Wissensdatenbank · Zahlungssysteme & FinTech

giropay

Deutsches Online-Überweisungsverfahren (2006) via Banking-PIN/TAN — eingestellt Mai 2024, Fusion mit paydirekt; Nachfolger Wero (EPI). Relevant für Legacy-Migration.

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10 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juni 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
giropay
INAGRO Wissensdatenbank · 46 Zahlungssysteme & FinTech
Anbieter
Deutsche Banken (giropay, seit 2006)
Typ
Online-Überweisungsverfahren (Legacy)
Status
Eingestellt Mai 2024 – Migration zu Wero
INAGRO Eignung KMU
★★★★★
Kapitel 01 · Überblick

Was ist giropay – und warum ist es relevant?

giropay war ein deutsches Online-Überweisungsverfahren (eingeführt 2006), das Zahlungen direkt über das Online-Banking des Kunden (PIN/TAN) ermöglichte — als sichere, bankgestützte Alternative zur Kartenzahlung. giropay fusionierte mit paydirekt und wurde im Mai 2024 eingestellt. Der Nachfolger im europäischen Kontext ist Wero (European Payments Initiative). Für Händler ist giropay heute primär ein Legacy-/Migrationsthema: bestehende Integrationen müssen auf Wero oder alternative Verfahren umgestellt werden.

Für den DACH-Mittelstand bleibt giropay relevant, weil viele bestehende Shop-Integrationen, Verträge und Prozesse noch darauf verweisen. Da das Verfahren eingestellt ist, steht die Migration im Vordergrund: Umstellung auf Wero (EPI-Nachfolger), Sofort/Klarna oder andere PSP-Zahlarten, Bereinigung von Checkout-Optionen und Kommunikation gegenüber Kunden. Wichtig: Verfügbarkeit und Roadmap (Wero-Rollout) sind zu prüfen; bei Umstellungen gelten weiterhin PSD2/SCA und PCI-/Datenschutzanforderungen. INAGRO empfiehlt, giropay-Reste sauber abzulösen und den Zahlartenmix zukunftssicher (Wero/Karten/PayPal) aufzustellen. Dies ist keine Rechts- oder Finanzberatung.
INAGRO-Einschätzung
Der zentrale Punkt: giropay (2006) war ein deutsches Online-Überweisungsverfahren via Banking-PIN/TAN, fusioniert mit paydirekt und im Mai 2024 eingestellt. Nachfolger ist Wero (EPI). Heute v. a. Legacy-/Migrationsthema: bestehende Integrationen auf Wero/Alternativen umstellen. Keine Rechts-/Finanzberatung.

Warum giropay 2026 relevant ist

  • Bankgestützt (PIN/TAN)
  • Historisch in DE verbreitet
  • Direkte Online-Überweisung
  • Keine Kartendaten nötig
  • Vertrauen der Bankkunden
  • Wero als klarer Nachfolger

Die wichtigsten Anwendungsfälle im DACH-Markt

  1. Online-Überweisung (historisch)
  2. Legacy-Integration ablösen
  3. Migration auf Wero
  4. Checkout-Zahlartenmix bereinigen
  5. Kundenkommunikation zum Umstieg
Kapitel 02 · Editionen & Zugang

Editionen & Zugangs-Wege verstehen

Die wichtigsten Bezugswege und Editionen von giropay im Überblick.

Zugangs-Weg Preis-Modell Inklusive Zielgruppe
giropay (historisch) kostenlos (Verfahren) Online-Überweisung Banking-PIN/TAN Onlinehandel (DE)
Legacy-Migration Projekt Umstieg auf Wero/Alternativen Händler/Shop-Betreiber
Alternativen Abo/Transaktion Wero/Sofort/PSP-Zahlarten Onlinehandel
Lizenz- & Verfügbarkeits-Hinweis
Wichtiger Hinweis: Payment-/PSP-Themen sind keine Rechts- oder Finanzberatung. Konkrete Pflichten (PSD2/SCA, PCI DSS, AML/KYC, Vertrags-/Gebührenmodelle) sind im Einzelfall mit Fach-/Rechtsexperten zu klären. Bei Anbietern: Vertragsstatus, Gebühren, Verfügbarkeit, Datenhoheit/EU-Verarbeitung und Auszahlungsbedingungen prüfen.
Kapitel 03 · Eignung

Wer nutzt giropay – und wer besser nicht?

giropay passt gut zu:

  • Shops mit alter giropay-Integration
  • Migrationsprojekte zu Wero
  • DE-Onlinehandel im Umbau
  • Zahlartenmix-Modernisierung

giropay passt schlecht zu:

  • Neue Integration von giropay (eingestellt)
  • Erwartung, giropay sei noch aktiv
  • Internationale Märkte ohne DE-Bezug
  • —

giropay (Legacy) vs. Nachfolger/Alternativen

Aspekt giropay Wero
Status Eingestellt (2024) Nachfolger (EPI)
Verfahren Banking-PIN/TAN Instant/QR/P2P
Zukunft Migration nötig Strategisch (EU)
Empfehlung Ablösen Prüfen/aufbauen
Einordnung
Einordnung: giropay ist eingestellt — der strategische Nachfolger ist Wero (EPI), das Instant Payment, P2P und QR-Code adressiert. Übergangsweise und ergänzend bleiben Sofort/Klarna und gängige PSP-Zahlarten relevant. Für Händler heißt das: giropay sauber ablösen, Wero einplanen und den Zahlartenmix zukunftssicher gestalten.
Kapitel 04 · Funktionen

Funktionen & was giropay konkret kann

Kern-Fähigkeiten

  • Online-Überweisung via Banking (historisch)
  • PIN/TAN-Authentifizierung
  • Direkte Bankzahlung (kein Karteneinsatz)
  • Checkout-Integration (Legacy)
  • Migrationspfad zu Wero
  • Übergangsalternativen (Sofort/Klarna)

Charakter & Stärken im Kontext

Der Charakter ist eingestelltes deutsches Online-Überweisungsverfahren mit Migrationsfokus. Im DACH-Kontext ist giropay heute ein Legacy-Thema: Das 2006 eingeführte, bankgestützte Verfahren (PIN/TAN) wurde im Mai 2024 eingestellt (Fusion mit paydirekt). Der Nachfolger ist Wero (EPI). Für Händler steht die Migration im Vordergrund — bestehende Integrationen auf Wero/Alternativen (Sofort/Klarna/Karten) umstellen, Checkout bereinigen, Kunden informieren. PSD2/SCA und Datenschutz gelten weiter; dies ist keine Rechts- oder Finanzberatung.
Charakter im Kontext
Charakter im Kontext: giropay ist eingestellt — relevant als Migrationsausgangspunkt. Der strategische Nachfolger ist Wero (EPI); Sofort/Klarna und PSP-Zahlarten überbrücken. Bestehende Integrationen sauber ablösen und Zahlartenmix zukunftssicher aufstellen.
Kapitel 05 · Preise

Preise & Kosten realistisch kalkulieren

Die typischen Kostendimensionen von giropay für deutsche Unternehmen.

  • giropay-Verfahren: historisch (eingestellt)
  • Migration: Projekt
  • Wero/Alternativen: Abo/Transaktion
  • Vermeidet Checkout-Lücken durch Ablösung
  • PSD2/SCA/Datenschutz weiter beachten
Kosten-Hinweis
Kosten-Hinweis: Das Verfahren selbst ist Geschichte; reale Kosten entstehen durch die Migration (Projekt) und die laufenden Gebühren der Nachfolge-/Alternativ-Zahlarten (Wero/Sofort/Klarna/Karten über den PSP). Der Nutzen liegt in einem bereinigten, zukunftssicheren Checkout ohne tote Zahlart und mit aktiven Verfahren.
Kapitel 06 · Umsetzung

Implementierung & Einführung im Unternehmen

Typischer Einführungs-Pfad

01
Use-Case- & Prozess-Analyse
Welche Prozesse, Abteilungen, Volumina und Systeme sind betroffen? Eignung, Datenschutz-Anforderung und Erfolgskriterien für giropay definieren.
02
Pilot & Proof of Concept
giropay an einem klar abgegrenzten Prozess testen, Stabilität und Wartbarkeit messen, Berechtigungen und Datenquellen prüfen.
03
Rollout & Center of Excellence
Schrittweiser Rollout, Aufbau von Betriebs-/CoE-Strukturen, Schulung sowie Governance für Zugriffe, Credentials und Aufbewahrung.
04
Betrieb & Skalierung
Stabilität und ROI monitoren, weitere Prozesse erschließen und die Lösung bei Änderungen der Zielsysteme zuverlässig warten.
DSGVO- & Governance-Setup

Wesentliche Datenschutz- und Governance-Punkte, die bei der Einführung sauber aufgesetzt werden müssen:

Datenstandort & Hosting
prüfen (EU-Region bzw. Self-Hosting) und vertraglich festhalten
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
mit dem Anbieter abschließen
Berechtigungs-Konzept
nur auf notwendige Systeme und Daten berechtigen
Protokollierung & Audit-Trail
für nachvollziehbare, revisionssichere Abläufe
Sensible Daten
(Personal-, Finanz-, Gesundheitsdaten) klassifizieren und Zugriffe einschränken
Governance
für Lebenszyklus, Credentials-Verwaltung und Aufbewahrung etablieren
Praxis-Hinweis
Praxis-Hinweis: giropay-Integrationen identifizieren und ablösen; den Zahlartenmix auf Wero (EPI) sowie etablierte Alternativen (Sofort/Klarna/Karten/PayPal) umstellen. Wero-Roadmap/Verfügbarkeit prüfen, Checkout bereinigen, Kunden informieren und PSD2/SCA sowie Datenschutz einhalten. Keine Rechts-/Finanzberatung.
Kapitel 07 · Ökosystem

Integrationen & Ökosystem

Verfahren

  • Banking-PIN/TAN (historisch)
  • Checkout-Legacy

Migration

  • Wero (EPI)
  • Sofort/Klarna/Karten
Ökosystem-Hinweis
Ökosystem-Hinweis: giropay (Cluster C) ist ein eingestelltes deutsches Überweisungsverfahren; der Nachfolger ist Wero (EPI). Es verbindet sich mit PSD2/SCA und Open Banking (Kat. 46) und taucht in PSP-Portfolios (Concardis/Unzer/Saferpay) als Legacy-Zahlart auf.
Kapitel 08 · Bewertung

INAGRO-Praxisbewertung & typische Fallstricke

Die häufigsten Fehler bei giropay im DACH

Fehler 1: giropay neu integrieren Lösung: Eingestellt — Wero/Alternativen wählen.
Fehler 2: Tote Zahlart im Checkout lassen Lösung: Bereinigen/ablösen.
Fehler 3: Migration aufschieben Lösung: Frühzeitig auf Wero umstellen.
Fehler 4: Kunden nicht informieren Lösung: Umstieg kommunizieren.
Fehler 5: PSD2/SCA bei Umstellung übersehen Lösung: Anforderungen einhalten.
Stärken
  • Bankgestützt (PIN/TAN)
  • Historisch verbreitet (DE)
  • Kein Karteneinsatz nötig
  • Klarer Nachfolger (Wero)
  • Migrationspfad vorhanden
  • Vertrauen der Bankkunden
Einschränkungen
  • Eingestellt (Mai 2024)
  • Migration erforderlich
  • Keine Neuintegration sinnvoll
  • Übergangslösungen nötig (Sofort/Klarna)
  • Wero-Rollout abwarten/prüfen
  • Keine Rechts-/Finanzberatung ersetzt
Realistische Empfehlung

giropay ist kein Selbstzweck — die Wahl folgt Use-Case, vorhandenem Stack/Bestand und der Verfügbarkeit von Fachkräften. Im Zweifel herstellerneutral prüfen, was wirklich zum Ziel passt.

Kapitel 09 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu giropay

Was war giropay?
Ein deutsches Online-Überweisungsverfahren (eingeführt 2006), das Zahlungen direkt über das Online-Banking des Kunden (PIN/TAN) ermöglichte — eine bankgestützte Alternative zur Kartenzahlung. giropay fusionierte mit paydirekt und wurde im Mai 2024 eingestellt.
Ist giropay noch nutzbar?
Nein — giropay wurde im Mai 2024 eingestellt. Bestehende Integrationen müssen auf den Nachfolger Wero (European Payments Initiative) oder alternative Verfahren (Sofort/Klarna/Karten) umgestellt werden. Eine Neuintegration von giropay ist nicht sinnvoll.
Was ist der Nachfolger von giropay?
Im europäischen Kontext ist Wero (EPI, European Payments Initiative) der strategische Nachfolger von paydirekt/giropay. Wero adressiert Instant Payment, P2P und QR-Code. Die Roadmap/Verfügbarkeit sollte vor der Umstellung geprüft werden.
Was müssen Händler jetzt tun?
Bestehende giropay-Integrationen identifizieren und ablösen, den Zahlartenmix auf Wero und etablierte Alternativen (Sofort/Klarna/Karten/PayPal) umstellen, den Checkout bereinigen und Kunden informieren. Dabei gelten weiterhin PSD2/SCA und Datenschutz.
Welche Alternativen gibt es?
Strategisch Wero (EPI) als Nachfolger; übergangsweise und ergänzend Sofort/Klarna, Karten und PayPal über den jeweiligen PSP (z. B. Concardis/Unzer/Saferpay). Das ist keine Rechts- oder Finanzberatung.

Payment-Stack & PSD2-Compliance strategisch angehen

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Wir prüfen herstellerunabhängig, ob und wo sich giropay für Ihr Unternehmen rechnet: Eignung, Kosten-/Lizenzstrategie, Governance, Datenschutz-Setup und Umsetzungs-Pfad – pragmatisch auf den Mittelstand zugeschnitten.

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