Wissensdatenbank · Kollaborative Analytics · SQL & Python

Mode – die kollaborative Analytics-Plattform für SQL, Python und BI-Reports.

Mode (oft Mode Analytics genannt) verbindet drei Arbeitsweisen, die sonst über getrennte Werkzeuge verstreut sind, in einem durchgängigen Ablauf: einen ausgereiften SQL-Editor für die Datenabfrage, Notebooks für vertiefte Analysen in Python und R sowie interaktive Reports und Dashboards für die Kommunikation der Ergebnisse. Damit richtet sich Mode an datenaffine Teams, die nicht nur Kennzahlen anzeigen, sondern tiefergehende Analysen betreiben und teilen wollen. Seit der Übernahme durch ThoughtSpot ist Mode Teil eines größeren Analytics-Portfolios – für den datengetriebenen Mittelstand ein Werkzeug an der Schnittstelle zwischen klassischem BI und explorativer Data Science.

21 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
Mode (Mode Analytics)
Mode Analytics · Teil von ThoughtSpot, USA
Typ
Kollaborative Analytics-Plattform
Sprachen
SQL, Python, R
Betrieb
Cloud-SaaS
Zugehörigkeit
ThoughtSpot
Modell
Abonnement
Umfeld
Snowflake, BigQuery u. a.
INAGRO Eignung datengetriebener Mittelstand
Kapitel 01 · Überblick

Was ist Mode – und warum vereint es SQL, Python und BI?

Mode – im Markt häufig als Mode Analytics bezeichnet – ist eine kollaborative Analytics- und Business-Intelligence-Plattform, die für einen ganz bestimmten Anwendertyp gebaut wurde: für Menschen, die mit Daten nicht nur berichten, sondern arbeiten wollen. Statt reine Klick-und-Zieh-Dashboards zu bieten, stellt Mode einen durchgängigen Ablauf bereit, der bei einer SQL-Abfrage beginnt, über eine vertiefte Analyse in Python oder R führt und mit einem teilbaren, interaktiven Bericht endet. Genau diese Verbindung von Abfrage, Analyse und Kommunikation an einem Ort ist das Kernversprechen von Mode.

Um Mode einzuordnen, hilft ein Blick auf ein verbreitetes Problem in vielen Datenteams: Die Werkzeuge sind fragmentiert. Man schreibt SQL in einem Datenbank-Client, exportiert die Ergebnisse in eine Tabellenkalkulation, führt vertiefte Auswertungen in einem separaten Python-Notebook durch und baut am Ende in einem dritten Werkzeug ein Dashboard. Bei jedem dieser Übergänge gehen Kontext, Nachvollziehbarkeit und Zeit verloren. Mode versucht, diese Kette in einer einzigen Umgebung zu schließen – von der ersten Frage an die Daten bis zum fertigen, geteilten Ergebnis.
Drei Eigenschaften prägen Mode:
  • SQL, Python und R in einem Ablauf – Mode ist eine der wenigen Plattformen, die einen ausgereiften SQL-Editor und vollwertige Notebooks für Python und R nahtlos miteinander verbindet. Die Ergebnisse einer SQL-Abfrage lassen sich direkt in einem Notebook weiterverarbeiten, ohne dass man Daten von Hand exportieren und importieren müsste. Das macht Mode besonders attraktiv für Teams, die zwischen klassischer Analyse und Data Science pendeln.
  • Kollaboration als Grundprinzip – Mode wurde von Anfang an als geteilte Umgebung gedacht. Analysen, Abfragen und Berichte leben zentral in der Plattform, sind auffindbar, teilbar und gemeinsam nutzbar. So entsteht mit der Zeit eine wachsende, durchsuchbare Sammlung von Analysewissen statt vieler isolierter Dateien auf einzelnen Rechnern.
  • Von der Abfrage zum teilbaren Bericht – Am Ende jeder Analyse steht in Mode ein Report: eine interaktive, für Empfänger aufbereitete Darstellung der Ergebnisse, die sich unternehmensweit teilen und regelmäßig aktualisieren lässt. Die Brücke von der technischen Analyse zur geschäftlichen Kommunikation ist damit ein integraler Teil des Werkzeugs, kein Nachgedanke.
INAGRO-Einschätzung

Mode ist aus unserer Sicht dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen datenkundige Analysten hat, die mit SQL und idealerweise auch Python vertraut sind, und die eine Umgebung suchen, in der explorative Analyse und geteiltes Reporting zusammenfallen. Mode ist bewusst kein Werkzeug für den reinen Fachanwender, der ohne Datenkenntnisse per Drag-and-drop ein Dashboard zusammenklicken möchte – dafür gibt es geeignetere Werkzeuge. Sein Wert liegt in der Verbindung von Tiefe (SQL, Python, R) und Breite (teilbare Reports). Wer diese Zielgruppe im Haus hat, findet in Mode eine ungewöhnlich durchdachte, produktive Umgebung.

Vom SQL-Client zur durchgängigen Analytics-Umgebung

Die Wurzeln von Mode liegen in einem sehr guten, browserbasierten SQL-Editor. Anders als ein einfacher Datenbank-Client wurde dieser Editor für die tägliche Analysearbeit optimiert: mit Verweisen auf frühere Abfragen, gemeinsamer Nutzung, Wiederverwendung und einer engen Verzahnung mit den nachgelagerten Schritten. Aus diesem Kern ist über die Jahre eine vollständige Analytics-Plattform gewachsen, die den gesamten Weg von der Rohabfrage bis zum kommunizierten Ergebnis abdeckt. Diese Herkunft erklärt, warum Mode für SQL-affine Anwender so angenehm ist – der Editor stand von Anfang an im Zentrum.
Der entscheidende Schritt war die Verbindung dieses SQL-Kerns mit Notebooks und Reports. Eine Abfrage liefert einen Datensatz; dieser Datensatz steht unmittelbar in einem Python- oder R-Notebook zur Verfügung, wo er statistisch vertieft, modelliert oder visualisiert werden kann; und das Ergebnis wandert in einen Report, den auch Nicht-Techniker im Unternehmen lesen und nutzen können. Diese durchgehende Kette – ohne Medienbrüche, ohne manuellen Export – ist der eigentliche Kern dessen, was Mode ausmacht.

Für wen Mode gedacht ist – und für wen nicht

Mode adressiert primär die Rolle des Datenanalysten und Data Scientists, die tiefer in die Daten einsteigen wollen, als es reine Dashboard-Werkzeuge erlauben. Es richtet sich an Teams, in denen SQL selbstverständlich ist und in denen zumindest ein Teil der Mitarbeiter mit Python oder R umgehen kann. Für diese Zielgruppe ist Mode ein Produktivitäts-Werkzeug ersten Ranges, weil es Werkzeugwechsel und Kontextverluste beseitigt.
Für den reinen Selbstbedienungs-Anwender ohne Datenkenntnisse ist Mode dagegen nicht das naheliegende Werkzeug. Wer ausschließlich vorgefertigte Berichte konsumieren oder ohne SQL per Mausklick eigene Auswertungen bauen möchte, ist mit stärker auf Fachanwender ausgerichteten BI-Werkzeugen oft besser bedient. Diese ehrliche Einordnung ist wichtig: Mode ist ein exzellentes Werkzeug für datenkundige Menschen, kein universelles BI-Werkzeug für jedermann. Wer diese Zielgruppen-Frage vorab klärt, vermeidet Enttäuschungen bei der Einführung.
Kapitel 02 · Produktfamilie & Positionierung

Mode und ThoughtSpot – Einordnung eines Portfolios

Mode ist kein isoliertes Produkt mehr, sondern seit der Übernahme Teil des Analytics-Anbieters ThoughtSpot. Diese Zugehörigkeit prägt die strategische Einordnung und wirft für Interessenten berechtigte Fragen auf – zu Produktkontinuität, Positionierung und der Beziehung zwischen den beiden Werkzeugen. Wir ordnen das qualitativ und nüchtern ein.

