Wissensdatenbank · HR-Software · Personalmanagement

HeavenHR – HR-Software aus Berlin für kleine und mittlere Unternehmen.

HeavenHR bündelt digitale Personalakte, Zeiterfassung, Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung sowie die Vorbereitung der Lohnabrechnung in einer cloudbasierten HR-Suite. Für kleine und mittlere Unternehmen ist es der Weg von verstreuten Excel-Listen, E-Mail-Anträgen und Papierakten hin zu einem zentralen, digitalen Personalmanagement – mit klaren Stärken bei Einfachheit und schnellem Einstieg, aber auch mit dem bewussten Zuschnitt auf den KMU-Bedarf statt auf die volle Konzern-Komplexität.

18 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
HeavenHR
HeavenHR GmbH · Berlin, Deutschland
Sitz
Berlin, Deutschland
Kategorie
HR-Suite (Cloud)
Betriebsmodell
SaaS / Cloud
Schwerpunkt
Personalverwaltung & Zeit
Hosting
EU-/DE-Rechenzentren
Wettbewerb
Personio, HRworks, rexx
INAGRO Eignung kleine & mittlere Unternehmen
Kapitel 01 · Überblick

Was ist HeavenHR – und für wen lohnt es sich?

HeavenHR ist eine cloudbasierte HR-Software aus Berlin, die kleine und mittlere Unternehmen bei der täglichen Personalarbeit unterstützt. In einer einzigen Anwendung bündelt sie die digitale Personalakte, die Zeiterfassung, die Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung sowie die Vorbereitung der Lohnabrechnung. Das Versprechen: Personalprozesse, die in vielen kleineren Betrieben noch über Papier, E-Mail und Tabellen laufen, in einem zentralen, für alle Beteiligten nachvollziehbaren System zusammenzuführen – ohne dass dafür eine eigene Personalabteilung oder tiefes HR-Fachwissen nötig wäre.

Anders als eine schwergewichtige Konzern-Suite, die möglichst jede erdenkliche Personaldisziplin abbildet, verfolgt HeavenHR einen Pragmatismus-Ansatz. Der Fokus liegt auf den Prozessen, die im Alltag eines KMU wirklich anfallen: Stammdaten pflegen, Arbeitszeiten und Abwesenheiten verwalten, Dokumente sammeln und die monatliche Lohnabrechnung vorbereiten. Genau dort – im administrativen Kern der Personalarbeit kleinerer Organisationen – liegt die eigentliche Stärke der Lösung. Für Unternehmen, in denen HR nebenbei von der Geschäftsführung, dem Office-Management oder einer kleinen Personalstelle mitbetreut wird, ist ein einfach bedienbares, cloudbasiertes System oft der entscheidende Hebel gegen Zettelwirtschaft und Doppelpflege.
Drei Eigenschaften prägen HeavenHR im Markt:
  • Einfachheit statt Überfrachtung – HeavenHR ist bewusst so gestaltet, dass es ohne langes Projekt und ohne HR-Spezialwissen nutzbar ist. Die zentralen Prozesse – Personalakte, Zeit, Urlaub, Abwesenheiten, Lohnvorbereitung – sind schlank abgebildet. Dafür ist HeavenHR keine hochkomplexe Plattform für konzernweites Talentmanagement, Personalentwicklung im großen Stil oder international verzweigte Payroll.
  • Cloud-first für den Mittelstand – als reine Software-as-a-Service-Lösung ist HeavenHR ohne eigene Server, Installation oder aufwendige IT nutzbar. Zugriff über den Browser und mobile Apps, automatische Aktualisierung durch den Anbieter, schneller Einstieg. Das senkt die Einstiegshürde für kleine Betriebe erheblich.
  • DACH- und Datenschutz-Nähe – als deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin ist HeavenHR auf die Anforderungen des deutschsprachigen Mittelstands ausgelegt: deutsche Sprache, Nähe zum deutschen Arbeits- und Datenschutzrecht, EU-Datenhoheit durch Datenverarbeitung im europäischen Raum. Das erleichtert die datenschutzrechtliche Bewertung gegenüber global gedachten Systemen.

Marktposition und Einordnung

HeavenHR zählt im DACH-Raum zu den cloudbasierten HR-Lösungen, die sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen richten. Die Positionierung unterscheidet sich damit deutlich von den beiden Enden des Marktes: Auf der einen Seite stehen große HCM-Suiten wie SAP SuccessFactors, die auf Konzerne mit eigener HR-Organisation zugeschnitten sind; auf der anderen Seite reine Punktlösungen, die nur einen einzelnen Prozess wie die Zeiterfassung abdecken. HeavenHR versucht, in der Mitte einen All-in-one-Ansatz für den kleineren Betrieb anzubieten – breit genug, um die Kernprozesse abzudecken, und schlank genug, um ohne Projektorganisation eingeführt zu werden.

Wann HeavenHR das richtige Werkzeug ist

Aus Beratungssicht ist HeavenHR dann eine naheliegende Wahl, wenn ein kleiner oder mittlerer Betrieb seine Personaladministration erstmals oder besser strukturiert digitalisieren möchte: wenn Urlaubsanträge heute per E-Mail laufen, Arbeitszeiten in Tabellen erfasst werden, Personalunterlagen in Ordnern liegen und die Übergabe an das Lohnbüro jeden Monat manuell zusammengetragen wird. Weniger im Zentrum steht HeavenHR, wenn ein Unternehmen sehr spezielle, tief individualisierte Prozesse, hochkomplexe Schicht- und Tarifmodelle oder ein umfangreiches strategisches Talentmanagement benötigt – dann kann ein spezialisiertes System oder eine umfangreichere Suite besser passen. Die ehrliche Klärung des eigenen Bedarfs steht deshalb vor jeder Werkzeugentscheidung.
INAGRO-Einschätzung

Für kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Personalverwaltung aus Excel und Papier in ein zentrales, digitales System überführen wollen, kann HeavenHR ein pragmatischer, schnell wirksamer Einstieg sein. Wichtig ist die richtige Erwartung: HeavenHR ist eine schlanke HR-Suite für den KMU-Alltag, keine hochkomplexe Konzern-Plattform und – wichtig zu betonen – kein Lohnabrechnungsprogramm im engeren Sinne, sondern ein System zur Vorbereitung der Abrechnung. Den größten Nutzen entfaltet es, wenn die eigenen Personalprozesse vor der Einführung kurz durchdacht und vereinheitlicht werden.

Kapitel 02 · Positionierung & Zielgruppe

Positionierung und Zielgruppe: der KMU-Zuschnitt

HeavenHR ist bewusst auf kleine und mittlere Unternehmen ausgerichtet – auf Betriebe, in denen HR selten eine große, spezialisierte Abteilung ist, sondern häufig von wenigen Personen nebenbei mitverantwortet wird. Die folgende Übersicht ordnet die zentralen Merkmale dieser Positionierung ein; der konkrete Funktionszuschnitt, die verfügbaren Pakete und Module sollten im Auswahlprozess stets direkt beim Anbieter geprüft werden.

