Wissensdatenbank · HR-Suite · Mittelstand

rexx systems – die modulare HR-Suite aus Hamburg.

rexx systems verbindet Recruiting und Bewerbermanagement, HR-Management mit digitaler Personalakte, Talent Management sowie Zeit- und Skills-Bausteine in einer durchgängigen Suite. Für viele mittelständische Unternehmen im DACH-Raum ist rexx der Weg, eine breite HR-Landschaft aus einer Hand abzubilden – mit deutschem Anbieter, EU-Datenhoheit und der Möglichkeit, klein zu starten und modular zu wachsen.

18 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
rexx systems
rexx systems GmbH · Hamburg, Deutschland
Herkunft
Hamburg (Deutschland)
Kategorie
HR-Suite / HCM
Betriebsmodell
Cloud & On-Premises
Zielgruppe
DACH-Mittelstand
Hosting
EU / Rechenzentren DE
Wettbewerb
Personio, softgarden
INAGRO Eignung Mittelstand
Kapitel 01 · Überblick

Was ist rexx systems – und für wen lohnt es sich?

rexx systems ist eine modulare HR-Suite des deutschen Anbieters rexx systems GmbH mit Sitz in Hamburg. Die Software bündelt die zentralen Disziplinen des Personalmanagements – Recruiting und Bewerbermanagement, HR-Management mit digitaler Personalakte, Talent Management sowie Bausteine für Zeit und Skills – in einer durchgängigen Plattform, die sich schrittweise ausbauen lässt. Der Anspruch ist, dass ein Unternehmen mit einem einzelnen Baustein starten und die Suite über die Jahre organisch erweitern kann, ohne das System zu wechseln.

Der eigentliche Charakter von rexx systems liegt weniger in einer einzelnen spektakulären Funktion als in der Breite einer zusammenhängenden Suite. In vielen mittelständischen Unternehmen ist die Personalarbeit über Jahre gewachsen und über mehrere Werkzeuge verteilt: Bewerbungen in einem Postfach oder einem separaten Bewerbertool, Stammdaten in einer Tabelle, Weiterbildungen in einer weiteren Liste, Zielvereinbarungen auf Papier. rexx führt diese Fäden in einem System zusammen, in dem jede Person einen durchgängigen Datensatz erhält und in dem Prozesse als nachvollziehbare Workflows statt als informelle Absprachen ablaufen.
Drei Eigenschaften prägen rexx systems im Markt:
  • Modularität statt Alles-oder-nichts – die Suite ist in klar abgegrenzte Bausteine gegliedert. Ein Unternehmen kann mit dem Recruiting oder dem HR-Management beginnen und Talent Management, Zeit oder Skills später hinzunehmen. Das senkt die Einstiegshürde und erlaubt es, den Funktionsumfang an den tatsächlichen Reifegrad der Personalarbeit anzupassen.
  • Deutscher Anbieter mit DACH-Nähe – rexx systems ist als deutsches Unternehmen von Grund auf auf die rechtlichen und prozessualen Realitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgelegt. Dazu gehören die Nähe zur etablierten Lohn- und Steuerberatungslandschaft, EU-Datenhoheit und ein Support in deutscher Sprache.
  • Wahl zwischen Cloud und On-Premises – anders als reine Cloud-Anbieter lässt rexx systems traditionell die Wahl zwischen dem Betrieb in der Cloud und dem Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Für Organisationen mit besonderen Anforderungen an Datenhoheit oder IT-Governance ist das ein relevantes Unterscheidungsmerkmal.

Marktposition und Einordnung

rexx systems zählt zu den etablierten HR-Software-Anbietern im deutschsprachigen Raum und ist besonders im Bewerbermanagement und im breiter aufgestellten HR-Management präsent. Die typische Kundengröße liegt im Bereich von einigen Dutzend bis zu mehreren tausend Mitarbeitenden – also in jener Zone zwischen sehr kleinen Betrieben, für die selbst eine schlanke Suite oft überdimensioniert ist, und den Großkonzernen, die zu SAP SuccessFactors greifen. In dieser Mitte spielt rexx seine Stärke aus, weil die Suite funktional breit genug ist, um verschiedene HR-Disziplinen abzudecken, und zugleich organisatorisch beherrschbar bleibt.

Wann rexx systems das richtige Werkzeug ist

Aus Beratungssicht ist rexx dann eine naheliegende Wahl, wenn ein Unternehmen mehrere HR-Disziplinen aus einer Hand abbilden möchte, wenn es im DACH-Raum sitzt und Wert auf einen deutschen Anbieter mit EU-Datenhoheit legt, und wenn es die Flexibilität schätzt, mit einem Baustein zu starten und die Suite später auszubauen. Wer dagegen ausschließlich ein sehr schlankes, spezialisiertes Einzelwerkzeug für einen einzigen Zweck sucht, oder wer eine global einheitliche HR-Suite über Dutzende Länder mit tiefem Vergütungs- und Nachfolge-Management benötigt, sollte die Alternativen sorgfältig gegenüberstellen. Wie bei jeder HR-Software gilt: Die passende Wahl ergibt sich aus einem ehrlichen Anforderungskatalog, nicht aus dem Markennamen.
INAGRO-Einschätzung

Für den DACH-Mittelständler, der über das reine Bewerbermanagement hinaus eine breitere HR-Landschaft schrittweise aufbauen will, ist rexx systems in vielen Fällen eine ernsthaft zu prüfende Option – modular, mit deutschem Anbieter, EU-Datenhoheit und der seltenen Wahlmöglichkeit zwischen Cloud und On-Premises. Entscheidend ist die richtige Erwartung: Auch die beste Suite ersetzt keine saubere Prozessarbeit. Ein Software-Kauf ohne vorherige Definition der HR-Prozesse verschenkt den größten Teil des Potenzials.

Kapitel 02 · Produktfamilie

Die Produktfamilie und ihre Positionierung

rexx systems ist als Suite aus mehreren, aufeinander abgestimmten Bausteinen aufgebaut. Grob lassen sich drei Säulen unterscheiden: Recruiting und Bewerbermanagement, HR-Management mit digitaler Personalakte sowie Talent Management. Ergänzt werden diese durch Bausteine für Zeitwirtschaft, Skills und Auswertungen. Hier die Säulen mit ihrem Praxisbezug für den Mittelstand.

