Wissensdatenbank · Buchhaltung & Finanz-Software

BuchhaltungsButler

Die deutsche Cloud-Buchhaltungssoftware der BuchhaltungsButler GmbH mit Schwerpunkt auf automatisierter Belegverarbeitung und Bankabgleich — konzipiert für die Zusammenarbeit zwischen KMU und Steuerberatern, mit DATEV-Anbindung und EU-Datenhoheit.

25 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
BuchhaltungsButler
INAGRO Wissensdatenbank · 43 Buchhaltung & Finanz-Software
Anbieter
BuchhaltungsButler GmbH (Deutschland)
Typ
Cloud-Buchhaltung für KMU & Kanzleien
Betrieb
Reine Cloud (Browser)
Schwerpunkt
Belegautomatisierung & Bankabgleich
Zielgruppe: KMU & Steuerberater im DACH-Raum
Kapitel 01 · Überblick

Was ist BuchhaltungsButler – und für wen lohnt es sich?

BuchhaltungsButler ist eine deutsche Cloud-Buchhaltungssoftware der BuchhaltungsButler GmbH, die sich konsequent auf einen Kerngedanken konzentriert: die Buchhaltung so weit wie möglich zu automatisieren. Im Mittelpunkt stehen die automatisierte Verarbeitung von Belegen und der automatische Abgleich von Bankumsätzen — zwei Aufgaben, die in vielen kleinen und mittleren Unternehmen den größten Zeitfresser im Rechnungswesen darstellen. Damit positioniert sich das Werkzeug als spezialisierter Cloud-Dienst für die laufende Finanzbuchhaltung im DACH-Raum.

Anders als eine klassische Desktop-Software wird BuchhaltungsButler vollständig im Browser genutzt. Es gibt nichts zu installieren, keine lokalen Versionsstände und keine manuellen Updates: Neue Funktionen kommen laufend über den Betrieb des Anbieters. Der praktische Nutzen entsteht dort, wo Belege einmal erfasst, automatisch ausgelesen und anschließend mit den passenden Bankbewegungen verknüpft werden — statt jeden Vorgang von Hand einzutippen. Genau diese Reduktion manueller Arbeit ist das Verkaufsversprechen und zugleich der rote Faden, der sich durch das gesamte Produkt zieht.
Eine Besonderheit von BuchhaltungsButler ist die doppelte Zielgruppe. Die Software richtet sich sowohl an Unternehmen, die ihre Buchhaltung selbst oder vorbereitend führen wollen, als auch an Steuerberater und Buchhaltungsbüros, die mehrere Mandanten über eine gemeinsame Plattform betreuen. Dieser kooperative Ansatz — Unternehmen und Kanzlei arbeiten in derselben Umgebung an denselben Daten — unterscheidet den Anbieter von reinen Selbstbucher-Werkzeugen und ist ein wichtiger Baustein seiner Marktpositionierung.
Aus Sicht von INAGRO ist BuchhaltungsButler vor allem dann interessant, wenn ein Unternehmen ein hohes Beleg- und Buchungsvolumen effizient bewältigen will und Wert auf enge, digitale Zusammenarbeit mit der Kanzlei legt. Es ist kein umfassendes ERP-System und keine Warenwirtschaft, sondern ein fokussiertes Buchhaltungswerkzeug mit starker Automatisierungslogik. Dieser klare Zuschnitt ist Stärke und Grenze zugleich — und der Ausgangspunkt jeder seriösen Bewertung.
INAGRO-Einschätzung

Für belegintensive Kleinunternehmen und KMU, die ihre Buchhaltung digitalisieren und eng mit dem Steuerberater verzahnen wollen, ist BuchhaltungsButler eine ernstzunehmende Option: automatisierungsstark, cloudbasiert und auf die Zusammenarbeit zwischen Mandant und Kanzlei ausgelegt. Die zentrale Frage lautet weniger „ob Cloud-Buchhaltung“, sondern welcher Anbieter zum eigenen Belegflussprofil passt. Buchhaltung berührt steuerliche Pflichten; dieser Artikel ordnet die Software ein, ist aber keine Steuerberatung.

Warum Automatisierung der Kern des Angebots ist

Das Alleinstellungsmerkmal von BuchhaltungsButler liegt nicht in der Breite des Funktionsumfangs, sondern in der Tiefe der Automatisierung bei den Kernaufgaben. In vielen Betrieben verschlingt die Buchhaltung Zeit, weil dieselben Informationen mehrfach angefasst werden: Ein Beleg wird geöffnet, gelesen, in ein System übertragen, einem Konto zugeordnet und später mühsam mit der passenden Bankbuchung verglichen. Genau an diesen wiederkehrenden Handgriffen setzt der Anbieter an, indem er die Belegerkennung, die Vorkontierung und den Zahlungsabgleich möglichst weit maschinell übernimmt.
Der Effekt ist weniger spektakulär als vielmehr im Alltag spürbar: Wenn wiederkehrende Belege automatisch erkannt und zugeordnet werden, verschiebt sich die Arbeit von der stumpfen Erfassung hin zur Kontrolle und Freigabe. Buchhaltung wird damit nicht abgeschafft, aber die Rolle der Person, die sie führt, verändert sich — vom Tipper zum Prüfer. Für Unternehmen mit vielen gleichartigen Vorgängen kann das ein echter Effizienzhebel sein, während der Nutzen bei sehr geringem Belegvolumen naturgemäß kleiner ausfällt.

Drei Eigenschaften, die BuchhaltungsButler prägen

  • Automatisierung vor Funktionsbreite — der Anbieter setzt auf tiefe Automatisierung bei Belegverarbeitung und Bankabgleich statt auf einen möglichst großen Funktionsbaukasten. Wer maximale kaufmännische Breite sucht, muss den Zuschnitt kennen.
  • Reine Cloud, deutscher Anbieter — als browserbasierter Dienst eines deutschen Unternehmens verbindet BuchhaltungsButler ortsunabhängiges Arbeiten mit der Aussicht auf EU-Datenhoheit, was im DACH-Mittelstand ein gewichtiges Argument ist.
  • Zusammenarbeit von Mandant und Kanzlei — die Plattform ist auf das gemeinsame Arbeiten von Unternehmen und Steuerberater ausgelegt, inklusive DATEV-Anbindung. Das macht sie besonders für Betriebe attraktiv, die eng mit ihrer Kanzlei kooperieren.
Kapitel 02 · Tarife & Positionierung

Editionen, Tarife und Positionierung im Markt

BuchhaltungsButler wird als Cloud-Dienst in unterschiedlichen Ausbaustufen angeboten. Statt einer einzelnen Lizenz gibt es abgestufte Tarife, die sich am Funktionsumfang und am Nutzungsprofil orientieren. Dieser Abschnitt ordnet die Logik qualitativ ein — ohne konkrete Eurobeträge, da sich Preise und Paketgrenzen regelmäßig ändern und direkt beim Anbieter geprüft werden sollten.

