Wissensdatenbank · Lohnabrechnung · Payroll-Software

Lexware lohn+gehalt – Lohn- und Gehaltsabrechnung für kleine und mittlere Unternehmen.

Lexware lohn+gehalt ist eine etablierte deutsche Software für die monatliche Entgeltabrechnung im Kleinbetrieb und Mittelstand. Sie deckt die Lohn- und Gehaltsabrechnung, das gesetzliche Melde- und Bescheinigungswesen sowie die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprozesse ab – wahlweise als klassische Desktop-Anwendung oder in der Cloud-Welt von Lexware Office. Der Anspruch: eine rechtssichere, aktuelle und ohne tiefes Lohnbüro-Know-how bedienbare Abrechnung, die Unternehmen die Payroll im eigenen Haus ermöglicht.

17 Min. Lesezeit
Aktualisiert · Juli 2026
Fachartikel · Expertenbeitrag
Lexware lohn+gehalt
Haufe Group / Lexware · Freiburg, Deutschland
Anbieter
Lexware (Haufe Group)
Kategorie
Lohn- & Gehaltsabrechnung
Betriebsmodell
Desktop & Cloud
Schwerpunkt
Payroll für KMU
Hosting
EU-/DE-Rechenzentren
Wettbewerb
DATEV, Sage, Personio
INAGRO Eignung Kleinbetrieb & Mittelstand
Kapitel 01 · Überblick

Was ist Lexware lohn+gehalt – und für wen lohnt es sich?

Lexware lohn+gehalt ist eine deutsche Software für die betriebliche Lohn- und Gehaltsabrechnung, angeboten von Lexware, einer Marke der Haufe Group aus Freiburg. Sie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Entgeltabrechnung selbst in die Hand nehmen möchten – ohne dafür ein spezialisiertes Lohnbüro oder tiefes Payroll-Fachwissen aufzubauen. Das Versprechen: jeden Monat pünktlich, rechtssicher und mit aktuellen gesetzlichen Werten abrechnen, alle Meldungen und Bescheinigungen automatisiert erzeugen und den administrativen Aufwand rund um Löhne und Gehälter beherrschbar halten.

Die Entgeltabrechnung gehört zu den Unternehmensprozessen mit den strengsten Anforderungen an Genauigkeit und Aktualität. Fehler wirken sich unmittelbar auf das Nettoeinkommen der Beschäftigten aus, verzögern Meldungen an Sozialversicherung und Finanzverwaltung und können teuer werden. Zugleich ändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen – Beitragssätze, Freibeträge, Meldeverfahren – laufend. Genau hier setzt Lexware lohn+gehalt an: Die Software hält die gesetzlichen Grundlagen über regelmäßige Aktualisierungen auf dem jeweils gültigen Stand und führt Anwenderinnen und Anwender durch die abrechnungsrelevanten Schritte, ohne dass sie jede Rechenregel selbst kennen müssen.
Drei Eigenschaften prägen die Lösung im Markt:
  • Fokus auf die Payroll des Kleinbetriebs – Lexware lohn+gehalt ist kein universelles HR-System, sondern konzentriert sich auf die Kerndisziplin der Entgeltabrechnung mit angeschlossenem Melde- und Bescheinigungswesen. Diese Fokussierung macht die Software für kleine Unternehmen greifbar und bedienbar, statt sie mit HR-Funktionen zu überfrachten, die im Kleinbetrieb selten gebraucht werden.
  • Deutscher Anbieter mit Rechtsstand-Pflege – als in Freiburg ansässige Marke der auf Steuern, Recht und Wirtschaft spezialisierten Haufe Group ist Lexware tief in der deutschen Rechts- und Abrechnungswelt verwurzelt. Die kontinuierliche Pflege der gesetzlichen Grundlagen – Lohnsteuer, Sozialversicherung, Meldeverfahren – ist ein zentrales Merkmal des Produkts.
  • Wahlfreiheit zwischen Desktop und Cloud – die Abrechnung lässt sich klassisch als installierte Desktop-Software auf dem eigenen Rechner betreiben oder im Rahmen der cloudbasierten Welt von Lexware Office nutzen. Damit spricht die Lösung sowohl Betriebe an, die eine lokale Installation bevorzugen, als auch solche, die ortsunabhängig und ohne eigene Wartung arbeiten wollen.