Recruiting & Bewerbermanagement

Ein Bewerbermanagement-System (Applicant Tracking System) für Stellenausschreibung, Multiposting auf Jobbörsen, Bewerbungseingang, Auswahlprozess und Übergabe in die Personalakte. Häufig der Einstiegsbaustein in die rexx-Welt.

Einstieg für viele Kunden
HR-Management & Personalakte

Die digitale Personalakte als zentrales Datenfundament: Stammdaten, Verträge, Dokumente, Organisationsstruktur und HR-Workflows an einem Ort, zugriffsgesteuert und nachvollziehbar.

Datenfundament der Suite
Talent Management

Bausteine für Zielvereinbarungen, Leistungsbeurteilungen, Weiterbildung und Personalentwicklung. Sie bauen auf der Personalakte auf und verbinden Stammdaten mit Entwicklungs- und Feedbackprozessen.

Ausbaustufe für Entwicklung
Zeitwirtschaft

Erfassung von Arbeitszeiten, Abwesenheiten und Salden. Relevant auch vor dem Hintergrund der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in Deutschland, und als Datenquelle für die Lohnvorbereitung.

Zeitkonten & Abwesenheiten
Skills & Kompetenzen

Erfassung und Auswertung von Qualifikationen und Kompetenzen. Ein Skills-Baustein verbindet Personalentwicklung, Nachfolgeplanung und die interne Besetzung offener Stellen über ein strukturiertes Kompetenzprofil.

Kompetenzprofile nutzbar
Reporting & Analytics

Kennzahlen wie Headcount, Fluktuation, Time-to-Hire oder Qualifikationsdeckung aus der laufenden Datenbasis. Auswertungen, die früher aufwendige Handarbeit waren, stehen strukturiert zur Verfügung.

Kennzahlen aus einer Quelle

Recruiting als häufiger Einstieg

In der Praxis kommen viele Unternehmen über das Bewerbermanagement zu rexx systems. Der Grund liegt auf der Hand: Der Fachkräftemangel macht das Recruiting zu einem drängenden Engpass, und ein spezialisiertes Bewerbermanagement bringt schnell sichtbaren Nutzen – schnellere Prozesse, weniger Medienbrüche, ein professionellerer Auftritt gegenüber Bewerbenden. Weil rexx als Suite konzipiert ist, bleibt aus diesem Einstieg heraus die Tür offen, später weitere Bausteine wie HR-Management oder Talent Management zu ergänzen, ohne die Bewerberdaten in ein neues System migrieren zu müssen.

HR-Management als Datenfundament

Das HR-Management mit der digitalen Personalakte bildet das Fundament, auf dem die übrigen Bausteine aufsetzen. Sobald Stammdaten, Verträge und Organisationsstrukturen zentral und konsistent gepflegt sind, lassen sich nachgelagerte Prozesse – Zeitwirtschaft, Talent Management, Reporting, Lohnvorbereitung – ohne erneute Dateneingabe verknüpfen. Genau hier liegt der strukturelle Vorteil einer Suite gegenüber einer Landschaft aus Insellösungen: Eine Information wird einmal gepflegt und steht überall verlässlich zur Verfügung, statt an mehreren Stellen redundant und fehleranfällig geführt zu werden.

Talent Management als Ausbaustufe

Talent Management ist typischerweise die Ausbaustufe für Unternehmen, deren HR-Arbeit über die reine Administration hinausgeht. Zielvereinbarungen, Leistungsbeurteilungen, Weiterbildungsplanung und Kompetenzmanagement verbinden die harten Stammdaten mit den weichen Entwicklungsprozessen. Aus Beratungssicht empfiehlt sich, diese Bausteine erst dann zu aktivieren, wenn das Fundament – Personalakte und saubere Prozesse – im Alltag wirklich gelebt wird. Talent-Prozesse, die auf einer unvollständigen oder ungepflegten Datenbasis aufsetzen, erzeugen mehr Frust als Nutzen.
Modular denken, nicht alles auf einmal

Der modulare Aufbau ist eine Stärke – aber nur, wenn er bewusst genutzt wird. Wer versucht, alle Bausteine gleichzeitig einzuführen, überlastet häufig sowohl die HR-Abteilung als auch die Belegschaft. Bewährt hat sich, mit einem klar abgegrenzten Baustein zu starten, ihn produktiv zu verankern und erst dann den nächsten zu aktivieren. So wächst die Suite im Takt der organisatorischen Reife.

Kapitel 03 · Funktionsumfang

Funktionsumfang und Kernfähigkeiten

Hinter den Säulen der Produktfamilie steht ein breiter Funktionsumfang. Dieser Abschnitt betrachtet die Kernfähigkeiten entlang der praktischen HR-Wertschöpfungskette – vom Bewerbermanagement über die Personalakte und das Talent Management bis zu Zeit und Skills – und ordnet ein, worauf es im Mittelstand ankommt.

Der Funktionsumfang einer HR-Suite entscheidet weniger über den Erfolg als die Frage, ob die Funktionen zu den tatsächlichen Prozessen passen und im Alltag genutzt werden. rexx systems deckt die typischen Disziplinen des Personalmanagements ab; die folgenden Bereiche sind für den Mittelstand in der Regel am relevantesten.

Bewerbermanagement von der Ausschreibung bis zur Einstellung

Im Bewerbermanagement wird eine Stelle im System angelegt, auf der eigenen Karriereseite sowie über Schnittstellen auf Jobbörsen veröffentlicht und der Bewerbungseingang in einer strukturierten Pipeline gebündelt. Der Status jeder Bewerbung ist nachvollziehbar – von „eingegangen“ über „im Gespräch“ bis „Angebot“ oder „Absage“. Fachabteilungen und Führungskräfte können Bewerbungen bewerten und kommentieren, ohne Zugriff auf das gesamte HR-System zu benötigen. Standardisierte Kommunikation wie Eingangsbestätigungen oder Absagen lässt sich mit Vorlagen teilautomatisieren. Der Vorteil gegenüber einem isolierten Postfach liegt im durchgängigen Datenfluss: Eine eingestellte Person wird ohne Medienbruch zum Mitarbeitendendatensatz, statt erneut erfasst zu werden.