Mode Analytics wurde als eigenständiges Unternehmen gegründet und hat sich einen Namen als Werkzeug für datenkundige Analysten gemacht. In den vergangenen Jahren wurde Mode von ThoughtSpot übernommen, einem Anbieter, der vor allem für sein suchbasiertes, KI-gestütztes Analytics bekannt ist – also für einen Ansatz, bei dem Anwender Fragen in natürlicher Sprache stellen und Antworten aus ihren Daten erhalten. Aus dieser Kombination entsteht ein Portfolio, das zwei Welten verbindet: die tiefe, code-nahe Analyse von Mode und die suchbasierte, breit zugängliche Analytik von ThoughtSpot.
Mode
Code-nah

Die kollaborative Analytics-Plattform für datenkundige Analysten: SQL-Editor, Python-/R-Notebooks und interaktive Reports in einem durchgängigen Ablauf. Ausgerichtet auf explorative Analyse und geteiltes Reporting.

ZielgruppeAnalysten
ZugangSQL, Python, R
StärkeAnalyse-Tiefe
BetriebCloud-SaaS
ThoughtSpot
Muttergesellschaft

Der übergeordnete Anbieter, bekannt für suchbasierte, KI-gestützte Analytik. Anwender stellen Fragen in natürlicher Sprache und erhalten Auswertungen. Zielt auf breite Zugänglichkeit für Fachanwender ohne SQL-Kenntnisse.

ZielgruppeFachanwender
ZugangSuche / Sprache
StärkeBreite / KI
BetriebCloud-SaaS
Gemeinsame Idee
Portfolio

Beide Werkzeuge adressieren dieselbe Aufgabe aus unterschiedlichen Richtungen: aus Daten Erkenntnisse gewinnen. Mode deckt die tiefe, technische Analyse ab, ThoughtSpot die breite, sprachbasierte Erkundung. Zusammen ergibt sich ein breiteres Spektrum.

KlammerAnalytics
AusrichtungKomplementär
WarehouseCloud-nativ
ReifegradEtabliert

Was die ThoughtSpot-Zugehörigkeit praktisch bedeutet

Für Interessenten ist die entscheidende Frage nicht die Firmengeschichte, sondern die praktische Auswirkung. Mode wird weiterhin als Produkt mit eigenem Charakter geführt und behält seine Stärken im Bereich der code-nahen Analyse. Die Zugehörigkeit zu ThoughtSpot eröffnet die Möglichkeit, beide Ansätze – tiefe Analyse und suchbasierte Erkundung – näher zusammenzubringen. Wie stark diese Integration im Einzelnen ausfällt und in welcher Form die Produkte künftig zusammenwachsen, entwickelt sich dynamisch weiter; den aktuellen Stand sollte man vor einer Entscheidung direkt beim Anbieter erfragen.
Aus Beratungssicht raten wir, diese Konstellation nüchtern zu bewerten. Übernahmen bringen naturgemäß eine gewisse Unsicherheit mit sich – etwa über die künftige Produktstrategie, Preisgestaltung oder Roadmap. Zugleich kann die Einbettung in ein größeres Portfolio auch Stabilität und Investitionskraft bedeuten. Wir empfehlen, bei einer ernsthaften Evaluierung explizit nach der Produkt-Roadmap, der Vertragskontinuität und der geplanten Rolle von Mode innerhalb des ThoughtSpot-Portfolios zu fragen.

Positionierung im BI-Markt

Mode positioniert sich klar im Segment der modernen, cloud-nativen Analytics-Werkzeuge, die auf einem Data Warehouse aufsetzen. Es steht dabei einerseits in der Tradition der klassischen BI-Werkzeuge, andererseits in der jüngeren Bewegung, die Analyse und Data Science in geteilten, kollaborativen Umgebungen zusammenführt. Diese Zwischenstellung – anspruchsvoller und tiefer als reine Dashboard-Werkzeuge, aber zugänglicher und kommunikationsstärker als reine Notebook-Umgebungen – ist Modes eigentliche Nische.
Für den Mittelstand ist diese Positionierung relevant, weil sie die Frage aufwirft, ob das eigene Team zu dieser Nische passt. Ein Unternehmen mit einer kleinen, aber datenkundigen Analyse-Mannschaft findet in Mode oft einen idealen Partner. Ein Unternehmen, das vor allem Fachanwender ohne technische Datenkenntnisse mit Berichten versorgen will, sollte prüfen, ob nicht ein stärker auf Selbstbedienung ausgelegtes Werkzeug – gegebenenfalls ergänzend – besser passt.
Positionierung in einem Satz

Mode ist die kollaborative Analytics-Plattform für datenkundige Teams – tiefer als reine Dashboard-Werkzeuge, kommunikationsstärker als reine Notebooks – und heute Teil des ThoughtSpot-Portfolios, das diese code-nahe Analyse mit suchbasierter, KI-gestützter Analytik ergänzt. Den konkreten Reifegrad der Integration und die künftige Roadmap sollten Sie vor einer Entscheidung beim Anbieter erfragen.

Kapitel 03 · Kernfähigkeiten

SQL-Editor, Notebooks und Reports – die Bausteine von Mode

Der Wert von Mode liegt im Zusammenspiel weniger, eng verzahnter Fähigkeiten, die den gesamten Analyseweg abdecken: ein leistungsstarker SQL-Editor als Einstieg, Python- und R-Notebooks für die Tiefe, ein visueller Explorer für schnelle Diagramme und Reports als teilbares Ergebnis. Erst gemeinsam ergeben sie den durchgängigen Ablauf, der Mode ausmacht.

SQL-Editor

Ein für die tägliche Analysearbeit optimierter, browserbasierter SQL-Editor: mit Autovervollständigung, Verweisen auf Datenquellen, Wiederverwendung und Verzahnung mit den Folgeschritten. Der Ausgangspunkt fast jeder Analyse in Mode.

Abfrage als Einstieg
Notebooks

Vollwertige Notebooks für Python und R, die direkt auf die Ergebnisse einer SQL-Abfrage zugreifen. Für statistische Vertiefung, Modellierung und individuelle Visualisierung – ohne manuellen Datenexport zwischen Werkzeugen.

Analyse-Tiefe
Reports

Interaktive, für Empfänger aufbereitete Berichte, die sich unternehmensweit teilen und automatisch aktualisieren lassen. Die Brücke von der technischen Analyse zur geschäftlichen Kommunikation – integraler Teil der Plattform.

Ergebnis teilen
Visual Explorer

Ein visuelles Werkzeug, um aus Abfrageergebnissen ohne Code schnell Diagramme zu erzeugen. Es senkt die Hürde für die Visualisierung und erlaubt zügiges Erkunden, bevor eine Erkenntnis in einen fertigen Report wandert.

Schnell visualisieren
Kollaboration

Analysen, Abfragen und Berichte leben zentral in der Plattform, sind auffindbar und teilbar. So wächst eine durchsuchbare Sammlung von Analysewissen statt isolierter Dateien auf einzelnen Rechnern.

Wissen bündeln
Wiederverwendung

Abfragen und Analysebausteine lassen sich wiederfinden und weiternutzen. Das reduziert doppelte Arbeit, fördert einheitliche Definitionen und macht bewährte Analysen im Team verfügbar, statt sie neu zu erfinden.