Grundsätzlich lässt sich das Angebot entlang zweier Achsen verstehen. Die erste ist der Funktionsumfang: Einsteigerpakete decken die laufende Buchhaltung mit Belegverarbeitung und Bankabgleich ab, während höhere Stufen zusätzliche Funktionen, mehr Automatisierung, weiterreichende Auswertungen oder erweiterte Nutzer- und Mandantenverwaltung mitbringen. Die zweite Achse ist die Zielgruppe: Es gibt Perspektiven für Unternehmen, die für sich selbst buchen, und Perspektiven für Steuerberater, die viele Mandanten über eine gemeinsame Umgebung betreuen.
Einstieg / Basis
KMU

Die schlanke Ausbaustufe für die laufende Buchhaltung: Belege erfassen und automatisiert verarbeiten, Bankkonten anbinden und Umsätze abgleichen, Grundauswertungen nutzen. Für kleinere Betriebe mit überschaubarem Volumen.

BetriebCloud / Browser
SchwerpunktLaufende Buchhaltung
ZielgruppeKleinunternehmen
Wachstum / Erweitert
KMU+

Die mittlere bis höhere Ausbaustufe mit mehr Automatisierung, weiterreichenden Auswertungen und erweiterter Nutzer- oder Belegverwaltung. Für Betriebe mit höherem Volumen und mehreren Beteiligten in der Buchhaltung.

BetriebCloud / Browser
SchwerpunktMehr Automatisierung
ZielgruppeWachsende KMU
Steuerberater / Kanzlei
Kanzlei

Die Perspektive für Steuerberatungskanzleien und Buchhaltungsbüros: mehrere Mandanten über eine gemeinsame Plattform betreuen, Belegflüsse organisieren und die Zusammenarbeit mit den Mandanten digital abbilden.

BetriebCloud / Browser
SchwerpunktMandantenbetreuung
ZielgruppeKanzleien / Büros
Zusatzleistungen
Add-ons

Rund um das Kernprodukt lassen sich je nach Bedarf zusätzliche Funktionen, Schnittstellen oder Nutzungsmerkmale ergänzen. Der genaue Umfang variiert und sollte für den konkreten Einsatz beim Anbieter geprüft werden.

BetriebCloud / Browser
SchwerpunktBedarfsergänzung
ZielgruppeNach Anforderung

Wie sich BuchhaltungsButler positioniert

Im Markt für Buchhaltungssoftware positioniert sich BuchhaltungsButler als spezialisierter Automatisierer und nicht als Allround-Lösung. Während manche Wettbewerber ein breites Spektrum von der Rechnungsstellung über die Warenwirtschaft bis zum Kundenmanagement abdecken wollen, konzentriert sich der Anbieter auf die effiziente Bewältigung der Buchhaltungskernaufgaben. Diese Fokussierung ist bewusst gewählt: Sie erlaubt es, in der Belegverarbeitung und im Zahlungsabgleich eine hohe Tiefe zu erreichen, statt Funktionen in die Breite zu streuen.
Ein zweites Merkmal der Positionierung ist die Brückenfunktion zwischen Unternehmen und Kanzlei. Der Anbieter versteht Buchhaltung nicht als isolierte Aufgabe eines Selbstbuchers, sondern als arbeitsteiligen Prozess, bei dem Mandant und Steuerberater zusammenwirken. Diese Ausrichtung spiegelt die Realität vieler deutscher KMU wider, in denen die laufende Buchhaltung teils im Unternehmen, teils in der Kanzlei geschieht.

Welche Ausbaustufe passt?

Welcher Tarif der richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt vom individuellen Profil ab. Entscheidend sind vor allem das Belegvolumen, die Zahl der anzubindenden Bankkonten und Zahlungsdienste, die Anzahl der Nutzer sowie die Frage, ob die Kanzlei in derselben Umgebung mitarbeiten soll. Ein Betrieb mit wenigen Belegen pro Monat braucht eine andere Ausbaustufe als ein Handelsunternehmen mit hohem Transaktionsvolumen aus mehreren Verkaufskanälen. INAGRO empfiehlt, die Tarifwahl nicht am Preis allein festzumachen, sondern am tatsächlich benötigten Funktionsumfang — und die aktuellen Pakete und Konditionen direkt beim Anbieter zu prüfen.
Orientierung

Eine bewährte Faustregel: Je höher das Beleg- und Buchungsvolumen und je enger die digitale Zusammenarbeit mit der Kanzlei, desto eher lohnt eine höhere Ausbaustufe mit mehr Automatisierung. Konkrete Tarifgrenzen, enthaltene Funktionen und Preise ändern sich über die Zeit — die jeweils aktuellen Pakete sollten direkt beim Anbieter geprüft werden.

Kapitel 03 · Funktionsumfang

Funktionsumfang & was BuchhaltungsButler konkret kann

Im Zentrum von BuchhaltungsButler steht ein durchgängiger Belegfluss: Belege werden erfasst und ausgelesen, in Buchungssätze überführt, offene Posten verwaltet, Zahlungen abgeglichen und schließlich in Auswertungen sichtbar gemacht. Diese Kette bildet das Rückgrat der Software und entscheidet über den praktischen Nutzen im Tagesgeschäft.

Belegmanagement

Eingangs- und Ausgangsbelege werden zentral gesammelt, digital abgelegt und ausgelesen. Belege lassen sich hochladen, per E-Mail einsenden oder aus angebundenen Quellen einholen, sodass Papier reduziert und der Belegbestand strukturiert wird.

Digitaler Belegeingang
Buchungssätze

Aus den erfassten Belegen werden Buchungssätze auf Basis deutscher Kontenrahmen abgeleitet. Vorschläge zur Kontierung, Buchungsvorlagen und wiederkehrende Vorgänge unterstützen dabei, den laufenden Buchungsstoff effizient zu verarbeiten.