Marktposition und Einordnung

Lexware zählt im deutschsprachigen Raum zu den bekanntesten Marken für kaufmännische Standardsoftware im Kleinbetrieb. Neben der Lohn- und Gehaltsabrechnung umfasst das Portfolio unter anderem Buchhaltung, Faktura und Warenwirtschaft. In der Payroll positioniert sich Lexware lohn+gehalt bewusst im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen: dort, wo die Zahl der Beschäftigten überschaubar ist, die Abrechnung aber trotzdem korrekt, aktuell und gesetzeskonform erfolgen muss. Damit grenzt sich die Lösung nach oben von komplexen, konzernorientierten HCM- und Payroll-Systemen ab und nach der Seite von reinen HR-Suiten, die die Abrechnung oft nur über Partner oder Zusatzmodule abbilden.

Wann Lexware lohn+gehalt das richtige Werkzeug ist

Aus Beratungssicht ist die Software dann eine naheliegende Wahl, wenn ein Unternehmen die Entgeltabrechnung selbst durchführen möchte, eine überschaubare Zahl von Mitarbeitenden hat und Wert auf eine bewährte, in Deutschland verankerte Standardlösung legt. Typische Konstellationen sind der inhabergeführte Handwerks- oder Handelsbetrieb, die kleine Agentur, die Arztpraxis oder der wachsende Mittelständler, der die Abrechnung aus der Hand des Steuerberaters zurück ins eigene Haus holen möchte. Weniger im Zentrum steht Lexware lohn+gehalt, wenn ein Unternehmen eine breite HR-Plattform mit Recruiting, digitaler Personalakte und Talentmanagement sucht und die Abrechnung nur ein Baustein davon sein soll – dann ist eine HR-Suite mit angebundener Lohnlösung oder die Auslagerung an den Steuerberater häufig der passendere Ausgangspunkt.
INAGRO-Einschätzung

Für kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Entgeltabrechnung selbst durchführen wollen, ist Lexware lohn+gehalt eine bewährte, pragmatische Standardlösung mit klarer deutscher Rechtsverankerung. Wichtig ist die richtige Erwartung: Es handelt sich um eine fokussierte Payroll-Software, nicht um eine umfassende HR-Suite. Den größten Nutzen entfaltet sie, wenn die Verantwortung für die Abrechnung im Haus bleiben soll und die Prozesse – Stammdaten, Lohnarten, Meldungen – von Beginn an sauber aufgesetzt werden. Wer komplexe tarifliche Sonderfälle oder eine sehr große Belegschaft abzubilden hat, sollte den Funktionsumfang vorab konkret prüfen.

Kapitel 02 · Produktvarianten & Positionierung

Die Produktvarianten und ihre Positionierung

Lexware bietet die Lohn- und Gehaltsabrechnung in mehreren Ausprägungen an – von der klassischen Desktop-Installation über umfangreichere Editionen mit erweitertem Funktionsumfang bis zur cloudbasierten Nutzung im Rahmen von Lexware Office. Die folgende Übersicht ordnet die Bausteine qualitativ ein; der konkrete Zuschnitt, die Namensgebung und der jeweilige Leistungsumfang sollten im Auswahlprozess direkt beim Anbieter geprüft werden.