Einmal bauen, oft nutzen

Der SQL-Editor – das Herzstück für Analysten

Im Zentrum von Mode steht ein SQL-Editor, der nicht als Beiwerk, sondern als eigenständiges Qualitätsmerkmal gedacht ist. Er verbindet die klassische Aufgabe – Abfragen gegen ein Data Warehouse schreiben und ausführen – mit den Komfortfunktionen einer modernen Umgebung: Hilfen beim Schreiben, ein Überblick über verfügbare Tabellen und Spalten, die einfache Wiederverwendung früherer Abfragen und die enge Anbindung an die nächsten Schritte. Für einen Analysten, der ohnehin den Großteil seines Tages in SQL denkt, ist ein solcher Editor kein Detail, sondern der Unterschied zwischen mühsamem und flüssigem Arbeiten.
Entscheidend ist, dass die Ergebnisse einer Abfrage nicht in einer Sackgasse enden. Sie stehen unmittelbar für die Visualisierung im Visual Explorer, für die Vertiefung im Notebook und für die Aufnahme in einen Report bereit. Diese durchgängige Kette – von der Abfrage direkt in die nächsten Schritte – ist das, was Mode von einem bloßen SQL-Client unterscheidet.

Notebooks – wo aus Analyse Data Science wird

Der zweite Baustein, die Notebooks, hebt Mode über reine BI-Werkzeuge hinaus. Ein Notebook ist eine interaktive Arbeitsumgebung, in der man Code – hier in Python oder R – ausführt, dokumentiert und mit den Ergebnissen kombiniert. In Mode greifen diese Notebooks direkt auf die Daten zu, die zuvor per SQL abgefragt wurden. Damit lassen sich Aufgaben lösen, die reines SQL überfordern: statistische Analysen, Vorhersagemodelle, spezialisierte Visualisierungen oder komplexe Datenaufbereitungen.
Der praktische Gewinn ist die nahtlose Verbindung. In der fragmentierten Werkzeuglandschaft vieler Unternehmen bedeutet der Wechsel von SQL zu Python einen manuellen Export, einen Import und den Verlust des Zusammenhangs. In Mode fließen die SQL-Ergebnisse ohne Bruch ins Notebook – die Analyse bleibt an einem Ort, nachvollziehbar und wiederholbar. Für Teams, die zwischen klassischer Analyse und Data Science pendeln, ist das ein erheblicher Produktivitätsgewinn.

Visual Explorer und Reports – vom Diagramm zur Kommunikation

Die beiden letzten Bausteine schließen die Kette zur geschäftlichen Kommunikation. Der Visual Explorer erlaubt es, aus Abfrageergebnissen ohne Programmierung schnell Diagramme zu erzeugen – nützlich für das zügige Erkunden von Daten und für Anwender, die nicht jede Visualisierung in Code gießen möchten. Die Reports schließlich verwandeln Analysen in teilbare, interaktive Berichte, die auch von Menschen ohne Datenkenntnisse gelesen und genutzt werden können und sich automatisch aktuell halten lassen.
Damit deckt Mode einen kompletten Bogen ab: von der technischen Frage an die Daten über die tiefe Analyse bis zur verständlichen Kommunikation an das Geschäft. Genau dieser Bogen – Abfrage, Analyse, Kommunikation in einer Umgebung – ist der Kern des Nutzenversprechens und der Grund, warum datenkundige Teams Mode schätzen.
INAGRO-Empfehlung zur Nutzung

Unterschätzen Sie nicht den Wert der durchgängigen Kette. In unseren Projekten liegt der größte Produktivitätsgewinn von Mode nicht in einer einzelnen Funktion, sondern im Wegfall der Werkzeugwechsel. Wir empfehlen, Mode genau dort einzusetzen, wo heute mühsam zwischen SQL-Client, Tabellenkalkulation und Notebook hin- und hergesprungen wird. Wo hingegen ausschließlich fertige Dashboards konsumiert werden, spielt Mode seine Stärken nicht aus – dort lohnt der Blick auf ein stärker auf Fachanwender ausgerichtetes Werkzeug.

Kapitel 04 · KI & Automatisierung

KI-Assistenz, Scheduling und Alerts in Mode

Wie viele moderne Analytics-Werkzeuge integriert Mode KI-gestützte Assistenz und solide Automatisierung. Beides zielt darauf, Routinearbeit abzunehmen und Berichte verlässlich aktuell zu halten. Wichtig ist die nüchterne Einordnung: KI ist auch hier ein Beschleuniger für erfahrene Anwender, kein Ersatz für Datenverständnis und fachliche Prüfung.

Die Automatisierung in Mode folgt einer einfachen Idee: Wiederkehrende Aufgaben – etwa das regelmäßige Aktualisieren eines Berichts oder das Benachrichtigen bei auffälligen Zahlen – sollen nicht von Hand, sondern verlässlich von der Plattform erledigt werden. Das entlastet Analysten von monotoner Pflege und stellt sicher, dass Empfänger stets aktuelle Ergebnisse sehen. Gerade in Teams mit knappen Ressourcen ist das ein spürbarer Gewinn.

KI-Assistenz beim Analysieren

Mode integriert – im Einklang mit dem Trend der gesamten Branche und der KI-Ausrichtung der Muttergesellschaft ThoughtSpot – KI-gestützte Assistenzfunktionen. Der Anspruch entspricht dem, was man von KI-Assistenten in der Analysearbeit kennt: Unterstützung beim Schreiben und Erklären von SQL-Abfragen, Hilfe beim Verstehen bestehender Analysen und Vorschläge, die den Einstieg in eine Fragestellung beschleunigen. In der Praxis kann eine solche Assistenz spürbar Zeit sparen, etwa indem sie einen ersten Abfrage-Entwurf liefert oder eine komplexe Abfrage in verständliche Worte übersetzt.
Aus Beratungssicht ordnen wir das nüchtern ein: KI-Assistenz ist ein vielversprechender Beschleuniger, aber kein Autopilot. Eine von der KI vorgeschlagene Abfrage oder Auswertung muss von einem fachkundigen Menschen geprüft werden, bevor daraus geschäftliche Schlüsse gezogen werden – denn ob eine Kennzahl fachlich korrekt berechnet ist, kann keine KI verlässlich beurteilen. Wir empfehlen, solche Funktionen als Werkzeug für erfahrene Anwender zu betrachten, das Routinearbeit abnimmt, und nicht als Weg, fehlendes Datenverständnis zu ersetzen. Zudem entwickelt sich diese Funktionsfamilie sehr schnell weiter – der konkrete Umfang sollte beim Anbieter geprüft werden.

Scheduling – Berichte automatisch aktuell halten

Ein praktisch besonders wertvoller Baustein ist das Scheduling, also die geplante, automatische Aktualisierung von Analysen und Reports. Statt eine Abfrage jeden Morgen von Hand auszuführen, legt man einen Zeitplan fest – und Mode aktualisiert den Bericht automatisch und stellt ihn den Empfängern zur Verfügung. Das klingt unspektakulär, ist im Alltag aber einer der größten Zeitspar-Effekte: Ein einmal gebauter, sauber geplanter Report versorgt sein Publikum fortlaufend, ohne dass jemand daran denken muss.
Für den Mittelstand ist das besonders relevant. Wo Analyse-Ressourcen knapp sind, ist jede Stunde, die nicht in manuelle Bericht-Aktualisierung fließt, gewonnene Zeit für echte Analyse. Ein durchdachtes Scheduling verwandelt eine Sammlung von Einzelberichten in eine verlässliche, sich selbst pflegende Berichtslandschaft.