Digitale Personalakte und HR-Workflows

Die digitale Personalakte hält Stammdaten, Verträge, Zeugnisse, Bescheinigungen und Nachweise zentral, zugriffsgesteuert und nachvollziehbar vor. Auf dieser Basis lassen sich HR-Workflows abbilden: Onboarding neuer Mitarbeitender mit Aufgabenlisten und Zuständigkeiten, Änderungsprozesse bei Wechseln, strukturierte Offboarding-Abläufe. Ein durchdachtes Rollen- und Rechtekonzept sorgt dafür, dass Führungskräfte ihr Team sehen, HR umfassendere Rechte hat und Mitarbeitende auf ihre eigenen Daten zugreifen – die Grundlage für Datenschutz und saubere Governance. Der Effizienzgewinn entsteht dort, wo dieselbe Information nicht mehr mehrfach gepflegt werden muss, sondern aus der Akte heraus in nachgelagerte Prozesse fließt.

Talent, Zeit und Skills im Zusammenspiel

Im Talent Management bildet rexx Zielvereinbarungen, Beurteilungs- und Feedbackprozesse sowie Weiterbildungsplanung ab. Der Skills-Baustein erfasst Qualifikationen und Kompetenzen strukturiert und macht sie auswertbar – etwa um bei einer offenen Stelle interne Kandidatinnen und Kandidaten mit passendem Profil zu finden oder Weiterbildungsbedarf systematisch zu erkennen. Die Zeitwirtschaft erfasst Arbeitszeiten, Abwesenheiten und Salden und liefert damit sowohl die Grundlage für die gesetzlich geforderte Arbeitszeiterfassung als auch abrechnungsrelevante Daten für die Lohnvorbereitung. Im Zusammenspiel ergibt sich ein durchgängiges Bild: Eine Person mit ihrem Vertrag, ihren Zeiten, ihren Kompetenzen und ihrer Entwicklung – konsistent an einem Ort statt über Werkzeuge verstreut.
Datenschutz im Recruiting beachten

Bewerberdaten sind besonders sensible personenbezogene Daten mit eigenen Aufbewahrungs- und Löschfristen. Aus Bewerbungen abgesagter Kandidatinnen und Kandidaten dürfen Daten nur befristet aufbewahrt werden; eine spätere Aufnahme in einen Talentpool setzt in der Regel eine Einwilligung voraus. Diese Fristen sollten im System sauber abgebildet und tatsächlich gelebt werden – das ist Bestandteil der DSGVO-Konformität und keine reine Software-Frage.

Kapitel 04 · KI & Automatisierung

KI- und Automatisierungsfunktionen

Wie viele HR-Anbieter erweitert auch rexx systems seine Suite um Funktionen, die auf künstlicher Intelligenz und Automatisierung beruhen. Der Nutzen liegt vor allem in der Entlastung von Routine und in der besseren Vorstrukturierung großer Bewerbungsmengen. Zugleich gilt: KI ist ein Werkzeug zur Unterstützung, nicht zum Ersatz menschlicher Entscheidungen – gerade bei Personalentscheidungen.

Automatisierung in einer HR-Suite setzt an zwei Stellen an: bei der inhaltlichen Unterstützung von Entscheidungen (etwa dem Abgleich von Profilen) und bei der Beschleunigung von Abläufen (etwa dem automatischen Weiterleiten oder Beantworten). Die folgenden Bereiche sind in der Praxis am relevantesten.
KI-gestütztes Matching
Recruiting

Ein Abgleich zwischen Anforderungsprofil und Bewerber- oder Mitarbeitendenprofilen, der Vorschläge für passende Kandidatinnen und Kandidaten erzeugt – im externen Recruiting ebenso wie bei der internen Besetzung über den Skills-Baustein.

Typischer NutzenVorauswahl
RolleUnterstützend
EntscheidungBeim Menschen
Bewerber-Screening
Effizienz

Automatisiertes Sichten und Vorstrukturieren eingehender Bewerbungen – etwa das Auslesen von Lebenslaufdaten, das Zuordnen zu Stellen und das Priorisieren nach definierten Kriterien. Das entlastet bei hohem Bewerbungsaufkommen spürbar.

Typischer NutzenZeitersparnis
DatenbasisBewerbungen
GrenzeKein Automatismus
Workflow-Automatisierung
HR-Alltag

Regelbasierte Automatisierung wiederkehrender Abläufe: Erinnerungen an Fristen, automatische Weiterleitung von Anträgen, Statuswechsel, Benachrichtigungen und Aufgaben im Onboarding. Reduziert manuelle Handgriffe und Liegezeiten.

Typischer NutzenWeniger Handarbeit
PrinzipRegelbasiert
VoraussetzungKlare Prozesse
Textunterstützung
Produktivität

Assistierende Funktionen beim Erstellen von Texten – etwa Stellenanzeigen, Bewerberkommunikation oder Vorlagen. Sie liefern Entwürfe, die von HR redigiert und freigegeben werden, statt fertige Inhalte ungeprüft zu versenden.

Typischer NutzenEntwürfe
RolleAssistierend
FreigabeDurch HR

KI-Matching und Screening richtig einordnen

Der größte praktische Nutzen von KI im Recruiting entsteht bei der Vorstrukturierung: Große Bewerbungsmengen werden schneller gesichtet, Profile werden gegen Anforderungen abgeglichen, und HR gewinnt Zeit für die eigentlich wertvolle Arbeit – das persönliche Gespräch und die qualitative Beurteilung. Beim internen Einsatz über den Skills-Baustein hilft ein Matching, verborgene Potenziale in der eigenen Belegschaft sichtbar zu machen, etwa wenn eine offene Stelle mit einer bereits vorhandenen Qualifikation besetzt werden könnte. Wichtig bleibt: Ein Matching liefert Vorschläge, keine Urteile. Die Entscheidung – und die Verantwortung dafür – liegt beim Menschen.

Automatisierung entlastet, ersetzt aber keine Prozessarbeit

Workflow-Automatisierung entfaltet ihren Wert nur auf sauber definierten Prozessen. Eine automatische Weiterleitung nützt wenig, wenn unklar ist, wer wofür zuständig ist; eine Fristerinnerung hilft nicht, wenn die Frist selbst nie festgelegt wurde. Automatisierung ist damit ein Verstärker: Sie beschleunigt gute Prozesse und multipliziert die Schwächen schlechter. Aus Beratungssicht gilt, zuerst den Prozess zu klären und ihn dann zu automatisieren – nie umgekehrt.
KI in der Personalauswahl: Sorgfaltspflichten beachten

Wo KI in Personalentscheidungen einfließt, sind besondere Sorgfaltspflichten zu beachten – von der Vermeidung von Diskriminierung und Verzerrungen (Bias) über Transparenz gegenüber Bewerbenden bis zu den Vorgaben des sich entwickelnden europäischen Rechtsrahmens für KI. Automatisierte Vorschläge sollten nachvollziehbar bleiben und dürfen menschliche Entscheidungen nicht ungeprüft ersetzen. Die konkrete rechtliche Bewertung gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls fachkundiger Beratung – dies ist keine Rechtsberatung.

