Wissensdatenbank · Buchhaltung & Finanz-Software

LucaNet

Die Software-Plattform der Berliner LucaNet AG für Finanzkonsolidierung, Planung, Reporting und Corporate Performance Management (CPM) — konzipiert für Controlling und CFO-Bereich im Mittelstand ebenso wie in Konzernstrukturen, mit einem einheitlichen Finanzdatenmodell im Zentrum.

26 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
LucaNet
INAGRO Wissensdatenbank · 43 Buchhaltung & Finanz-Software
Anbieter
LucaNet AG, Berlin (Deutschland)
Typ
CPM-Software: Konsolidierung, Planung, Reporting
Betrieb
Cloud & On-Premises
Fokus
Controlling & CFO-Bereich
Zielgruppe: Mittelstand & Konzerne im DACH-Raum und international
Kapitel 01 · Überblick

Was ist LucaNet – und für wen ist es gedacht?

LucaNet ist eine Software-Plattform für die finanzielle Steuerung von Unternehmen. Sie deckt die klassischen Aufgaben des Controllings und des CFO-Bereichs ab: die Konsolidierung von Abschlüssen mehrerer Gesellschaften, die Planung und Budgetierung, das Reporting für Management und externe Adressaten sowie – über all dem – das Corporate Performance Management (CPM). Hinter der Software steht die LucaNet AG, ein 1999 gegründeter, in Berlin ansässiger deutscher Anbieter, der sich auf diese Disziplin spezialisiert hat.

Im Kern beantwortet LucaNet eine Frage, die in fast jedem größeren Unternehmen und in jeder Gruppe von Gesellschaften auftaucht: Wie bringt man verstreute Finanzdaten aus unterschiedlichen Vorsystemen zu einem konsistenten, belastbaren und aussagekräftigen Gesamtbild zusammen? Genau an dieser Stelle setzt die Plattform an. Sie sammelt Daten aus Buchhaltung, ERP-Systemen und Vorsystemen, führt sie in einem einheitlichen Finanzdatenmodell zusammen und macht sie für Konsolidierung, Planung und Reporting nutzbar – idealerweise ohne dass dieselben Zahlen mehrfach von Hand übertragen werden müssen.
Wichtig ist die Abgrenzung gleich zu Beginn: LucaNet ist keine Finanzbuchhaltung und ersetzt kein Buchhaltungsprogramm, in dem laufende Geschäftsvorfälle gebucht werden. Die Plattform setzt vielmehr eine Ebene darüber an. Sie übernimmt die bereits gebuchten Daten und veredelt sie: Sie eliminiert konzerninterne Verflechtungen, plant Szenarien, verdichtet Kennzahlen und erzeugt Berichte. In der Landschaft der Finanz-Software gehört LucaNet damit zur Kategorie der CPM- beziehungsweise EPM-Lösungen (Enterprise Performance Management) und nicht zur klassischen Fibu.
Aus Sicht von INAGRO ist LucaNet vor allem dann interessant, wenn ein Unternehmen über eine reine Einzelbuchhaltung hinausgewachsen ist: wenn mehrere Gesellschaften konsolidiert werden müssen, wenn Planung und Forecast über Excel-Grenzen hinausgehen oder wenn das Reporting an Geschäftsführung, Beirat, Banken oder Investoren professionalisiert werden soll. Für sehr kleine Betriebe mit einer einzigen Gesellschaft ist die Plattform in der Regel überdimensioniert; ihr Nutzen entfaltet sich mit steigender Komplexität der Finanzstruktur.
INAGRO-Einschätzung

LucaNet ist ein spezialisiertes Werkzeug für Finanzkonsolidierung, Planung und Reporting – nicht für die laufende Buchhaltung. Der typische Auslöser für ein LucaNet-Projekt ist wachsende Komplexität: mehrere Gesellschaften, anspruchsvolleres Reporting, Planung jenseits von Excel. Die zentrale Frage lautet daher selten „Buchhaltung oder LucaNet“, sondern „welche Steuerungsebene brauchen wir über der Buchhaltung“. Buchhaltung und Konsolidierung berühren steuerliche und bilanzielle Pflichten; dieser Artikel ordnet die Software ein, ist aber keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Warum LucaNet im DACH-Controlling einen Namen hat

Die Bekanntheit von LucaNet im deutschsprachigen Raum speist sich aus mehreren Quellen. Erstens aus der Spezialisierung: Anders als breit aufgestellte ERP- oder BI-Konzerne konzentriert sich LucaNet seit der Gründung auf finanzielle Steuerung. Diese Fokussierung hat der Plattform in Controlling-Abteilungen und Wirtschaftsprüfungsumfeldern einen soliden Ruf verschafft. Zweitens aus der Herkunft: Als deutscher Anbieter ist LucaNet mit den Anforderungen des hiesigen Rechnungswesens vertraut und wird häufig im Kontext deutscher und europäischer Rechnungslegung eingesetzt.
Drittens spielt die Positionierung zwischen Mittelstand und Konzern eine Rolle. Große Konzerne haben oft SAP-basierte Konsolidierungslösungen im Einsatz; sehr kleine Firmen arbeiten mit Tabellen. LucaNet adressiert bewusst den breiten Raum dazwischen – gehobener Mittelstand, Unternehmensgruppen, mittelgroße Konzerne –, in dem professionelle Konsolidierung und Planung gebraucht werden, ein schwergewichtiges Konzern-Setup aber überzogen wäre. Diese Nische ist im DACH-Raum groß und wirtschaftlich bedeutend.

Drei Eigenschaften, die LucaNet prägen

  • Ein einheitliches Finanzdatenmodell — Konsolidierung, Planung und Reporting greifen auf dieselbe Datenbasis zu. Das reduziert Brüche zwischen Modulen und schafft eine konsistente „single source of truth“ für Finanzdaten.
  • Fokus auf finanzielle Steuerung statt Alleskönnertum — LucaNet will nicht ERP, CRM oder Buchhaltung ersetzen, sondern die Steuerungsebene darüber abdecken. Diese klare Rollenteilung ist Teil der Identität.
  • Deutsche Herkunft mit EU-Bezug — als Anbieter aus Berlin bringt LucaNet Nähe zu europäischer Rechnungslegung und zur Diskussion um Datenhoheit mit; die konkreten Betriebs- und Serverstandort-Details sind beim Anbieter zu prüfen.
Kapitel 02 · Produktfamilie & Positionierung

Die LucaNet-Produktfamilie und ihre Positionierung

LucaNet versteht sich als integrierte Plattform für das Financial Performance Management. Statt einzelne, lose gekoppelte Werkzeuge zu verkaufen, bündelt der Anbieter mehrere fachliche Bausteine, die auf einem gemeinsamen Datenmodell aufsetzen. Wer die Familie verstehen will, sollte weniger auf Einzelprodukte als auf die Aufgabenbereiche schauen, die sie abdecken.