Die Grundidee der Lösung ist, die verstreute Personaladministration eines kleineren Betriebs in einem zentralen System zusammenzuführen und dabei so einfach zu bleiben, dass Einführung und Bedienung ohne HR-Spezialwissen gelingen. Was HeavenHR von schwergewichtigen Suiten unterscheidet, ist weniger der Umfang einzelner Funktionen als der Anspruch an Einfachheit, Geschwindigkeit und geringe Betriebslast. Für den Mittelstand ist vor allem die Frage relevant, ob eine schlanke, standardnahe Cloud-Lösung den eigenen Bedarf abdeckt oder ob spezielle Anforderungen ein umfangreicheres, individuell konfigurierbares System erfordern.
All-in-one für KMU
Kernprinzip

Statt vieler Insellösungen ein System für die Kernprozesse: Personalakte, Zeit, Urlaub, Abwesenheiten und Lohnvorbereitung. Für kleine Betriebe bedeutet das weniger Werkzeugvielfalt, weniger Doppelpflege und einen zentralen Ort für Personaldaten.

AnsatzIntegriert
ZielgruppeKMU
NutzenEin System
Cloud-first & SaaS
Betriebsmodell

Reine Cloud-Nutzung über Browser und App, ohne eigene Server oder Installation. Der Anbieter kümmert sich um Betrieb, Wartung und Aktualisierung. Das senkt die IT-Hürde für Betriebe ohne eigene IT-Abteilung deutlich.

BetriebSaaS / Cloud
ZugangBrowser & App
WartungBeim Anbieter
Einfache Bedienung
Usability

Der Anspruch, dass auch Personen ohne HR-Hintergrund das System bedienen können – Geschäftsführung, Office-Management, kleine Personalstelle. Klare Oberflächen und geführte Abläufe stehen vor Funktionsvielfalt um jeden Preis.

ZielnutzerNicht-HR
FokusAlltagstauglich
EinstiegNiedrigschwellig
Self-Service & App
Mitarbeitende

Mitarbeitende erfassen Zeiten, beantragen Urlaub, sehen Salden und greifen auf ihre Dokumente zu – per App oder Browser. So verteilt sich Routine von der Personalstelle auf die Belegschaft, und Prozesse werden transparenter.

ZugangApp & Web
NutzenEntlastung
EffektTransparenz
DACH- & EU-Fokus
Rechtsraum

Ausrichtung auf den deutschsprachigen Mittelstand mit Datenverarbeitung im europäischen Raum. Nähe zum deutschen Arbeits- und Datenschutzrecht und EU-Datenhoheit sind für viele KMU ein wichtiges Auswahlkriterium.

SpracheDeutsch
HostingEU-Raum
VorteilSouveränität
Modularer Umfang
Paketierung

HeavenHR ist typischerweise in Bausteinen und Paketen zusammengestellt, sodass Betriebe mit dem administrativen Kern beginnen und weitere Funktionen ergänzen können. Der genaue Zuschnitt sollte beim Anbieter geprüft werden.

AufbauBausteine
EinstiegKernprozesse
AusbauSchrittweise

Zwischen Punktlösung und Konzern-Suite

Für die Einordnung ist entscheidend, wo HeavenHR im Markt steht. Reine Punktlösungen decken nur einen einzelnen Prozess ab – etwa allein die Zeiterfassung oder allein die Urlaubsverwaltung – und zwingen Betriebe dazu, mehrere Werkzeuge nebeneinander zu betreiben und Daten doppelt zu pflegen. Große HCM-Suiten am anderen Ende decken zwar nahezu jede Personaldisziplin ab, setzen aber eine HR-Organisation, ein Einführungsprojekt und ein entsprechendes Budget voraus. HeavenHR positioniert sich dazwischen: breit genug, um die administrativen Kernprozesse eines KMU integriert abzudecken, und schlank genug, um ohne große Projektorganisation nutzbar zu sein. Für viele kleinere Betriebe ist genau diese Mittelposition der pragmatische Ausgangspunkt.

Typische Zielgruppen im Detail

Die Kernzielgruppe von HeavenHR sind Unternehmen, die für strukturierte Personalarbeit zu groß, für eine eigene HR-Abteilung mit spezialisierten Systemen aber oft zu klein sind – von wenigen Beschäftigten bis in den mittleren dreistelligen Bereich. Charakteristisch ist, dass die Personalverantwortung häufig bei der Geschäftsführung, im Office-Management oder in einer kleinen Personalstelle liegt und HR neben anderen Aufgaben mitläuft. In dieser Konstellation zählt weniger die Funktionstiefe im Einzelnen als die Fähigkeit, viele kleine administrative Aufgaben verlässlich und mit geringem Aufwand zu erledigen. Aus Beratungssicht empfiehlt es sich dennoch, die eigene Wachstumsperspektive einzubeziehen: Wer absehbar stark wächst oder komplexere Anforderungen entwickelt, sollte prüfen, wie gut die gewählte Lösung mitwächst.
Kapitel 03 · Funktionsumfang

Funktionsumfang und Kernfähigkeiten

Der praktische Wert von HeavenHR erschließt sich über die konkreten Kernfähigkeiten. Sie greifen ineinander: Die digitale Personalakte bildet die zentrale Datenbasis, Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung halten den betrieblichen Alltag fest, und die Lohnvorbereitung bündelt die Ergebnisse für die Übergabe an die Abrechnung. Der Self-Service bindet die Belegschaft in diese Prozesse ein.

Digitale Personalakte

Stammdaten, Verträge, Bescheinigungen und Dokumente zentral und digital an einem Ort statt in Papierordnern. Berechtigte greifen strukturiert auf die relevanten Unterlagen zu; Doppelablage und Suchaufwand entfallen.

Akte statt Ordner
Zeiterfassung

Erfassung von Arbeitszeiten über Browser oder App, Führung von Arbeitszeitkonten und Salden. Mitarbeitende erfassen Kommen und Gehen, Verantwortliche behalten den Überblick – digital statt über Stundenzettel und Tabellen.

Digitale Stundenerfassung
Urlaubsverwaltung

Urlaubsanträge werden digital gestellt, genehmigt und dokumentiert. Kontingente, genommene Tage und Resturlaub berechnet das System; ein Team- oder Abwesenheitskalender macht die Planung für alle transparent.

Antrag per Klick
Abwesenheitsmanagement

Krankheit, Sonderurlaub und weitere Abwesenheiten werden erfasst, genehmigt und übersichtlich dargestellt. So bleibt jederzeit klar, wer wann verfügbar ist – ein wichtiger Baustein auch für die Lohnvorbereitung.

Überblick über Abwesenheiten
Lohnabrechnungs-Vorbereitung

Abrechnungsrelevante Daten – Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Stammdatenänderungen – werden gebündelt und für die Übergabe an das Abrechnungssystem oder das Lohnbüro aufbereitet. Die eigentliche Abrechnung erfolgt weiterhin dort.

Vorbereitung, nicht Abrechnung
Mitarbeiter-Self-Service

Mitarbeitende erfassen Zeiten, beantragen Urlaub, sehen ihre Salden und rufen Dokumente ab – per App oder Portal. Das entlastet die Personalstelle und beteiligt die Belegschaft aktiv an den Prozessen.

Beteiligung per App

Die digitale Personalakte als Datenbasis

Das Fundament der Suite ist die digitale Personalakte. Sie führt Stammdaten, Verträge, Bescheinigungen und weitere Dokumente an einem zentralen, digitalen Ort zusammen und ersetzt damit die klassische Papierablage und verstreute Dateiordner. Der eigentliche Wert liegt weniger in der reinen Ablage als darin, dass diese Daten die Grundlage für alle anderen Prozesse bilden: Auf den Stammdaten setzen Zeiterfassung, Urlaubsverwaltung und Lohnvorbereitung auf. Eine gepflegte, konsistente Datenbasis verhindert die typische Doppelpflege kleiner Betriebe, bei der dieselbe Information in mehreren Tabellen und Systemen mehrfach – und selten gleich – gepflegt wird. In einer Zeit, in der die Anforderungen an eine verlässliche und nachvollziehbare Dokumentation von Personaldaten steigen, ist eine strukturierte digitale Akte kein Komfort, sondern eine Grundlage.

