DATEV LODAS
Die Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftware der DATEV eG (Nürnberg) für Steuerberater, Kanzleien und Unternehmen im DACH-Raum — von der Brutto-Netto-Abrechnung über DEÜV-Meldungen und ELStAM bis zum digitalen Zusammenspiel im DATEV-Ökosystem.
DATEV LODAS ist eine Software für die Lohn- und Gehaltsabrechnung aus dem Hause der DATEV eG, der genossenschaftlich organisierten Softwareorganisation mit Sitz in Nürnberg. LODAS ist speziell auf die Anforderungen von Steuerberatungskanzleien und deren Mandanten sowie auf Unternehmen zugeschnitten, die ihre Entgeltabrechnung im DATEV-Umfeld führen. Es gehört damit zum Kern dessen, was den deutschen Markt der Personalabrechnung seit Jahrzehnten prägt.
Für Kanzleien und Unternehmen im DACH-Raum, die eine bewährte Lohnabrechnung mit lückenlosem Meldewesen suchen, ist LODAS in vielen Fällen eine naheliegende Wahl: gesetzeskonform aufstellbar, tief in DEÜV, ELStAM und Bescheinigungswesen verankert und eng an das DATEV-Ökosystem angebunden. Die eigentliche Weichenstellung ist heute das Betriebsmodell — Abrechnung durch die Kanzlei oder inhouse durch das Unternehmen. Lohnabrechnung berührt zahlreiche Pflichten; dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Um LODAS richtig einzuordnen, hilft ein Blick auf das größere Bild. DATEV ist keine einzelne Software, sondern ein umfangreiches Ökosystem aus Programmen und Diensten für Rechnungswesen, Steuern, Personal und Organisation. LODAS ist darin das spezialisierte Werkzeug für die Lohn- und Gehaltsabrechnung — eingebettet in einen Verbund, der Buchhaltung, Auswertungen und digitale Zusammenarbeit umfasst.
Das Payroll-Programm mit stärker automatisierter, satzartenbasierter Verarbeitung. Ausgelegt auf effiziente Abrechnung — häufig in Kanzleien mit vielen Mandanten und in Unternehmen mit größeren Mitarbeiterbeständen im Einsatz.
Das zweite DATEV-Payroll-Programm mit stärker formular- und dialogorientierter Bedienung. Erfüllt denselben fachlichen Grundzweck, wird aber häufig bei anderer Arbeitsweise oder kleineren Beständen gewählt.
Die Finanzbuchhaltungs-Programme der DATEV, in die sich Lohnbuchungen aus LODAS überführen lassen. Sorgt für den durchgängigen Fluss von der Entgeltabrechnung in das Rechnungswesen.
Digitale Dienste rund um Belegaustausch, Personalprozesse und Selfservice, die LODAS ergänzen — etwa für den Datenaustausch zwischen Unternehmen und Kanzlei oder für digitale Lohndokumente.
Eine bewährte Faustregel: Wer standardisierte Serienabrechnung mit hoher Automatisierung sucht, betrachtet LODAS; wer stärker formularorientiert arbeitet, prüft „Lohn und Gehalt“. In beiden Fällen entfaltet sich der volle Nutzen erst im Verbund mit Fibu und digitalen Diensten. Konkrete Funktions- und Versionsunterschiede ändern sich über die Jahre und sollten direkt bei DATEV oder mit der betreuenden Kanzlei geprüft werden.
Im Zentrum von LODAS steht die vollständige, gesetzeskonforme Entgeltabrechnung. Aus Stammdaten, Lohnarten und Bewegungsdaten entstehen Brutto-Netto-Berechnungen, Zahlungslisten, Buchungsbelege sowie die vielfältigen Meldungen und Bescheinigungen, die das deutsche Recht verlangt. Dieser Funktionskern entscheidet über den praktischen Nutzen im monatlichen Abrechnungslauf.
Aus Bruttobezügen werden Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialversicherungsbeiträge berechnet und das Nettoentgelt ermittelt. Die Software hält die jährlich wechselnden Rechenparameter aktuell.
Kern der AbrechnungPersonalstammdaten, Tarife, Zuschläge und individuelle Lohnarten bilden die Grundlage jeder Abrechnung. Über Vorlagen und Automatiken lassen sich wiederkehrende Konstellationen effizient abbilden.
Fundament der PayrollDie Meldungen zur Sozialversicherung nach dem DEÜV-Verfahren werden elektronisch an die zuständigen Stellen übermittelt — von An- und Abmeldungen bis zu Jahresmeldungen und Änderungsmeldungen.
Elektronische SV-MeldungÜber das ELStAM-Verfahren werden die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale abgerufen und in der Abrechnung berücksichtigt. Die Lohnsteuer-Anmeldung wird elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt.
Elektronische SteuerVon Arbeitsbescheinigungen über Entgeltbescheinigungen bis zu Meldungen an Berufsgenossenschaften und weitere Stellen: LODAS unterstützt die zahlreichen gesetzlich geforderten Bescheinigungen im Personalwesen.