Vorkontierung & Buchung
Offene Posten (OPOS)

Die Verwaltung offener Posten hält fest, welche Forderungen und Verbindlichkeiten noch nicht ausgeglichen sind. So bleibt nachvollziehbar, welche Rechnungen bezahlt wurden und wo noch Zahlungen ausstehen — eine wichtige Basis für das Liquiditätsbild.

Forderungen & Verbindlichkeiten
Zahlungsabgleich

Bankumsätze werden eingelesen und den passenden Belegen und offenen Posten zugeordnet. Der automatische Abgleich verknüpft Zahlungseingänge und -ausgänge mit Rechnungen, sodass sich der Kontostand mit der Buchhaltung deckt.

Bankumsätze verknüpfen
Auswertungen

Standardauswertungen wie betriebswirtschaftliche Auswertungen, Summen- und Saldenlisten oder Offene-Posten-Listen geben einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und unterstützen Gespräche mit Bank und Steuerberater.

BWA & Berichte
Export & Schnittstellen

Über Export- und Schnittstellenfunktionen lassen sich Daten an den Steuerberater übergeben, allen voran über die DATEV-Anbindung. Auch Datenexporte und Anbindungen an weitere Systeme gehören zum Funktionsbild.

Anschluss an die Kanzlei

Der Belegfluss als roter Faden

Der eigentliche Mehrwert von BuchhaltungsButler entsteht dort, wo Belege, Buchungssätze, offene Posten und Zahlungsabgleich ineinandergreifen. Idealerweise wird ein Beleg einmal in das System gebracht, automatisch ausgelesen, in einen Buchungssatz überführt und anschließend mit der passenden Bankbewegung verknüpft — ohne dass dieselben Informationen mehrfach erfasst werden müssen. Am Ende der Kette stehen Auswertungen, die aus den sauber verarbeiteten Vorgängen ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage zeichnen.
Gerade die Verwaltung offener Posten profitiert von diesem durchgängigen Fluss. Wenn Rechnungen, Zahlungen und Bankbewegungen konsequent verknüpft werden, bleibt jederzeit sichtbar, welche Forderungen noch offen und welche Verbindlichkeiten noch zu begleichen sind. Das erleichtert nicht nur das Mahnwesen und die Liquiditätsplanung, sondern liefert auch eine belastbare Grundlage für Gespräche mit Bank und Steuerberater. Die Software unterstützt diese Sorgfalt, ersetzt sie aber nicht.

Funktionsbreite versus Spezialisierung

BuchhaltungsButler ist bewusst auf die Buchhaltungskernaufgaben zugeschnitten und weniger auf einen breiten kaufmännischen Baukasten. Für die typischen Anforderungen belegintensiver Kleinunternehmen und KMU ist der Funktionsumfang in der Regel gut abgedeckt. Wer dagegen eine tiefe Warenwirtschaft mit Lagerhaltung, ein integriertes CRM oder eine umfassende Auftragsabwicklung sucht, sollte prüfen, ob solche Anforderungen über Integrationen abgedeckt werden oder ob ein breiteres System sinnvoller ist. Dieser ehrliche Zuschnitt gehört zur Identität des Produkts. Steuerliche Bewertungen einzelner Sachverhalte gehören in jedem Fall zum Steuerberater; dies ist keine Steuerberatung.
Ein praktischer Vorteil der Fokussierung liegt in der Klarheit der Abläufe. Die typischen Arbeitsschritte — Beleg einholen, prüfen, kontieren, buchen, Zahlung abgleichen — folgen einer nachvollziehbaren Logik, die sich an der Realität der laufenden Buchhaltung orientiert. Wer bereits mit doppelter Buchführung vertraut ist, findet sich in den Grundstrukturen schnell zurecht, und wer neu einsteigt, profitiert davon, dass die Software den Fluss vorgibt, statt eine überbordende Zahl von Optionen anzubieten. Die fachliche Verantwortung dafür, dass Geschäftsvorfälle korrekt und vollständig erfasst werden, bleibt dabei stets beim Unternehmen und seinem Steuerberater.
Kapitel 04 · KI & Automatisierung

KI und Automatisierung im Detail

Die Automatisierung ist das Herzstück von BuchhaltungsButler. Drei Bausteine greifen dabei ineinander: die automatische Belegerkennung, die lernende Kontierung mit Regeln und der automatische Bankabgleich. Zusammen verschieben sie die Buchhaltung von der manuellen Erfassung hin zur überwachten Freigabe.

Der erste Baustein ist die automatische Belegerkennung. Wird ein Beleg in das System gebracht — hochgeladen, per E-Mail eingesendet oder aus einer angebundenen Quelle eingeholt —, versucht die Software, die relevanten Informationen automatisch auszulesen: Rechnungssteller, Betrag, Datum, Steuerbeträge und weitere Angaben. Statt jeden Wert von Hand abzutippen, prüft die buchende Person die erkannten Daten und korrigiert bei Bedarf. Das reduziert den Erfassungsaufwand und die Zahl der Tippfehler.
Der zweite Baustein ist die lernende Kontierung mit Regeln. Auf Basis der erfassten Belege schlägt das System Buchungen und Kontenzuordnungen vor. Wiederkehrende Muster — etwa immer derselbe Lieferant mit derselben Kontierung — lassen sich über Regeln festhalten, sodass gleichartige Vorgänge künftig automatisch behandelt werden. Je konsequenter solche Regeln gepflegt werden, desto höher ist der Automatisierungsgrad. Wichtig ist dabei, dass Automatisierung kein Selbstläufer ist: Sie entfaltet ihren Wert erst, wenn die Vorschläge kontrolliert und die Regeln sauber gepflegt werden.

Der automatische Bankabgleich

Der dritte und für viele Anwender wichtigste Baustein ist der automatische Bankabgleich. Nach der Anbindung der Bankkonten werden die Umsätze regelmäßig eingelesen und den passenden Belegen und offenen Posten zugeordnet. Zahlungseingänge werden mit Ausgangsrechnungen verknüpft, Zahlungsausgänge mit Eingangsrechnungen. Das Ergebnis ist eine Buchhaltung, deren Zahlungsstand sich fortlaufend mit dem tatsächlichen Kontostand deckt — ein zentraler Baustein für ein realistisches Liquiditätsbild.
Der Nutzen dieses Abgleichs ist im Alltag erheblich, weil er einen der lästigsten Handgriffe ersetzt: das manuelle Zusammensuchen, welche Zahlung zu welcher Rechnung gehört. Gerade bei vielen gleichartigen Transaktionen — etwa im Onlinehandel mit zahlreichen Kleinbeträgen — kann der automatische Abgleich viel Zeit sparen. Voraussetzung ist eine saubere Anbindung der Konten und Zahlungsdienste sowie die Bereitschaft, die vorgeschlagenen Zuordnungen zu prüfen.