Zeit, Urlaub und Abwesenheiten als verzahnter Alltag

Der zweite Block – Zeiterfassung, Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung – bildet den betrieblichen Alltag ab und ist eng miteinander verzahnt. Arbeitszeiten werden über Browser oder App erfasst, Salden geführt, Urlaub digital beantragt und genehmigt, Kontingente und Resturlaub automatisch berechnet, Krankheit und sonstige Abwesenheiten dokumentiert. Der Nutzen entsteht dadurch, dass diese Vorgänge nicht mehr über E-Mail, Papierantrag und Excel laufen, sondern in einem System mit klaren Freigabewegen und einem gemeinsamen Kalender. Für kleinere Betriebe ist das häufig der spürbarste Effekt im Tagesgeschäft: weniger Rückfragen, weniger verlorene Anträge, ein jederzeit aktueller Überblick, wer verfügbar ist.

Lohnvorbereitung als Brücke zur Abrechnung

Ein dritter, für viele KMU besonders relevanter Baustein ist die Vorbereitung der Lohnabrechnung. Wichtig ist hier die genaue Einordnung: HeavenHR ist in aller Regel kein vollständiges Lohnabrechnungsprogramm, das Beiträge und Steuern berechnet und meldet, sondern ein System, das die abrechnungsrelevanten Daten – Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Änderungen an Stammdaten und Verträgen – bündelt und für die Übergabe an das Abrechnungssystem oder das Lohnbüro aufbereitet. Der Nutzen liegt darin, dass die aufwendige, fehleranfällige manuelle Zusammenstellung der monatlichen Abrechnungsdaten entfällt. Die eigentliche Abrechnung erfolgt weiterhin im dafür vorgesehenen System, häufig bei einem Steuerberater oder über eine DATEV-basierte Lösung. Wie dieses Zusammenspiel konkret aussieht, sollte früh mit der jeweiligen Abrechnungs- und Steuerberatungslandschaft abgestimmt werden.
Kapitel 04 · Automatisierung

Automatisierung und digitale Workflows

Der wirtschaftliche Kern einer HR-Software für kleine Betriebe liegt weniger in spektakulären KI-Funktionen als in der Automatisierung wiederkehrender administrativer Abläufe. HeavenHR setzt darauf, Routineprozesse zu digitalisieren und mit Freigabe- und Erinnerungslogik zu hinterlegen – dieser Abschnitt ordnet das qualitativ ein, ohne konkrete Parameter oder Leistungswerte zu behaupten.

Der grundlegende Gedanke: In der Personaladministration kleinerer Betriebe wiederholen sich viele Aufgaben, die heute oft manuell und verstreut erledigt werden. Ein Urlaubsantrag muss gestellt, weitergeleitet, genehmigt und dokumentiert werden; ein neuer Mitarbeitender muss angelegt, mit Zugängen versehen und mit Dokumenten ausgestattet werden; Fristen und Salden müssen im Blick behalten werden. Genau diese wiederkehrenden Abläufe lassen sich als digitale Workflows abbilden – mit klaren Zuständigkeiten, automatischen Weiterleitungen und Erinnerungen. Der Effizienzgewinn entsteht nicht durch einen einzelnen intelligenten Algorithmus, sondern durch die konsequente Digitalisierung vieler kleiner Schritte.

Automatisierte Freigabe- und Genehmigungsprozesse

Ein zentraler Hebel ist die Automatisierung von Freigabeprozessen. Statt dass ein Urlaubsantrag per E-Mail durch mehrere Postfächer wandert und irgendwo liegen bleibt, folgt er einem definierten Weg: Antrag durch die Mitarbeitenden, automatische Weiterleitung an die zuständige Führungskraft, Genehmigung oder Ablehnung mit Dokumentation, unmittelbare Aktualisierung von Kontingent und Kalender. Ähnliches gilt für Abwesenheitsmeldungen und andere wiederkehrende Anträge. Der Nutzen liegt in Geschwindigkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit – und darin, dass nichts mehr im E-Mail-Verkehr verloren geht. Voraussetzung ist, dass die Freigabewege und Zuständigkeiten vorab klar definiert sind; ohne diese Klarheit bildet ein Workflow nur bestehende Unklarheiten digital ab.

Erinnerungen, Fristen und geführtes Onboarding

Ein zweiter Bereich ist die systematische Unterstützung bei Fristen und wiederkehrenden Aufgaben. Ablaufende Befristungen, Probezeitenden, fällige Dokumente oder anstehende Aufgaben lassen sich mit Erinnerungen hinterlegen, sodass wichtige Termine nicht übersehen werden. Auch der Eintritt und Austritt von Mitarbeitenden lässt sich als geführter Ablauf gestalten: welche Schritte in welcher Reihenfolge zu erledigen sind, welche Dokumente benötigt werden, welche Zugänge einzurichten sind. Gerade in kleinen Betrieben ohne eingespielte HR-Routinen sorgt eine solche Führung dafür, dass administrative Prozesse vollständig und einheitlich ablaufen – unabhängig davon, wer sie gerade betreut.

Automatisierung mit Augenmaß

Aus Beratungssicht ist bei allen Automatisierungsfunktionen ein realistischer Blick angebracht. Automatisierte Workflows entfalten ihren Nutzen dort, wo die zugrunde liegenden Prozesse klar definiert sind; sind Zuständigkeiten und Regeln unklar, verlagert die Digitalisierung das Problem nur. Ebenso gilt: Auch die beste Automatisierung ersetzt nicht das fachliche Urteil. Entscheidungen über Anträge, Sonderfälle und individuelle Fragen bleiben bei den verantwortlichen Personen; das System unterstützt, indem es Abläufe strukturiert, Fristen im Blick hält und Dokumentation erzeugt. Und schließlich berührt die Automatisierung personalbezogener Prozesse datenschutz- und gegebenenfalls mitbestimmungsrechtliche Fragen – diese Aspekte gehören früh in die Einführungsplanung.
System unterstützt, Mensch entscheidet

Automatisierte Workflows und Erinnerungen sind wertvolle Assistenten, keine Autopiloten. Gute Praxis ist, dass das System Abläufe strukturiert, Fristen sichtbar macht und Dokumentation erzeugt, während die inhaltliche Entscheidung über Anträge, Verträge und Sonderfälle bei den verantwortlichen Personen bleibt. So verbinden sich Effizienzgewinn und fachliches Urteil – und die Verantwortung für personalbezogene Entscheidungen bleibt klar verortet.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Integrationen und das Ökosystem

Als HR-Suite für kleine und mittlere Unternehmen entfaltet HeavenHR seinen vollen Nutzen erst im Verbund mit der übrigen Systemlandschaft – insbesondere mit der Lohn- und Gehaltsabrechnung, mit Kalender- und Kommunikationswerkzeugen sowie mit weiteren Fachanwendungen. Die Schnittstellen sind daher kein Randthema, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor.