PflichtbescheinigungenLohnjournale, Beitragsnachweise, Zahlungslisten und Buchungsbelege für die Fibu entstehen aus dem Abrechnungslauf. Sie liefern die Grundlage für Zahlungsverkehr, Buchhaltung und Personalcontrolling.
Vom Lauf zur BuchungModerne Payroll lebt zunehmend von digitalen Prozessen rund um die eigentliche Abrechnung. LODAS ist deshalb in ein Umfeld eingebettet, das Datenerfassung, Belegaustausch, Dokumentenbereitstellung und Mitarbeiter-Selfservice digitalisiert. Ziel ist, manuelle Erfassung zu reduzieren, Medienbrüche zu vermeiden und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kanzlei und Mitarbeitenden zu vereinfachen.
Bewegungsdaten, Fehlzeiten und Stammdatenänderungen werden digital strukturiert erfasst und in die Abrechnung überführt — statt Papier und manueller Übertragung. Weniger Fehler, weniger Aufwand im Austausch zwischen Mandant und Kanzlei.
Weniger MedienbrücheAbrechnungen, Bescheinigungen und Personaldokumente werden digital abgelegt und bereitgestellt. Das reduziert Papier, Druck und Versand und schafft einen strukturierten, geschützten Zugriff auf relevante Unterlagen.
Papierarme ProzesseMitarbeitende greifen über einen geschützten digitalen Kanal auf ihre Entgeltdokumente zu und können teils Stammdaten oder Anträge digital bereitstellen. Das entlastet die Personalabteilung von Routineanfragen.
Entlastung der PersonalstelleDigitale Vorerfassung, Personalakte und Arbeitnehmer-Selfservice reduzieren Papier, Übertragungsfehler und Routineaufwand spürbar. Entscheidend ist, sie als Assistenz zu verstehen: Vorbereitete Daten und Meldungen werden geprüft, nicht blind übernommen. Der konkrete Umfang der digitalen Dienste rund um LODAS entwickelt sich weiter und sollte bei DATEV geprüft werden. Die fachliche Verantwortung bleibt beim Unternehmen beziehungsweise der Kanzlei.
Eine Payroll-Software entfaltet ihren vollen Nutzen selten allein. Entscheidend ist, wie gut sie sich mit den angrenzenden Systemen verzahnt: mit der Finanzbuchhaltung, mit der Zeiterfassung, mit den digitalen Austauschdiensten zwischen Unternehmen und Kanzlei sowie mit HR-Systemen. LODAS ist hierfür tief in das DATEV-Ökosystem eingebettet und über Schnittstellen anschlussfähig.
Lohnbuchungen aus LODAS fließen in das DATEV-Rechnungswesen. Personalkosten landen strukturiert in der Buchhaltung, ohne manuelle Nachbuchung — ein zentraler Effizienzhebel im Kanzlei- und Unternehmensalltag.
Vom Lohn in die FibuArbeitszeiten, Fehlzeiten und variable Daten aus Zeiterfassungssystemen lassen sich über Schnittstellen in die Abrechnung übernehmen, sodass Stunden und Zuschläge nicht doppelt erfasst werden müssen.
Stunden ohne DoppelerfassungDie Austauschplattform verbindet Unternehmen und Kanzlei: Belege, Bewegungsdaten und Dokumente werden digital übermittelt. Grundlage für digitale Vorerfassung und geordnete Zusammenarbeit im Abrechnungsprozess.
Brücke Mandant–KanzleiÜber Schnittstellen lassen sich HR- und Personalmanagement-Systeme anbinden, sodass Stammdaten, Ein- und Austritte oder Vertragsänderungen in die Abrechnung einfließen — je nach System nativ oder über Middleware.
HR trifft PayrollFibu, Zeiterfassung, DATEV Unternehmen online und HR-Systeme sind die wichtigsten Anschlusspunkte von LODAS. Klären Sie zu Projektbeginn, welche Systeme angebunden werden müssen und wer die Schnittstellen verantwortet. Der genaue Umfang der Dienste und Partneranbindungen hängt von Konstellation und Version ab und sollte konkret bei DATEV oder dem Umsetzungspartner geprüft werden.
LODAS bewegt sich in einem lebendigen Markt für Lohn- und Gehaltssoftware. Um die Software richtig einzuordnen, lohnt der Blick auf wichtige Vergleichspunkte: den etablierten Anbieter Sage, die kaufmännische Lösung eGECKO, das kanzleiorientierte edlohn und die Konzernwelt von SAP. Jede dieser Optionen folgt einer eigenen Philosophie — ein pauschaler Sieger existiert nicht.
