Make – visual automation for complex processes.
Make (formerly Integromat) is a visual, no-code automation platform where entire business processes can be created as graphical flows – step by step, from left to right, without any programming. Where simple trigger-action tools reach their limits, Make demonstrates its strength: branched logic, loops, data transformations, and hundreds of app integrations all on a single workspace. For mid-sized businesses, positioned between an entry-level tool and a full-fledged developer platform, Make is often the perfect middle ground.
Make ist eine visuelle No-Code-Automatisierungsplattform, mit der Unternehmen Aufgaben zwischen verschiedenen Anwendungen automatisch ablaufen lassen – ohne eine Zeile Code zu schreiben. Statt Programmcode zu tippen, ziehen Anwenderinnen und Anwender sogenannte Module auf eine Arbeitsfläche, verbinden sie mit Linien und legen so fest, was wann passieren soll. Die Plattform ging 2016 als Integromat an den Start und wurde 2022 unter dem Namen „Make“ neu positioniert; betrieben wird sie heute aus der EU heraus, mit dem Mutterhaus im Umfeld von Celonis.
Für mittelständische Unternehmen mit gewachsener Cloud-Landschaft ist Make häufig der pragmatische Mittelweg zwischen einem zu simplen Verknüpfungstool und einer überdimensionierten Integrationsplattform. Wer mehrstufige Abläufe mit Verzweigungen und Datenumwandlungen braucht, bekommt mit Make sehr viel Mächtigkeit zu überschaubaren Einstiegskosten. Der typische Stolperstein ist nicht die Technik, sondern die Erwartungshaltung: Die operations-basierte Abrechnung wird unterschätzt, und komplexe Szenarien werden ohne Fehlerbehandlung gebaut. Beides lässt sich mit einer sauberen Erstkonzeption vermeiden – und genau dort setzen wir in unseren Projekten an.
Wer Make einschätzen will, muss seine Grundbegriffe kennen. Anders als bei reinen Trigger-Aktion-Tools besteht Make aus mehreren klar benannten Bausteinen, die zusammen die Mächtigkeit der Plattform ausmachen. Diese Konzepte sind die gemeinsame Sprache jedes Make-Projekts.
Das Szenario ist der komplette Ablauf – vergleichbar mit einem Workflow oder einer Pipeline. Es startet mit einem Auslöser und führt die nachfolgenden Schritte automatisch aus. Ein Unternehmen betreibt typischerweise viele Szenarien parallel.
Jeder einzelne Schritt im Szenario ist ein Modul – etwa „neue Zeile in Tabelle anlegen“ oder „E-Mail senden“. Module gehören jeweils zu einer angebundenen App und werden als runde Knoten auf der Arbeitsfläche dargestellt.
Der Router teilt einen Ablauf in mehrere Pfade auf – ähnlich einer Weiche. Mit Filtern an jedem Pfad lässt sich steuern, welcher Zweig wann durchläuft. So entstehen Wenn-dann-Verzweigungen mit beliebig vielen Ausgängen.
Der Iterator zerlegt eine Liste in einzelne Elemente und verarbeitet sie nacheinander – etwa jede Position einer Bestellung. Der Aggregator fasst Ergebnisse wieder zusammen. Zusammen bilden sie Schleifenlogik ab, die einfache Tools nicht beherrschen.
Filter sitzen zwischen Modulen und lassen nur passende Daten weiterfließen. Datenstrukturen, Variablen und Mapping bestimmen, wie Informationen von Modul zu Modul übergeben und umgeformt werden – das Rückgrat jeder sauberen Automatisierung.
Jede Ausführung eines Moduls zählt als eine Operation – die zentrale Abrechnungseinheit von Make. Wie viele Operations ein Szenario verbraucht, hängt von der Zahl der Module und der verarbeiteten Datensätze ab. Das Verständnis dieser Einheit ist für die Kostenplanung entscheidend.
Das Herzstück von Make ist sein visueller Editor. Während viele Konkurrenzprodukte Abläufe als Liste von Schritten von oben nach unten darstellen, arbeitet Make mit einer freien Arbeitsfläche, auf der Module als Knoten platziert und mit Linien verbunden werden. Dieser Unterschied klingt kosmetisch, ist aber der zentrale Grund, warum Make komplexe Prozesse besser handhabbar macht.
Module liegen frei auf dem Canvas und sind durch Linien verbunden. Verzweigungen, parallele Pfade und Schleifen werden räumlich dargestellt – wie eine Landkarte des Prozesses. Das macht auch verschachtelte Abläufe nachvollziehbar.
Komplexität bleibt lesbarBeim Testlauf zeigt Make, wie Daten durch die Module fließen – mit Blasen, die den Durchlauf visualisieren. Jeder Schritt lässt sich einzeln inspizieren: Welche Daten kamen rein, welche gingen raus. Das beschleunigt die Fehlersuche erheblich.