Der Gedanke dahinter ist eine saubere Arbeitsteilung: HeavenHR verwaltet Personaldaten, Zeit und Abwesenheiten und bereitet die abrechnungsrelevanten Daten auf, während andere Systeme diese weiterverarbeiten oder ergänzende Funktionen liefern. Damit dies reibungslos funktioniert, müssen die Systeme über verlässliche Schnittstellen Daten austauschen – ohne doppelte Pflege und ohne manuelle Übertragung, die Aufwand und Fehlerrisiko erhöht. Gerade weil HeavenHR die Abrechnung selbst nicht durchführt, ist die Anbindung an die Abrechnungslandschaft ein entscheidendes Auswahlkriterium.
DATEV & Lohnabrechnung
Kernbereich

Übergabe der abrechnungsrelevanten Daten an die Entgeltabrechnung – im deutschen Markt insbesondere an DATEV-basierte Lösungen bei Steuerberatung oder Lohnbüro oder an weitere Abrechnungssysteme. Die vorbereiteten Daten entstehen dort, wo Zeit und Abwesenheiten verwaltet werden.

NutzenLohnvorbereitung
DACH-RelevanzHoch
EinrichtungAbstimmung nötig
Kalender & Termine
Alltag

Anbindung an gängige Kalendersysteme, sodass Abwesenheiten und Urlaube auch im gewohnten Kalender der Mitarbeitenden und Teams sichtbar werden. Das erhöht die Transparenz und vermeidet, dass HR-Daten in einem separaten System isoliert bleiben.

NutzenSichtbarkeit
UmfeldTeam-Alltag
EffektWeniger Reibung
Payroll-Schnittstellen
Abrechnung

Schnittstellen zur Übergabe vorbereiteter Abrechnungsdaten an unterschiedliche Payroll-Umgebungen. Ob der Datenaustausch zu einer bestimmten Abrechnungslösung standardisiert vorliegt, sollte im Auswahlprozess konkret geprüft werden.

RichtungDaten raus
VoraussetzungSaubere Mappings
ZielAbrechnungssystem
Kommunikation & Tools
Zusammenarbeit

Anbindung an gängige Kommunikations- und Kollaborationswerkzeuge, damit Benachrichtigungen und Freigaben im gewohnten Arbeitsfluss ankommen. So bleibt die HR-Software Teil des Alltags statt eines separaten, selten geöffneten Systems.

NutzenIm Arbeitsfluss
EffektHöhere Nutzung
ZielgruppeTeams
Identität & Zugänge
IT & Sicherheit

Zentrale Anmeldung und Benutzerverwaltung, damit Zugänge über die bestehende Unternehmensidentität laufen. Das erhöht die Sicherheit, vereinfacht die Verwaltung und erleichtert das Ein- und Ausrichten von Zugängen bei Ein- und Austritten.

NutzenZentrale Logins
SicherheitErhöht
ZielgruppeIT
API & individuelle Anbindung
Plattform

Programmierschnittstellen für individuelle Integrationen mit Systemen, für die keine Standardanbindung existiert – etwa branchenspezifische Fachanwendungen. Voraussetzung ist technisches Know-how und ein Blick auf die dauerhafte Wartung.

NutzenSonderfälle
FlexibilitätHoch
VoraussetzungIT-Ressourcen

Die DATEV- und Lohnschnittstelle als kritischer Punkt

Die wichtigste Integration ist für die meisten KMU die zur Entgeltabrechnung. HeavenHR bereitet die abrechnungsrelevanten Daten vor – Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Stammdaten- und Vertragsänderungen – und übergibt sie an das Abrechnungssystem, im deutschen Markt häufig an DATEV-basierte Lösungen beim Steuerberater oder im internen Lohnbüro. Der Nutzen liegt darin, dass die monatliche, fehleranfällige manuelle Zusammenstellung entfällt und die Daten aus dem HR-System heraus bereitgestellt werden. Wie bei jeder Lohnschnittstelle gilt: Sie ist kein Selbstläufer. Datenfelder, Lohnarten und Zuordnungen müssen auf beiden Seiten sauber und konsistent eingerichtet werden. Diese Ersteinrichtung erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen dem Betrieb, dem Lohnbüro beziehungsweise der Steuerberatung und gegebenenfalls einem Einführungspartner. Ob und wie eine bestimmte Anbindung im konkreten Fall verfügbar ist, sollte vor der Entscheidung beim Anbieter und beim Abrechnungspartner geprüft werden.

Kalender, Kommunikation und der Alltag der Belegschaft

Eine oft unterschätzte, aber für die Akzeptanz zentrale Integration ist die Anbindung an die Werkzeuge, mit denen die Belegschaft ohnehin arbeitet – Kalender und Kommunikationstools. Werden Abwesenheiten im gewohnten Team-Kalender sichtbar und kommen Benachrichtigungen dort an, wo die Mitarbeitenden ohnehin arbeiten, bleibt die HR-Software Teil des Alltags statt eines separaten, selten geöffneten Systems. Aus Beratungssicht lohnt es sich, früh zu klären, welche dieser Anbindungen für den eigenen Betrieb wirklich relevant sind; nicht jede technisch mögliche Integration schafft im konkreten Fall einen spürbaren Mehrwert, und ein überschaubarer, gut genutzter Integrationsumfang ist oft wertvoller als eine lange Liste ungenutzter Anbindungen.
Kapitel 06 · Marktvergleich

HeavenHR im Vergleich zu Wettbewerbern

Wie ordnet sich HeavenHR gegenüber anderen HR-Suiten für den Mittelstand wie Personio oder HRworks, gegenüber umfangreicheren Systemen wie rexx und gegenüber großen Konzern-Suiten wie SAP ein? Diese Übersicht hilft bei der Frage „wann was“ – ohne den Anspruch, jede Konstellation abzubilden. Maßgeblich bleibt der individuelle Anforderungskatalog.

Kriterium HeavenHR Personio HRworks SAP (HCM)
Kategorie-Schwerpunkt HR-Suite für KMU HR-Suite / HCM HR-Suite / Reisekosten Konzern-HCM & Payroll
Einfachheit / Einstieg Sehr niedrigschwellig Niedrigschwellig Niedrigschwellig Projekt nötig
Personalakte & Verwaltung Kernfunktion Ausgeprägt Ausgeprägt Sehr breit
Zeit & Abwesenheiten Kernfunktion Vorhanden Ausgeprägt Vorhanden
Lohn-Vorbereitung Vorbereitung Vorbereitung Vorbereitung Volle Payroll
Breite / Funktionstiefe Fokussiert Breit Mittel–breit Sehr breit
DACH- & EU-Datenhoheit Sehr stark Stark Stark Stark
Betriebsmodell SaaS (Cloud) SaaS (Cloud) SaaS (Cloud) Cloud & On-Prem
Einführungsaufwand Gering Gering–mittel Gering–mittel Hoch / Projekt

HeavenHR gegenüber anderen KMU-Suiten wie Personio und HRworks

Im engeren Wettbewerbsfeld der cloudbasierten HR-Suiten für den Mittelstand – etwa Personio und HRworks – verläuft die Abgrenzung feiner. Alle bewegen sich im selben Themenfeld und decken die administrativen Kernprozesse ab: Personalakte, Zeit, Abwesenheiten, Lohnvorbereitung. Unterschiede liegen eher im Funktionsumfang, in Schwerpunkten und im Zuschnitt auf bestimmte Betriebsgrößen. Personio etwa ist tendenziell breiter aufgestellt und wächst stärker in Richtung umfassenderer HR-Prozesse; HRworks bringt traditionell eine ausgeprägte Nähe zu Zeit- und Reisekostenthemen mit. HeavenHR betont demgegenüber Einfachheit und einen niedrigschwelligen Einstieg für kleinere Betriebe. Aus Beratungssicht gilt hier besonders: Die richtige Wahl ergibt sich nicht aus dem Markennamen, sondern aus einem ehrlichen Abgleich der eigenen Anforderungen – Betriebsgröße, benötigte Funktionen, Schnittstellen, Wachstumsperspektive – mit den Stärken der jeweiligen Lösung.