| Kriterium | DATEV LODAS | Sage | eGECKO | edlohn | SAP |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundausrichtung | Kanzlei & Unternehmen | KMU bis Mittelstand | Mittelstand (integriert) | Kanzlei / Steuerberater | Großunternehmen |
| Herkunft | Steuerberater-Genossenschaft | Software-Konzern | ERP / Rechnungswesen | Payroll-Spezialist | Konzern-ERP |
| Kanzlei-Nähe | Sehr hoch | Über Schnittstellen | Über Schnittstellen | Sehr hoch | Eher gering |
| Ökosystem | Tief in DATEV | Eigenes Umfeld | Integriert im ERP | Payroll-fokussiert | Konzernweit |
| Typische Größe | KMU bis Mittelstand | KMU bis Mittelstand | Gehobener Mittelstand | Kleine bis mittlere Fälle | Großunternehmen |
| DACH-Fokus | Sehr hoch | Hoch | Sehr hoch | Sehr hoch | International |
Vereinfacht: edlohn denkt schlank und webbasiert aus der Kanzlei heraus, Sage und eGECKO integrieren Payroll in ihre kaufmännische Welt, SAP zielt auf Konzerne — und LODAS verbindet spezialisierte deutsche Payroll mit besonders enger Anbindung an die DATEV- und Steuerberater-Welt. Es gibt keinen Gewinner für alle Fälle; entscheidend sind Systemlandschaft, Betriebsgröße, Kanzlei-Zusammenarbeit und Arbeitsweise.
Die folgenreichste Weichenstellung rund um LODAS ist nicht die Software selbst, sondern das Betriebsmodell: Rechnet die Steuerberatungskanzlei für das Unternehmen ab, oder führt das Unternehmen die Payroll selbst inhouse? Hinzu kommt die Frage der technischen Bereitstellung, die im DATEV-Umfeld häufig über das DATEV-Rechenzentrum in Deutschland erfolgt.
| Kriterium | Kanzlei-geführt | Inhouse-Betrieb |
|---|---|---|
| Fachverantwortung | Weitgehend bei der Kanzlei | Im Unternehmen |
| Payroll-Wissen nötig | Beim Steuerberater | Eigene Fachkraft erforderlich |
| Kontrolle über Abläufe | Über die Kanzlei | Unmittelbar im Haus |
| Datenaustausch | Digital an die Kanzlei | Intern, ggf. mit Kanzlei-Prüfung |
| Bereitstellung | Häufig DATEV-Rechenzentrum | Lokal oder DATEV-Rechenzentrum |
| Geeignet für | Kleine bis mittlere Betriebe | Mittelstand mit eigener Payroll |
Kanzlei-geführt oder inhouse ist keine reine Geschmacksfrage, sondern eine strategische Entscheidung über Fachverantwortung, Kontrolle und Aufwand. Prüfen Sie die Bereitstellungsvariante, das DATEV-Rechenzentrum und den Austauschweg mit der Kanzlei. Die Datenübernahme gehört sauber geplant — der Jahreswechsel ist ein häufiger, aber kritischer Umstellungszeitpunkt. Rechtliche und steuerliche Detailfragen gehören zu Fachexperten; dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Ein wesentlicher Teil der Stärke von LODAS liegt im Zusammenspiel von Unternehmen und Steuerberatung. Gerade der Mittelstand steht regelmäßig vor der Frage, ob die Lohnabrechnung besser bei der Kanzlei aufgehoben ist oder selbst geführt werden sollte. Beide Konstellationen sind verbreitet — und beide lassen sich mit LODAS abbilden.
Zwei Fragen stehen bei der Auswahl fast immer im Vordergrund: Was kostet die Lösung, und wie steht es um Datenschutz und Datenhoheit? Beide lassen sich nicht mit einer einzigen Zahl oder einem einfachen Ja beantworten. Bei LODAS gilt jedoch eine bemerkenswerte Besonderheit: Als Software aus dem Hause DATEV läuft die Verarbeitung typischerweise über das DATEV-Rechenzentrum in Deutschland — was die Datenhoheit zu einer klaren Stärke macht.
Die wichtigsten Punkte, die bei der Nutzung von LODAS sauber aufgesetzt werden sollten — mit dem DATEV-Rechenzentrum in Deutschland als grundlegendem Vorteil für die Datenhoheit:
Die Kosten von LODAS hängen von Betriebsmodell, Mitarbeiterzahl und Digitalisierungsgrad ab; konkrete Preise ändern sich und sollten direkt bei DATEV oder der Kanzlei geprüft werden. Beim Datenschutz ist die Verarbeitung im DATEV-Rechenzentrum in Deutschland ein starkes Argument für EU-Datenhoheit — das richtige Setup aus AVV, Berechtigungen und Verfahrensdokumentation bleibt dennoch Pflicht. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Diese Fragen tauchen in Beratungsgesprächen rund um DATEV LODAS besonders häufig auf — kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne Rechts- oder Steuerberatung.
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Wir prüfen herstellerneutral, ob und wie DATEV LODAS zu Ihrem Unternehmen passt: Betriebsmodell zwischen kanzlei-geführt und inhouse, Digitalisierung der Lohnprozesse mit Vorerfassung und Selfservice, Anbindung von Fibu, Zeiterfassung und HR-Systemen sowie das Datenschutz-Setup mit dem DATEV-Rechenzentrum in Deutschland als Stärke — pragmatisch auf den Mittelstand zugeschnitten. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
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