Alerts – auffällige Zahlen aktiv melden

Der dritte Baustein sind Alerts, also automatische Benachrichtigungen. Statt darauf zu warten, dass jemand einen Bericht öffnet und eine Auffälligkeit bemerkt, kann Mode aktiv melden, wenn ein Wert eine definierte Schwelle über- oder unterschreitet oder wenn ein Bericht neue Ergebnisse enthält. So wird aus einem passiven Bericht, den man abrufen muss, ein aktives Frühwarnsystem, das sich meldet, wenn Aufmerksamkeit nötig ist.
In der Praxis verändert dieser Wechsel von „Bericht abrufen“ zu „Bericht meldet sich“ die Nutzung spürbar. Verantwortliche müssen nicht mehr routinemäßig Dashboards durchsehen, sondern werden gezielt informiert, wenn es etwas zu sehen gibt. Wir empfehlen, Alerts sparsam und auf wirklich entscheidende Kennzahlen anzuwenden – zu viele Benachrichtigungen stumpfen ab und werden ignoriert. Der konkrete Funktionsumfang von KI-Assistenz, Scheduling und Alerts entwickelt sich weiter; den aktuellen Stand sollten Sie für Ihren Anwendungsfall beim Anbieter prüfen.
Pragmatische Reihenfolge

Wir empfehlen, die Automatisierung schrittweise aufzubauen. Zuerst zählt eine saubere, verlässliche Analyse und ein sauber definierter Report. Erst danach lohnt es sich, das Scheduling einzurichten, damit dieser Report sich selbst aktuell hält. Und erst wenn dieses Fundament trägt, sind gezielte Alerts auf wenige, wirklich entscheidende Kennzahlen die sinnvolle Veredelung. KI-Assistenz ist über den gesamten Weg ein Beschleuniger – aber immer unter der prüfenden Hand eines fachkundigen Anwenders. Wer die Reihenfolge umdreht und mit den glänzenden Funktionen beginnt, baut auf Sand.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Mode im modernen Data Stack – Warehouse, dbt und ThoughtSpot

Mode ist kein Datenspeicher, sondern eine Analyse- und Kommunikationsschicht, die auf einem Data Warehouse aufsetzt. Seinen Wert entfaltet es im Zusammenspiel mit der Datenplattform darunter, mit der Transformationsschicht dbt und mit dem umgebenden ThoughtSpot-Portfolio. Diese Anschlussfähigkeit entscheidet über den Nutzen im realen Betrieb.

Der typische Aufbau folgt einer klaren Arbeitsteilung: Ein Data Warehouse hält die Daten und erbringt die Rechenleistung, eine Transformationsschicht wie dbt verwandelt Rohdaten in saubere, dokumentierte Analysetabellen, und Mode greift auf diese veredelten Daten zu, um sie zu analysieren und zu kommunizieren. Weil Mode die eigentliche Rechenarbeit an das Warehouse delegiert, bleibt es selbst schlank – es fragt die Daten dort ab, wo sie liegen, statt sie zu duplizieren.

Data Warehouses als Datenfundament

Mode braucht eine Datenquelle, aus der es liest – in aller Regel ein Cloud Data Warehouse. Es verbindet sich mit den führenden modernen Plattformen, darunter Snowflake, Google BigQuery, Amazon Redshift und Databricks, sowie mit gängigen relationalen Datenbanken. Diese Offenheit ist bewusst: Mode bindet sich nicht an einen einzelnen Datenanbieter, sondern spricht die jeweilige SQL-Umgebung an. Das gibt Unternehmen Flexibilität bei der Wahl ihrer Datenplattform.
Für den Mittelstand ist diese Warehouse-Neutralität ein starkes Argument. Wer heute etwa mit Snowflake oder BigQuery arbeitet, kann Mode als Analyse-Ebene darüberlegen, ohne die darunterliegende Plattform infrage zu stellen. Und weil Modes Analysen im Kern SQL sind, bleibt ein erheblicher Teil der Arbeit portabel, selbst wenn man das Warehouse eines Tages wechseln würde. Diese lose Kopplung mindert die Abhängigkeit von einer einzelnen Entscheidung.

dbt – die Transformationsschicht unter Mode

Besonders wichtig für eine verlässliche Nutzung ist das Zusammenspiel mit dbt, dem De-facto-Standard für die Datentransformation im Warehouse. Die Rollenteilung ist klar: dbt sorgt dafür, dass im Warehouse saubere, getestete und dokumentierte Analysetabellen entstehen, in denen die Geschäftslogik zentral abgebildet ist. Mode greift dann auf diese veredelten Tabellen zu und macht daraus Analysen und Berichte. Wo dbt die Grundlage schafft, baut Mode darauf auf.
Dieses Zusammenspiel ist aus unserer Sicht ein Best-Practice-Muster. Wenn die Geschäftslogik – etwa die Definition zentraler Kennzahlen – bereits in dbt sauber und einheitlich abgelegt ist, bleiben die Analysen in Mode schlank und konsistent. Die verbreitete Unsitte, komplexe Berechnungen in jeder einzelnen Abfrage neu und potenziell abweichend zu definieren, entfällt. So entsteht eine Analyselandschaft, in der alle Berichte auf derselben, vertrauenswürdigen Datenbasis fußen. Wir behandeln dbt und die zugehörige Transformationsschicht in einem eigenen Fachartikel ausführlich.

Einbettung, Export und das ThoughtSpot-Umfeld

Über die Datenanbindung hinaus lässt sich Mode in den Arbeitsalltag einbetten: Berichte können geteilt, in andere Anwendungen eingebunden oder als Datei exportiert werden, und die Zusammenarbeit lässt sich mit gängigen Kommunikationskanälen verknüpfen. So gelangen Analyseergebnisse dorthin, wo die Empfänger ohnehin arbeiten. Ergänzend eröffnet die Zugehörigkeit zum ThoughtSpot-Portfolio die Perspektive, die code-nahe Analyse von Mode mit der suchbasierten Analytik von ThoughtSpot zu kombinieren – wie eng diese Verzahnung im Einzelnen ausfällt, entwickelt sich weiter und sollte beim Anbieter erfragt werden.
INAGRO-Empfehlung zur Architektur

Trennen Sie gedanklich klar zwischen Speichern und Rechnen (Warehouse), Transformieren (dbt) und Analysieren/Kommunizieren (Mode). Diese Schichtung ist kein Selbstzweck: Sie hält jede Ebene austauschbar und die Geschäftslogik an der richtigen Stelle – nämlich in der Transformationsschicht, nicht verstreut in einzelnen Mode-Abfragen. Wer Mode auf einer sauberen, per dbt modellierten Datenbasis betreibt, gewinnt konsistente, vertrauenswürdige Berichte. Wer die Logik in jeder Abfrage neu erfindet, züchtet genau die widersprüchlichen Kennzahlen, die man eigentlich vermeiden wollte.

Kapitel 06 · Abgrenzung

Mode im Vergleich zu Hex, Looker und Tableau

Mode wird häufig mit anderen Analytics- und BI-Werkzeugen verglichen – vor allem mit Hex, Looker und Tableau. Jedes dieser Werkzeuge löst eine verwandte, aber unterschiedliche Aufgabe. Eine nüchterne, qualitative Abgrenzung hilft zu verstehen, wofür Mode besonders geeignet ist und wann ein anderes Werkzeug die bessere Wahl wäre.