HeavenHR gegenüber umfangreicheren Systemen wie rexx

Umfangreichere HR-Systeme wie rexx decken über die reine Administration hinaus häufig auch Recruiting, Bewerbermanagement und Talentmanagement in größerer Tiefe ab und richten sich damit auch an Organisationen mit anspruchsvolleren HR-Prozessen. Ihre Stärke ist die Funktionsbreite; ihr Preis ist tendenziell mehr Komplexität in Einführung und Betrieb. Für einen kleinen Betrieb, der vor allem seine administrativen Kernprozesse digitalisieren will, kann diese Breite überdimensioniert sein. Wer dagegen absehbar ein strukturiertes Recruiting oder eine systematische Personalentwicklung aufbauen möchte, sollte prüfen, wie weit eine schlanke Suite mitwächst und ab wann ein umfangreicheres System sinnvoller ist.

HeavenHR gegenüber Konzern-Suiten wie SAP

Am oberen Ende des Marktes stehen große HCM-Umgebungen wie SAP, die das gesamte Spektrum von Stammdaten über die vollständige Entgeltabrechnung bis zum Talentmanagement abdecken und tief in die übrige Unternehmenslandschaft integriert sind. Sie sind auf große, oft international aufgestellte Organisationen mit eigener HR- und IT-Organisation zugeschnitten. Für ein KMU wäre eine solche Suite in aller Regel überdimensioniert – der Einführungsaufwand, die Komplexität und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Bedarf. HeavenHR positioniert sich bewusst am anderen Ende: als schlanke, schnell nutzbare Lösung für Betriebe, die keine Konzern-Infrastruktur haben und auch keine aufbauen wollen. Ein strukturierter, herstellerneutraler Auswahlprozess hilft, die passende Ebene zwischen schlanker Suite und umfangreicher Plattform zu bestimmen.
Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung und Betrieb als Cloud-Lösung

Die Software-Auswahl ist nur der Anfang. Über den Erfolg entscheidet die Einführung – insbesondere die Aufbereitung sauberer Stammdaten, die Definition der Prozesse und die Akzeptanz in der Belegschaft. Als reine Cloud-Lösung senkt HeavenHR die technische Hürde, doch eine bewährte Reihenfolge hilft, typische Fallstricke zu vermeiden.

HeavenHR wird als Software-as-a-Service betrieben: kein eigener Server, keine Installation, Zugriff über Browser und App, Wartung und Aktualisierung durch den Anbieter. Für kleine und mittlere Betriebe ohne eigene IT-Abteilung ist das ein wesentlicher Vorteil, weil der technische Betriebsaufwand weitgehend entfällt. Die eigentliche Arbeit verschiebt sich damit von der Technik zur Organisation: saubere Daten, klar definierte Prozesse und eine gute Einführung in der Belegschaft entscheiden über den Nutzen. Die folgende Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt.
01
Prozesse und Zuständigkeiten klären
Vor der technischen Einrichtung steht die Klärung der Abläufe: Wie sollen Urlaubs- und Abwesenheitsanträge freigegeben werden, wer genehmigt was, welche Arbeitszeitregeln gelten, wie läuft die Übergabe an die Lohnabrechnung? Wer ungeklärte Prozesse einfach digital abbildet, zementiert bestehende Unklarheiten. Diese Prozessarbeit ist der wichtigste und am häufigsten unterschätzte Schritt.
02
Stammdaten aufbereiten und migrieren
Personalstammdaten, Verträge, Urlaubskontingente und Dokumente werden zusammengetragen, bereinigt und in das System übernommen. Die Qualität dieser Ausgangsdaten entscheidet mit darüber, wie verlässlich das System von Beginn an arbeitet. Eine saubere Datenbasis ist wertvoller als eine schnelle, aber lückenhafte Migration.
03
Datenschutz und Mitbestimmung einbinden
Auftragsverarbeitungsvertrag klären, Rollen- und Rechtekonzept festlegen, Aufbewahrungs- und Löschfristen definieren. Bei bestehendem Betriebsrat dessen Beteiligungsrechte frühzeitig einbinden – gerade Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung sind mitbestimmungsrelevant. Eine Betriebsvereinbarung ist oft sinnvoll und gehört vor den Rollout.
04
Konfiguration und Schnittstellen einrichten
Das System wird gemäß den definierten Prozessen eingerichtet: Freigabewege, Arbeitszeit- und Urlaubsregeln, Rechte und Rollen. Parallel werden die relevanten Schnittstellen aufgesetzt – insbesondere die Anbindung an die Lohnabrechnung sowie an Kalender und weitere Werkzeuge. Standardanbindungen werden vor Eigenentwicklungen geprüft.
05
Einführung in der Belegschaft
Mitarbeitende und Führungskräfte werden mit den für sie relevanten Funktionen vertraut gemacht – vor allem mit Self-Service, Zeiterfassung und Antragsprozessen. Da die Bedienung bewusst einfach gehalten ist, genügt oft eine kurze Einführung. Klare Kommunikation, warum das System eingeführt wird, ist für die Akzeptanz entscheidend.
06
Betrieb, Feinschliff und Ausbau
Nach dem Start folgt der Dauerbetrieb: Prozesse beobachten, Regeln nachschärfen, gegebenenfalls weitere Module oder Schnittstellen ergänzen. Da der technische Betrieb beim Anbieter liegt, konzentriert sich die interne Arbeit auf die inhaltliche Pflege – Stammdaten aktuell halten, Prozesse an Veränderungen anpassen.

Warum die Prozess- und Datenarbeit über den Erfolg entscheidet

Die häufigste Ursache für enttäuschende HR-Software-Projekte ist nicht die Software, sondern unklare Prozesse und unsaubere Daten. Wenn Freigabewege, Zuständigkeiten und Regeln vor der Einführung nicht geklärt sind, kann das System sie auch nicht sinnvoll umsetzen – es bildet dann nur bestehende Unschärfen digital ab. Ebenso gilt: Werden lückenhafte oder widersprüchliche Stammdaten übernommen, überträgt sich diese Unschärfe in alle nachgelagerten Prozesse bis hin zur Lohnvorbereitung. Umgekehrt zahlt sich eine gründliche Vorarbeit über Jahre aus, weil sie erst verlässliche Auswertungen, saubere Übergaben und reibungslose Abläufe ermöglicht. Aus Beratungssicht ist eine HR-Software-Einführung – auch bei einer bewusst einfachen Cloud-Lösung – zu einem erheblichen Teil ein Organisations- und Datenprojekt und nur zum kleineren Teil ein reines Technikprojekt.