Grob lassen sich vier funktionale Säulen unterscheiden. Erstens die Financial Consolidation, also die Konsolidierung von Abschlüssen mehrerer Gesellschaften zu einem Konzern- oder Gruppenabschluss. Zweitens die Planning, die Planung, Budgetierung und Forecasting umfasst. Drittens das Financial & Management Reporting, das Berichte für externe Adressaten wie für die interne Steuerung erzeugt. Und viertens, als verbindendes Element, das Financial Data Warehouse beziehungsweise das einheitliche Finanzdatenmodell, in dem alle Zahlen zusammenlaufen.
Financial Consolidation
Konsolidierung

Erstellung von Konzern- und Gruppenabschlüssen: Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung. Unterstützung mehrerer Rechnungslegungsstandards und Währungen, mit nachvollziehbarem Prüfpfad.

AufgabeGruppenabschluss
NutzerKonzern-Rechnungswesen
BezugHGB / IFRS u. a.
Planning
Planung

Integrierte Unternehmensplanung: GuV-, Bilanz- und Cashflow-Planung, Budgetierung, Forecasts und Szenarien. Treiberbasierte Modelle und die Verknüpfung von Teilplänen zu einer konsistenten Gesamtplanung.

AufgabePlan & Forecast
NutzerControlling / FP&A
BezugIntegrierte Planung
Financial & Management Reporting
Reporting

Berichte für Management, Gesellschafter, Banken und Prüfer: standardisierte Finanzberichte ebenso wie individuelle Management-Dashboards. Reporting direkt aus der konsolidierten und geplanten Datenbasis.

AufgabeBerichte & Analyse
NutzerManagement / CFO
BezugIntern & extern
Financial Data Model
Datenmodell

Das verbindende Fundament: ein einheitliches Finanzdatenmodell, in das Daten aus Vorsystemen fließen und aus dem Konsolidierung, Planung und Reporting schöpfen. Eine gemeinsame Wahrheitsquelle für Finanzzahlen.

AufgabeSingle Source
NutzerAlle Module
BezugDatenintegration

Corporate Performance Management als Klammer

Über den einzelnen Bausteinen steht das Konzept des Corporate Performance Management, teils auch als Enterprise Performance Management (EPM) oder Financial Performance Management bezeichnet. Gemeint ist damit ein durchgängiger Steuerungskreislauf: planen, ausführen, messen, analysieren und wieder anpassen. LucaNet positioniert sich als Plattform, die genau diesen Kreislauf für den Finanzbereich unterstützt – von der Planung über die Konsolidierung der Ist-Zahlen bis zum Reporting und zur Analyse von Abweichungen.
Der Reiz dieses integrierten Ansatzes liegt in der Konsistenz. Wenn Plan- und Ist-Daten im selben Modell liegen, lassen sich Soll-Ist-Vergleiche ohne Medienbruch erzeugen, und ein Forecast kann auf denselben Strukturen aufsetzen wie der konsolidierte Abschluss. Für Controlling-Abteilungen, die heute noch Zahlen mühsam zwischen Konsolidierungstool, Planungs-Excel und Reporting-Werkzeug hin- und herschieben, ist das ein wesentliches Versprechen. Ob es im Einzelfall eingelöst wird, hängt von der Sauberkeit der Umsetzung und der Datenanbindung ab.

Wo LucaNet in der Software-Landschaft steht

In einer vereinfachten Landkarte der Finanz-Software liegt LucaNet zwischen drei Nachbarn. Unterhalb befinden sich die Buchhaltungs- und ERP-Systeme, die die Transaktionen erfassen und die Vorsysteme darstellen. Seitlich liegen die BI-Werkzeuge, die Daten visualisieren, aber selbst keine Konsolidierungslogik oder Planungsintelligenz mitbringen. Und im schweren Konzernsegment stehen die großen, oft SAP-nahen Konsolidierungssuiten. LucaNet besetzt den Raum der spezialisierten, aber handhabbaren CPM-Plattform – fachlich tief im Finanzbereich, ohne den Anspruch, ein komplettes ERP oder eine universelle Datenplattform zu sein.
Orientierung

Wer LucaNet einordnen will, sollte an Aufgaben statt an Produktnamen denken: Konsolidierung, Planung und Reporting auf einem gemeinsamen Finanzdatenmodell. Die Plattform ergänzt Buchhaltung und ERP, statt sie zu ersetzen. Welche Module und Editionen im konkreten Fall benötigt werden und wie sie aktuell zugeschnitten sind, sollte direkt beim Anbieter geprüft werden – Paketierungen ändern sich über die Zeit.

Kapitel 03 · Funktionsumfang & Kernfähigkeiten

Funktionsumfang & was LucaNet konkret leistet

Der praktische Wert von LucaNet zeigt sich in vier eng verzahnten Fähigkeiten: Daten aus Vorsystemen integrieren, mehrere Gesellschaften konsolidieren, Planung und Forecast aufsetzen sowie aussagekräftige Berichte erzeugen. Alle vier greifen auf dasselbe Finanzdatenmodell zu – das ist der rote Faden der Plattform.

Datenintegration

Finanzdaten aus Buchhaltung, ERP-Systemen und weiteren Vorsystemen werden eingelesen und in einem einheitlichen Modell strukturiert. Ziel ist eine konsistente Basis, auf der alle weiteren Schritte aufsetzen, statt Zahlen mehrfach zu erfassen.

Single Source of Truth
Konsolidierung

Aus den Einzelabschlüssen mehrerer Gesellschaften entsteht ein Gruppen- oder Konzernabschluss. Kapital-, Schulden- und Aufwands-/Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung folgen einer nachvollziehbaren, prüfbaren Logik.

Gruppenabschluss
Planung & Forecast

GuV, Bilanz und Cashflow lassen sich integriert planen, Budgets aufsetzen und Forecasts rollierend fortschreiben. Treiberbasierte Modelle und Szenarien helfen, Annahmen transparent zu machen und Wirkungen durchzurechnen.

Integrierte Planung
Reporting & Analyse

Aus der konsolidierten und geplanten Datenbasis entstehen Finanzberichte, Management-Dashboards und Soll-Ist-Vergleiche. Berichte lassen sich standardisieren und zugleich auf die Bedürfnisse einzelner Adressaten zuschneiden.