Kapitel 05 · Integrationen

Integrationen und Ökosystem

Eine HR-Suite entfaltet ihren vollen Nutzen erst im Verbund mit der übrigen Systemlandschaft. rexx systems bietet hierfür Anbindungen an Jobbörsen und Multiposting-Dienste, an die Lohn- und Finanzwelt, an Identitäts- und Single-Sign-on-Dienste sowie Programmierschnittstellen für individuelle Anbindungen.

Der Grundgedanke: Die zentral gepflegten HR-Stammdaten sollen als verlässliche Quelle für andere Systeme dienen. Wenn Daten ohnehin sauber in rexx liegen, sollten sie nicht erneut in Fremdsystemen erfasst werden müssen – stattdessen fließen sie über Schnittstellen dorthin, wo sie gebraucht werden. Das reduziert Doppelpflege und hält Informationen über Systemgrenzen hinweg konsistent.
Jobbörsen & Multiposting
Recruiting

Veröffentlichung von Stellen über Multiposting-Dienste auf zahlreichen Jobbörsen und Kanälen aus einem Vorgang heraus. Bewerbungen laufen gebündelt in der Pipeline zusammen, statt über mehrere Plattformen verstreut zu sein.

Typischer NutzenReichweite
ProzessGebündelt
ZielgruppeRecruiting
Lohn & DATEV
Kernbereich

Anbindung an die Entgeltabrechnung und Buchhaltung – im deutschen Markt insbesondere an die DATEV-Welt. Abrechnungsrelevante Daten werden aus der Personalakte und Zeitwirtschaft heraus bereitgestellt, statt manuell übertragen zu werden.

Typischer NutzenLohnvorbereitung
DACH-RelevanzHoch
EinrichtungAbstimmung nötig
Identität & SSO
IT & Sicherheit

Single Sign-on und Anbindung an Verzeichnisdienste, sodass An- und Abmeldung sowie Benutzerverwaltung zentral über die bestehende IT-Identität laufen. Erhöht die Sicherheit und vereinfacht das Onboarding neuer Konten.

Typischer NutzenZentrale Logins
SicherheitErhöht
ZielgruppeIT-Abteilung
Kalender & Collaboration
Produktivität

Verbindungen zu Kalender- und Kollaborationssystemen, etwa um Abwesenheiten sichtbar zu machen oder Benachrichtigungen in den vertrauten Werkzeugen zu erhalten. Senkt die Hürde zur täglichen Nutzung.

Typischer NutzenAbwesenheiten sichtbar
AkzeptanzFördernd
ZielgruppeAlle Mitarbeitenden
Assessments & Zusatztools
Talent

Anbindung an Eignungsdiagnostik, Assessment- und Weiterbildungsanbieter, um Auswahl- und Entwicklungsprozesse mit den Personaldaten zu verknüpfen. Schafft einen durchgängigen Blick auf Auswahl und Entwicklung.

Typischer NutzenEignungsdiagnostik
DatenbasisPersonalakte
ZielgruppeHR & Recruiting
API & individuelle Anbindung
Plattform

Programmierschnittstellen ermöglichen individuelle Integrationen mit Systemen, für die keine fertige Anbindung existiert – etwa eigene Fachanwendungen oder branchenspezifische Werkzeuge. Voraussetzung ist Entwicklungs-Know-how.

Typischer NutzenSonderfälle
FlexibilitätHoch
VoraussetzungIT-Ressourcen

Multiposting und Lohnanbindung als DACH-Stärken

Zwei Integrationsbereiche sind für den deutschsprachigen Mittelstand besonders wertvoll. Zum einen das Multiposting: Weil qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten heute über viele Kanäle gesucht werden müssen, spart die Veröffentlichung auf zahlreichen Jobbörsen aus einem Vorgang heraus erheblichen Aufwand und erhöht die Reichweite. Zum anderen die Lohnanbindung: Ein großer Teil der Entgeltabrechnung im Mittelstand läuft über Steuerberatung oder interne Lohnbüros mit DATEV-Software. Werden die abrechnungsrelevanten Daten aus rexx heraus bereitgestellt, statt monatlich manuell übertragen zu werden, sinken Aufwand und Fehlerrisiko deutlich. Wichtig ist die richtige Erwartung: Eine Schnittstelle ist kein Selbstläufer, sondern erfordert eine sorgfältige Ersteinrichtung und konsistente Stammdaten auf beiden Seiten.

Standardanbindung vor Eigenentwicklung

Für Standardanforderungen sind fertige Integrationen der schnellste und wartungsärmste Weg, weil die Pflege der Anbindung beim jeweiligen Anbieter liegt. Wo keine fertige Integration existiert, lässt sich über die API eine individuelle Lösung bauen – das eröffnet hohe Flexibilität, bringt aber Aufwand für Entwicklung und vor allem für die dauerhafte Wartung mit sich. Aus Beratungssicht lohnt vor jeder Eigenentwicklung die Prüfung, ob eine Standardanbindung den Bedarf hinreichend abdeckt. Gut gewählte Integrationen erhöhen zudem die Akzeptanz: Wenn Daten nicht doppelt gepflegt werden müssen und Informationen in den gewohnten Werkzeugen erscheinen, sinkt die Hürde zur täglichen Nutzung.
Kapitel 06 · Marktvergleich

rexx im Vergleich zu Personio, SuccessFactors & softgarden

Wie ordnet sich rexx systems gegenüber anderen HR-Lösungen ein? Diese qualitative Übersicht hilft bei der Frage „wann was“ – ohne den Anspruch, jede Konstellation abzubilden. Maßgeblich ist immer der individuelle Anforderungskatalog, nicht der Markenbekanntheitsgrad.