Debugging in MinutenNeue Module werden per Klick angehängt, App-Verbindungen über geführte Dialoge eingerichtet. Felder werden per Mapping-Panel aus vorherigen Schritten übernommen. Der Aufbau ist visuell und erfordert keine Syntaxkenntnisse.
Ohne Code nutzbarEine Automatisierungsplattform ist nur so gut wie die Systeme, die sie verbinden kann. Make bringt mehrere tausend vorgefertigte App-Anbindungen mit – und für alles, was darüber hinausgeht, einen universellen HTTP-Baustein, der praktisch jede webbasierte Schnittstelle erreichbar macht. Diese Kombination aus Breite und Flexibilität ist eines der stärksten Argumente für die Plattform.
Für gängige Anwendungen – CRM, E-Mail-Marketing, Buchhaltung, Projektmanagement, Cloud-Speicher, Datenbanken, Messenger – stehen fertige Module bereit. Die Authentifizierung läuft über geführte Dialoge, ohne dass man sich um technische Details kümmern muss.
Schneller StandardanschlussGibt es für eine Anwendung keinen fertigen Konnektor, schlägt das generische HTTP-Modul die Brücke: Es spricht jede REST- oder Web-API direkt an. Damit lassen sich auch Nischen- und Branchensysteme einbinden, solange sie eine Schnittstelle bereitstellen.
Praktisch grenzenlosMake kann eingehende Webhooks empfangen, um sofort auf Ereignisse anderer Systeme zu reagieren, und ausgehende Anfragen senden. So entstehen Echtzeit-Abläufe statt zeitgesteuerter Abfragen – wichtig für reaktionsschnelle Prozesse.
Echtzeit-AuslöserBevor Sie ein Tool nach der reinen Konnektor-Liste auswählen, prüfen Sie die zwei oder drei Systeme, die für Ihren Prozess wirklich zählen. Oft entscheidet nicht die Gesamtzahl der Anbindungen, sondern ob ausgerechnet Ihr Branchensystem unterstützt wird – und falls nicht, ob es eine offene API hat, die sich über das HTTP-Modul ansprechen lässt. Genau diese Vorabprüfung übernehmen wir in unseren Automatisierungsprojekten, bevor eine Plattformentscheidung fällt.
Make bewegt sich in einem dicht besetzten Markt. Die wichtigste Abgrenzung verläuft entlang einer einzigen Achse: Mächtigkeit gegen Einfachheit. Diese Übersicht ordnet die vier am häufigsten verglichenen Plattformen herstellerneutral ein – ohne die Behauptung, dass eine davon pauschal „die beste“ wäre.
| Kriterium | Make | Zapier | Power Automate | n8n |
|---|---|---|---|---|
| Visueller Editor | Knoten-Canvas | Linear/listenartig | Schritt-Liste | Knoten-Canvas |
| Komplexe Logik | Sehr stark | Begrenzt | Stark | Sehr stark |
| Einsteigerfreundlich | Mittlere Kurve | Sehr einfach | Mittel | Eher technisch |
| Microsoft-365-Nähe | Über Konnektor | Über Konnektor | Nativ integriert | Über Konnektor |
| Selbst-Hosting | SaaS only | SaaS only | Cloud (MS) | Self-Host möglich |
| HTTP/eigene API | Universalmodul | Eingeschränkt | HTTP-Aktion | Code & HTTP |
| EU-Datenresidenz | EU-Region wählbar | Eingeschränkt | EU-Region | Self-Host = volle Kontrolle |
| Abrechnungslogik | Operations | Tasks (pro Aktion) | Pro Nutzer/Flow | Ausführungen / Self-Host |
| Typische Stärke | Mächtigkeit & Preis-Leistung | Einfachheit & App-Breite | M365-Ökosystem | Kontrolle & Souveränität |
Hier die sechs Szenarien, in denen INAGRO Make in Kundenprojekten am häufigsten erfolgreich eingesetzt hat – jeweils mit realistischer Einordnung des Nutzens. Die genannten Wirkungen sind Erfahrungswerte, keine Garantie; der tatsächliche Effekt hängt vom Ausgangsprozess ab.
Neue Kontakte aus dem CRM landen automatisch im E-Mail-Marketing-Tool, in der Buchhaltung und in der Projektsoftware – konsistent und ohne manuelles Übertragen. Bei jeder Änderung gleicht Make die Systeme ab und vermeidet doppelte oder veraltete Datensätze.