Bericht trifft Analyse
Mehrwährung & Standards

Für Gruppen mit Auslandsgesellschaften unterstützt die Plattform mehrere Währungen und deren Umrechnung sowie unterschiedliche Rechnungslegungsstandards, sodass parallele Sichten – etwa HGB und IFRS – abbildbar werden.

HGB · IFRS · Fremdwährung
Prüfpfad & Governance

Nachvollziehbarkeit ist im Finanzumfeld zentral: Konsolidierungsschritte, Anpassungen und Datenherkunft sollen dokumentiert und rückverfolgbar sein – eine Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern.

Audit-Nachvollziehbarkeit

Konsolidierung als Kerndisziplin

Das historische Herzstück von LucaNet ist die Finanzkonsolidierung. Sobald ein Unternehmen aus mehreren rechtlichen Einheiten besteht – Tochtergesellschaften, Beteiligungen, Auslandsgesellschaften –, reicht der Blick auf die Einzelabschlüsse nicht mehr aus. Der Gruppen- oder Konzernabschluss muss die internen Verflechtungen herausrechnen: Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften, konzerninterne Umsätze, Gewinne aus Lieferungen zwischen Tochtergesellschaften. Genau diese Eliminierungen bildet LucaNet strukturiert ab.
Der Anspruch dabei ist nicht nur ein korrektes Ergebnis, sondern ein nachvollziehbarer Weg dorthin. In einem seriösen Konsolidierungsprozess muss jederzeit erkennbar sein, welche Buchung aus welchem Grund vorgenommen wurde und wie sie das Gesamtergebnis beeinflusst. Diese Transparenz ist die Voraussetzung dafür, dass Wirtschaftsprüfer den Abschluss abnehmen können und dass das Management den Zahlen vertraut. Die konkrete Ausgestaltung – welche Standards, welche Eliminierungslogik, welche Prüfschritte – gehört fachlich in die Hände von Rechnungswesen und Prüfern; die Software liefert dafür das Werkzeug.

Planung, die mit der Konsolidierung zusammenspielt

Die zweite große Fähigkeit ist die Planung. Ihr besonderer Reiz in LucaNet liegt darin, dass sie nicht isoliert neben der Konsolidierung steht, sondern auf demselben Datenmodell aufsetzt. Eine integrierte Planung verknüpft GuV, Bilanz und Cashflow, sodass Annahmen konsistent durchgerechnet werden: Eine geplante Umsatzsteigerung wirkt sich nicht nur auf die Ergebnisrechnung aus, sondern über Forderungen, Bestände und Investitionen auch auf Bilanz und Liquidität. Treiberbasierte Modelle und Szenarien machen sichtbar, wie sich Veränderungen einzelner Annahmen fortpflanzen.
Für Controlling-Teams, die heute mit verschachtelten Tabellen arbeiten, ist der entscheidende Gewinn die Konsistenz und Wiederholbarkeit. Ein rollierender Forecast lässt sich auf denselben Strukturen aufsetzen wie der Plan, und der Vergleich mit den konsolidierten Ist-Zahlen entsteht ohne mühsame manuelle Überleitung. Damit dieser Nutzen greift, muss die Planung sauber modelliert und an die Ist-Datenbasis angebunden sein – ein Aufwand, der zu Projektbeginn nicht unterschätzt werden sollte.

Reporting als sichtbares Ergebnis

Am Ende der Kette steht das Reporting. Hier wird die Arbeit von Konsolidierung und Planung für Menschen sichtbar: als standardisierter Finanzbericht für Gesellschafter und Banken, als Management-Dashboard für die Geschäftsführung oder als detaillierte Abweichungsanalyse für das Controlling. Weil die Berichte direkt aus der konsolidierten und geplanten Datenbasis schöpfen, sinkt das Risiko, dass unterschiedliche Empfänger mit widersprüchlichen Zahlen versorgt werden. Die Kunst besteht darin, Berichte so zu gestalten, dass sie standardisiert und dennoch adressatengerecht sind – eine fachliche Aufgabe, die Software unterstützt, aber nicht abnimmt.
Kapitel 04 · KI & Automatisierung

KI-Unterstützung & Automatisierung im Finanzprozess

Wie viele Anbieter im Finanzbereich erweitert auch LucaNet seine Plattform um automatisierte und zunehmend KI-gestützte Funktionen. Der Grundgedanke: wiederkehrende, regelbasierte Arbeit reduzieren und Fachkräfte für Analyse und Entscheidung freispielen. Wichtig ist dabei die realistische Erwartung – Automatisierung unterstützt den Prozess, ersetzt aber weder das fachliche Urteil noch die Verantwortung.

Die naheliegendste Form der Automatisierung betrifft die Datenintegration. Das immer gleiche Einlesen von Salden aus Vorsystemen, das Zuordnen zu Konten und Strukturen, das Prüfen auf Vollständigkeit – solche Schritte lassen sich weitgehend automatisieren. Je verlässlicher die Anbindung an ERP und Buchhaltung funktioniert, desto weniger manuelle Übertragung ist nötig und desto geringer wird das Fehlerrisiko, das jede Handarbeit mit sich bringt.
Eine zweite Ebene ist die Prozessautomatisierung innerhalb der Konsolidierung und Planung. Wiederkehrende Konsolidierungsbuchungen, Standardeliminierungen oder die Fortschreibung von Forecasts folgen Regeln, die einmal definiert und dann wiederholt angewendet werden können. Das beschleunigt insbesondere den Periodenabschluss – jenen Zeitdruck-Klassiker, in dem das Rechnungswesen Monat für Monat oder Quartal für Quartal gegen die Uhr arbeitet.

KI-gestützte Assistenz und Analyse

Über die klassische Automatisierung hinaus halten KI-gestützte Funktionen Einzug in CPM-Plattformen. Typische Einsatzfelder sind Assistenzfunktionen, die Nutzer bei der Bedienung, beim Auffinden von Informationen oder beim Erstellen von Analysen unterstützen, sowie analytische Funktionen, die auf Auffälligkeiten in den Daten hinweisen – etwa ungewöhnliche Abweichungen, Ausreißer oder Muster, die einer genaueren Betrachtung wert sind.
Der Nutzen solcher Funktionen liegt weniger im spektakulären Ersetzen menschlicher Arbeit als im Beschleunigen und Fokussieren. Wenn ein System aus einer großen Zahl von Positionen jene heraushebt, die auffällig sind, kann sich die Analystin auf das Wesentliche konzentrieren, statt alles manuell zu durchsuchen. Welche konkreten KI-Funktionen die Plattform aktuell bietet, wie sie technisch umgesetzt sind und wo Daten dabei verarbeitet werden, ändert sich schnell und sollte direkt beim Anbieter erfragt werden.

