auf Kontodaten technisch und rechtlich uneinheitlich; heute gibt es einen standardisierten, einwilligungsbasierten Rahmen. Für Agicap bedeutet das, dass die Plattform Bankdaten grundsätzlich auf einer geregelten Grundlage abrufen kann, sofern der Kontoinhaber zustimmt. Für Unternehmen ist wichtig zu wissen, dass dieser Zugriff jederzeit an die eigene Einwilligung gebunden ist und kontrolliert werden kann.
In der Praxis unterscheidet sich die Güte der PSD2-Anbindung jedoch von Bank zu Bank, und gelegentlich sind ergänzende Verfahren nötig. Deshalb gehört die Frage, ob die eigenen Hausbanken zuverlässig angebunden sind, zu den ersten Prüfpunkten. INAGRO empfiehlt, dies nicht als Nebensache zu behandeln, sondern vor der Einführung konkret zu testen — denn eine lückenhafte Bankanbindung untergräbt den Kernnutzen der Plattform.

Die Rolle im deutschen DATEV-Umfeld

Im deutschsprachigen Raum arbeiten viele Steuerberatungskanzleien im DATEV-Umfeld, und die Buchhaltung liegt häufig dort oder in einer DATEV-nahen Software. Für eine Liquiditätsplattform ist relevant, dass die buchhalterischen Informationen — insbesondere offene Posten — in verwertbarer Form zur Verfügung stehen. Ob dies über eine direkte Schnittstelle, über die verbindende Buchhaltungssoftware oder über strukturierte Exporte geschieht, hängt vom konkreten Setup ab. INAGRO rät, den Datenfluss zwischen Buchhaltung, Kanzlei und Liquiditätsplattform früh mit dem Steuerberater abzustimmen, damit die Prognose auf einer verlässlichen Datenbasis aufsetzt.

Agicap als Teil des Finanz-Stacks

Agicap ist selten die einzige Komponente eines Finanz-Setups. In der Praxis steht die Plattform neben der Buchhaltung, dem ERP-System, den Bankkonten und gegebenenfalls weiteren Werkzeugen für Rechnungsstellung oder Zahlungsverkehr. Ihr Wert bemisst sich daran, wie gut sie sich in diesen Stack einfügt und die verstreuten Informationen zu einer Liquiditätssicht zusammenführt — nicht daran, ob sie selbst möglichst viele Funktionen anderer Systeme nachbildet. Eine gut integrierte Plattform, die sauber aus Bank, ERP und Buchhaltung zieht, ist im Alltag mehr wert als eine isolierte Insellösung, die parallel gepflegt werden muss.
Integrationen früh klären

Prüfen Sie vor der Einführung, wie zuverlässig Ihre Hausbanken über PSD2 angebunden sind und wie Agicap mit Ihrem ERP, Ihrer Buchhaltung und dem DATEV-Umfeld Ihres Steuerberaters zusammenspielt. Bankanbindung, ERP- und Buchhaltungs-Schnittstellen sowie der Datenaustausch mit der Kanzlei sind die relevanten Wege — welcher in Ihrem Fall funktioniert, hängt vom Setup ab und sollte konkret beim Anbieter geprüft werden.

Kapitel 06 · Wettbewerb

Agicap im Vergleich zu Kyriba, Trovata, LucaNet & Excel

Agicap bewegt sich in einem lebendigen Markt für Liquiditäts- und Finanzplanungssoftware. Um das Produkt richtig einzuordnen, lohnt der qualitative Blick auf vier Vergleichspunkte: die Treasury-Plattform Kyriba, den Cash-Management-Anbieter Trovata, die Planungs- und Konsolidierungslösung LucaNet sowie die klassische Excel-Planung, die für viele Unternehmen den eigentlichen Ausgangspunkt bildet.