Wichtig vorab: Der beste Vergleich ist nie „welches Werkzeug ist besser“, sondern „welches passt zu unserem Team und unserer Aufgabe“. Die folgenden Einordnungen sind bewusst qualitativ gehalten – Funktionsumfänge und Positionierungen der genannten Werkzeuge entwickeln sich laufend weiter, und die für Sie relevanten Details prüfen Sie am besten in einer konkreten Evaluierung.
Aspekt Mode Hex Looker Tableau
Grundcharakter SQL + Notebooks + Reports Kollaborative Notebooks Modelliertes BI Visuelles BI
Primäre Zielgruppe Analysten & Data Science Analysten & Data Science Analysten & Fachanwender Fachanwender
SQL im Zentrum Sehr stark Stark Über Modellsprache Möglich, nicht Fokus
Python / R Integriert Integriert Kein Kernfokus Über Erweiterungen
Drag-and-drop-Dashboards Möglich Möglich Stark Sehr stark
Zentrale Modellierung Über dbt davor Über dbt davor Eingebaut (Modell) Über Vorstufe
Betrieb Cloud-SaaS Cloud-SaaS Cloud-SaaS Cloud & Server
Typische Stärke Durchgängige Analyse Interaktive Data Apps Konsistente Metriken Reiche Visualisierung

Mode vs. Hex – zwei nahe Verwandte

Hex ist Mode am ähnlichsten: Auch Hex verbindet SQL und Notebooks (Python) in einer kollaborativen Umgebung und richtet sich an datenkundige Analysten und Data Scientists. Der Unterschied liegt eher in der Betonung und im Charakter. Hex hat sich einen Ruf als besonders flexible, interaktive Umgebung für sogenannte Data Apps erarbeitet – interaktive Analyse-Oberflächen, die man mit Parametern und Bedienelementen versehen kann. Mode legt seinen Schwerpunkt stärker auf den durchgängigen Weg von der SQL-Abfrage zum geteilten, kommunikationsfertigen Report.
In der Praxis konkurrieren beide um dieselbe Zielgruppe. Welches Werkzeug besser passt, hängt von Nuancen ab: Wie stark braucht das Team interaktive Data Apps? Wie wichtig ist der ausgereifte SQL-Editor als Einstieg? Wie fügt sich das Werkzeug in die bestehende Landschaft ein? Weil beide sehr nah beieinanderliegen, empfehlen wir hier besonders eine praktische Erprobung mit realen Daten statt einer Entscheidung nach Datenblatt.

Mode vs. Looker – Analyse-Freiheit gegen Modell-Disziplin

Looker verfolgt einen anderen Grundgedanken. Sein Kern ist eine zentrale Modellierungsschicht, in der Kennzahlen und Geschäftslogik einmal definiert werden und dann für alle Auswertungen konsistent gelten. Looker richtet sich damit stärker auf verlässliche, unternehmensweit einheitliche Metriken und auf Fachanwender, die innerhalb dieses vorgegebenen Modells selbst Auswertungen bauen. Der Preis dieser Konsistenz ist eine gewisse Disziplin und ein Modellierungsaufwand vorab.
Mode ist in dieser Hinsicht freier und explorativer. Es gibt keine erzwungene zentrale Modellschicht in Mode selbst – die Konsistenz stellt man idealerweise über dbt in der Ebene darunter her. Mode ist damit näher an der offenen, forschenden Analysearbeit, während Looker näher an der kontrollierten, standardisierten Metrik-Auslieferung liegt. Wer verlässliche, unternehmensweit einheitliche Kennzahlen für viele Fachanwender braucht, findet in Looker (auf einer soliden Modellschicht) oft die passendere Antwort; wer explorative Analysetiefe für ein datenkundiges Team sucht, ist mit Mode besser bedient.

Mode vs. Tableau – Analysetiefe gegen visuelle Breite

Tableau ist der wohl bekannteste Vertreter des visuellen, auf Fachanwender ausgerichteten BI. Seine Stärke ist die reiche, interaktive Visualisierung per Drag-and-drop: Auch Anwender ohne SQL-Kenntnisse können ausdrucksstarke Dashboards bauen. Tableau glänzt dort, wo es um die anschauliche, visuell anspruchsvolle Darstellung von Daten für ein breites Publikum geht.
Mode und Tableau adressieren damit unterschiedliche Bedürfnisse. Tableau ist überlegen, wenn die visuelle Aufbereitung und der Zugang für Fachanwender im Vordergrund stehen. Mode ist überlegen, wenn die Analysetiefe zählt – wenn SQL und Python die Werkzeuge der Wahl sind und die Analyse über das hinausgeht, was sich per Maus zusammenklicken lässt. Nicht selten ergänzen sich beide Welten: ein Werkzeug wie Mode für die tiefe Analyse durch Spezialisten, ein Werkzeug wie Tableau für die breite Visualisierung im Fachbereich. Die Frage ist also selten „entweder/oder“, sondern „welches Werkzeug für welche Rolle“.
Häufiges Missverständnis

„Welches BI-Tool ist das beste?“ ist die falsche Frage. Mode, Hex, Looker und Tableau lösen überlappende, aber unterschiedlich gewichtete Aufgaben. Die bessere Frage lautet: „Wer soll bei uns mit Daten arbeiten, wie tief, und wie werden die Ergebnisse geteilt?“. Datenkundige Analysten mit SQL- und Python-Bedarf sind bei Mode gut aufgehoben; ein breites Fachpublikum mit Bedarf an Klick-Dashboards eher bei Tableau; ein Fokus auf einheitliche Unternehmenskennzahlen eher bei Looker. Häufig ist die realistische Antwort eine Kombination, nicht ein einzelnes Werkzeug.

Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Mode als Cloud-SaaS einführen und betreiben

Mode ist ein reiner Cloud-Dienst (SaaS) – das prägt Einführung und Betrieb grundlegend. Es gibt keine eigene Server-Installation, dafür einen schnellen Start, aber auch klare Fragen zu Datenanbindung, Berechtigungen und Serverstandort. Aus unseren Datenprojekten hat sich ein bewährtes Vorgehen herausgebildet.

Cloud-SaaS – was das für den Betrieb bedeutet

Mode wird als verwalteter Cloud-Dienst betrieben. Das bedeutet: Es gibt keine Software, die Sie auf eigenen Servern installieren und pflegen müssen. Der Anbieter kümmert sich um Betrieb, Verfügbarkeit und Aktualisierungen; Sie greifen über den Browser auf die Plattform zu. Der Vorteil liegt auf der Hand – ein schneller Start ohne Infrastruktur-Aufbau, keine eigenen Wartungsarbeiten, stets die aktuelle Version. Für kleine Teams ohne dedizierte IT-Ressourcen ist das ein erheblicher Entlastungsfaktor.
Die Kehrseite dieser Bequemlichkeit ist die Auslagerung an einen externen, US-amerikanischen Anbieter. Anders als bei einem selbst betriebenen Werkzeug haben Sie keine Kontrolle über die Infrastruktur, und die Fragen zu Serverstandort und Datentransfer, die wir in Kapitel 09 behandeln, werden zum zentralen Prüfpunkt. Für die Betriebsentscheidung heißt das: Der Komfortgewinn ist real, aber er muss gegen die Anforderungen an Datenhoheit und Datenschutz abgewogen werden.

Datenanbindung und Berechtigungen

Der wichtigste technische Schritt bei der Einführung ist die Anbindung an das Data Warehouse. Mode wird mit der Datenquelle verbunden, aus der es lesen soll – idealerweise ein Warehouse, in dem die Daten bereits sauber, per dbt modelliert und in einer geeigneten Region liegen. Diese Verbindung sollte von Anfang an durchdacht sein: Welche Daten darf Mode sehen? Wie werden Zugangsdaten sicher verwaltet? In welcher Region liegen die Daten, auf die zugegriffen wird?
Ebenso wichtig ist ein durchdachtes Berechtigungskonzept. Wer darf Abfragen schreiben, wer nur Berichte lesen, wer sensible Datenbereiche einsehen? Gerade weil Mode ein mächtiges Analysewerkzeug mit direktem Datenzugriff ist, gehört die Frage der Zugriffsrechte an den Anfang der Einführung, nicht ans Ende. Wir empfehlen, das Rechtekonzept eng mit der Datenschutz-Betrachtung aus Kapitel 09 zu verzahnen.
01
Datenbasis und Warehouse sicherstellen
Mode liest aus einem Data Warehouse. Idealerweise liegen dort bereits saubere, per dbt modellierte Analysetabellen in einer geeigneten (EU-)Region. Ohne verlässliche Datenbasis bleibt auch die beste Analyseumgebung wertlos.
02
Zielgruppe und Anwendungsfall klären
Mode ist für datenkundige Analysten gedacht. Vor der Einführung klären, wer damit arbeiten soll und welcher konkrete Erst-Anwendungsfall den Nutzen sichtbar macht – statt das Werkzeug ohne klaren Zweck auszurollen.
03
Datenanbindung und Berechtigungen einrichten
Die Verbindung zum Warehouse sicher konfigurieren und ein klares Rechtekonzept festlegen: Wer darf abfragen, wer nur lesen, wer sensible Bereiche sehen. Zugangsdaten sicher verwalten, Serverstandort bewusst prüfen.
04
Erste Reports bauen und teilen
Um den Erst-Anwendungsfall herum entstehen die ersten Abfragen, Analysen und ein teilbarer Report. Ein schneller, sichtbarer Erfolg schafft Akzeptanz und Vertrauen in das Werkzeug – die Basis für die weitere Verbreitung.
05
Scheduling, Alerts und Konventionen etablieren
Bewährte Reports über Scheduling automatisch aktuell halten, gezielte Alerts auf wenige Kennzahlen setzen und Namens- sowie Ablage-Konventionen festlegen, damit die wachsende Analysesammlung übersichtlich und nutzbar bleibt.