Kriterium rexx systems Personio SAP SuccessFactors softgarden
Primäre Zielgruppe Mittelstand KMU / Mittelstand Großunternehmen / Konzern Recruiting-Fokus
DACH-Fokus Sehr stark Sehr stark Global, DACH abgedeckt Deutschland-Fokus
Funktionsbreite Breit (Suite) Breit (HR-Kern) Sehr breit & tief Recruiting-stark
Recruiting / Bewerbermgmt. Ausgeprägt Integriert Umfangreich Kernkompetenz
Betriebsmodell Cloud & On-Prem Cloud (SaaS) Cloud (SaaS) Cloud (SaaS)
Globales Talent-/Vergütungsmgmt. Grundfunktionen Grundfunktionen Sehr ausgeprägt Eingeschränkt
Einführungsaufwand Mittel (modular) Relativ gering Hoch / Projekt Gering

rexx systems gegenüber Personio

rexx und Personio adressieren beide den DACH-Mittelstand, setzen aber unterschiedliche Akzente. Personio ist stark auf ein schlankes, cloudbasiertes HR-Kernsystem mit einfacher Bedienung und schneller Einführung ausgerichtet. rexx systems betont die Breite der Suite, die ausgeprägte Recruiting-Herkunft und die Wahl zwischen Cloud und On-Premises. Wer vor allem eine unkomplizierte, moderne HR-Administration für den Mittelstand sucht, findet in Personio einen naheliegenden Kandidaten; wer über das reine HR-Kernsystem hinaus ein tiefes Bewerbermanagement, Talent- und Skills-Funktionen sowie die Betriebswahl benötigt, sollte rexx ernsthaft prüfen. Beide sind deutsche Anbieter mit EU-Datenhoheit – dieser Punkt fällt also nicht als Unterscheidungskriterium ins Gewicht.

rexx systems gegenüber SAP SuccessFactors

SAP SuccessFactors ist auf große, oft international aufgestellte Organisationen zugeschnitten. Die Stärke liegt in funktionaler Tiefe und Breite: ausgeprägtes Talent-, Performance-, Vergütungs- und Nachfolge-Management, umfangreiche Internationalisierung, tiefe Integration in die weitere SAP-Landschaft. Dieser Funktionsreichtum hat seinen Preis – in Lizenzkosten, vor allem aber in Einführungsaufwand, Projektdauer und laufendem Betrieb. Für einen Mittelständler mit klaren, überschaubaren Anforderungen wäre SuccessFactors in der Regel überdimensioniert. rexx positioniert sich bewusst darunter: breit genug für den Mittelstand, aber organisatorisch beherrschbarer als eine Konzern-Suite.

rexx systems gegenüber softgarden

softgarden ist ein spezialisierter Anbieter mit Schwerpunkt im Recruiting und Bewerbermanagement. Wer ausschließlich ein modernes, fokussiertes Recruiting-Werkzeug sucht und keine breitere HR-Suite benötigt, findet dort einen starken Spezialisten. rexx systems bietet zwar ebenfalls ein ausgeprägtes Recruiting, spielt seine Stärke aber im Zusammenspiel der Bausteine aus: wenn aus dem Bewerbermanagement heraus eine breitere HR-Landschaft mit Personalakte, Talent Management und Skills wachsen soll. Die Abgrenzung verläuft damit weniger über „besser oder schlechter“ als über „spezialisiertes Einzelwerkzeug versus ausbaubare Suite“. Die richtige Wahl ergibt sich aus der Frage, ob heute und in den kommenden Jahren nur Recruiting oder eine breitere HR-Digitalisierung benötigt wird.
Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung und Betrieb: Cloud oder On-Premises

Die Software-Auswahl ist nur der Anfang. Der eigentliche Erfolg entscheidet sich in der Einführung – bei der Wahl des Betriebsmodells, der Datenmigration, der Prozessdefinition und der Akzeptanz. Eine bewährte Reihenfolge hilft, typische Fallstricke zu vermeiden.

01
Betriebsmodell klären: Cloud oder On-Premises
rexx systems lässt die Wahl zwischen dem Betrieb in der Cloud und dem Betrieb im eigenen Rechenzentrum. Die Cloud reduziert den internen Betriebsaufwand und bringt Updates automatisch; On-Premises gibt maximale Kontrolle über Daten und Infrastruktur, bindet aber IT-Ressourcen. Diese Grundsatzentscheidung sollte früh und gemeinsam mit der IT getroffen werden.
02
Prozesse definieren, bevor konfiguriert wird
Vor der technischen Einrichtung steht die Klärung der HR-Prozesse: Wie laufen Genehmigungen ab, wer ist wofür zuständig, welche Fristen gelten? Wer ungeklärte Prozesse einfach digital abbildet, zementiert das bestehende Durcheinander. Diese Prozessarbeit ist der wichtigste und am häufigsten unterschätzte Schritt.
03
Datenmigration und Datenqualität
Bestehende Personal- und Bewerberdaten aus Excel, Altsystemen und Papierakten werden bereinigt und migriert. Die Datenqualität entscheidet über den späteren Nutzen: Dubletten, Lücken und Inkonsistenzen sollten vor der Migration bereinigt werden, nicht danach. Eine sorgfältige Migration kostet Zeit, zahlt sich aber dauerhaft aus.
04
Datenschutz und Mitbestimmung klären
Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen (bei Cloud-Betrieb), Rollen- und Rechtekonzept festlegen, Aufbewahrungs- und Löschfristen definieren, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten aktualisieren. Bei bestehendem Betriebsrat dessen Beteiligungsrechte frühzeitig einbinden und – wo sinnvoll – eine Betriebsvereinbarung anstreben.
05
Konfiguration, Module und Integration
Das System wird gemäß den definierten Prozessen eingerichtet: Bausteine aktivieren, Workflows abbilden, Rechte vergeben, Schnittstellen zu Multiposting, Lohnvorbereitung, Identitätsdiensten und Kalender einrichten. Standardanbindungen werden vor Eigenentwicklungen geprüft, um den Wartungsaufwand gering zu halten.
06
Pilot, Schulung und schrittweiser Rollout
Start mit einem klar abgegrenzten Baustein und einer Pilotgruppe, dann schrittweise Ausweitung. Mitarbeitende und Führungskräfte werden gezielt geschult – mit Fokus auf die Self-Service-Funktionen, die den größten Entlastungseffekt bringen. Eine klare interne Kommunikation, warum das System eingeführt wird, ist für die Akzeptanz entscheidend.