Kriterium Agicap Treasury / Enterprise Excel
Grundausrichtung Liquidität für KMU/Mittelstand Treasury für Großunternehmen Universell, manuell
Cashflow-Prognose Kernfunktion Umfassend Manuell pflegbar
Bankanbindung Automatisch (PSD2) Breit, aufwändig Nicht integriert
Einführungsaufwand Vergleichsweise schlank Oft umfangreich Sofort verfügbar
Komplexität/Umfang Fokussiert Sehr breit Beliebig, unstrukturiert
Aktualität der Daten Laufend Laufend Stichtagsbezogen

Agicap oder Enterprise-Treasury wie Kyriba

Kyriba steht exemplarisch für die Kategorie umfassender Treasury-Management-Systeme, die auf große, oft international aufgestellte Unternehmen zugeschnitten sind. Solche Systeme decken neben der Liquidität ein breites Spektrum ab — Zahlungsverkehr in großem Maßstab, Risikomanagement, Absicherung von Währungen und Zinsen, Bankkontenverwaltung im Konzern. Ihr Funktionsumfang ist gewaltig, und entsprechend anspruchsvoll sind Einführung, Betrieb und die dafür nötige Fachkompetenz.
Agicap positioniert sich bewusst darunter: fokussiert auf die Liquiditätssteuerung, zugeschnitten auf KMU und Mittelständler, mit dem Anspruch einer vergleichsweise schlanken Einführung. Für die Auswahl bedeutet das: Ein großer Konzern mit komplexem Treasury-Bedarf wird bei spezialisierten Enterprise-Systemen wie Kyriba genauer hinsehen, während ein Mittelständler, der primär seine Liquidität in den Griff bekommen will, in Agicap eine deutlich passgenauere und leichter einführbare Lösung finden kann. Eine pauschale Rangfolge gibt es nicht; entscheidend ist die Passung zur Unternehmensgröße und zur Komplexität des Bedarfs.

Agicap oder spezialisierte Cash- und Planungslösungen

Trovata steht für eine Generation von Cash-Management-Plattformen, die stark auf die Aggregation von Bankdaten und datengetriebene Cash-Analysen setzen und ihren Ursprung im angelsächsischen Markt haben. In der Grundidee — Bankdaten zusammenführen und daraus Cash-Sichten und Prognosen ableiten — gibt es Überschneidungen mit Agicap; Unterschiede liegen häufig in der geografischen Ausrichtung, der Bankabdeckung und dem jeweiligen Funktionsschwerpunkt. LucaNet wiederum kommt aus einer anderen Ecke: Der Schwerpunkt liegt traditionell auf Konsolidierung, Planung und Reporting im Finanzbereich, wobei Liquidität ein Teilaspekt einer umfassenderen Finanzplanung ist.
Für die Einordnung heißt das: Wer eine reine, fokussierte Liquiditätssteuerung sucht, findet in Agicap einen darauf spezialisierten Ansatz. Wer darüber hinaus eine breite Finanzplanung, Budgetierung und Konzernkonsolidierung benötigt, sollte Lösungen wie LucaNet prüfen, deren Schwerpunkt dort liegt. Und wer international mit einem stark datenanalytischen Cash-Management-Ansatz arbeitet, wirft einen Blick auf Anbieter wie Trovata. Die Werkzeuge überschneiden sich in Teilen, verfolgen aber unterschiedliche Schwerpunkte — die richtige Wahl folgt dem vorrangigen Bedarf.

Agicap oder die klassische Excel-Planung

Der praktisch häufigste Vergleich ist der mit Excel. Für unzählige mittelständische Unternehmen ist die Tabellenkalkulation das etablierte Werkzeug der Liquiditätsplanung: flexibel, vertraut, ohne zusätzliche Kosten und sofort verfügbar. Ihre Grenzen zeigen sich jedoch bei Aktualität und Verlässlichkeit. Eine Excel-Planung ist immer nur so aktuell wie ihre letzte manuelle Pflege, sie bricht bei komplexeren Zusammenhängen leicht, und Fehler in Formeln oder Verknüpfungen bleiben oft unbemerkt. Zudem hängt das Wissen häufig an einer einzelnen Person, was ein Risiko darstellt.
Agicap setzt genau hier an: automatische Bankanbindung statt manuellem Abtippen, laufend aktuelle Daten statt Stichtagsbetrachtung, strukturierte Szenarien statt fehleranfälliger Formelkaskaden. Der Preis dafür sind laufende Kosten und ein gewisser Einführungsaufwand. Ob sich der Wechsel lohnt, hängt davon ab, wie zentral und wie komplex die Liquiditätssteuerung für das Unternehmen ist. Für ein Unternehmen, bei dem Liquidität regelmäßig eng ist oder viele Zahlungsströme zusammenlaufen, ist der Mehrwert oft deutlich; für sehr einfache Verhältnisse kann Excel weiterhin ausreichen.
Wann was sinnvoll ist