Was Automatisierung leistet — und was nicht

So leistungsfähig die Automatisierung ist, sie hat klare Grenzen, die man kennen sollte. Die maschinelle Belegerkennung liefert Vorschläge, keine Gewissheiten: Bei ungewöhnlichen Belegen, schlechter Scanqualität oder Sonderfällen kann sie irren. Ebenso setzt die lernende Kontierung voraus, dass die zugrunde liegenden Regeln fachlich korrekt sind — eine falsch angelegte Regel automatisiert einen Fehler zuverlässig. Die Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit bleibt daher beim Menschen.
Für den praktischen Einsatz bedeutet das: Automatisierung ist ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung, kein Ersatz für fachliche Kontrolle. Der größte Nutzen entsteht in einem eingespielten Zusammenspiel, bei dem die Software die Routine übernimmt und die buchende Person sich auf Prüfung, Sonderfälle und die Pflege der Regeln konzentriert. Wie weit die automatischen Vorschläge einer korrekten Buchung entsprechen, ist im Einzelfall fachlich zu beurteilen; die verbindliche steuerliche Würdigung gehört zum Steuerberater. Dies ist keine Steuerberatung.
Praxis-Hinweis

Die Automatisierung von BuchhaltungsButler entfaltet ihren Wert dort, wo viele gleichartige Vorgänge anfallen und Regeln konsequent gepflegt werden. Sie liefert Vorschläge, die geprüft werden müssen — Belegerkennung und lernende Kontierung ersetzen die fachliche Kontrolle nicht. Der beste Effekt entsteht im Zusammenspiel von maschineller Routine und menschlicher Freigabe.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Integrationen & das Ökosystem

Eine Buchhaltungssoftware ist nur so gut wie ihre Anbindung an die Systeme, in denen Zahlungen und Belege tatsächlich entstehen. BuchhaltungsButler setzt deshalb auf ein Ökosystem aus Anbindungen: Banken, Zahlungsdienste, die DATEV-Schnittstelle und Verbindungen zu Shop- und Vorsystemen. Sie sind die Grundlage dafür, dass die Automatisierung überhaupt greifen kann.

Am wichtigsten ist die Bankanbindung. Über sie werden Kontoumsätze regelmäßig in die Software eingelesen und stehen für den automatischen Abgleich bereit. Ohne diese Verbindung müssten Umsätze manuell importiert werden, was den zentralen Automatisierungsvorteil zunichtemachen würde. Die Anbindung mehrerer Konten erlaubt es, alle relevanten Zahlungsströme an einem Ort zusammenzuführen.
Ein zweiter Schwerpunkt sind Zahlungsdienste wie PayPal oder Stripe, die im modernen Geschäftsverkehr und vor allem im Onlinehandel eine große Rolle spielen. Wer über solche Dienste Zahlungen empfängt, produziert oft eine Vielzahl von Transaktionen mit Gebühren, Auszahlungen und Rückbuchungen. Eine saubere Anbindung dieser Dienste ist entscheidend, damit die Vorgänge korrekt in die Buchhaltung überführt und den passenden Belegen zugeordnet werden können.
Integrationsfeld Zweck Nutzen für die Buchhaltung
Bankkonten Umsätze automatisiert einlesen Grundlage für den automatischen Bankabgleich
Zahlungsdienste PayPal, Stripe & Co. anbinden Onlinezahlungen samt Gebühren korrekt erfassen
DATEV-Schnittstelle Datenaustausch mit der Kanzlei Übergabe an das etablierte Steuerberater-Ökosystem
Shop- & Vorsysteme Belege & Umsätze übernehmen Weniger manuelle Übertragung aus Verkaufskanälen
Belegquellen Upload, E-Mail, Import Digitaler, strukturierter Belegeingang

Die DATEV-Schnittstelle als Brücke zur Kanzlei

Für den deutschen Markt ist die DATEV-Schnittstelle von besonderer Bedeutung. Viele Steuerberatungskanzleien arbeiten im DATEV-Umfeld, und die Anschlussfähigkeit an dieses Ökosystem entscheidet oft darüber, wie reibungslos die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kanzlei funktioniert. Über die DATEV-Anbindung lassen sich die in BuchhaltungsButler verarbeiteten Daten so übergeben, dass die Kanzlei damit weiterarbeiten kann — etwa für den Jahresabschluss oder prüfende Tätigkeiten.
Diese Brückenfunktion passt zur grundsätzlichen Positionierung des Anbieters, Buchhaltung als arbeitsteiligen Prozess zu verstehen. Das Unternehmen führt die laufende Buchhaltung digital und automatisiert, die Kanzlei greift in derselben Logik zu oder erhält die Daten strukturiert übergeben. Voraussetzung ist, dass beide Seiten sich über Kontenrahmen, Buchungslogik und Übergabewege verständigen — eine Abstimmung, die zu Projektbeginn getroffen werden sollte.

Shop- und Vorsysteme im Onlinehandel

Für Händler ist die Anbindung von Shop- und Vorsystemen ein wichtiger Aspekt. Wer über Onlineshops oder Marktplätze verkauft, erzeugt große Mengen an Umsätzen und Belegen, die manuell kaum zu bewältigen wären. Integrationen können helfen, diese Daten strukturiert in die Buchhaltung zu überführen und den Automatisierungsvorteil auf den gesamten Verkaufsprozess auszudehnen. Welche konkreten Systeme angebunden werden können und in welcher Tiefe, hängt vom jeweiligen Stand der verfügbaren Integrationen ab und sollte für den eigenen Anwendungsfall beim Anbieter geprüft werden.
Orientierung

Der Nutzen der Automatisierung steht und fällt mit den Integrationen: Ohne saubere Bank- und Zahlungsdienst-Anbindung bleibt der automatische Abgleich Stückwerk. Prüfen Sie vor der Entscheidung, ob Ihre konkreten Banken, Zahlungsdienste und Vorsysteme angebunden werden können — der jeweils aktuelle Stand der verfügbaren Integrationen sollte direkt beim Anbieter erfragt werden.