Automatisierung mit Augenmaß

So verlockend Automatisierung klingt, im Finanzbereich gilt besondere Sorgfalt. Zahlen, die in Konzernabschlüsse, Bankgespräche oder Investorenkommunikation einfließen, müssen korrekt und nachvollziehbar sein. Automatisierte Schritte entbinden daher nicht von der Kontrolle: Regeln müssen richtig definiert, Ergebnisse plausibilisiert und Ausnahmen erkannt werden. Gerade bei KI-gestützten Vorschlägen bleibt die Bewertung, ob ein Hinweis relevant ist, eine fachliche Entscheidung.
INAGRO rät, Automatisierung als schrittweisen Weg zu verstehen. Es lohnt sich, zunächst die stabilsten und am häufigsten wiederholten Prozesse zu automatisieren – etwa die Datenanbindung und Standardkonsolidierungen – und komplexere oder selten auftretende Fälle bewusst unter fachlicher Kontrolle zu halten. So entsteht Entlastung, ohne dass Nachvollziehbarkeit und Datenqualität leiden. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Zahlen verbleibt in jedem Fall beim Unternehmen und seinen Fachexperten.
Praxis-Hinweis

KI und Automatisierung entfalten ihren Nutzen im Finanzbereich vor allem bei der Datenintegration und bei wiederkehrenden Standardprozessen. Analytische und assistierende KI-Funktionen können den Blick auf Auffälligkeiten lenken, ersetzen aber nicht das fachliche Urteil. Welche Funktionen aktuell verfügbar sind und wo Daten dabei verarbeitet werden, ist beim Anbieter zu prüfen – dies ist keine Steuerberatung.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Integrationen & das Ökosystem rund um LucaNet

Eine CPM-Plattform ist nur so gut wie die Daten, die in sie hineinfließen. Deshalb ist die Anbindung an die Vorsysteme – Buchhaltung, ERP und weitere Quellen – kein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. LucaNet lebt vom sauberen Zusammenspiel mit der bestehenden Systemlandschaft eines Unternehmens.

Am Anfang steht fast immer die Frage, woher die Zahlen kommen. In den meisten Unternehmen sind das ERP- und Buchhaltungssysteme: von SAP über Microsoft-Lösungen bis zu DATEV-Umgebungen und einer Vielzahl weiterer Systeme, die im Mittelstand verbreitet sind. LucaNet ist darauf ausgelegt, Daten aus solchen Quellen zu übernehmen und in sein Finanzdatenmodell zu überführen. Je nach Quellsystem geschieht das über standardisierte Schnittstellen, Konnektoren oder strukturierte Importe.
Systemtyp Beispiele Rolle im Zusammenspiel
ERP-Systeme SAP, Microsoft Dynamics u. a. Liefern Ist-Daten und Salden als Vorsystem
Buchhaltung / Kanzlei DATEV und weitere Quelle für gebuchte Finanzdaten
Office / Tabellen Microsoft Excel Import, Modellierung und Ausgabe
Weitere Vorsysteme Branchen- und Fachsysteme Ergänzende Datenquellen je nach Bedarf
Reporting / BI Dashboards, Weiterverarbeitung Ausgabe und Anschluss an nachgelagerte Analyse

ERP-Anbindung als Fundament

Die Anbindung an das ERP ist in vielen Projekten der aufwendigste, aber auch der wertvollste Teil. Läuft die Datenübernahme aus SAP, Microsoft Dynamics oder einer vergleichbaren Umgebung verlässlich, entsteht ein automatisierter Fluss von den Transaktionen bis zur Konsolidierung. Das reduziert manuelle Übertragung, senkt Fehlerquellen und beschleunigt den Abschluss. Für Unternehmensgruppen mit heterogenen Systemen – wo einzelne Gesellschaften unterschiedliche ERP-Systeme nutzen – liegt der Wert einer solchen Plattform gerade darin, die verschiedenen Quellen unter ein gemeinsames Dach zu bringen.
In DACH-Unternehmen spielt zudem die Nähe zur Steuerberatung und zum DATEV-Umfeld eine Rolle. Viele Betriebe halten ihre Finanzbuchhaltung in DATEV-nahen Strukturen; die Fähigkeit, solche Daten als Vorsystem zu berücksichtigen, ist im deutschen Markt ein praktischer Vorteil. Wie eine Anbindung im konkreten Fall aussieht, hängt von der jeweiligen Systemlandschaft ab und ist Teil der Projektplanung.

Excel bleibt Teil der Realität

Trotz aller Automatisierung bleibt Microsoft Excel im Controlling allgegenwärtig. Gute CPM-Plattformen erkennen das an, statt dagegen anzukämpfen. In der Praxis heißt das: Daten lassen sich aus Excel importieren, und Ergebnisse lassen sich für die vertraute Tabellenwelt bereitstellen. Die Integration mit Excel ist deshalb kein Rückschritt, sondern eine Brücke – sie erlaubt es Fachanwendern, in ihrer gewohnten Umgebung zu arbeiten, während die konsolidierte Wahrheit in der Plattform liegt. Wie tief die Excel-Integration im Einzelfall reicht, sollte beim Anbieter geprüft werden.

Das Partner- und Beratungsökosystem

Rund um LucaNet existiert ein Ökosystem aus Partnern und Beratungshäusern, das Einführung, Modellierung und Betrieb begleitet. Für den Mittelstand ist das relevant, weil ein Konsolidierungs- oder Planungsprojekt selten reine Software-Installation ist, sondern fachliche Modellierungsarbeit erfordert: Wie ist die Gruppe strukturiert, welche Standards gelten, wie sollen Planung und Reporting aussehen? Erfahrene Umsetzungspartner bringen hier Methodik und Branchenwissen ein. Die Auswahl eines passenden Partners ist Teil einer soliden Projektentscheidung; INAGRO empfiehlt, dabei sowohl fachliche Kompetenz als auch die Passung zur eigenen Systemlandschaft zu prüfen.
Integration früh mitdenken

Der größte Hebel und zugleich das größte Projektrisiko liegen in der Datenanbindung. Wer früh klärt, aus welchen Vorsystemen die Zahlen kommen, in welcher Qualität sie vorliegen und wie sie fließen sollen, legt das Fundament für einen tragfähigen CPM-Prozess. Die konkreten Schnittstellen und ihre Möglichkeiten sind system- und versionsabhängig und beim Anbieter zu prüfen.