Vereinfacht: Enterprise-Treasury wie Kyriba punktet bei großen, komplexen Konzernen; LucaNet bei breiter Finanzplanung und Konsolidierung; Trovata bei international-datengetriebenem Cash-Management; Excel bei einfachsten Verhältnissen. Agicap zielt auf die fokussierte Liquiditätssteuerung im KMU und Mittelstand, die über Excel hinausgeht, ohne die Schwere eines Konzernsystems zu erfordern. Entscheidend ist die Passung zu Größe, Komplexität und vorrangigem Bedarf.

Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung & Betrieb: Cloud, Bankanbindung & Rollout

Wie sich eine Liquiditätsplattform im Alltag bewährt, entscheidet sich in drei Phasen: bei der Einrichtung als Cloud-Dienst, beim Herstellen der Bankanbindung und beim schrittweisen Rollout in den laufenden Betrieb. Agicap ist als SaaS-Lösung konzipiert, die über den Browser bereitsteht und keine eigene Server-Infrastruktur im Unternehmen erfordert.

Der Betrieb erfolgt vollständig als Cloud-Dienst. Es gibt keine lokale Installation und keinen eigenen Serverbetrieb; die Anwendung wird über den Browser genutzt, und Aktualisierungen spielt der Anbieter zentral ein. Das senkt die technische Einstiegshürde erheblich und macht die Plattform auch für Unternehmen ohne große IT-Abteilung zugänglich. Zugleich verlagert dieses Modell die Verantwortung für Verfügbarkeit und Datenhaltung zum Anbieter — ein Aspekt, der im Datenschutz- und Sicherheitskapitel aufgegriffen wird.
Der kritischste Schritt der Einführung ist das Herstellen der Bankanbindung. Hier werden die Bankkonten über die PSD2-Schnittstellen verbunden und die Einwilligung zum Datenabruf erteilt. Weil die Qualität der Anbindung von Bank zu Bank variieren kann, ist dieser Schritt zugleich der wichtigste Prüfstein: Funktioniert die Anbindung der eigenen Hausbanken zuverlässig, ist ein zentraler Teil des Nutzens gesichert. INAGRO empfiehlt, genau diesen Punkt möglichst früh im Projekt zu testen, idealerweise schon in einer Evaluierungsphase.
01
Ziele & Umfang klären
Zunächst festlegen, welches Problem gelöst werden soll: reines Monitoring, belastbare Prognose oder auch aktives Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement. Der Umfang bestimmt Aufwand, Nutzen und die Auswahl der Module.
02
Bankanbindung testen
Frühzeitig prüfen, ob die eigenen Hausbanken über PSD2 zuverlässig angebunden werden können. Dieser Schritt ist der wichtigste Prüfstein, weil der Kernnutzen der Plattform an der Qualität der Bankanbindung hängt.
03
Datenquellen & Kategorien einrichten
ERP, Buchhaltung und weitere Quellen anbinden, die Kategorienstruktur an das eigene Geschäft anpassen und die automatische Kategorisierung anlernen beziehungsweise überprüfen. Grundlage für aussagekräftige Auswertungen.
04
Rollout & laufende Nutzung
Prognose und Szenarien aufsetzen, Verantwortlichkeiten und Routinen festlegen und die Plattform in den Finanzalltag integrieren. Regelmäßige Pflege und die kritische Prüfung der Annahmen sichern die Verlässlichkeit dauerhaft.