Kapitel 06 · Abgrenzung

Abgrenzung zu sevDesk, Lexware Office und FastBill

BuchhaltungsButler bewegt sich in einem lebendigen Markt für Cloud-Buchhaltung. Um die Software richtig einzuordnen, lohnt der Blick auf drei häufige Vergleichspunkte: sevDesk, Lexware Office und FastBill. Jeder Anbieter folgt einer eigenen Philosophie, und die Wahl hängt vom Anforderungsprofil ab — es gibt keinen Gewinner für alle Fälle.

Kriterium BuchhaltungsButler sevDesk Lexware Office FastBill
Grundausrichtung Automatisierte Buchhaltung Cloud-Buchhaltung Cloud-Buchhaltung Rechnung & Buchhaltung
Betrieb Cloud Cloud Cloud Cloud
Schwerpunkt Belegautomatisierung & Bankabgleich Breites KMU-Paket Etablierte KMU-Buchhaltung Rechnung & Beleg
Kanzlei-Zusammenarbeit Explizit vorgesehen Über Schnittstellen Über DATEV-Export Über Schnittstellen
DATEV-Anbindung Vorhanden Vorhanden Vorhanden Über Schnittstellen
DACH-Fokus Hoch Hoch Sehr hoch Hoch

BuchhaltungsButler oder sevDesk

sevDesk ist ein etablierter Cloud-Anbieter, der ein breites Paket für Selbstständige und KMU bietet — von der Rechnungsstellung über die Belegverwaltung bis zur Buchhaltung. Auch sevDesk setzt stark auf Belegautomatisierung und Cloud-Arbeiten. Der Unterschied liegt eher in der Betonung: BuchhaltungsButler stellt die Automatisierung der Buchhaltungskernaufgaben und die Kanzlei-Zusammenarbeit besonders in den Vordergrund, während sevDesk als breiter aufgestelltes Paket wahrgenommen wird. Wer ein rundes Gesamtpaket inklusive Angebots- und Rechnungserstellung sucht, prüft sevDesk; wer die Automatisierung der laufenden Buchhaltung ins Zentrum stellt, findet in BuchhaltungsButler einen fokussierten Kandidaten.

BuchhaltungsButler oder Lexware Office

Lexware Office ist die Cloud-Lösung des etablierten Anbieters Haufe-Lexware und profitiert von einer sehr hohen Verbreitung und Bekanntheit im deutschen Markt. Die Marke steht für eine breite, etablierte KMU-Buchhaltung mit langer Tradition. BuchhaltungsButler positioniert sich demgegenüber als spezialisierter, automatisierungsgetriebener Herausforderer. Für Betriebe, die Wert auf einen sehr bekannten Namen und ein breites Produktumfeld legen, ist Lexware Office naheliegend; für Betriebe, die die Automatisierung der Belegverarbeitung und den Bankabgleich in den Mittelpunkt rücken, ist BuchhaltungsButler eine prüfenswerte Alternative.

BuchhaltungsButler oder FastBill

FastBill hat seine Wurzeln stark im Bereich der Rechnungsstellung und Belegverwaltung und wird häufig von Selbstständigen und kleinen Unternehmen genutzt, die ihren Fokus auf das schnelle Erstellen und Verwalten von Rechnungen legen. BuchhaltungsButler betont dagegen die durchgängige Buchhaltung mit Buchungssätzen, offenen Posten und Bankabgleich. Wer vor allem eine schlanke Lösung für Rechnungen und Belege sucht, findet in FastBill einen Kandidaten; wer die vollständige laufende Buchhaltung automatisieren und eng mit der Kanzlei arbeiten will, schaut eher zu BuchhaltungsButler. Die Grenzen sind fließend, und der Funktionsumfang der Anbieter entwickelt sich stetig weiter.
Wann was sinnvoll ist

Vereinfacht: sevDesk denkt vom breiten KMU-Paket her, Lexware Office von der etablierten Marke und Verbreitung, FastBill von der Rechnungsstellung — und BuchhaltungsButler von der tiefen Automatisierung der laufenden Buchhaltung samt Kanzlei-Zusammenarbeit. Es gibt keinen Gewinner für alle Fälle; entscheidend sind Belegvolumen, Automatisierungsanspruch und das Zusammenspiel mit der Kanzlei. Ein eigener Test mit echten Belegen ist durch keinen Vergleich zu ersetzen.

Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung & Betrieb als reine Cloud

BuchhaltungsButler ist eine reine Cloud-Lösung. Das prägt Einführung und Betrieb grundlegend: Es gibt nichts zu installieren, keine lokalen Versionsstände und keine manuellen Updates. Dafür rücken die Anbindung der Datenquellen, die Einrichtung der Automatisierung und der Steuerberater-Zugang in den Mittelpunkt der Inbetriebnahme.

Der Betrieb als reine Cloud bedeutet, dass die Software über den Browser genutzt wird und der Anbieter für den technischen Betrieb, die Verfügbarkeit und die laufende Weiterentwicklung sorgt. Für das Unternehmen entfällt der Aufwand für eigene Server, Installationen und Versionswechsel. Im Gegenzug ist eine stabile Internetverbindung Voraussetzung, und Fragen der Datenhaltung, des Hostings und der Auftragsverarbeitung rücken stärker in den Vordergrund — Themen, die im Kapitel zu Kosten und DSGVO vertieft werden.

Der Steuerberater-Zugang

Ein charakteristisches Merkmal ist der Steuerberater-Zugang. Weil die Software auf die Zusammenarbeit von Mandant und Kanzlei ausgelegt ist, kann der Steuerberater in dieselbe Umgebung eingebunden werden. Statt Belege und Listen hin- und herzuschicken, arbeiten beide Seiten an denselben Daten — das Unternehmen erfasst und bereitet vor, die Kanzlei prüft, bucht oder übernimmt die Daten strukturiert. Dieser gemeinsame Zugriff kann Reibungsverluste deutlich reduzieren, setzt aber eine klare Absprache über Rollen und Zuständigkeiten voraus.
In der Praxis lassen sich unterschiedliche Modelle der Arbeitsteilung abbilden. In manchen Betrieben erfasst das Unternehmen lediglich Belege vor, und die Kanzlei übernimmt die eigentliche Buchung. In anderen führt das Unternehmen die laufende Buchhaltung weitgehend selbst und überlässt der Kanzlei vor allem Abschluss und Beratung. Welches Modell sinnvoll ist, hängt von den Kapazitäten im Unternehmen, der Komplexität der Buchhaltung und den Wünschen der Kanzlei ab.