Betrieb ohne eigene IT

Ein wesentlicher Vorteil des SaaS-Modells für KMU ist, dass der laufende Betrieb weitgehend beim Anbieter liegt: Serverbetrieb, Wartung, Sicherheitsaktualisierungen und die Weiterentwicklung der Software erfolgen zentral, ohne dass der Betrieb dafür eigene IT-Ressourcen vorhalten muss. Das schont gerade in kleineren Organisationen knappe Kapazitäten. Zugleich bedeutet die Cloud-Nutzung, dass der Betrieb Verantwortung an den Anbieter abgibt – weshalb Fragen der Verfügbarkeit, der Datensicherung und des Datenschutzes vertraglich klar geregelt sein sollten. Unabhängig davon gilt: Auch eine wartungsarme Cloud-Lösung ist kein statisches Werkzeug. Organisationen verändern sich, Regeln werden angepasst, neue Anforderungen entstehen. Wer die inhaltliche Pflege von Beginn an einplant, hält den Nutzen dauerhaft hoch.
Kapitel 08 · Einsatz im Kleinbetrieb & Mittelstand

Einsatz im Kleinbetrieb und Mittelstand

Der Nutzen von HeavenHR zeigt sich besonders deutlich dort, wo Personalarbeit heute noch weitgehend manuell läuft und niemand hauptberuflich für HR zuständig ist. Überall dort, wo Urlaubsanträge per E-Mail kommen, Arbeitszeiten in Tabellen stehen und Unterlagen in Ordnern liegen, wirkt eine schlanke, cloudbasierte HR-Suite unmittelbar auf Ordnung, Transparenz und Zeitaufwand.

Der gemeinsame Nenner dieser Betriebe ist, dass die Personaladministration ein notwendiger, aber nicht der Kernprozess ist – und dennoch spürbar Zeit und Aufmerksamkeit bindet. Jeder verlorene Urlaubsantrag, jede unklare Saldenlage, jede aufwendige monatliche Zusammenstellung für die Lohnabrechnung kostet Zeit und erzeugt Reibung. Genau in diesem Umfeld liegt die praktische Kernbegründung für ein System wie HeavenHR: nicht die Optimierung einer bereits professionellen HR-Organisation, sondern der Sprung von der Zettelwirtschaft zu einem geordneten, digitalen Ablauf.
Kleinbetriebe & Handwerk

Wenige Beschäftigte, HR nebenbei durch die Geschäftsführung. Urlaubsanträge, Krankmeldungen und Stundenzettel lassen sich digital ordnen, ohne dass eine eigene Personalstelle nötig ist – ein erster, spürbarer Schritt weg von Papier und Excel.

Ordnung ohne HR-Abteilung
Wachsende Start-ups & KMU

Schnell wachsende Teams, bei denen die alte Zettelwirtschaft nicht mehr trägt. Eine schlanke Suite schafft früh geordnete Prozesse, die mit der Belegschaft mitwachsen – bevor der administrative Aufwand unkontrolliert steigt.

Struktur früh aufbauen
Dienstleistung & Büro

Agenturen, Kanzleien, Praxen und Büros mit überschaubaren, aber vielen kleinen Personalvorgängen. Digitale Personalakte, Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung sowie Self-Service entlasten die Verwaltung im Tagesgeschäft spürbar.

Verwaltung entlasten
Betriebe mit Steuerberater-Anbindung

Unternehmen, deren Lohnabrechnung extern über einen Steuerberater läuft. Die vorbereiteten Abrechnungsdaten lassen sich strukturiert übergeben, statt sie jeden Monat manuell zusammenzutragen – weniger Aufwand, weniger Fehler.

Saubere Übergabe

Wo der praktische Hebel liegt

Der Nutzen von HeavenHR lässt sich in diesen Betrieben konkret benennen, auch ohne pauschale Prozentversprechen: Eine zentrale digitale Personalakte beendet die Suche in Ordnern und Dateiablagen. Digitale Antrags- und Freigabeprozesse ersetzen den E-Mail-Verkehr und sorgen dafür, dass nichts verloren geht. Eine automatische Berechnung von Urlaubskonten und Salden vermeidet Rechenfehler und Rückfragen. Und die strukturierte Vorbereitung der Abrechnungsdaten reduziert den monatlichen Aufwand für die Übergabe an das Lohnbüro. Diese Effekte wirken vor allem auf die administrative Entlastung und die Datenqualität – zwei Faktoren, die in kleineren Betrieben ohne eigene HR-Organisation besonders schwer wiegen. Wie groß die Entlastung im Einzelfall ausfällt, hängt von der Ausgangslage ab und sollte anhand der eigenen Abläufe bewertet werden.

Der Mittelstand zwischen einfacher Suite und Spezialbedarf

Für mittelständische Unternehmen stellt sich häufig die Frage, ob eine schlanke Suite wie HeavenHR ausreicht oder ob spezielle Anforderungen ein umfangreicheres System rechtfertigen. Eine hilfreiche Orientierung: Solange es im Kern um die administrative Digitalisierung geht – Personalakte, Zeit, Urlaub, Abwesenheiten, Lohnvorbereitung – ist eine einfache, gut nutzbare Suite oft der pragmatische Weg. Sobald jedoch sehr komplexe Arbeitszeit- und Schichtmodelle, ein strategisches Talentmanagement oder tief individualisierte Prozesse hinzukommen, kann ein spezialisiertes oder breiteres System besser passen. Aus Beratungssicht empfiehlt sich, diese Frage nicht nach Bauchgefühl, sondern anhand konkreter Kriterien zu beantworten – etwa der Komplexität der Arbeitszeitmodelle, dem Bedarf an Recruiting und Personalentwicklung und der erwarteten Wachstumsdynamik.
Praxis-Tipp zur Bedarfsklärung

Bevor Sie in einen Auswahlprozess einsteigen, machen Sie Ihren tatsächlichen Bedarf greifbar: Welche Personalprozesse laufen heute über Papier, E-Mail und Excel? Wie viel Zeit binden Urlaubsverwaltung, Zeiterfassung und die monatliche Übergabe an die Lohnabrechnung? Welche Funktionen brauchen Sie wirklich, welche wären nur „nice to have“? Diese Bestandsaufnahme macht den potenziellen Nutzen konkret und hilft, den passenden Funktionsumfang realistisch zu bestimmen – statt für Funktionen zu zahlen, die nie genutzt werden.

Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kosten, DSGVO und Datenhoheit

Zwei Themen entscheiden am Ende oft über die Auswahl: die wirtschaftliche Gesamtbetrachtung und der Datenschutz. Dieser Abschnitt ordnet die Kostenlogik ein, ohne erfundene Beträge zu nennen, und erläutert die Datenschutzaspekte. Er ersetzt keine Rechtsberatung; die konkrete Bewertung gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls fachkundiger Beratung.