Rollout mit Augenmaß

Ein häufiger Fehler bei der Einführung von Steuerungssoftware ist der Versuch, sofort alle Funktionen auf einmal zu nutzen. Bewährter ist ein schrittweiser Rollout: zuerst das Monitoring stabil zum Laufen bringen, damit die Ist-Sicht verlässlich ist, dann die Prognose aufsetzen und schließlich die weitergehenden Funktionen wie Szenarien und das aktive Forderungsmanagement ergänzen. Dieser Weg vermeidet Überforderung, schafft früh sichtbaren Nutzen und gibt dem Team Zeit, Vertrauen in die Zahlen aufzubauen.
Wichtig ist außerdem, klare Verantwortlichkeiten und Routinen zu definieren. Eine Liquiditätsplattform lebt von aktueller Pflege und regelmäßiger Nutzung; wenn niemand die Annahmen pflegt und die Prognose bespricht, verliert sie schnell an Wert. INAGRO empfiehlt, feste Termine für den Blick auf die Liquidität zu etablieren und die Zuständigkeit eindeutig zu benennen — so wird aus dem Werkzeug eine gelebte Steuerungspraxis.

Betrieb als SaaS — Chancen und Verantwortung

Das SaaS-Modell bringt Komfort: keine eigene Infrastruktur, automatische Aktualisierungen, Zugriff von überall über den Browser. Damit gehen aber auch Fragen einher, die ein Unternehmen bewusst adressieren sollte — insbesondere zum Zugriffsschutz und zu den Berechtigungen der Nutzer. Weil in der Plattform sensible Finanzdaten zusammenlaufen, gehören eine saubere Rechtevergabe und eine Mehr-Faktor-Absicherung zu den grundlegenden Sorgfaltspflichten. Die technische Betriebsverantwortung liegt beim Anbieter; die organisatorische Sorgfalt im Umgang mit Zugängen bleibt beim Unternehmen. Datenschutz- und Vertragsdetails gehören zu Fachexperten und sind kein Gegenstand dieses Artikels.
Schlank starten, verlässlich betreiben

Die Cloud-Bereitstellung macht den Einstieg technisch leicht — der Erfolg entscheidet sich aber an der zuverlässigen Bankanbindung, einem schrittweisen Rollout und klaren Verantwortlichkeiten. Testen Sie die Anbindung Ihrer Hausbanken früh, führen Sie die Module gestaffelt ein und verankern Sie die Liquiditätssicht als feste Routine im Finanzalltag.

Kapitel 08 · Einsatz im Mittelstand

Agicap im Mittelstand: wann es sinnvoll ist

Die Stärke von Agicap liegt klar bei KMU und mittelständischen Unternehmen, die ihre Liquidität aktiv steuern wollen und dabei über die Grenzen einer Excel-Planung hinausgewachsen sind. Je nach Größe, Komplexität und Reifegrad der Finanzprozesse verschiebt sich jedoch die Abwägung, wo eine spezialisierte Liquiditätsplattform ihren vollen Nutzen entfaltet und wo sie über- oder unterdimensioniert wäre.

Für wachsende KMU und Mittelständler passt das Modell oft ausgezeichnet. Der typische Auslöser ist ein Punkt, an dem die bisherige Excel-Planung nicht mehr trägt: Es gibt mehrere Bankkonten, die Zahlungsströme werden zahlreicher, größere Investitionen stehen an, oder die Liquidität ist zeitweise eng und muss enger überwacht werden. Genau in dieser Situation liefert Agicap den Sprung von der mühsamen manuellen Planung zu einer laufend aktuellen, strukturierten Steuerung — ohne dass gleich ein schwergewichtiges Konzernsystem eingeführt werden muss.
Auch für Unternehmen mit erhöhtem Kapitalbedarf oder Finanzierungsthemen kann die Plattform wertvoll sein. Wer regelmäßig mit Banken oder Investoren über Finanzierung spricht, profitiert von einer sauberen, nachvollziehbaren Liquiditätsplanung, die Vertrauen schafft. Sobald jedoch komplexe Treasury-Anforderungen hinzukommen — umfangreiches Währungs- und Zinsmanagement, konzernweite Bankkontenverwaltung, große Zahlungsvolumina im internationalen Maßstab — verschiebt sich die Abwägung in Richtung spezialisierter Enterprise-Systeme.
Stärken
  • Laufend aktuelle Liquiditätssicht statt stichtagsbezogener Excel-Planung.
  • Automatische Bankanbindung konsolidiert mehrere Konten und Banken.
  • Prognose und Szenarien machen Engpässe frühzeitig sichtbar.
  • Vergleichsweise schlanke Einführung ohne Konzern-Overhead.
  • Saubere Berichte stärken die Kommunikation mit Banken und Gesellschaftern.
Einschränkungen
  • Nutzen steht und fällt mit der Qualität der Bankanbindung.
  • Kein Ersatz für Buchhaltung, ERP oder umfassendes Treasury.
  • Prognosen sind nur so gut wie die zugrunde liegenden Annahmen.
  • Laufende Kosten, die sich am Nutzen messen lassen müssen.
  • Erfordert Pflege und klare Verantwortlichkeiten, um Wert zu stiften.