Eine strukturierte Inbetriebnahme

Auch wenn eine Cloud-Lösung ohne Installation auskommt, sollte die Einführung bewusst geplant werden. Sie beginnt mit der Klärung von Anforderungen und Tarif, führt über die Anbindung von Bankkonten, Zahlungsdiensten und Belegquellen, das Aufsetzen von Kontenrahmen und Automatisierungsregeln bis hin zu einem Testlauf mit echten Belegen. Wer diese Schritte überspringt und einfach loslegt, riskiert, dass die Automatisierung schlecht greift und Nacharbeiten entstehen.
01
Anforderungen & Tarif klären
Belegvolumen, Zahl der Konten und Zahlungsdienste, Nutzer und die Rolle der Kanzlei erfassen. Passenden Tarif wählen und Erfolgskriterien für die Einführung früh definieren.
02
Datenquellen anbinden
Bankkonten, Zahlungsdienste wie PayPal oder Stripe und Belegquellen verbinden. Bei Onlinehandel gegebenenfalls Shop- und Vorsysteme einbinden, damit die Automatisierung greifen kann.
03
Kontenrahmen & Regeln aufsetzen
Kontenrahmen einrichten, erste Automatisierungsregeln für wiederkehrende Vorgänge anlegen und den Steuerberater-Zugang einrichten. DATEV-Übergabe mit der Kanzlei abstimmen.
04
Testlauf & Produktivbetrieb
Mit echten Belegen testen, Belegerkennung und Bankabgleich prüfen, Regeln nachschärfen und geordnet in den laufenden Betrieb übergehen. Regelmäßige Pflege der Regeln einplanen.
Einführung mit Augenmaß

Auch eine reine Cloud-Lösung profitiert von einer strukturierten Einführung: Anforderungen klären, Datenquellen sauber anbinden, Automatisierungsregeln aufsetzen, mit echten Belegen testen und den Steuerberater-Zugang früh einbeziehen. Verarbeitungsort, EU-Hosting und Auftragsverarbeitung sind dabei mitzudenken — Detailfragen gehören zu Fachexperten. Dies ist keine Steuerberatung.

Kapitel 08 · Einsatz im Mittelstand

Einsatz im DACH-Mittelstand

BuchhaltungsButler entfaltet seinen Nutzen nicht in jedem Betrieb gleich stark. Der Schlüssel liegt im Belegprofil: Je mehr gleichartige Belege und Transaktionen anfallen und je enger die Zusammenarbeit mit der Kanzlei, desto größer der Automatisierungshebel. Dieser Abschnitt zeigt, wo sich der Einsatz im Mittelstand besonders lohnt — und wo Grenzen liegen.

Typische Profitäre sind belegintensive Betriebe: Handelsunternehmen mit vielen Ein- und Verkäufen, Dienstleister mit regelmäßigen wiederkehrenden Rechnungen, Onlinehändler mit hohem Transaktionsvolumen über verschiedene Zahlungsdienste sowie Betriebe, die ihre Buchhaltung digitalisieren und die Zusammenarbeit mit der Kanzlei auf eine gemeinsame Plattform stellen wollen. In all diesen Fällen zahlt sich die Automatisierung besonders aus, weil viele gleichartige Vorgänge maschinell vorbereitet werden können.
Onlinehandel

Händler mit vielen Transaktionen über Shops und Zahlungsdienste profitieren stark, wenn Umsätze und Gebühren automatisiert erfasst und mit Belegen abgeglichen werden — statt jede Kleinbuchung von Hand zu verarbeiten.

Hohes Transaktionsvolumen
Dienstleister

Agenturen, Berater und Dienstleister mit regelmäßigen, wiederkehrenden Rechnungen und Eingangsbelegen können über Regeln einen hohen Automatisierungsgrad erreichen und die laufende Buchhaltung schlank halten.

Wiederkehrende Vorgänge
Kanzlei-Kooperation

Betriebe, die eng mit ihrem Steuerberater arbeiten, nutzen den gemeinsamen Zugang, um Belege vorzubereiten und Daten strukturiert zu übergeben — ohne ständiges Hin- und Herschicken von Unterlagen.

Gemeinsame Plattform

Wo der Nutzen kleiner ausfällt

Nicht jeder Betrieb ist ein idealer Kandidat. Bei sehr geringem Belegvolumen — etwa bei Kleinstunternehmen mit nur wenigen Vorgängen im Monat — fällt der Automatisierungsvorteil naturgemäß kleiner aus, weil sich der Aufwand für das Einrichten von Anbindungen und Regeln kaum lohnt. Auch Betriebe mit sehr speziellen Anforderungen jenseits der Buchhaltungskernaufgaben, etwa einer tiefen Warenwirtschaft oder komplexer Produktionssteuerung, sollten prüfen, ob solche Bedürfnisse über Integrationen abgedeckt werden oder ob ein breiteres System die bessere Wahl ist.
Ein realistischer Blick berücksichtigt außerdem, dass Automatisierung Pflege verlangt. Wer die Regeln nicht sauber aufsetzt und regelmäßig überprüft, verschenkt Potenzial oder riskiert systematische Fehler. Der Nutzen entsteht also nicht allein aus dem Kauf der Software, sondern aus ihrer konsequenten und sachkundigen Nutzung. Betriebe ohne jede buchhalterische Grundkompetenz sollten die Einführung eng mit ihrem Steuerberater abstimmen.
Stärken
  • Hohes Volumen an gleichartigen Belegen und Transaktionen
  • Onlinehandel mit vielen Zahlungen über Banken und Zahlungsdienste
  • Wunsch nach enger, digitaler Zusammenarbeit mit der Kanzlei
  • Ziel, manuelle Erfassung durch Automatisierung zu ersetzen
  • Präferenz für eine reine Cloud-Lösung eines deutschen Anbieters
Einschränkungen
  • Sehr geringes Belegvolumen, bei dem sich die Einrichtung kaum lohnt
  • Bedarf an tiefer Warenwirtschaft, Produktion oder umfassendem ERP
  • Fehlende Bereitschaft, Automatisierungsregeln zu pflegen
  • Anforderungen an Offline-Betrieb ohne dauerhafte Internetverbindung
  • Unklare Zuständigkeiten zwischen Unternehmen und Kanzlei
Ehrliche Einordnung

BuchhaltungsButler ist kein Universalwerkzeug für jeden Betrieb, sondern ein Automatisierer für belegintensive Buchhaltung mit enger Kanzlei-Zusammenarbeit. Der Nutzen wächst mit dem Volumen und der Pflege der Regeln. Wer ein breites ERP, tiefe Warenwirtschaft oder Offline-Betrieb braucht, sollte Alternativen prüfen. Die fachliche Bewertung der Buchhaltung gehört zum Steuerberater — dies ist keine Steuerberatung.

Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kosten, DSGVO & Datenhoheit

Zwei Fragen tauchen in fast jeder Bewertung auf: Was kostet die Software, und wie steht es um den Datenschutz? Als reine Cloud-Lösung eines deutschen Anbieters bietet BuchhaltungsButler bei der Datenhoheit ein Argument, das im DACH-Mittelstand zunehmend Gewicht hat — die Kostenfrage wiederum lässt sich nur qualitativ beantworten, da Preise sich regelmäßig ändern.

Beim Kostenmodell handelt es sich um ein laufendes Abonnement, dessen Höhe sich nach Tarif, Funktionsumfang und Nutzungsprofil richtet. Statt einer einmaligen Lizenzgebühr entstehen planbare, wiederkehrende Betriebskosten. Wie bei jeder Software ist der Abopreis jedoch nur ein Teil der Wahrheit: Hinzu kommen der einmalige Aufwand für die Einführung, das Anbinden der Datenquellen und das Aufsetzen der Regeln sowie die laufende Zeit für Pflege und Kontrolle. Konkrete Eurobeträge nennt dieser Artikel bewusst nicht, da sie sich ändern und individuell verhandelt werden; die aktuellen Konditionen sollten direkt beim Anbieter geprüft werden.
Abomodell
Abo · laufend
Wiederkehrendes Abonnement je nach Tarif und Umfang
  • Reine Cloud-Nutzung im Browser, laufende Updates inklusive, Hosting beim Anbieter. Kosten als planbarer Betriebsaufwand statt einmaliger Investition.
Tarifstaffelung
Gestaffelt · nach Umfang
Vom Einstiegstarif bis zu erweiterten Ausbaustufen
  • Mehr Automatisierung, Nutzer und Funktionen in höheren Stufen. Steuerberater-Perspektive für die Mandantenbetreuung separat gedacht.
Einführung
Einmalig · Aufwand
Anbindung, Regeln und Datenübernahme
  • Einrichtung von Konten, Zahlungsdiensten und Automatisierungsregeln, gegebenenfalls Datenmigration und Abstimmung mit der Kanzlei.
Folgekosten
Laufend · beachten
Pflege, Kontrolle, Schulung
  • Über den Abopreis hinaus zählt die interne Zeit für die Pflege der Regeln, die Kontrolle der Vorschläge und die Einarbeitung der Beteiligten.

Deutscher Anbieter und EU-Datenhoheit

Ein wichtiges Argument für BuchhaltungsButler ist der Standort des Anbieters. Als deutsches Unternehmen unterliegt die BuchhaltungsButler GmbH deutschem und europäischem Recht, und ein Hosting innerhalb der EU ist für viele Kunden ein zentrales Kriterium. In Zeiten, in denen die Frage nach dem Verarbeitungsort und der rechtlichen Zuständigkeit über Daten zunehmend Gewicht bekommt, ist die EU-Datenhoheit ein handfester Vorteil gegenüber Lösungen, deren Datenverarbeitung außerhalb der EU stattfindet oder deren Anbieter ausländischem Zugriffsrecht unterliegt.
Gerade Buchhaltungsdaten sind sensibel: Sie umfassen Geschäftszahlen, Kunden- und Lieferanteninformationen und teils personenbezogene Daten. Ein deutscher Anbieter mit EU-Hosting erleichtert die datenschutzrechtliche Bewertung und die Argumentation gegenüber Prüfern und Geschäftspartnern. Dennoch entbindet der Standort allein nicht von der eigenen Sorgfaltspflicht — der Auftragsverarbeitungsvertrag, die Berechtigungsvergabe und die Abbildung der Verarbeitung im eigenen Verarbeitungsverzeichnis bleiben Aufgabe des Unternehmens.
Datenschutz-Setup bei Cloud-Buchhaltung

Worauf es beim Datenschutz einer Cloud-Buchhaltung besonders ankommt — als Orientierung, nicht als abschließende Rechts- oder Steuerberatung:

Verarbeitungsort & Hosting
EU-Hosting und deutschen Anbieter als Stärke nutzen und dokumentieren
Auftragsverarbeitung (AVV)
Vertrag mit dem Anbieter abschließen und aufbewahren
Berechtigungen
Zugriffe von Nutzern und Kanzlei auf das Nötige beschränken
Verarbeitungsverzeichnis
Die Verarbeitung in den eigenen DSGVO-Dokumenten abbilden
Aufbewahrung
Gesetzliche Fristen technisch und organisatorisch sicherstellen
Datenexport
Exportwege für den Fall eines Anbieterwechsels kennen

GoBD und E-Rechnung im Blick

Neben dem Datenschutz spielen die regulatorischen Anforderungen an die Buchhaltung eine Rolle. Die GoBD beschreiben, wie steuerlich relevante Daten ordnungsgemäß erfasst, unveränderbar aufbewahrt und nachvollziehbar dokumentiert werden müssen. Eine Software kann hier technische Voraussetzungen schaffen, etwa durch die nachvollziehbare Protokollierung und die strukturierte Belegablage. Ebenso gewinnt die elektronische Rechnung mit strukturierten Formaten zunehmend an Bedeutung. Wie weit BuchhaltungsButler diese Themen im Einzelfall abdeckt und welche Pflichten für ein konkretes Unternehmen ab wann gelten, hängt von Konstellation und Zeitpunkt ab und sollte direkt geprüft werden.
Entscheidend ist auch hier das Zusammenspiel von Software und Arbeitsweise: Regelkonformität entsteht nicht automatisch, sondern erst aus vollständiger Belegerfassung, sauberer Buchung und einer Verfahrensdokumentation, die beschreibt, wie tatsächlich gearbeitet wird. Die verbindliche Bewertung dieser Pflichten gehört in die Hände von Steuerberatern und Fachexperten.
Wichtiger Hinweis

Der deutsche Anbieterstandort mit EU-Datenhoheit ist eine echte Stärke, ersetzt aber weder Auftragsverarbeitungsvertrag noch eigene Datenschutz-Dokumentation. GoBD, Aufbewahrungsfristen und E-Rechnungspflichten sind verbindliche steuerlich-rechtliche Themen; Software unterstützt technisch, garantiert aber keine Konformität. Preise ändern sich und sollten beim Anbieter geprüft werden. Dies ist keine Rechts- und keine Steuerberatung.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu BuchhaltungsButler

Diese Fragen tauchen in Beratungsgesprächen rund um BuchhaltungsButler besonders häufig auf — kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne Steuerberatung.