HeavenHR wird als Cloud-Abonnement angeboten. Die Kosten hängen typischerweise von der Zahl der Mitarbeitenden beziehungsweise Nutzenden und vom gewählten Funktionsumfang beziehungsweise Paket ab – ein schlanker administrativer Kern ist günstiger als ein umfangreicheres Paket mit zusätzlichen Modulen. Statt hier erfundene Beträge zu nennen, gilt: Belastbare Zahlen ergeben sich erst aus einem konkreten Angebot, das den tatsächlichen Bedarf, die Unternehmensgröße, den gewählten Umfang und die Vertragslaufzeit berücksichtigt. Aktuelle Konditionen und Paketzuschnitte sollten stets direkt beim Anbieter geprüft und – wo möglich – mehrere Angebote vergleichbar gemacht werden.
Preismodell
Cloud-Abo (SaaS)
Laufendes Abonnement
  • HeavenHR wird als Cloud-Abonnement bereitgestellt; es fallen laufende Kosten statt einer Einmallizenz an. Konkrete Preise und Abrechnungsmodalitäten sind beim Anbieter zu prüfen.
Preistreiber
Pro Kopf + Paket
Nutzerzahl × Funktionsumfang
  • Die Kosten skalieren in der Regel mit der Zahl der Mitarbeitenden und dem gewählten Funktionsumfang. Der administrative Kern ist schlanker als ein umfangreiches Paket mit Zusatzmodulen.
Einmalige Kosten
Setup + Migration
Einführung, Daten, Schnittstellen
  • Neben den laufenden Kosten können einmalige Aufwände für Einrichtung, Datenmigration, Schnittstellen und Schulung anfallen – intern oder über einen Einführungspartner. Sie gehören in jede Gesamtkalkulation.
Wirtschaftlichkeit
TCO statt Listenpreis
Gesamtbetriebskosten betrachten
  • Maßgeblich sind die Gesamtbetriebskosten über die Nutzungsdauer im Verhältnis zur erwarteten Entlastung. Nicht der reine Pro-Kopf-Preis entscheidet, sondern das Verhältnis von Aufwand und Nutzen.

Was den Preis treibt und wie man ihn einordnet

Zwei Faktoren bestimmen die laufenden Kosten am stärksten: die Zahl der Nutzenden und der gewählte Funktionsumfang beziehungsweise das Paket. Hinzu kommen die oft unterschätzten einmaligen Kosten für Einrichtung, Datenmigration, Schnittstellen und Schulung – gerade die Anbindung an die Lohnabrechnung kann in der Ersteinrichtung einen spürbaren Aufwand ausmachen. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie den individuellen Zuschnitt selten abbilden und sich Konditionen ändern können. Aus Beratungssicht ist es wichtig, die Gesamtbetriebskosten dem erwarteten Nutzen gegenüberzustellen – bei einer HR-Suite für KMU liegt dieser Nutzen vor allem in der administrativen Entlastung, der Datenqualität und der reduzierten Zettelwirtschaft. Konkrete Konditionen sollten stets als individuelles Angebot beim Anbieter eingeholt werden.

DSGVO und EU-Datenhoheit als Stärke des deutschen Anbieters

HR-Software verarbeitet besonders sensible Beschäftigtendaten – Stammdaten, Verträge, Arbeitszeiten, Abwesenheiten, teils Gesundheits- und Vertragsdaten. Datenschutz ist hier eine Kernanforderung. Als deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin und Datenverarbeitung im europäischen Raum bringt HeavenHR einen strukturellen Vorteil mit: Die EU-Datenhoheit und die Nähe zum europäischen und deutschen Rechtsrahmen reduzieren Drittlandrisiken und erleichtern die datenschutzrechtliche Bewertung. Für viele deutsche Mittelständler ist die Frage nach der digitalen Souveränität – wo liegen die Daten, welchem Rechtsrahmen unterliegt der Anbieter – ein zunehmend wichtiges, oft entscheidendes Auswahlkriterium, gerade gegenüber global gehosteten Lösungen. Die konkrete Ausgestaltung (Verarbeitungsort, Auftragsverarbeitung, technisch-organisatorische Maßnahmen) sollte dennoch stets vertraglich geprüft und dokumentiert werden.
Datenschutz-Bausteine im Überblick

Bei der Einführung einer cloudbasierten HR-Software sind mehrere datenschutz- und mitbestimmungsrechtliche Bausteine zu beachten. Folgende Punkte sind in der Praxis besonders relevant – als Orientierung, nicht als abschließende rechtliche Prüfung:

AVV
Auftragsverarbeitungsvertrag beim Cloud-Betrieb, da Beschäftigtendaten im Auftrag verarbeitet werden
EU-Datenhoheit
Deutscher Anbieter mit Verarbeitung im EU-Raum reduziert Drittlandrisiken und stärkt die Souveränität
Zugriffsrechte
Rollen- und Rechtekonzept sorgt dafür, dass nur Befugte sensible Personaldaten sehen
Mitbestimmung
Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung sind mitbestimmungsrelevant; der Betriebsrat ist einzubinden
Zweckbindung
Erfasste Zeit- und Personaldaten dürfen nur für den vereinbarten Zweck genutzt werden
Aufbewahrung
Lösch- und Aufbewahrungsfristen für Personal- und Zeitdaten müssen definiert und umgesetzt sein

Mitbestimmung und Zweckbindung

Auch bei einer schlanken HR-Suite ist die betriebliche Mitbestimmung zu beachten, sofern ein Betriebsrat besteht. Systeme zur Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung sind grundsätzlich geeignet, das Verhalten und die Leistung von Beschäftigten zu erfassen – und lösen damit typischerweise Beteiligungsrechte des Betriebsrats aus. Die frühzeitige Einbindung des Betriebsrats und, wo sinnvoll, eine Betriebsvereinbarung sind deshalb nicht nur rechtlich geboten, sondern erfahrungsgemäß auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Akzeptanz. In vielen sehr kleinen Betrieben ohne Betriebsrat entfällt dieser Schritt zwar formal, doch der Grundsatz der Zweckbindung gilt unabhängig davon: Daten, die zur Verwaltung und Zeiterfassung erhoben werden, dürfen nicht ohne Weiteres zur umfassenden Leistungs- und Verhaltenskontrolle zweckentfremdet werden. Diese Grenzen sollten in den Rechtekonzepten und – wo vorhanden – in der Betriebsvereinbarung klar geregelt sein.
Keine Rechtsberatung

Die hier dargestellten Punkte sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die konkrete datenschutz- und mitbestimmungsrechtliche Bewertung Ihres Einzelfalls – einschließlich AVV-Prüfung, Datenschutz-Folgenabschätzung und gegebenenfalls Betriebsvereinbarung zur Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung – gehört in die Hände Ihres Datenschutzbeauftragten sowie gegebenenfalls fachkundiger juristischer Beratung.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu HeavenHR

Diese Fragen tauchen in Auswahl- und Beratungsgesprächen rund um HR-Software für kleine und mittlere Unternehmen am häufigsten auf – kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne erfundene Exaktpreise oder Leistungsversprechen.