Typische Einsatzszenarien

In der Praxis begegnet Agicap im Mittelstand in wiederkehrenden Konstellationen. Ein wachsendes Handels- oder Produktionsunternehmen mit mehreren Bankkonten und schwankenden Zahlungsströmen nutzt Agicap, um über alle Konten hinweg eine konsolidierte Liquiditätssicht zu erhalten und saisonale Engpässe vorherzusehen. Ein Dienstleistungsunternehmen mit projektbezogenen Zahlungen setzt auf die Prognose und die Szenarien, um die Wirkung verzögerter Kundenzahlungen abzuschätzen und das Mahnwesen gezielter zu steuern. Ein Unternehmen in einer Wachstums- oder Umbruchphase verwendet die Berichte, um gegenüber Banken und Kapitalgebern eine belastbare Liquiditätsplanung vorzulegen.
Allen Szenarien gemeinsam ist, dass der Nutzen dort am größten ist, wo Liquidität aktiv gesteuert werden muss und mehrere Datenquellen zusammenzuführen sind. Wo die Verhältnisse sehr einfach sind — ein Konto, wenige Zahlungen, komfortable Liquiditätslage — fällt der Mehrwert gegenüber einer einfachen Tabelle geringer aus. Die ehrliche Einschätzung des eigenen Bedarfs ist deshalb der beste Ausgangspunkt für die Entscheidung.

Wann Agicap überzeugt — und wann nicht

Agicap überzeugt vor allem dann, wenn ein Unternehmen seine Liquidität aktiv und vorausschauend steuern will, mehrere Bankkonten konsolidieren muss und mit der bisherigen Excel-Planung an Grenzen der Aktualität und Verlässlichkeit stößt. Weniger naheliegend ist die Plattform für sehr kleine, einfach strukturierte Betriebe mit komfortabler Liquidität, für die der Aufwand den Nutzen übersteigt, sowie am anderen Ende für große Konzerne mit komplexem Treasury-Bedarf, die eher zu spezialisierten Enterprise-Systemen greifen. Wie so oft entscheidet die ehrliche Passung zwischen Bedarf und Lösung — nicht der maximale Funktionsumfang. Betriebswirtschaftliche und steuerliche Detailfragen gehören zu den jeweiligen Fachexperten; dies ist keine Steuer- oder Finanzberatung.
Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kosten, DSGVO, Datenhoheit & Bankdaten-Sicherheit

Bei einer Liquiditätsplattform stehen mehrere Fragen im Vordergrund: Was kostet die Nutzung, wie steht es um Datenschutz und Datenhoheit, und wie sicher sind die sensiblen Bankdaten? Weil Agicap ein europäischer Anbieter mit Sitz in Frankreich ist, fallen die Antworten in Sachen EU-Datenverarbeitung anders aus als bei Anbietern mit Infrastruktur außerhalb der EU — ein Aspekt, der gerade im Umgang mit Finanzdaten Gewicht hat.