Fokussierter Start und Governance

Wie bei jeder Datenplattform empfehlen wir einen fokussierten Start. Statt Mode breit und ohne klaren Zweck auszurollen, beginnt man mit einer konkreten, datenkundigen Nutzergruppe und einem echten Anwendungsfall – etwa einer wiederkehrenden Analyse, die heute mühsam von Hand über mehrere Werkzeuge läuft. Der schnelle, sichtbare Erfolg schafft Akzeptanz und liefert die Argumente für die weitere Verbreitung. Aus diesem ersten Erfolg wächst die Nutzung organisch.
Mit wachsender Nutzung wird Governance wichtig. Eine geteilte Analyseumgebung wird nur dann zum Wissensschatz, wenn Ordnung herrscht: klare Namens- und Ablagekonventionen, saubere Berechtigungen und ein gemeinsames Verständnis, was ein „offizieller“ Report ist und was eine Erkundung. Ohne diese Disziplin droht dieselbe Unübersichtlichkeit, die man mit einem zentralen Werkzeug eigentlich überwinden wollte. Mode macht die Analyse technisch handhabbar; die organisatorische Disziplin – Konventionen, Verantwortlichkeiten, Qualitätssicherung – müssen Sie mitbringen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Technik, Daten und Organisation setzt unsere Beratungsarbeit an.
Kapitel 08 · Einsatz im Mittelstand

Mode im Mittelstand – konkrete Anwendungsfälle

Für den datengetriebenen Mittelstand ist Mode dann besonders wertvoll, wenn ein kleines, aber datenkundiges Team tiefergehende Analysen betreiben und diese verlässlich teilen will. Entscheidend ist, dass die Zielgruppe passt und dass Mode an realen Geschäftsproblemen ausgerichtet wird. Diese Muster begegnen uns in Projekten am häufigsten.

Typische Anwendungsfelder

Besonders naheliegend ist Mode für Unternehmen, die bereits ein Cloud Data Warehouse betreiben und mindestens einen oder zwei Mitarbeiter haben, die SQL – und idealerweise Python – beherrschen. Ein klassisches Beispiel ist eine wiederkehrende, tiefergehende Analyse des Kundenverhaltens: Welche Kundengruppen sind besonders wertvoll, welche drohen abzuwandern, welche Muster stecken hinter Kaufentscheidungen? Solche Fragen lassen sich mit reinem Klick-Dashboard kaum beantworten, mit der Kombination aus SQL und Python in Mode dagegen sehr gut – und das Ergebnis wandert direkt in einen teilbaren Report für die Geschäftsführung.
Weitere typische Felder sind die Auswertung von Marketing- und Vertriebsdaten mit statistischen Methoden, um zu verstehen, welche Maßnahmen tatsächlich wirken; das regelmäßige Management-Reporting aus mehreren Quellen, das sich per Scheduling selbst aktuell hält; oder Ad-hoc-Analysen, wenn die Geschäftsführung eine konkrete, dringende Frage an die Daten hat, die über Standardberichte hinausgeht. In all diesen Fällen ist Modes Stärke die Kombination aus Analysetiefe und teilbarer Kommunikation.
Stärken
  • SQL, Python und R nahtlos in einem Ablauf
  • Durchgängiger Weg von der Abfrage zum Report
  • Starke Kollaboration und geteiltes Analysewissen
  • Scheduling und Alerts halten Berichte aktuell
  • Warehouse-neutral – geringe Anbieterbindung der Analysen
  • Schneller Start als Cloud-SaaS, kein Infrastruktur-Aufbau
  • Ausgereifter SQL-Editor für tägliche Analysearbeit
  • Auch mit kleinem, datenkundigem Team produktiv
Einschränkungen
  • Setzt SQL-Kompetenz im Team voraus
  • Weniger geeignet für reine Fachanwender ohne Datenkenntnis
  • Braucht ein vorhandenes Data Warehouse als Quelle
  • Reiner Cloud-SaaS – kein Self-Hosting
  • US-Anbieter – Serverstandort und Datentransfer prüfen
  • Zentrale Metrik-Konsistenz erst über dbt davor
  • Übernahme durch ThoughtSpot bringt Roadmap-Unsicherheit
  • Für sehr einfache Reporting-Bedürfnisse überdimensioniert

Realistische Erwartungen an Aufwand und Zeit

Ein erster, klar umrissener Mode-Anwendungsfall – von der Anbindung des Warehouse über die ersten Abfragen und Analysen bis zum teilbaren, geplanten Report – ist in vielen Mittelstands-Projekten in wenigen Wochen umsetzbar, sofern ein Warehouse mit sauberen Daten bereits vorhanden ist und datenkundige Anwender zur Verfügung stehen. Der Aufbau einer breiten, gut organisierten Analysekultur über viele Fragestellungen und Teams hinweg ist dagegen ein fortlaufender Prozess über mehrere Monate. Wer mit einem fokussierten Pilotprojekt startet und daraus lernt, baut die Nutzung tragfähig aus – statt sich an einem überdimensionierten Erstwurf zu verheben. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Mode ist ein Werkzeug für datenkundige Menschen und entfaltet seinen Wert nur, wenn diese Zielgruppe vorhanden ist und eine solide Datenbasis darunterliegt.
INAGRO-Praxistipp

Wenn in Ihrem Unternehmen datenkundige Mitarbeiter täglich zwischen SQL-Client, Tabellenkalkulation und Python-Notebook hin- und herspringen und dabei Zeit und Kontext verlieren – dann ist das ein deutliches Signal für Mode. Genau diese fragmentierte Arbeitsweise löst eine durchgängige Analytics-Plattform. Prüfen Sie zuvor ehrlich zwei Dinge: Haben Sie die datenkundige Zielgruppe, und liegt eine saubere Datenbasis (idealerweise per dbt modelliert) im Warehouse? Wenn beides zutrifft, ist Mode oft ein wirkungsvoller Produktivitätshebel für Ihr Analyseteam.

Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kostenmodell, DSGVO und Datenhoheit

Zwei Themen entscheiden über den nachhaltigen Erfolg einer Mode-Einführung: die beherrschte Kostenstruktur eines Cloud-Abonnements und die datenschutzkonforme Gestaltung bei einem US-amerikanischen Anbieter. Beides ist gestaltbar, erfordert aber Verständnis und bewusste Entscheidungen – gerade zu Serverstandort, Datentransfer und Souveränität.