Cloud oder On-Premises: die Grundsatzentscheidung

Die Wahlmöglichkeit zwischen Cloud und On-Premises ist ein Merkmal, das rexx systems von vielen reinen Cloud-Anbietern unterscheidet. In der Cloud liegt der Betrieb beim Anbieter: Updates, Verfügbarkeit und Infrastruktur werden zentral bereitgestellt, der interne Aufwand sinkt. Beim Betrieb im eigenen Rechenzentrum behält das Unternehmen die volle Kontrolle über Daten und Systemumgebung – ein relevanter Punkt für Organisationen mit strengen IT-Governance-Vorgaben oder besonderen Anforderungen an die Datenhoheit. Diese Kontrolle bindet allerdings IT-Ressourcen und verlagert die Verantwortung für Aktualität und Sicherheit ins Unternehmen. Aus Beratungssicht sollte die Entscheidung nicht aus dem Bauch, sondern anhand konkreter Kriterien fallen: interne IT-Kapazität, regulatorische Vorgaben, Sicherheitsanforderungen und die gewünschte Update-Kadenz.

Warum Prozessarbeit über den Erfolg entscheidet

Die häufigste Ursache für enttäuschende HR-Software-Projekte ist nicht die Software, sondern fehlende Prozessarbeit. Wenn Genehmigungswege, Zuständigkeiten und Datenstandards vor der Einführung nicht geklärt sind, bildet das System nur das bestehende Chaos ab – nun digital, aber nicht besser. Umgekehrt entfaltet eine durchdachte Prozessdefinition ihren Wert über Jahre, weil sie Automatisierung, Self-Service und verlässliche Auswertungen überhaupt erst ermöglicht. Aus Beratungssicht gilt: Eine HR-Software-Einführung ist zu rund 70 Prozent ein Organisations- und nur zu 30 Prozent ein Technikprojekt. Der modulare Aufbau von rexx unterstützt dies, weil er erlaubt, Baustein für Baustein sauber zu verankern statt alles gleichzeitig zu überstürzen.
Kapitel 08 · Einsatz im Mittelstand

rexx im Mittelstand: typische Szenarien

Für wen und in welchen Situationen ist rexx systems in der Praxis besonders naheliegend? Die folgenden Szenarien zeigen typische Ausgangslagen im DACH-Mittelstand – als Orientierung, nicht als abschließende Bewertung des Einzelfalls.

Recruiting professionalisieren

Ein wachsendes Unternehmen sucht regelmäßig Fachkräfte und steuert Bewerbungen bislang über Postfächer und Tabellen. Ein strukturiertes Bewerbermanagement mit Multiposting bringt schnell sichtbaren Nutzen und wird häufig zum Einstieg in die Suite.

Schneller sichtbarer Nutzen
HR aus Excel herausführen

Die Personalarbeit ist über Tabellen, E-Mails und Papierakten verteilt. Die digitale Personalakte konsolidiert Stammdaten, Verträge und Dokumente an einem Ort und schafft die Grundlage für automatisierte Folgeprozesse.

Eine Datenquelle für alles
Datenhoheit im eigenen Haus

Ein Unternehmen mit strengen IT-Governance-Vorgaben möchte Personaldaten im eigenen Rechenzentrum halten. Die Option des On-Premises-Betriebs macht rexx hier zu einem der wenigen breit aufgestellten Kandidaten.

On-Premises möglich
HR schrittweise ausbauen

Ein Unternehmen möchte heute mit dem Recruiting starten, aber die Option behalten, später Talent Management und Skills zu ergänzen – ohne Systemwechsel. Der modulare Aufbau der Suite bildet genau diesen Wachstumspfad ab.

Wachstumspfad ohne Wechsel

Wo rexx systems seine Stärken ausspielt

rexx spielt seine Stärken dort aus, wo ein mittelständisches Unternehmen mehr will als ein einzelnes, isoliertes Werkzeug: wenn aus dem Recruiting heraus eine breitere HR-Landschaft wachsen soll, wenn ein deutscher Anbieter mit EU-Datenhoheit gewünscht ist, oder wenn die Wahl zwischen Cloud und On-Premises eine Rolle spielt. Der modulare Aufbau erlaubt es, den Reifegrad der eigenen Personalarbeit schrittweise zu erhöhen, statt sich zu einem großen Sprung zu zwingen. Für Organisationen, die diese Entwicklung über mehrere Jahre planen, ist die Aussicht, im selben System zu bleiben, ein wirtschaftlich und organisatorisch relevanter Vorteil.

Wo Grenzen liegen und Alternativen zu prüfen sind

Realistisch bleiben heißt auch, die Grenzen zu benennen. Wer ausschließlich ein sehr schlankes, unkompliziertes HR-Kernsystem für einen kleinen Betrieb sucht, empfindet eine breite Suite mitunter als zu umfangreich. Wer ein hochspezialisiertes, reines Recruiting-Werkzeug ohne weitere HR-Ambitionen benötigt, findet bei fokussierten Anbietern womöglich die passendere Lösung. Und wer eine global einheitliche HR-Suite über viele Länder mit tiefem Vergütungs- und Nachfolge-Management braucht, landet eher bei den großen Konzern-Suiten. Aus Beratungssicht gilt unverändert: Die Entscheidung sollte aus einem ehrlichen Anforderungskatalog und einem strukturierten Anbietervergleich resultieren – idealerweise mit mehreren vergleichbar gemachten Angeboten.
Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kosten, DSGVO und Datenhoheit

Zwei Themen entscheiden bei HR-Software oft über die finale Wahl: die Kostenlogik und der Datenschutz. Dieser Abschnitt erklärt die Struktur der Lizenzierung – ohne erfundene Beträge zu nennen – und ordnet die datenschutzrechtlichen Bausteine ein. Er ersetzt keine Rechtsberatung; die konkrete Bewertung gehört in die Hände Ihres Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls fachkundiger juristischer Beratung.

Die Preislogik von rexx systems ist – wie bei modularen HR-Suiten üblich – individuell. Die Kosten hängen typischerweise von der Zahl der Mitarbeitenden, den gebuchten Bausteinen und dem gewählten Betriebsmodell (Cloud oder On-Premises) ab. Statt eines einheitlichen Listenpreises gibt es individuell zusammengestellte Angebote. Belastbare Zahlen ergeben sich erst aus einem konkreten Angebot, das den tatsächlichen Bedarf, die Unternehmensgröße und die Vertragslaufzeit berücksichtigt. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen und sollten beim Anbieter geprüft werden.
Modul-Logik
Modular nach Bausteinen
Recruiting, HR, Talent, Zeit, Skills einzeln kombinierbar
  • Es wird bezahlt, was genutzt wird. Welche Bausteine sinnvoll sind, hängt vom Anforderungsprofil ab – nicht jedes Unternehmen braucht alle Module von Beginn an.
Preistreiber
Pro Kopf + Module
Mitarbeitendenzahl × Bausteine
  • Die laufenden Kosten skalieren in der Regel mit der Mitarbeitendenzahl und den gebuchten Bausteinen. Zusätzliche Module erhöhen den Umfang und den Preis.
Betriebsmodell
Cloud oder On-Prem
Abo-Modell versus Lizenz/Betrieb
  • Cloud- und On-Premises-Betrieb folgen unterschiedlichen Kostenlogiken. Das Betriebsmodell beeinflusst sowohl die laufenden als auch die internen Aufwände spürbar.
Einmalige Kosten
Setup + Migration
Implementierung & Datenmigration
  • Neben der laufenden Lizenz fallen einmalige Kosten für Einrichtung, Datenmigration und Schulung an – intern oder über einen Einführungspartner. Diese gehören in jede Gesamtkalkulation.