Kapitel 06 · Abgrenzung zu Wettbewerbern

LucaNet im Vergleich zu Anaplan, klassischen Tools und BI

Um LucaNet richtig einzuordnen, hilft der Blick auf benachbarte Kategorien. Vier Vergleichsrichtungen sind besonders lehrreich: dedizierte Planungsplattformen wie Anaplan, klassische Konsolidierungstools, universelle BI-Systeme und die schweren Konzern-Suiten. Jede Kategorie folgt einer eigenen Logik – ein Gewinner für alle Fälle existiert nicht.

Kriterium LucaNet Anaplan Klassische Konsolidierung BI-Systeme
Grundausrichtung Finanz-CPM: Konsolidierung, Planung, Reporting Flexible Planungsplattform Reine Konsolidierung Visualisierung & Analyse
Konsolidierung Kerndisziplin Nicht der Schwerpunkt Kernaufgabe Nicht vorgesehen
Planung Integriert Sehr flexibel Meist getrennt Nur Auswertung
Finanzfokus Sehr hoch Breit, nicht nur Finanzen Hoch Themenoffen
Datenmodell Einheitlich für alle Module Modellabhängig Auf Konsolidierung fokussiert Auf Reporting fokussiert
DACH-Verankerung Sehr hoch International Unterschiedlich International

LucaNet oder Anaplan — Finanzfokus trifft Flexibilität

Anaplan ist eine hochflexible Planungsplattform, die weit über den Finanzbereich hinausreicht – von der Vertriebs- über die Personal- bis zur Lieferkettenplanung. Ihre Stärke ist die frei modellierbare Planung für unterschiedlichste Unternehmensbereiche. LucaNet ist demgegenüber deutlich stärker auf den Finanzbereich fokussiert und bringt die Konsolidierung als eigenständige Kerndisziplin mit, die in reinen Planungsplattformen nicht im Zentrum steht. Vereinfacht: Wer eine breite, unternehmensweite Planungsplattform sucht, schaut in Richtung Anaplan; wer finanzielle Konsolidierung, Planung und Reporting eng verzahnt in einem Finanzmodell braucht, findet in LucaNet den spezialisierteren Zuschnitt.

LucaNet oder klassische Konsolidierungstools

Reine Konsolidierungstools erledigen genau eine Aufgabe: aus Einzelabschlüssen einen Gruppenabschluss erstellen. Das können sie oft sehr solide, aber sie decken Planung und Reporting nicht im selben integrierten Modell ab. Die Folge sind Brüche: Konsolidierung im einen Werkzeug, Planung im Excel, Reporting in einem dritten Tool. LucaNet setzt dem den integrierten Ansatz entgegen, bei dem Konsolidierung, Planung und Reporting auf derselben Datenbasis stehen. Für Unternehmen, die diese Prozesse ohnehin verbinden wollen, ist das ein wesentliches Argument; wer ausschließlich konsolidieren will und keine integrierte Planung braucht, kommt womöglich mit einem schlankeren Spezialtool aus.

LucaNet oder BI — Steuerung versus Visualisierung

BI-Systeme sind stark im Visualisieren, Explorieren und Analysieren von Daten. Was sie in der Regel nicht mitbringen, ist die fachliche Intelligenz der Konsolidierung oder der integrierten Finanzplanung. Ein BI-Werkzeug zeigt hervorragend, was in den Daten steckt, erzeugt aber selbst keinen Konzernabschluss und keine treiberbasierte Planung. In der Praxis stehen LucaNet und BI daher oft nicht in Konkurrenz, sondern ergänzen sich: LucaNet erzeugt die konsolidierten und geplanten Finanzdaten, ein BI-Werkzeug kann sie anschließend visuell aufbereiten. Wer glaubt, ein BI-Dashboard ersetze eine Konsolidierungsplattform, unterschätzt die fachliche Tiefe der Konsolidierung.
Wann was sinnvoll ist

Vereinfacht: Anaplan denkt von der flexiblen, unternehmensweiten Planung her, klassische Tools von der reinen Konsolidierung, BI von der Visualisierung – und LucaNet vom integrierten Finanz-CPM mit Konsolidierung, Planung und Reporting auf einem Modell. Entscheidend sind die eigene Struktur, die Zahl der Gesellschaften, der Reporting-Anspruch und die vorhandene Systemlandschaft. Ein Kategorie-Vergleich ersetzt keine individuelle Evaluierung.

Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung & Betrieb: Cloud, On-Premises und Projekt

Ein CPM-Projekt ist mehr als eine Software-Installation. Es verbindet fachliche Modellierung, technische Anbindung und organisatorische Veränderung. Wer die Einführung als reines IT-Thema behandelt, unterschätzt sie regelmäßig. Dieser Abschnitt ordnet Betriebsmodelle, Projektablauf und Erfolgsfaktoren ein.

Beim Betrieb stehen grundsätzlich zwei Wege offen. In der Cloud wird die Plattform beim Anbieter oder einem von ihm genutzten Rechenzentrum betrieben; das Unternehmen greift über den Browser zu, muss sich nicht um Infrastruktur kümmern und profitiert von laufenden Aktualisierungen. Bei On-Premises läuft die Software in der eigenen oder einer selbst verantworteten Umgebung; das Unternehmen behält die unmittelbare Kontrolle über Infrastruktur und Datenhaltung, trägt dafür aber auch die Verantwortung für Betrieb, Updates und Verfügbarkeit. Welche Betriebsmodelle in welchem Umfang aktuell angeboten werden, sollte beim Anbieter geprüft werden.
Kriterium Cloud On-Premises
Infrastruktur Beim Anbieter / Rechenzentrum In eigener Verantwortung
Updates Laufend bereitgestellt Selbst eingeplant
Zugriff Ortsunabhängig über Browser An eigene Umgebung gebunden
Datenhaltung Beim Anbieter – Standort prüfen Im eigenen Haus
Verantwortung Betrieb Weitgehend beim Anbieter Beim Unternehmen / dessen IT
Datenhoheit-Fragen EU-Hosting & AVV prüfen Unter eigener Kontrolle