Das Kostenmodell verstehen

Mode wird als Cloud-Abonnement gebucht. Wie bei den meisten Analytics-SaaS-Anbietern staffeln sich die Angebote üblicherweise nach Funktionsumfang, Anzahl der Nutzer beziehungsweise Rollen und Nutzungsumfang; typischerweise gibt es Einstiegs-, Team- und Unternehmensstufen mit unterschiedlichem Leistungsniveau. Konkrete Eurobeträge nennen wir bewusst nicht – die Preise unterscheiden sich je nach Plan, Nutzung und ausgehandeltem Vertrag und ändern sich über die Zeit. Die verbindlichen Konditionen prüfen Sie bitte direkt beim Anbieter.
Erwartungsmanagement

Wir nennen in diesem Artikel bewusst keine festen Preise für Mode. Die aktuellen Konditionen unterscheiden sich je nach Plan, Anzahl der Nutzer und Rollen, Nutzungsumfang und ausgehandeltem Vertrag und ändern sich. Die verbindlichen Preise und Leistungsstufen prüfen Sie bitte direkt beim Anbieter. Wichtig für die Gesamtrechnung: Mode ist die Analyse- und Kommunikationsschicht – die eigentliche Rechenleistung erbringt Ihr Data Warehouse, dessen Kosten unabhängig von Mode anfallen.

Ein oft übersehener Punkt: Die eigentlichen Rechenkosten entstehen nicht in Mode, sondern im Data Warehouse, gegen das die Abfragen laufen. Aufwändige oder ineffizient gebaute Abfragen, die große Datenmengen verarbeiten, treiben die Warehouse-Rechnung – nicht die Mode-Lizenz. Umgekehrt hilft eine gute, per dbt modellierte Datenbasis, diese Kosten niedrig zu halten, weil Analysen dann auf schlanken, vorbereiteten Tabellen aufsetzen statt auf teuren Roh-Abfragen. Wer die Gesamtkosten seiner Analytics-Landschaft betrachtet, muss Mode-Abonnement, Warehouse-Rechenkosten und gegebenenfalls die Transformationsschicht zusammendenken.

DSGVO, Datenhoheit und Serverstandort

Mode ist ein US-amerikanisches Produkt und heute Teil von ThoughtSpot, ebenfalls einem US-Anbieter. Für deutsche und europäische Unternehmen wirft das – wie bei allen US-Anbietern – berechtigte Fragen zu Datenschutz und Datenhoheit auf. Anders als bei einem selbst betriebenen Werkzeug gibt es bei Mode keine On-Premises-Variante: Es ist ein reiner Cloud-Dienst. Das macht die Fragen nach Serverstandort und Datentransfer zum zentralen Prüfpunkt jeder Bewertung.
Keine Rechtsberatung

Die folgenden Ausführungen sind eine allgemeine, technisch-organisatorische Einordnung aus der Beratungspraxis und stellen ausdrücklich keine Rechtsberatung dar. Für die verbindliche datenschutzrechtliche Bewertung Ihres konkreten Einsatzszenarios – insbesondere bei personenbezogenen oder besonders sensiblen Daten – ziehen Sie bitte Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine fachkundige Rechtsberatung hinzu.

Für die Bewertung ist entscheidend zu verstehen, welche Daten Mode überhaupt verarbeitet. Mode führt Abfragen gegen Ihr Warehouse aus und verarbeitet dabei die Abfrageergebnisse, um sie zu analysieren und in Berichten darzustellen. Anders als eine reine Transformationsschicht, die nur Steuerbefehle erzeugt, sieht und verarbeitet Mode also tatsächlich Ihre Analysedaten – potenziell einschließlich personenbezogener Daten, wenn diese Teil der Auswertung sind. Damit ist die Datenschutzfrage bei Mode gewichtiger als bei einem Werkzeug, das keine eigentlichen Daten sieht. Umso wichtiger ist die konsequente Datenminimierung: Nur die wirklich benötigten Daten sollten überhaupt in die Analyse gelangen, personenbezogene Angaben im Zweifel pseudonymisiert werden.
Bei einem US-Cloud-Anbieter bleibt – wie stets – ein grundsätzliches Drittland-Thema bestehen, das seit den Schrems-Urteilen und der Diskussion um den US Cloud Act kontrovers bewertet wird. Wir empfehlen, vor einer Entscheidung gezielt beim Anbieter zu prüfen: Welcher Serverstandort wird angeboten, gibt es eine EU-Hosting-Option, wie ist der Datentransfer geregelt, welche vertraglichen Instrumente – Auftragsverarbeitungsvertrag und Standardvertragsklauseln – stehen zur Verfügung, und welche Sicherheitszertifizierungen liegen vor. Ein wichtiger Hebel für die Souveränität liegt außerdem in der Ebene darunter: Wenn die eigentlichen Daten in einem Warehouse in einer EU-Region liegen und Mode nur gezielt und minimiert darauf zugreift, verbessert das die Gesamtbewertung. Für viele Mittelständler kann Mode mit geprüftem Serverstandort, sauberem Auftragsverarbeitungsvertrag und konsequenter Datenminimierung vertretbar sein; wer maximale Souveränität und volle Kontrolle über die Infrastruktur benötigt, muss den reinen SaaS-Charakter von Mode kritisch abwägen. Die endgültige Bewertung bleibt eine Frage des Einzelfalls.
Datenschutz-Checkliste (orientierend)

Die folgenden Punkte gehören aus unserer Erfahrung in jede Mode-Datenschutzbetrachtung – als Orientierung, nicht als abschließende rechtliche Prüfung:

Serverstandort
Angebotenen Standort und mögliche EU-Hosting-Option beim Anbieter prüfen
Datentransfer
Klären, welche Daten wohin fließen und wie ein Drittland-Transfer abgesichert ist
Warehouse-Region
Die eigentliche Datenlage im Warehouse in einer EU-Region halten
AVV & SCC
Auftragsverarbeitungsvertrag und Standardvertragsklauseln abschließen und prüfen
Datenminimierung
Nur benötigte personenbezogene Daten analysieren – im Zweifel pseudonymisieren
DSFA prüfen
Bei sensiblen Daten eine Datenschutz-Folgenabschätzung in Betracht ziehen
Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Mode

Diese Fragen tauchen in unseren Beratungsgesprächen am häufigsten auf – kurz und sachlich beantwortet.