Was den Preis treibt und wie man vergleicht

Die Kosten werden vor allem von drei Faktoren bestimmt: der Mitarbeitendenzahl, dem Umfang der gebuchten Bausteine und dem Betriebsmodell. Hinzu kommen einmalige Kosten für Implementierung, Datenmigration und Schulung. Aus Beratungssicht ist es wichtig, die Gesamtbetriebskosten zu betrachten und nicht nur den Pro-Kopf-Preis – die Einführungs- und Adoptionskosten werden in Angeboten oft unterschätzt. Sinnvoll ist, vor dem Anbietergespräch einen klaren Anforderungskatalog zu erstellen (benötigte Bausteine, Mitarbeitendenzahl, Integrationen, Betriebsmodell) und mehrere Angebote vergleichbar zu machen. So lässt sich verhandeln, ohne sich von Marketing-Zahlen leiten zu lassen.
Datenschutz & EU-Datenhoheit im Überblick

HR-Software verarbeitet besonders sensible personenbezogene Daten – von Gehältern über Krankheitstage bis zu Bewerbungsunterlagen. Als deutscher Anbieter mit EU-Datenhoheit bringt rexx systems hier einen strukturellen Vorteil mit. Folgende Bausteine sind bei der Einführung besonders relevant – als Orientierung, nicht als abschließende rechtliche Prüfung:

DE-Anbieter
Deutscher Anbieter mit EU-Datenhoheit – ein Vorteil bei Drittlandthematik und Souveränitätsanforderungen
Betriebswahl
Cloud in der EU oder On-Premises im eigenen Rechenzentrum – maximale Kontrolle bei Bedarf
AVV
Auftragsverarbeitungsvertrag beim Cloud-Betrieb erforderlich, da Daten im Auftrag verarbeitet werden
Zugriffsrechte
Rollen- und Rechtekonzept sorgt dafür, dass nur Befugte sensible Daten sehen (Need-to-know)
Aufbewahrung
Lösch- und Aufbewahrungsfristen für Personal- und Bewerberdaten müssen definiert und umgesetzt sein
Mitbestimmung
Bei bestehendem Betriebsrat sind Mitbestimmungsrechte zu wahren, etwa bei Leistungs- und Verhaltenskontrolle

EU-Datenhoheit als Stärke eines deutschen Anbieters

Für deutsche Mittelständler ist die Frage der Datenhoheit oft ein entscheidendes Auswahlkriterium. Als deutscher Anbieter unterliegt rexx systems dem europäischen Rechtsrahmen, und die Verarbeitung findet in der EU statt – beim On-Premises-Betrieb sogar vollständig im eigenen Haus. Das reduziert die Risiken, die mit Datentransfers in Drittländer verbunden sind, und erleichtert die Argumentation gegenüber Datenschutzbeauftragten, Betriebsräten und Aufsichtsbehörden. In einer Zeit wachsender Sensibilität für digitale Souveränität ist dies ein handfester Vorteil gegenüber Anbietern mit Sitz oder Datenverarbeitung außerhalb der EU. Wer beim Cloud-Betrieb bleibt, sollte gleichwohl den Auftragsverarbeitungsvertrag und die technisch-organisatorischen Maßnahmen sorgfältig prüfen und dokumentieren.

Zugriffsrechte, Aufbewahrung und Mitbestimmung

Unabhängig vom Anbieter bleiben mehrere Datenschutz-Bausteine in der Verantwortung des Unternehmens. Gerade bei HR-Daten gilt das Prinzip „so wenig Zugriff wie möglich, so viel wie nötig“: Ein durchdachtes Rollen- und Rechtekonzept stellt sicher, dass eine Führungskraft nur die Daten ihres Teams sieht, HR umfassendere Rechte hat und Mitarbeitende auf ihre eigenen Daten zugreifen. Ein zu großzügig vergebenes Rechtekonzept ist eines der häufigsten Datenschutzrisiken in der Praxis. Hinzu kommen Aufbewahrungs- und Löschpflichten – insbesondere für Bewerberdaten – sowie die betriebliche Mitbestimmung: Existiert ein Betriebsrat, sind dessen Beteiligungsrechte zu beachten, vor allem dort, wo eine Software zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle geeignet ist. Die frühzeitige Einbindung des Betriebsrats ist nicht nur rechtlich geboten, sondern erfahrungsgemäß auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Akzeptanz.
Keine Rechtsberatung

Die hier dargestellten Punkte sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die konkrete datenschutz- und mitbestimmungsrechtliche Bewertung Ihres Einzelfalls – einschließlich AVV-Prüfung, Datenschutz-Folgenabschätzung und Betriebsvereinbarung – gehört in die Hände Ihres Datenschutzbeauftragten sowie gegebenenfalls fachkundiger juristischer Beratung. Auch konkrete Preise sollten stets direkt beim Anbieter erfragt werden.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu rexx systems

Diese Fragen tauchen in Auswahl- und Beratungsgesprächen rund um HR-Software am häufigsten auf – kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne erfundene Exaktpreise.