Was genau ist HeavenHR?
HeavenHR ist eine cloudbasierte HR-Software aus Berlin für kleine und mittlere Unternehmen. Die Suite bündelt die digitale Personalakte, Zeiterfassung, Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung sowie die Vorbereitung der Lohnabrechnung in einer Anwendung. Der Fokus liegt auf den administrativen Kernprozessen des KMU-Alltags und auf einfacher Bedienung – anders als bei einer umfangreichen Konzern-Suite. Ziel ist es, verstreute Personalprozesse aus Papier, E-Mail und Excel in einem zentralen, digitalen System zusammenzuführen.
Für welche Unternehmen eignet sich HeavenHR?
Besonders für kleine und mittlere Betriebe, die ihre Personaladministration digitalisieren möchten und keine große HR-Abteilung haben – von wenigen Beschäftigten bis in den mittleren dreistelligen Bereich. Charakteristisch ist, dass HR häufig von der Geschäftsführung, dem Office-Management oder einer kleinen Personalstelle nebenbei mitbetreut wird. Je stärker Personalprozesse heute noch über Papier, E-Mail und Tabellen laufen, desto größer ist der Nutzen. Für sehr komplexe Anforderungen oder umfangreiches Talentmanagement kann dagegen ein spezialisiertes oder breiteres System besser passen.
Macht HeavenHR die Lohnabrechnung?
In der Regel nicht im Sinne einer vollständigen Entgeltabrechnung. HeavenHR bereitet die abrechnungsrelevanten Daten – Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Stammdaten- und Vertragsänderungen – vor und bündelt sie für die Übergabe. Diese werden über Schnittstellen an das Abrechnungssystem übergeben, im deutschen Markt häufig an DATEV-basierte Lösungen beim Steuerberater oder im Lohnbüro. Die eigentliche Berechnung und Meldung von Steuern und Beiträgen erfolgt dort. Klären Sie früh, wie das Zusammenspiel mit Ihrer bestehenden Abrechnungs- und Steuerberatungslandschaft aussehen soll.
Welche Kernfunktionen bietet HeavenHR?
Die zentralen Bausteine sind die digitale Personalakte für Stammdaten und Dokumente, die Zeiterfassung mit Arbeitszeitkonten und Salden, die Urlaubsverwaltung mit digitalen Anträgen und automatischer Kontingentberechnung, das Abwesenheitsmanagement für Krankheit und Sonderfälle sowie die Vorbereitung der Lohnabrechnung. Ein Mitarbeiter-Self-Service über App und Browser bindet die Belegschaft in diese Prozesse ein. Der genaue Funktions- und Paketzuschnitt sollte im Auswahlprozess direkt beim Anbieter geprüft werden.
Ist HeavenHR eine Cloud-Lösung?
Ja. HeavenHR wird als Software-as-a-Service betrieben – Zugriff über Browser und App, ohne eigenen Server oder Installation. Betrieb, Wartung und Aktualisierung liegen beim Anbieter. Für kleine und mittlere Betriebe ohne eigene IT-Abteilung ist das ein wesentlicher Vorteil, weil der technische Betriebsaufwand weitgehend entfällt. Zugleich bedeutet die Cloud-Nutzung, dass Fragen der Verfügbarkeit, Datensicherung und des Datenschutzes vertraglich klar geregelt sein sollten.
Wie unterscheidet sich HeavenHR von Personio oder HRworks?
Alle drei sind cloudbasierte HR-Suiten für den Mittelstand und decken die administrativen Kernprozesse ab; die Abgrenzung verläuft eher über Funktionsumfang, Schwerpunkte und den Zuschnitt auf bestimmte Betriebsgrößen als über ein pauschales Besser oder Schlechter. Personio ist tendenziell breiter aufgestellt, HRworks bringt traditionell eine ausgeprägte Nähe zu Zeit- und Reisekostenthemen mit, HeavenHR betont Einfachheit und einen niedrigschwelligen Einstieg für kleinere Betriebe. Die richtige Wahl ergibt sich aus einem ehrlichen Abgleich der eigenen Anforderungen, nicht aus dem Markennamen.
Lässt sich HeavenHR an DATEV anbinden?
Für die Übergabe der vorbereiteten Abrechnungsdaten an die Entgeltabrechnung – im deutschen Markt häufig DATEV-basiert – sind Schnittstellen der übliche Weg. Ob und wie eine bestimmte Anbindung im konkreten Fall standardisiert verfügbar ist und wie die Einrichtung abläuft, sollte vor der Entscheidung direkt beim Anbieter und beim Abrechnungspartner geprüft werden. Wichtig ist, dass Datenfelder, Lohnarten und Zuordnungen auf beiden Seiten sauber eingerichtet werden – das erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen Betrieb, Lohnbüro beziehungsweise Steuerberatung und gegebenenfalls einem Einführungspartner.
Wie steht es um DSGVO und Datenhoheit?
Als deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin und Datenverarbeitung im europäischen Raum bringt HeavenHR einen strukturellen Vorteil bei der digitalen Souveränität mit: EU-Datenhoheit und Nähe zum deutschen und europäischen Rechtsrahmen reduzieren Drittlandrisiken und erleichtern die datenschutzrechtliche Bewertung – gerade gegenüber global gehosteten Lösungen. Für eine konforme Nutzung sind dennoch mehrere Bausteine im Verantwortungsbereich des Unternehmens zu erfüllen: Auftragsverarbeitungsvertrag beim Cloud-Betrieb, ein durchdachtes Rechtekonzept, Zweckbindung sowie definierte Aufbewahrungs- und Löschfristen. Diese Darstellung ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Muss der Betriebsrat eingebunden werden?
Sofern ein Betriebsrat besteht, in aller Regel ja. Zeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung sind grundsätzlich geeignet, Verhalten und Leistung von Beschäftigten zu erfassen, und lösen damit typischerweise Mitbestimmungsrechte aus. In der Praxis empfiehlt sich, den Betriebsrat frühzeitig einzubinden und – wo sinnvoll – eine Betriebsvereinbarung anzustreben, die insbesondere die Zweckbindung und die Grenzen der Auswertung regelt. In sehr kleinen Betrieben ohne Betriebsrat entfällt dieser Schritt formal, der Grundsatz der Zweckbindung gilt jedoch unabhängig davon. Auch hier gilt: keine Rechtsberatung – die konkrete Ausgestaltung sollte fachkundig begleitet werden.
Was kostet HeavenHR?
Das hängt von der Zahl der Nutzenden und vom gewählten Funktionsumfang beziehungsweise Paket ab – der administrative Kern ist schlanker als ein umfangreiches Paket mit Zusatzmodulen. HeavenHR wird als Cloud-Abonnement bereitgestellt; belastbare Zahlen ergeben sich erst aus einem individuellen Angebot, das Bedarf, Unternehmensgröße, Umfang und Vertragslaufzeit berücksichtigt. Aktuelle Preise und Paketzuschnitte sollten direkt beim Anbieter geprüft werden. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen. Achten Sie auf die Gesamtbetriebskosten inklusive Einführung, Datenmigration und Schnittstellen – nicht nur auf den Pro-Kopf-Preis.
Wie aufwendig ist die Einführung?
Da HeavenHR als Cloud-Lösung ohne eigene Server auskommt und bewusst einfach gehalten ist, ist der technische Aufwand gering. Der eigentliche Aufwand liegt nicht in der Technik, sondern in der Klärung der Prozesse – Freigabewege, Zuständigkeiten, Arbeitszeit- und Urlaubsregeln – sowie in der Aufbereitung sauberer Stammdaten und den Schnittstellen, insbesondere zur Lohnabrechnung. Wer diese Vorarbeit leistet und Datenschutz- und Mitbestimmungsthemen früh klärt, kann HeavenHR zügig und beherrschbar einführen. Ohne diese Vorarbeit bildet das System bestehende Unschärfen nur digital ab. Eine HR-Software-Einführung ist auch hier zu einem erheblichen Teil ein Organisations- und Datenprojekt.

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Von der Anforderungsanalyse über die herstellerneutrale Auswahl bis zur Einführung mit Prozess-Klärung, Datenmigration und Adoption – INAGRO begleitet Sie auf jedem Schritt. Mit ehrlicher Beratung, DACH-Erfahrung und dem klaren Blick dafür, dass eine HR-Software-Einführung vor allem ein Organisations- und Datenprojekt ist.

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