Das Implementierungsprojekt Schritt für Schritt

Eine seriöse Einführung folgt einem klaren Pfad. Am Anfang steht die Konzeption: Wie ist die Unternehmensgruppe strukturiert, welche Gesellschaften werden konsolidiert, welche Rechnungslegungsstandards gelten, wie sollen Planung und Reporting aussehen? Diese fachliche Modellierung ist das Herzstück – wird sie sauber gemacht, trägt das Modell über Jahre; wird sie übersprungen, rächt es sich später in Nacharbeiten. Erst danach folgen die technische Anbindung der Vorsysteme, die Konfiguration der Konsolidierungs- und Planungslogik sowie ein Testlauf mit echten Daten, bevor der Produktivstart erfolgt.
01
Konzeption & Modellierung
Gruppenstruktur, Konsolidierungskreis, Standards und Reporting-Anforderungen erfassen. Das Finanzdatenmodell fachlich sauber aufsetzen und Erfolgskriterien früh definieren – das Fundament des gesamten Projekts.
02
Datenanbindung & Konfiguration
Vorsysteme wie ERP und Buchhaltung anbinden, Import- und Schnittstellenwege einrichten, Konsolidierungs- und Planungslogik konfigurieren, Berechtigungen vergeben und – bei Cloud – EU-Hosting und AVV prüfen.
03
Testlauf & Validierung
Mit echten Daten testen, Konsolidierungsergebnisse und Planungslogik plausibilisieren und – wo relevant – mit Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfern abstimmen. Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit sicherstellen.
04
Produktivstart & Betrieb
Geordneter Übergang in den Echtbetrieb, Schulung der Anwender, Etablierung des periodischen Abschluss- und Planungszyklus sowie laufende Pflege von Modell und Datenanbindung über das Jahr hinweg.

Erfolgsfaktoren und typische Stolpersteine

Der häufigste Grund, warum CPM-Projekte hinter den Erwartungen zurückbleiben, ist nicht die Software, sondern die Datenqualität und die fachliche Vorbereitung. Wenn die Vorsysteme uneinheitliche Kontenstrukturen liefern, wenn niemand den Konsolidierungskreis sauber definiert hat oder wenn Planung und Reporting nicht klar spezifiziert sind, kann auch die beste Plattform kein konsistentes Bild erzeugen. Ebenso wichtig ist die Einbindung der Menschen: Controlling und Rechnungswesen müssen das Modell verstehen und mittragen, sonst bleibt es ein Fremdkörper.
Die Rolle erfahrener Umsetzungspartner ist deshalb erheblich. Sie bringen Methodik für die Modellierung, Erfahrung mit typischen Fallstricken und Kenntnis der Anbindung an gängige Vorsysteme mit. INAGRO empfiehlt, Einführung und Betrieb von Beginn an als gemeinsames Projekt von Fachbereich, IT und Partner zu planen – und ausreichend Zeit für Konzeption und Test einzuplanen, statt unter Termindruck in den Produktivbetrieb zu drängen.
Einführung mit Augenmaß

Der Aufwand eines CPM-Projekts liegt weniger in der Installation als in Modellierung, Datenanbindung und organisatorischer Verankerung. Cloud oder On-Premises ist eine strategische Entscheidung über Datenhaltung, Verantwortung und Betrieb. Bei der Cloud-Variante sind Verarbeitungsort, EU-Hosting, AVV und Datenhoheit zu prüfen. Bilanzielle und steuerliche Detailfragen gehören zu Fachexperten – dies ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Kapitel 08 · Einsatz im Mittelstand & Konzern

Einsatz im Mittelstand und im Konzern

LucaNet adressiert einen breiten Raum: vom gehobenen Mittelstand mit wenigen Gesellschaften bis zu Unternehmensgruppen und mittelgroßen Konzernen mit vielen Einheiten. So unterschiedlich diese Organisationen sind, so ähnlich ist ihr Grundproblem – Finanzdaten aus mehreren Quellen zu einem verlässlichen Gesamtbild zusammenzuführen.

Im Mittelstand ist der typische Auslöser das Wachstum über die einzelne Gesellschaft hinaus. Sobald eine Firma Tochtergesellschaften gründet, Beteiligungen erwirbt oder ins Ausland expandiert, wird die Konsolidierung zur Pflichtaufgabe. Was zuvor mit Tabellen bewältigt wurde, stößt an Grenzen: Die manuelle Konsolidierung wird fehleranfällig, das Reporting an Banken und Gesellschafter anspruchsvoller, die Planung komplexer. An diesem Punkt lohnt der Umstieg auf eine spezialisierte Plattform, die den Prozess strukturiert und wiederholbar macht.
Wachsender Mittelstand

Firmen, die aus einer Gesellschaft heraus wachsen, brauchen Konsolidierung, sobald Töchter und Beteiligungen hinzukommen. LucaNet löst die manuelle Tabellenkonsolidierung ab und professionalisiert Planung und Reporting.

Von Excel zur Plattform
Unternehmensgruppen

Gruppen mit mehreren Gesellschaften und heterogenen Vorsystemen profitieren davon, dass unterschiedliche Quellen in einem Modell zusammenlaufen und ein konsistenter Gruppenabschluss entsteht.

Ein Bild statt vieler
Internationale Strukturen

Bei Auslandsgesellschaften kommen Mehrwährung und unterschiedliche Standards ins Spiel. Die Plattform bildet Umrechnung und parallele Rechnungslegung ab, um ein konsistentes Konzernbild zu erzeugen.

Währung & Standards
CFO-Bereich & Beteiligungen

Für Holdings, Beteiligungsgesellschaften und den CFO-Bereich zählt der schnelle, verlässliche Überblick über Gruppenzahlen, Forecasts und Abweichungen – als Grundlage für Steuerung und Kommunikation.

Steuerung & Reporting

Der Übergang von Excel zur Plattform

Ein wiederkehrendes Muster in der Beratung ist der Moment, in dem eine gewachsene Excel-Konsolidierung an ihre Grenzen stößt. Tabellen sind flexibel und vertraut, aber mit zunehmender Zahl von Gesellschaften werden sie unübersichtlich, fehleranfällig und schwer prüfbar. Verknüpfungen brechen, Versionen driften auseinander, und der Abschluss verschlingt immer mehr Zeit. Der Wechsel auf eine Plattform wie LucaNet bedeutet, diesen Prozess in eine strukturierte, nachvollziehbare Form zu überführen. Der Gewinn liegt in Verlässlichkeit, Geschwindigkeit und Prüfbarkeit – erkauft durch den Aufwand von Modellierung und Einführung.