Schluss mit Copy-PasteFormularzusendungen von der Website werden geprüft, dem richtigen Vertriebsmitarbeiter zugeordnet, ins CRM geschrieben und mit einer automatischen Eingangsbestätigung beantwortet – sekundengenau und rund um die Uhr, ohne dass eine Anfrage liegen bleibt.
Reaktionszeit drastisch kürzerEingehende Bestellungen lösen automatisch Folgeschritte aus: Rechnung erstellen, Lager benachrichtigen, Auftragsbestätigung versenden, Eintrag im Dashboard. Per Router werden Sonderfälle wie Auslandsaufträge oder hohe Beträge getrennt behandelt.
Weniger MedienbrücheWichtige Ereignisse – ein verzögerter Auftrag, ein kritisches Ticket, ein unterschrittener Lagerbestand – lösen gezielte Meldungen an die richtigen Personen aus, über E-Mail, Chat oder Messenger. Eskalationsstufen sorgen dafür, dass nichts untergeht.
Nichts fällt durchs RasterEingehende Dokumente werden umbenannt, in die richtige Cloud-Ablage sortiert, in Tabellen erfasst und an Folgesysteme übergeben. Mit dem Iterator lassen sich auch Stapel von Dateien strukturiert abarbeiten – etwa Monats-Belege oder Lieferdokumente.
Ordnung ohne HandarbeitWiederkehrende Aufgaben laufen nach Zeitplan: nächtlicher Datenexport, wöchentlicher Reporting-Versand, monatliche Bereinigung von Datenbeständen, regelmäßige Synchronisation mit Partnersystemen. Make übernimmt sie zuverlässig und protokolliert jeden Lauf.
Routine läuft von selbstFür deutsche und europäische Unternehmen ist die Frage, wo ihre Daten verarbeitet und gespeichert werden, oft entscheidend. Make hat hier einen relevanten Vorteil gegenüber manchen rein US-amerikanischen Anbietern: Es lässt sich eine EU-Region als Datenstandort wählen, und das Unternehmen selbst ist in der EU beheimatet.
Die folgenden Punkte fassen die wesentlichen Aspekte rund um Datenstandort und Hosting zusammen. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung, geben aber eine fundierte Orientierung für die Plattformbewertung.
Die Kostenlogik von Make unterscheidet sich grundlegend von vielen anderen Werkzeugen: Abgerechnet wird nicht pro Nutzer, sondern pro ausgeführter Operation. Das eröffnet Chancen, verlangt aber ein bewusstes Erwartungsmanagement. Konkrete Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sich Tarife laufend ändern – maßgeblich ist die Logik dahinter.
Make bietet mit der wählbaren EU-Region und dem EU-Firmensitz eine gute Ausgangslage für den datenschutzkonformen Einsatz. Entscheidend ist jedoch, den gesamten Datenfluss zu betrachten und die Einführung strukturiert anzugehen. Die folgenden Hinweise sind eine fachliche Einordnung und ausdrücklich <strong>keine Rechtsberatung</strong> – für die rechtliche Bewertung Ihres konkreten Falls ziehen Sie bitte fachkundige Beratung hinzu.
Bevor das erste Szenario gebaut wird, sollte für jeden geplanten Ablauf klar sein, welche personenbezogenen Daten durch welche Systeme fließen. Eine Automatisierung, die europäische Kundendaten unbemerkt in ein außereuropäisches System schreibt, kann trotz EU-Region von Make zum Datenschutzproblem werden. Diese Datenfluss-Analyse ist die wichtigste Vorarbeit – wichtiger als jede technische Detailfrage. Wir erstellen sie zu Projektbeginn gemeinsam mit dem Kunden und seinem Datenschutzverantwortlichen.
Ein erstes produktives Make-Szenario lässt sich oft in wenigen Wochen umsetzen, inklusive Datenfluss-Analyse und Tests. Der Aufbau einer breiteren Automatisierungslandschaft mit sauberer Governance ist dagegen ein fortlaufender Prozess über Monate. Der Fehler, den wir am häufigsten korrigieren: zu schnell zu viele Szenarien ohne Konzept und ohne Fehlerbehandlung. Wer mit einem sauberen Pilot startet und von dort kontrolliert ausweitet, baut eine tragfähige Basis statt einer fragilen Sammlung von Schnelllösungen.
Diese Fragen tauchen in unseren Beratungsgesprächen am häufigsten auf – kurz und sachlich beantwortet, ohne Marketing-Versprechen.
Prozesse automatisieren mit Make
Von der Prozessanalyse über die Datenfluss- und Datenschutz-Prüfung bis zum produktiven Szenario – INAGRO begleitet Sie auf jedem Schritt. Mit ehrlicher, herstellerneutraler Beratung, sauberer Konzeption und dem Blick fürs Wesentliche. Pragmatisch, strukturiert und mit messbarem Ergebnis.
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