Bei den Kosten folgt Agicap dem im SaaS-Umfeld üblichen Abonnement-Modell. Der Preis hängt typischerweise vom gewählten Funktionsumfang, der Zahl der angebundenen Konten und Nutzer sowie der Unternehmensgröße ab und wird häufig individuell ermittelt. Dieser Abschnitt ordnet die Kostenlogik ein, ohne konkrete Eurobeträge zu nennen, da Preise sich regelmäßig ändern und vom Zuschnitt abhängen. Die jeweils aktuellen Konditionen und ein passendes Angebot sind direkt beim Anbieter zu erfragen.
Modell
Abo · SaaS
Laufende Nutzung als Cloud-Dienst
  • Bereitstellung über den Browser, zentrale Aktualisierungen, keine eigene Infrastruktur. Als wiederkehrende Gebühr, deren Höhe vom Zuschnitt abhängt.
Umfang
Module · gestaffelt
Preis nach Funktionsumfang
  • Monitoring, Prognose sowie Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement können den Preis beeinflussen. Nur die tatsächlich benötigten Module einplanen.
Größe
Skalierung · nach Bedarf
Konten, Nutzer und Unternehmensgröße
  • Zahl der angebundenen Bankkonten, Nutzerzahl und Unternehmensgröße wirken auf die Konditionen. Häufig individuell ermittelt statt als fester Listenpreis.
Gesamtbild
Nutzen · entscheidend
Kosten am Mehrwert messen
  • Nicht der Preis allein zählt, sondern das Verhältnis zum eingesparten Aufwand und zur besseren Steuerung. Konditionen beim Anbieter prüfen.

Was die tatsächlichen Kosten bestimmt

Der reine Grundpreis ist bei einer Liquiditätsplattform nur ein Teil der Wahrheit. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Zuschnitt ab: Wie viele Module werden genutzt, wie viele Bankkonten und Nutzer sind eingebunden, und wie groß ist das Unternehmen? Ein Mittelständler mit mehreren Banken und aktivem Forderungsmanagement wird ein anderes Paket benötigen als ein kleineres Unternehmen, das zunächst nur das Monitoring einsetzt. Wer die Wirtschaftlichkeit realistisch beurteilen will, stellt die Kosten dem eingesparten Aufwand und der besseren Steuerungsfähigkeit gegenüber — nicht dem Listenpreis allein. Konkrete Preise ändern sich und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden; dieser Artikel nennt bewusst keine erfundenen Beträge.

DSGVO, EU-Datenhoheit und der Vorteil eines europäischen Anbieters

Beim Datenschutz spielt Agicap eine bemerkenswerte Karte aus: Als europäisches Unternehmen mit Sitz in Frankreich unterliegt der Anbieter dem europäischen Rechtsrahmen und damit der Datenschutz-Grundverordnung. Für Unternehmen, denen EU-Datenhoheit und ein europäischer Verarbeitungsrahmen wichtig sind, ist das ein struktureller Vorteil gegenüber Anbietern, deren Daten- oder Betriebsinfrastruktur außerhalb der EU angesiedelt ist. Die Verarbeitung sensibler Finanz- und Kontodaten im europäischen Rahmen entschärft viele Fragen des Drittlandtransfers, die bei außereuropäisch aufgestellten Anbietern gesondert zu prüfen wären. Wo genau die Daten verarbeitet und gespeichert werden, sollte im Einzelfall im Vertrag und in den Datenschutzunterlagen des Anbieters nachvollzogen werden.
Das entbindet Unternehmen nicht von der eigenen Sorgfalt. Wer eine Liquiditätsplattform nutzt, sollte die Verarbeitung in seinem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten berücksichtigen, einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter schließen und die Zugriffe über sichere Verfahren mit Mehr-Faktor-Absicherung schützen. Datenschutz- und Vertragsfragen gehören zu Fachexperten; dies ist keine Rechtsberatung.

Bankdaten-Sicherheit und PSD2

Ein besonders sensibler Punkt ist die Sicherheit der Bankdaten. Weil Agicap Kontoinformationen abruft, ist der Umgang mit diesen Daten von zentraler Bedeutung. Der Zugriff erfolgt auf Grundlage der PSD2-Regulierung, die einen einwilligungsbasierten, geregelten Rahmen für den Zugang zu Kontoinformationen vorgibt. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem reinen Lesen von Kontoinformationen und dem Auslösen von Zahlungen — welche Rechte im konkreten Fall eingeräumt werden, sollte bewusst festgelegt und regelmäßig überprüft werden. Die erteilte Einwilligung zum Datenabruf kann kontrolliert und bei Bedarf entzogen werden.
Datenschutz & Sicherheit bei einer europäischen Cloud-Plattform