Konzern und Beteiligungsstrukturen

Im größeren Konzern- und Beteiligungsumfeld verschieben sich die Anforderungen. Hier zählen die Fähigkeit, viele Gesellschaften und komplexe Beteiligungsstrukturen abzubilden, parallele Rechnungslegung nach mehreren Standards, die Umrechnung von Fremdwährungen und ein Reporting, das internen und externen Adressaten gleichermaßen gerecht wird. LucaNet positioniert sich in diesem Segment als handhabbare Alternative zu den ganz schweren Konzern-Suiten – leistungsfähig genug für anspruchsvolle Strukturen, ohne den Overhead eines Großkonzern-Setups. Wo genau die Grenze zwischen „passt“ und „zu komplex“ verläuft, hängt vom Einzelfall ab und gehört in eine sorgfältige Evaluierung.
Passung prüfen

LucaNet entfaltet seinen Nutzen dort, wo mehrere Gesellschaften konsolidiert und Planung sowie Reporting professionalisiert werden sollen. Für eine einzelne kleine Gesellschaft ist die Plattform meist überdimensioniert; für sehr große, hochspezialisierte Konzernstrukturen konkurriert sie mit schweren Suiten. Die passende Einordnung entsteht aus einer nüchternen Analyse von Struktur, Volumen und Reporting-Anspruch – herstellerneutral betrachtet.

Kapitel 09 · Kosten & DSGVO / Datenhoheit

Kosten, DSGVO & Datenhoheit realistisch einordnen

Zwei Themen entscheiden in der Praxis oft mit über ein LucaNet-Projekt: die Kosten und der Datenschutz. Beide lassen sich nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten. Dieser Abschnitt ordnet die Logik ein – ohne konkrete Eurobeträge, weil Preise individuell verhandelt werden und sich ändern, und mit besonderem Blick auf die EU-Datenhoheit als Stärke eines deutschen Anbieters.

Bei den Kosten gilt: Der Lizenz- oder Abopreis ist nur ein Teil der Wahrheit. CPM-Plattformen werden typischerweise nach Umfang bepreist – nach Modulen (Konsolidierung, Planung, Reporting), nach Zahl der Gesellschaften oder Nutzer und nach Betriebsmodell. Hinzu kommt der oft erhebliche Aufwand für die Einführung: Konzeption, Modellierung, Datenanbindung und Schulung. Und schließlich entstehen laufende Kosten für Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung des Modells. Die realistische Betrachtung fasst diese Posten zusammen, statt nur auf den Software-Preis zu schauen.
Lizenz / Abonnement
Nach Umfang · beim Anbieter prüfen
Bepreisung meist nach Modulen, Gesellschaften und Nutzern
  • Konsolidierung, Planung und Reporting können einzeln oder kombiniert lizenziert werden. Cloud und On-Premises unterscheiden sich in der Kostenstruktur. Konkrete Preise sind individuell.
Einführung
Projekt · einmalig
Konzeption, Modellierung, Datenanbindung und Schulung
  • Der Implementierungsaufwand hängt von Komplexität, Zahl der Gesellschaften und Systemlandschaft ab. Oft ein wesentlicher Teil der Gesamtinvestition, häufig mit Partnerbeteiligung.
Betrieb & Pflege
Laufend · einplanen
Wartung, Weiterentwicklung des Modells, Support
  • Ein CPM-Modell lebt: Strukturen ändern sich, Vorsysteme werden ausgetauscht, Anforderungen wachsen. Laufende Pflege gehört zu einer ehrlichen Kalkulation dazu.
Interner Aufwand
Ressourcen · beachten
Zeit von Controlling, Rechnungswesen und IT
  • Auch die eigenen Mitarbeitenden investieren Zeit in Modellierung, Test, Betrieb und Analyse. Dieser Aufwand ist real und sollte in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erscheinen.

EU-Datenhoheit als Stärke eines deutschen Anbieters

Ein Argument, das im DACH-Raum zunehmend Gewicht hat, ist die Datenhoheit. Finanzdaten gehören zu den sensibelsten Informationen eines Unternehmens – Gruppenzahlen, Beteiligungsstrukturen, Planungen und teils personenbezogene Daten. Dass LucaNet ein deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin ist, wird von vielen Unternehmen als Vorteil gewertet, weil die Nähe zu europäischer Regulierung und zum europäischen Rechtsraum Vertrauen schafft. Für Organisationen, die aus regulatorischen oder strategischen Gründen Wert auf europäische Datenhoheit legen, kann die Herkunft ein relevantes Auswahlkriterium sein.
Wichtig ist dennoch die Sorgfalt im Detail. Die Herkunft des Anbieters ist nicht dasselbe wie der konkrete Verarbeitungs- und Serverstandort einer Cloud-Lösung. Wo genau Daten gehostet und verarbeitet werden, welche Auftragsverarbeitungsverträge gelten und welche Subdienstleister beteiligt sind, sollte im Einzelfall beim Anbieter geprüft und vertraglich sauber geregelt werden. Bei einem On-Premises-Betrieb liegt die Datenhaltung im eigenen Haus und damit unter direkter Kontrolle – dafür trägt das Unternehmen die volle Betriebsverantwortung.
Datenschutz-Setup bei einem CPM-Projekt

Die wichtigsten Punkte, die bei der Einführung – insbesondere bei der Cloud-Variante – sauber aufgesetzt werden sollten. Als Orientierung, nicht als abschließende Rechtsberatung:

Verarbeitungsort & Hosting
Serverstandort und EU-Hosting beim Anbieter prüfen und festhalten
Auftragsverarbeitung (AVV)
Vertrag inklusive Subdienstleister abschließen und dokumentieren
Berechtigungen
Zugriffe auf Finanzdaten auf das notwendige Maß beschränken
Datenhoheit
Europäische Herkunft als Pluspunkt, Details dennoch vertraglich klären
Backup & Verfügbarkeit
Bei On-Premises in eigener Verantwortung, bei Cloud beim Anbieter klären
Verarbeitungsverzeichnis
Die Verarbeitung in den eigenen DSGVO-Dokumenten abbilden

Kosten ehrlich kalkulieren statt Listenpreise vergleichen

INAGRO rät, die Kostenfrage mit nüchternem Erwartungsmanagement anzugehen. Eine CPM-Plattform ist eine Investition in die finanzielle Steuerungsfähigkeit, kein Schnäppchenkauf. Wer nur den Software-Preis vergleicht, übersieht den entscheidenden Teil – Einführung, Betrieb und internen Aufwand. Sinnvoller ist die Frage, welchen Nutzen die Plattform stiftet: schnellere und verlässlichere Abschlüsse, konsistentes Reporting, bessere Planung. Diesem Nutzen sind die Gesamtkosten gegenüberzustellen. Die jeweils aktuellen Preise und Konditionen sollten direkt beim Anbieter erfragt werden; belastbare, allgemeingültige Benchmarks gibt es hier nicht.
Wichtiger Hinweis

Preise für CPM-Plattformen werden individuell verhandelt und ändern sich – konkrete Beträge sollten direkt beim Anbieter geprüft werden. Die europäische Herkunft von LucaNet kann bei der Datenhoheit ein Pluspunkt sein, ersetzt aber nicht die Prüfung von Serverstandort, AVV und Vertragsdetails. Bilanzielle, steuerliche und datenschutzrechtliche Bewertungen gehören zu Fachexperten. Dies ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu LucaNet

Diese Fragen tauchen in Beratungsgesprächen rund um LucaNet besonders häufig auf — kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne Steuerberatung.