Die gemeinsame Grundidee aller Ausprägungen ist dieselbe: eine korrekte, aktuelle Entgeltabrechnung mit angeschlossenem Melde- und Bescheinigungswesen für kleine und mittlere Betriebe. Was sich unterscheidet, ist vor allem das Betriebsmodell – lokal installierte Desktop-Software gegenüber cloudbasierter Nutzung – sowie der Funktionsumfang der jeweiligen Edition. Für die Auswahl im Mittelstand ist die zentrale Frage, ob eine klassische Desktop-Anwendung bevorzugt wird oder ob die Vorteile der Cloud – ortsunabhängiger Zugriff, automatische Aktualisierung, kein eigener Installationsaufwand – überwiegen.
lohn+gehalt (Desktop)
Desktop

Die klassische, lokal installierte Ausprägung für die Entgeltabrechnung auf dem eigenen Rechner. Bewährt, vertraut und für viele Betriebe die naheliegende Wahl, wenn eine lokale Datenhaltung und ein installiertes Programm bevorzugt werden.

BetriebLokal installiert
ZielgruppeKlein & Mittel
DatenAuf eigenem PC
Erweiterte Editionen (pro/premium)
Mehr Umfang

Höherwertige Desktop-Editionen mit erweitertem Funktionsumfang – etwa für mehr Mitarbeitende, zusätzliche Auswertungen oder weitergehende Abrechnungsfälle. Für Betriebe mit etwas komplexeren Anforderungen als die Einstiegsvariante.

FokusMehr Funktionen
ZielgruppeWachsender KMU
UmfangBeim Anbieter prüfen
Lexware Office (Cloud)
Cloud

Die cloudbasierte Welt von Lexware, in der die Lohnabrechnung als Online-Anwendung genutzt wird. Ortsunabhängiger Zugriff über den Browser, automatische Aktualisierung der Rechtsstände und kein eigener Installations- oder Wartungsaufwand.

BetriebSaaS / Cloud
ZugriffBrowserbasiert
UpdateAutomatisch
Melde- & Bescheinigungswesen
Compliance

Der gesetzliche Kern jeder Ausprägung: elektronische Meldungen an die Sozialversicherung, Lohnsteueranmeldung über ELSTER, Bescheinigungen und Nachweise. Diese Prozesse sind integraler Bestandteil und keine optionale Beigabe.

KanalELSTER / SV
ErgebnisKonforme Meldung
PflegeLaufend aktuell
Mitarbeiter-Zugang / Portal
Self-Service

Wege, über die Beschäftigte ihre Entgeltdokumente digital erhalten – etwa die elektronische Bereitstellung von Verdienstabrechnungen statt des Papierdrucks. Der jeweilige Umfang hängt von Variante und Edition ab.

NutzenDigitale Belege
EffektWeniger Papier
UmfangVariantenabhängig
Lexware-Ökosystem
Programmfamilie

Die Lohnabrechnung steht nicht allein, sondern in einer Familie kaufmännischer Lexware-Programme – Buchhaltung, Faktura, Warenwirtschaft. Wo sinnvoll, greifen diese Bausteine ineinander, etwa bei der Verbuchung der Lohnkosten.

UmfeldKaufm. Software
NutzenEin Anbieter
WirkungWeniger Brüche

Desktop versus Cloud als zentrale Weichenstellung

Für die Produktwahl ist die wichtigste Entscheidung, ob die Abrechnung als lokal installierte Desktop-Software oder cloudbasiert über Lexware Office betrieben werden soll. Die Desktop-Variante bietet eine vertraute, lokale Arbeitsweise mit Datenhaltung auf dem eigenen Rechner – geschätzt von Betrieben, die Programme lieber installieren und Daten im eigenen Haus behalten. Die Cloud-Variante punktet mit ortsunabhängigem Zugriff über den Browser, automatischer Aktualisierung der Rechtsstände und dem Wegfall eigener Installation und Wartung. Aus Beratungssicht sollte diese Entscheidung nicht aus Gewohnheit, sondern anhand der eigenen Arbeitsweise getroffen werden: Wer im Homeoffice oder an mehreren Standorten arbeitet und keine eigene IT-Betreuung hat, für den spricht vieles für die Cloud; wer eine eingespielte lokale Umgebung pflegt, kann bei Desktop bleiben.