Die wichtigsten Punkte, die Agicap als europäischer Anbieter strukturell begünstigt — und die Unternehmen dennoch selbst im Blick behalten sollten:

EU-Sitz
Europäischer Anbieter mit Sitz in Frankreich
EU-Datenhoheit
Verarbeitung im europäischen Rechtsrahmen der DSGVO
Bankzugriff
Einwilligungsbasiert über die PSD2-Regulierung
Zugriffsschutz
Mehr-Faktor-Absicherung und Rechtevergabe
Auftragsverarbeitung
AV-Vertrag mit dem Anbieter schließen
Verarbeitungsverzeichnis
Die Nutzung in DSGVO-Dokumenten abbilden

Erwartungsmanagement statt Schnäppchenjagd

INAGRO rät, Kosten und Sicherheit mit nüchternem Erwartungsmanagement anzugehen. Agicap ist eine fokussierte Liquiditätsplattform eines europäischen Anbieters — ihr Wert liegt in Aktualität, Struktur und vorausschauender Steuerung sowie im soliden EU-Datenschutzfundament, nicht im maximalen Funktionsumfang eines Konzern-Treasury. Wer ausschließlich auf den niedrigsten Preis schaut, übersieht möglicherweise den eigentlichen Nutzen; wer allein auf den Funktionsumfang schaut, überschätzt womöglich den eigenen Bedarf. Eine ehrliche Abwägung berücksichtigt beide Seiten und stellt die Kosten dem konkreten Mehrwert gegenüber. Dies ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
Kosten- & Sicherheits-Hinweis

Die Kosten von Agicap hängen vom Zuschnitt aus Modulen, Konten, Nutzern und Unternehmensgröße ab; konkrete Preise ändern sich und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden. Als europäischer Anbieter bietet Agicap EU-Datenhoheit im DSGVO-Rahmen und einen einwilligungsbasierten Bankzugriff über PSD2 — ein struktureller Vorteil, der die eigene Sorgfalt bei AV-Vertrag, Zugriffsschutz und Rechtevergabe aber nicht ersetzt. Dies ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Agicap

Diese Fragen tauchen in Beratungsgesprächen rund um Agicap und das Liquiditätsmanagement besonders häufig auf — kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