Was genau ist rexx systems?
rexx systems ist eine modulare HR-Suite des deutschen Anbieters rexx systems GmbH mit Sitz in Hamburg. Sie bündelt Recruiting und Bewerbermanagement, HR-Management mit digitaler Personalakte, Talent Management sowie Bausteine für Zeit und Skills in einer durchgängigen Plattform. Der modulare Aufbau erlaubt es, mit einem einzelnen Baustein zu starten und die Suite schrittweise auszubauen, ohne das System zu wechseln.
Für welche Unternehmensgröße eignet sich rexx systems?
rexx richtet sich primär an den Mittelstand im DACH-Raum – typischerweise von einigen Dutzend bis zu mehreren tausend Mitarbeitenden. Es füllt die Lücke zwischen sehr kleinen Betrieben, für die eine breite Suite oft überdimensioniert ist, und Großkonzernen, die zu Suiten wie SAP SuccessFactors greifen. Die passende Wahl hängt weniger an der reinen Mitarbeitendenzahl als am Anforderungsprofil: gewünschte Funktionsbreite, DACH-Fokus und die Frage, ob eine ausbaubare Suite oder ein spezialisiertes Einzelwerkzeug gebraucht wird.
Welche Module bietet rexx systems?
Die Suite ist modular aufgebaut und umfasst als zentrale Bausteine Recruiting und Bewerbermanagement, HR-Management mit digitaler Personalakte, Talent Management sowie Bausteine für Zeitwirtschaft und Skills, ergänzt um Reporting und Auswertungen. Welche Bausteine zum Einsatz kommen, hängt vom Bedarf ab – nicht jedes Unternehmen benötigt von Beginn an alle Module. Aus Beratungssicht empfiehlt sich, mit einem klar abgegrenzten Baustein zu starten und weitere erst dann zu aktivieren, wenn die Basis im Alltag gelebt wird.
Gibt es rexx systems auch als On-Premises-Lösung?
Ja. Anders als viele reine Cloud-Anbieter lässt rexx systems traditionell die Wahl zwischen dem Betrieb in der Cloud und dem Betrieb im eigenen Rechenzentrum (On-Premises). Die Cloud reduziert den internen Betriebsaufwand, On-Premises gibt maximale Kontrolle über Daten und Infrastruktur. Für Organisationen mit strengen IT-Governance- oder Datenhoheitsanforderungen ist diese Wahlmöglichkeit ein relevantes Unterscheidungsmerkmal. Die Entscheidung sollte anhand konkreter Kriterien wie interner IT-Kapazität, Sicherheitsanforderungen und regulatorischer Vorgaben getroffen werden.
Wie unterscheidet sich rexx systems von Personio?
Beide adressieren den DACH-Mittelstand und sind deutsche Anbieter mit EU-Datenhoheit, setzen aber unterschiedliche Akzente. Personio ist stark auf ein schlankes, cloudbasiertes HR-Kernsystem mit einfacher Bedienung und schneller Einführung ausgerichtet. rexx betont die Breite der Suite, die ausgeprägte Recruiting-Herkunft und die Wahl zwischen Cloud und On-Premises. Wer eine unkomplizierte moderne HR-Administration sucht, findet in Personio einen naheliegenden Kandidaten; wer ein tiefes Bewerbermanagement, Talent- und Skills-Funktionen sowie die Betriebswahl benötigt, sollte rexx prüfen.
Welche KI-Funktionen bietet rexx systems?
rexx erweitert seine Suite um Funktionen für KI-gestütztes Matching, automatisiertes Bewerber-Screening, Workflow-Automatisierung und assistierende Textunterstützung. Der Nutzen liegt vor allem in der Entlastung von Routine und in der Vorstrukturierung großer Bewerbungsmengen. Wichtig bleibt: KI liefert Vorschläge, keine Urteile – die Entscheidung und die Verantwortung liegen beim Menschen. Wo KI in Personalentscheidungen einfließt, sind besondere Sorgfaltspflichten zu beachten, etwa zur Vermeidung von Verzerrungen und zur Transparenz gegenüber Bewerbenden.
Macht rexx systems die Lohnabrechnung?
In der Regel nicht im Sinne einer vollständigen, eigenständigen Entgeltabrechnung. Wie viele HR-Suiten dient rexx primär der Vorbereitung der Abrechnung: Es konsolidiert abrechnungsrelevante Daten aus Personalakte und Zeitwirtschaft und stellt sie strukturiert bereit. Die eigentliche Abrechnung erfolgt häufig über einen Steuerberater, ein Lohnbüro oder ein nachgelagertes Abrechnungssystem – im deutschen Markt oft über die DATEV-Welt. Klären Sie früh, ob Sie eine reine Vorbereitung mit Datenübergabe benötigen oder eine durchgängige Abrechnung, und welche Lösung Ihren Rechtsrahmen verlässlich abdeckt.
Werden meine Personaldaten DSGVO-konform verarbeitet?
Als deutscher Anbieter mit EU-Datenhoheit bringt rexx systems einen strukturellen Vorteil mit – beim On-Premises-Betrieb bleiben die Daten sogar vollständig im eigenen Haus. Für eine DSGVO-konforme Nutzung sind aber mehrere Bausteine im Verantwortungsbereich des Unternehmens zu erfüllen: beim Cloud-Betrieb ein Auftragsverarbeitungsvertrag, ein durchdachtes Rechtekonzept nach dem Need-to-know-Prinzip, definierte Aufbewahrungs- und Löschfristen sowie die Aktualisierung des Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Diese Darstellung ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung – die konkrete Bewertung gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Was kostet rexx systems?
rexx wird modular angeboten; die Kosten hängen typischerweise von der Mitarbeitendenzahl, den gebuchten Bausteinen und dem Betriebsmodell (Cloud oder On-Premises) ab. Es gibt keinen einheitlichen Listenpreis, der für alle gilt – belastbare Zahlen ergeben sich erst aus einem individuellen Angebot, das Bedarf, Unternehmensgröße und Vertragslaufzeit berücksichtigt. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen und sollten direkt beim Anbieter geprüft werden. Achten Sie auf die Gesamtbetriebskosten inklusive einmaliger Implementierungs- und Migrationskosten, nicht nur auf den Pro-Kopf-Preis.
Lässt sich rexx systems mit bestehenden Systemen verbinden?
Ja. rexx bietet Anbindungen an Jobbörsen und Multiposting-Dienste, an die Lohn- und Finanzwelt (im deutschen Markt insbesondere DATEV), an Identitäts- und Single-Sign-on-Dienste, Kalender- und Kollaborationssysteme sowie an Eignungsdiagnostik und Zusatztools – ergänzt um Programmierschnittstellen (API) für individuelle Anbindungen. Für Standardanforderungen sind fertige Integrationen der schnellste und wartungsärmste Weg; für Sonderfälle lässt sich über die API eine eigene Lösung bauen, was jedoch Entwicklungs- und Wartungsaufwand mit sich bringt. Gut gewählte Integrationen erhöhen zudem die Akzeptanz, weil Daten nicht doppelt gepflegt werden müssen.

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