Was ist LucaNet genau?
LucaNet ist eine Software-Plattform der Berliner LucaNet AG für die finanzielle Steuerung von Unternehmen. Sie deckt Finanzkonsolidierung, Planung und Budgetierung sowie Financial & Management Reporting ab und ordnet sich in die Kategorie des Corporate Performance Management (CPM) ein. Im Zentrum steht ein einheitliches Finanzdatenmodell, in dem Daten aus Vorsystemen zusammenlaufen. LucaNet ist keine Finanzbuchhaltung, sondern setzt eine Steuerungsebene darüber an.
Ist LucaNet eine Buchhaltungssoftware?
Nein. LucaNet bucht keine laufenden Geschäftsvorfälle und ersetzt kein Buchhaltungs- oder ERP-System. Es übernimmt die bereits gebuchten Daten aus solchen Vorsystemen und veredelt sie: konsolidieren, planen, berichten und analysieren. Buchhaltung und LucaNet sind daher keine Konkurrenten, sondern liegen auf unterschiedlichen Ebenen des Finanzprozesses.
Für wen eignet sich LucaNet besonders?
Für Unternehmen, die über eine einzelne Gesellschaft hinausgewachsen sind: Unternehmensgruppen und Konzerne, die konsolidieren müssen, sowie Organisationen, die Planung und Reporting professionalisieren wollen. Angesprochen sind vor allem Controlling und CFO-Bereich im gehobenen Mittelstand und in mittelgroßen Konzernen. Für eine einzelne kleine Gesellschaft ist die Plattform in der Regel überdimensioniert.
Welche Aufgaben deckt LucaNet ab?
Im Kern vier: die Integration von Finanzdaten aus Vorsystemen, die Konsolidierung mehrerer Gesellschaften zu einem Gruppen- oder Konzernabschluss, die integrierte Planung von GuV, Bilanz und Cashflow sowie das Reporting für interne und externe Adressaten. Alle Bausteine greifen auf dasselbe Finanzdatenmodell zu, was Konsistenz zwischen Plan, Ist und Bericht schaffen soll.
Wie unterscheidet sich LucaNet von Anaplan oder BI-Systemen?
Anaplan ist eine sehr flexible, unternehmensweite Planungsplattform ohne den Konsolidierungsfokus von LucaNet. BI-Systeme visualisieren und analysieren Daten, bringen aber selbst keine Konsolidierungslogik oder integrierte Finanzplanung mit und ergänzen LucaNet eher, als es zu ersetzen. LucaNet ist stark auf den Finanzbereich fokussiert und verzahnt Konsolidierung, Planung und Reporting auf einem gemeinsamen Modell. Der passende Vergleich hängt vom konkreten Bedarf ab.
Lässt sich LucaNet an SAP, DATEV oder Microsoft anbinden?
LucaNet ist darauf ausgelegt, Finanzdaten aus gängigen Vorsystemen wie SAP, Microsoft-Lösungen, DATEV-nahen Umgebungen und weiteren Quellen zu übernehmen und in sein Datenmodell zu überführen. Zudem spielt Microsoft Excel als Import- und Ausgabeweg eine Rolle. Wie eine Anbindung im Einzelfall aussieht, hängt von der jeweiligen Systemlandschaft und den verfügbaren Schnittstellen ab und sollte beim Anbieter geprüft werden.
Wird LucaNet in der Cloud oder On-Premises betrieben?
Grundsätzlich sind beide Wege denkbar: der Cloud-Betrieb beim Anbieter mit browserbasiertem Zugriff und laufenden Aktualisierungen sowie ein On-Premises-Betrieb in eigener Verantwortung mit voller Kontrolle über Infrastruktur und Datenhaltung. Welche Betriebsmodelle aktuell in welchem Umfang angeboten werden und wo Daten dabei liegen, sollte direkt beim Anbieter geprüft werden.
Wie steht es um Datenschutz und Datenhoheit?
Als deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin bringt LucaNet Nähe zum europäischen Rechtsraum mit, was viele Unternehmen bei der Datenhoheit als Vorteil werten. Das ersetzt jedoch nicht die Prüfung der Details: Bei einer Cloud-Nutzung sind Verarbeitungs- und Serverstandort, EU-Hosting, Auftragsverarbeitungsvertrag und beteiligte Subdienstleister zu klären und vertraglich zu regeln. Bei On-Premises liegt die Datenhaltung im eigenen Haus. Datenschutz-Detailfragen gehören zu Fachexperten — dies ist keine Rechtsberatung.
Was kostet LucaNet?
Das hängt von Modulen, Zahl der Gesellschaften und Nutzer, Betriebsmodell und Einführungsaufwand ab. Neben Lizenz oder Abonnement fallen die Kosten für Konzeption, Modellierung, Datenanbindung und Schulung sowie für laufenden Betrieb und Pflege ins Gewicht. Konkrete Preise werden individuell verhandelt, ändern sich und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden. Belastbare, allgemeingültige Benchmarks gibt es hier nicht.
Wie aufwendig ist die Einführung?
Der Aufwand liegt weniger in der Installation als in der fachlichen Modellierung, der Datenanbindung und der organisatorischen Verankerung. Eine strukturierte Einführung klärt Gruppenstruktur, Konsolidierungskreis und Anforderungen, bindet die Vorsysteme an, konfiguriert Konsolidierungs- und Planungslogik und testet mit echten Daten, bevor produktiv gearbeitet wird. Erfahrene Umsetzungspartner und ausreichend Zeit für Konzeption und Test sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

Finanzsteuerung & Konsolidierung strategisch angehen

Brauchen Sie eine ehrliche LucaNet-Strategie?

Wir prüfen herstellerneutral, ob und wo sich LucaNet für Ihr Unternehmen rechnet: Passung von Konsolidierung, Planung und Reporting, Anbindung an SAP, DATEV und Microsoft, Betriebsmodell zwischen Cloud und On-Premises, Kostenlogik sowie das Datenschutz- und Datenhoheit-Setup — pragmatisch auf Mittelstand und Konzern zugeschnitten. Dies ist keine Steuerberatung.

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