Was ist BuchhaltungsButler genau?
BuchhaltungsButler ist eine deutsche Cloud-Buchhaltungssoftware der BuchhaltungsButler GmbH mit Schwerpunkt auf automatisierter Belegverarbeitung und Bankabgleich. Sie deckt die laufende Buchhaltung ab: Belege erfassen und auslesen, Buchungssätze bilden, offene Posten verwalten, Zahlungen abgleichen und Auswertungen erstellen. Die Software wird vollständig im Browser genutzt und richtet sich sowohl an Unternehmen als auch an Steuerberater.
Für wen eignet sich BuchhaltungsButler besonders?
Vor allem für belegintensive Kleinunternehmen und KMU, die ihre Buchhaltung digitalisieren und automatisieren wollen — etwa Onlinehändler mit vielen Transaktionen oder Dienstleister mit wiederkehrenden Rechnungen. Auch Steuerberater und Buchhaltungsbüros, die Mandanten über eine gemeinsame Plattform betreuen, gehören zur Zielgruppe. Bei sehr geringem Belegvolumen fällt der Automatisierungsvorteil kleiner aus.
Wie funktioniert die Automatisierung?
Drei Bausteine greifen ineinander: die automatische Belegerkennung liest Daten aus Belegen aus, die lernende Kontierung schlägt Buchungen vor und lässt sich über Regeln für wiederkehrende Vorgänge festlegen, und der automatische Bankabgleich verknüpft eingelesene Kontoumsätze mit Belegen und offenen Posten. Die Software liefert Vorschläge, die geprüft werden müssen — die fachliche Kontrolle bleibt beim Menschen.
Welche Integrationen bietet BuchhaltungsButler?
Zum Ökosystem gehören die Anbindung von Bankkonten, Zahlungsdiensten wie PayPal und Stripe, die DATEV-Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit der Kanzlei sowie Verbindungen zu Shop- und Vorsystemen. Welche konkreten Banken, Dienste und Systeme in welcher Tiefe angebunden werden können, hängt vom aktuellen Stand ab und sollte für den eigenen Anwendungsfall beim Anbieter geprüft werden.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater?
BuchhaltungsButler ist auf die Kooperation von Mandant und Kanzlei ausgelegt. Der Steuerberater kann über einen eigenen Zugang in dieselbe Umgebung eingebunden werden, sodass beide Seiten an denselben Daten arbeiten. Über die DATEV-Anbindung lassen sich Daten zudem strukturiert übergeben. Der Erfolg hängt von klaren Absprachen zu Rollen, Kontenrahmen und Übergabewegen ab, die zu Beginn getroffen werden sollten.
Wo werden die Daten gespeichert?
BuchhaltungsButler ist eine reine Cloud-Lösung eines deutschen Anbieters. Ein Hosting innerhalb der EU ist für viele Kunden ein zentrales Kriterium und ein Vorteil bei der datenschutzrechtlichen Bewertung. Der Verarbeitungsort, der Auftragsverarbeitungsvertrag und die Berechtigungsvergabe sollten dennoch geprüft und dokumentiert werden. Die konkreten Angaben zu Hosting und Verarbeitung sind beim Anbieter zu erfragen.
Was kostet BuchhaltungsButler?
Die Software wird als laufendes Abonnement angeboten, dessen Höhe sich nach Tarif, Funktionsumfang und Nutzungsprofil richtet. Konkrete Preise ändern sich regelmäßig und sollten direkt beim Anbieter erfragt werden. Für eine realistische Kalkulation zählen neben dem Abopreis auch der einmalige Aufwand für Einführung und Anbindung sowie die laufende Zeit für Pflege und Kontrolle der Automatisierung.
Ist BuchhaltungsButler GoBD-konform?
Die Software ist darauf ausgelegt, technische Voraussetzungen für eine ordnungsmäßige, revisionssichere Buchführung im Sinne der GoBD zu unterstützen. GoBD-Konformität entsteht in der Praxis aber erst aus dem Zusammenspiel von Software und korrekter Nutzung — inklusive vollständiger Belegerfassung, nachvollziehbarer Buchungen und Verfahrensdokumentation. Die verbindliche Bewertung gehört zum Steuerberater. Dies ist keine Steuerberatung.
Wie unterscheidet sich BuchhaltungsButler von sevDesk, Lexware Office und FastBill?
Vereinfacht: sevDesk ist ein breites KMU-Paket, Lexware Office punktet mit etablierter Marke und Verbreitung, FastBill kommt aus der Rechnungsstellung — BuchhaltungsButler stellt die tiefe Automatisierung der laufenden Buchhaltung und die Kanzlei-Zusammenarbeit in den Vordergrund. Es gibt keinen Gewinner für alle Fälle; entscheidend sind Belegvolumen, Automatisierungsanspruch und das Zusammenspiel mit der Kanzlei. Ein eigener Test mit echten Belegen ist durch keinen Vergleich zu ersetzen.

Finance-Stack & Automatisierung strategisch angehen

Brauchen Sie eine ehrliche BuchhaltungsButler-Strategie?

Wir prüfen herstellerneutral, ob und wo sich BuchhaltungsButler für Ihr Unternehmen rechnet: Tarifwahl, Automatisierungspotenzial bei Belegen und Bankabgleich, Integrationen zu Banken, Zahlungsdiensten und DATEV, die Zusammenarbeit mit Ihrer Kanzlei sowie das Datenschutz-Setup mit EU-Datenhoheit — pragmatisch auf den Mittelstand zugeschnitten. Dies ist keine Steuerberatung.

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