Was genau ist Mode – ein Dashboard-Tool oder etwas anderes?
Mode (oft Mode Analytics genannt) ist eine kollaborative Analytics- und BI-Plattform, die drei Arbeitsweisen in einem durchgängigen Ablauf verbindet: einen ausgereiften SQL-Editor für die Datenabfrage, Notebooks für vertiefte Analysen in Python und R sowie interaktive Reports und Dashboards für die Kommunikation der Ergebnisse. Anders als reine Dashboard-Werkzeuge richtet sich Mode primär an datenkundige Analysten und Data Scientists, die tiefer in die Daten einsteigen wollen, als es Klick-und-Zieh-Oberflächen erlauben – und die ihre Ergebnisse anschließend teilbar aufbereiten möchten.
Was bedeutet die Zugehörigkeit zu ThoughtSpot für Mode?
Mode wurde von ThoughtSpot übernommen, einem Anbieter, der vor allem für suchbasierte, KI-gestützte Analytik bekannt ist. Mode behält seinen eigenen Charakter als code-nahe Analyse-Plattform, während die Zugehörigkeit die Möglichkeit eröffnet, beide Ansätze – tiefe Analyse und sprachbasierte Erkundung – näher zusammenzubringen. Wie stark diese Integration ausfällt und wie die künftige Produktstrategie aussieht, entwickelt sich dynamisch. Wir empfehlen, bei einer ernsthaften Evaluierung explizit nach Roadmap, Vertragskontinuität und der geplanten Rolle von Mode im ThoughtSpot-Portfolio zu fragen.
Muss mein Team programmieren können, um Mode zu nutzen?
Für den sinnvollen Einsatz von Mode ist SQL die wichtigste Grundlage – die Sprache, mit der Abfragen gegen das Data Warehouse formuliert werden. Wer die volle Tiefe von Mode nutzen möchte, profitiert zusätzlich von Python- oder R-Kenntnissen für die Notebooks. Für das reine Lesen und Nutzen fertiger Reports sind keine technischen Kenntnisse nötig. Mode ist damit primär ein Werkzeug für datenkundige Anwender; für ein Publikum, das ausschließlich ohne SQL per Mausklick eigene Auswertungen bauen möchte, sind stärker auf Fachanwender ausgerichtete BI-Werkzeuge oft besser geeignet.
Wie unterscheidet sich Mode von Hex?
Mode und Hex sind sich sehr ähnlich: Beide verbinden SQL und Notebooks in einer kollaborativen Umgebung für datenkundige Analysten. Der Unterschied liegt in der Betonung. Hex hat sich einen Ruf als besonders flexible Umgebung für interaktive Data Apps erarbeitet, während Mode seinen Schwerpunkt stärker auf den durchgängigen Weg von der SQL-Abfrage zum geteilten, kommunikationsfertigen Report legt. Weil beide nah beieinanderliegen und sich laufend weiterentwickeln, empfehlen wir hier besonders eine praktische Erprobung mit echten Daten statt einer Entscheidung nach Datenblatt.
Wie verhält sich Mode zu Looker und Tableau?
Die drei Werkzeuge betonen unterschiedliche Aufgaben. Looker setzt auf eine zentrale Modellierungsschicht für unternehmensweit einheitliche Kennzahlen und richtet sich stark an Fachanwender innerhalb dieses Modells. Tableau ist der bekannte Vertreter des visuellen, per Drag-and-drop bedienbaren BI für ein breites Publikum. Mode ist explorativer und tiefer: Es glänzt dort, wo datenkundige Analysten mit SQL und Python arbeiten. Die Frage ist selten „entweder/oder“ – häufig ergänzen sich ein analysetiefes Werkzeug wie Mode und ein visuell breites wie Tableau, während einheitliche Kennzahlen idealerweise in der Ebene darunter (etwa per dbt oder in Looker) definiert werden.
Brauche ich für Mode ein Data Warehouse und dbt?
Ein Data Warehouse ist praktisch Voraussetzung: Mode ist eine Analyse- und Kommunikationsschicht, die aus einer Datenquelle liest, in aller Regel einem Cloud Data Warehouse wie Snowflake oder BigQuery. dbt ist nicht zwingend erforderlich, aber sehr empfehlenswert. Wenn dbt die Rohdaten im Warehouse zuvor in saubere, getestete und dokumentierte Analysetabellen verwandelt, in denen die Geschäftslogik zentral abgebildet ist, bleiben die Analysen in Mode schlank und konsistent. Ohne diese Transformationsschicht droht, dass die Logik in vielen einzelnen Abfragen neu und abweichend definiert wird – genau der Zustand, der zu widersprüchlichen Kennzahlen führt.
Was leisten Scheduling und Alerts in Mode?
Scheduling bedeutet die geplante, automatische Aktualisierung von Analysen und Reports: Statt eine Abfrage jeden Morgen von Hand auszuführen, hält Mode den Bericht nach Zeitplan selbst aktuell und stellt ihn den Empfängern zur Verfügung. Alerts sind automatische Benachrichtigungen, die aktiv melden, wenn ein Wert eine definierte Schwelle über- oder unterschreitet oder wenn neue Ergebnisse vorliegen. Zusammen verwandeln sie eine Sammlung von Einzelberichten in eine sich selbst pflegende Berichtslandschaft mit Frühwarn-Charakter. Wir empfehlen, Alerts sparsam und nur auf wirklich entscheidende Kennzahlen anzuwenden, damit sie nicht abstumpfen.
Gibt es Mode auch zum Selbst-Hosten (On-Premises)?
Mode ist ein reiner Cloud-Dienst (SaaS). Es gibt keine klassische On-Premises-Installation, die Sie auf eigenen Servern betreiben. Der Vorteil ist ein schneller Start ohne Infrastruktur-Aufbau und ohne eigene Wartung; die Kehrseite ist die Auslagerung an einen externen, US-amerikanischen Anbieter. Wer aus Souveränitätsgründen zwingend volle Kontrolle über die Infrastruktur benötigt, muss diesen reinen SaaS-Charakter kritisch abwägen und gegebenenfalls prüfen, welche Serverstandort- und Vertragsoptionen der Anbieter bereitstellt.
Ist Mode DSGVO-konform einsetzbar?
Mode ist ein US-Anbieter und Teil von ThoughtSpot, ebenfalls US-amerikanisch – das erfordert eine sorgfältige Datenschutzbetrachtung. Anders als eine reine Transformationsschicht sieht und verarbeitet Mode Ihre Analysedaten tatsächlich, potenziell einschließlich personenbezogener Angaben. Prüfen Sie deshalb gezielt Serverstandort und mögliche EU-Hosting-Option, den Datentransfer, Auftragsverarbeitungsvertrag, Standardvertragsklauseln und Zertifizierungen. Ein wichtiger Hebel ist die Datenminimierung – nur benötigte Daten analysieren, personenbezogene im Zweifel pseudonymisieren – sowie eine Warehouse-Region in der EU. Für die verbindliche Bewertung Ihres konkreten Falls, besonders bei sensiblen Daten, ist eine Prüfung durch Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine Rechtsberatung erforderlich. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Für welche Unternehmen ist Mode nicht die richtige Wahl?
Mode ist weniger geeignet für Unternehmen, deren Bedarf ausschließlich im Konsum fertiger Dashboards durch Fachanwender ohne Datenkenntnisse liegt, oder die kein Data Warehouse und keine SQL-Kompetenz im Team haben. Auch für sehr einfache, standardisierte Reporting-Bedürfnisse kann Mode überdimensioniert sein. In diesen Fällen sind stärker auf Selbstbedienung ausgerichtete BI-Werkzeuge oft die pragmatischere Antwort. Mode entfaltet seinen Wert dort, wo datenkundige Analysten tiefergehende Analysen betreiben und diese verlässlich teilen wollen – fehlt diese Zielgruppe, bleibt das Potenzial ungenutzt.
Wie unterstützt INAGRO bei der Einführung von Mode?
Wir begleiten Analytics-Projekte herstellerneutral und ganzheitlich: von der ehrlichen Vorab-Bewertung, ob Mode zu Ihrer Datenlandschaft und Ihrer Zielgruppe passt und ob die Voraussetzungen (Warehouse, SQL-Kompetenz) gegeben sind, über die Abgrenzung zu Alternativen wie Hex, Looker oder Tableau, eine saubere Datenanbindung samt Berechtigungskonzept und erste teilbare Reports bis hin zu Scheduling, Alerts, Governance und der Verzahnung mit der Transformationsschicht dbt. Wir achten besonders auf belastbare Datenqualität, wartbare Strukturen und einen datenschutzkonformen Aufbau mit Blick auf Serverstandort und Datenhoheit. Den konkreten Umfang und ein transparentes Angebot stimmen wir nach einem unverbindlichen Erstgespräch auf Ihre Situation ab.

Mode strategisch einführen

Bereit für Analysen mit Tiefe?

Von der herstellerneutralen Vorab-Bewertung über die Abgrenzung zu Hex, Looker und Tableau, eine saubere Datenanbindung samt Berechtigungskonzept bis zur Verzahnung mit Warehouse und dbt – INAGRO begleitet Sie auf jedem Schritt. Mit ehrlicher Beratung, Datenkompetenz und Blick für Datenqualität, Datenschutz und beherrschbare Kosten. Pragmatisch, strukturiert und mit messbarem Ergebnis.

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