Was ist Agicap genau?
Agicap ist eine Liquiditätsmanagement-Plattform des französischen Fintechs mit Sitz in Lyon, die als Cloud-Dienst über den Browser genutzt wird. Sie verbindet Bankkonten, liest Kontostände und Bewegungen automatisch ein und erzeugt daraus ein Cashflow-Monitoring sowie eine vorausschauende Prognose. Ergänzt wird das durch das Management offener Forderungen und Verbindlichkeiten sowie durch Szenarien. Agicap richtet sich an KMU und den Mittelstand, die ihre Liquidität aktiv steuern wollen — als Ergänzung zu Buchhaltung und ERP, nicht als deren Ersatz.
Ist Agicap eine Buchhaltungssoftware?
Nein. Agicap ist keine Buchführungssoftware, sondern eine Steuerungsschicht für die Liquidität, die auf Bankdaten, Buchhaltung und ERP aufsetzt. Buchungen, Rechnungsstellung und die eigentliche Buchführung finden weiterhin in den jeweiligen Systemen statt. Agicap zieht die relevanten Informationen zusammen und verdichtet sie zu einer vorausschauenden Cashflow-Sicht. Buchhalterische und steuerliche Aufgaben bleiben bei der Buchhaltungssoftware und beim Steuerberater.
Für welche Unternehmen eignet sich Agicap?
Agicap eignet sich vor allem für KMU und mittelständische Unternehmen, die ihre Liquidität aktiv steuern wollen und mit einer reinen Excel-Planung an Grenzen der Aktualität und Verlässlichkeit stoßen — etwa weil mehrere Bankkonten zusammenlaufen, die Zahlungsströme zahlreicher werden oder die Liquidität zeitweise eng ist. Für sehr kleine, einfach strukturierte Betriebe kann der Aufwand den Nutzen übersteigen, während sehr große Konzerne mit komplexem Treasury-Bedarf eher spezialisierte Enterprise-Systeme prüfen. Die Passung sollte am eigenen Bedarf gemessen werden.
Wie funktioniert die Bankanbindung?
Agicap ruft Kontostände und Bewegungen über die standardisierten Schnittstellen der europäischen Zahlungsdiensteregulierung PSD2 ab — mit ausdrücklicher Zustimmung des Kontoinhabers. Dadurch entsteht eine konsolidierte Liquiditätssicht über mehrere Banken hinweg, ohne dass Kontodaten manuell übertragen werden müssen. Die Qualität und Reichweite der Anbindung kann von Bank zu Bank variieren, weshalb die zuverlässige Anbindung der eigenen Hausbanken vor der Einführung geprüft werden sollte. Die erteilte Einwilligung lässt sich kontrollieren und bei Bedarf entziehen.
Wie zuverlässig sind die Prognosen?
Die Prognosen von Agicap basieren auf historischem Zahlungsverhalten, wiederkehrenden Mustern und erwarteten Zahlungen; teilweise werden sie prädiktiv, also aus Mustern der Vergangenheit, abgeleitet. Sie liefern eine belastbare Orientierung, sind aber keine Gewissheit: Jede Prognose ist nur so gut wie ihre Annahmen, und Sondereffekte oder strukturelle Veränderungen kann eine Automatik nicht vollständig vorhersehen. Deshalb ergänzen Szenarien die Prognose um eine Bandbreite möglicher Entwicklungen. Die kritische Prüfung der Annahmen bleibt Aufgabe des Unternehmens.
Lässt sich Agicap mit DATEV und ERP verbinden?
Agicap kann Daten aus ERP-Systemen und Buchhaltungssoftware übernehmen, insbesondere offene Posten, die für eine präzise Prognose wichtig sind. Für die Zusammenarbeit mit Kanzleien im DATEV-Umfeld zählt, dass die buchhalterischen Informationen in verwertbarer Form ausgetauscht werden. Ob dies über eine direkte Schnittstelle, über die verbindende Buchhaltungssoftware oder über strukturierte Exporte geschieht, hängt vom konkreten Setup ab und sollte mit dem Steuerberater sowie beim Anbieter geprüft werden.
Was kostet Agicap?
Agicap wird im SaaS-Abonnement-Modell angeboten; der Preis hängt typischerweise vom Funktionsumfang, der Zahl der angebundenen Konten und Nutzer sowie der Unternehmensgröße ab und wird häufig individuell ermittelt. Konkrete Preise ändern sich regelmäßig und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden. Für eine realistische Beurteilung zählt das Verhältnis der Kosten zum eingesparten Aufwand und zur besseren Steuerungsfähigkeit, nicht der Grundpreis allein.
Wie steht es um Datenschutz und die Sicherheit meiner Bankdaten?
Als europäisches Unternehmen mit Sitz in Frankreich unterliegt Agicap dem europäischen Rechtsrahmen und der Datenschutz-Grundverordnung, was für Unternehmen mit Bedarf an EU-Datenhoheit ein struktureller Vorteil gegenüber außereuropäischen Anbietern ist. Der Bankzugriff erfolgt einwilligungsbasiert über PSD2. Unternehmen sollten dennoch einen Auftragsverarbeitungsvertrag schließen, die Verarbeitung im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten abbilden und den Zugriff über Mehr-Faktor-Absicherung und eine saubere Rechtevergabe schützen. Wo Daten verarbeitet werden, ist im Vertrag nachzuvollziehen. Dies ist keine Rechtsberatung.

Liquiditätssteuerung strategisch angehen

Brauchen Sie ein durchdachtes Liquiditäts-Setup?

Wir prüfen herstellerneutral, wie sich eine Liquiditätsplattform wie Agicap in Ihr digitales Finanz- und Buchhaltungs-Setup einfügt: Modulzuschnitt und Nutzen, Bankanbindung über PSD2, Integration in ERP, Buchhaltung und den DATEV-Weg zum Steuerberater, Kostenlogik sowie das Datenschutz- und Sicherheits-Setup mit Blick auf EU-Datenhoheit und Bankdaten-Sicherheit — pragmatisch auf KMU und den Mittelstand zugeschnitten. Dies ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

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