Positionierung als fokussierte Payroll, nicht als HR-Suite

Die entscheidende Einordnung für Verantwortliche ist, dass Lexware lohn+gehalt bewusst eine fokussierte Abrechnungssoftware ist und keine breite HR-Plattform. Der Wert liegt in der zuverlässigen, aktuellen Entgeltabrechnung mit allen gesetzlichen Neben- und Folgeprozessen – nicht in einer umfassenden Personalverwaltung mit Recruiting, Onboarding oder Talentmanagement. In vielen kleinen Betrieben ist genau das der richtige Zuschnitt, weil die Abrechnung dort der eigentliche Schmerzpunkt ist. Wächst ein Unternehmen und entsteht Bedarf an weitergehenden HR-Funktionen, ergibt sich häufig eine Arbeitsteilung: eine HR-Lösung für Personalprozesse und eine spezialisierte Abrechnungssoftware wie Lexware lohn+gehalt oder eine angebundene Payroll für die Entgeltabrechnung. Wie diese Systeme zusammenspielen, behandelt ein eigenes Kapitel.
Kapitel 03 · Funktionsumfang

Funktionsumfang und Kernfähigkeiten

Der praktische Wert von Lexware lohn+gehalt erschließt sich über die konkreten Kernfähigkeiten. Sie greifen ineinander: Die Stammdaten und Lohnarten bilden die Grundlage, die eigentliche Abrechnung errechnet Brutto und Netto, das Meldewesen erfüllt die gesetzlichen Pflichten gegenüber Sozialversicherung und Finanzamt, und Bescheinigungen sowie Auswertungen runden den Prozess ab.

Lohn- & Gehaltsabrechnung

Die monatliche Kernaufgabe: aus Bruttolöhnen und -gehältern werden unter Berücksichtigung von Steuer- und Sozialversicherungsregeln die Nettobeträge und die Abzüge errechnet. Zuschläge, Sachbezüge, Einmalzahlungen und variable Bezüge fließen regelbasiert ein.

Brutto zu Netto
SV-Meldewesen

Elektronische Meldungen an die Sozialversicherung nach den gesetzlichen Meldeverfahren – An- und Abmeldungen, Jahresmeldungen und weitere Meldetatbestände werden aus den Abrechnungsdaten erzeugt und über die vorgesehenen Kanäle übermittelt.

SV konform gemeldet
Lohnsteuer & ELSTER

Die Lohnsteueranmeldung und weitere steuerliche Meldungen werden elektronisch über ELSTER an die Finanzverwaltung übertragen. Die Software berücksichtigt die geltenden Steuertabellen, Freibeträge und Merkmale des elektronischen Lohnsteuerabzugs.

Elektronisch ans Finanzamt
Bescheinigungswesen

Verdienstabrechnungen, Lohnsteuerbescheinigungen und weitere gesetzlich vorgeschriebene Bescheinigungen und Nachweise werden aus den Abrechnungsdaten erzeugt – teils elektronisch übermittelt, teils zur Ausgabe an Mitarbeitende oder Behörden bereitgestellt.

Nachweise auf Knopfdruck
Personalstammdaten

Verwaltung der abrechnungsrelevanten Mitarbeiterdaten: Steuer- und SV-Merkmale, Bankverbindung, Ein- und Austritte, Lohnarten und Bezüge. Saubere Stammdaten sind die Voraussetzung für eine korrekte Abrechnung und fehlerfreie Meldungen.

Fundament der Abrechnung
Auswertungen & Buchung

Lohnkonten, Lohnjournale, Beitragsnachweise und Auswertungen für die interne Steuerung sowie Buchungsbelege für die Finanzbuchhaltung. Die Lohnkosten lassen sich strukturiert an die Buchhaltung übergeben.

Zahlen im Griff

Die Abrechnung im Zentrum: von Brutto zu Netto

Das Herzstück ist die eigentliche Entgeltabrechnung. Aus den Bruttobezügen der Mitarbeitenden errechnet die Software unter Anwendung der jeweils gültigen Steuer- und Sozialversicherungsregeln die Abzüge und den Nettobetrag. Dabei sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen: Steuerklasse und weitere Lohnsteuermerkmale, Kirchensteuer, die verschiedenen Zweige der Sozialversicherung mit ihren jeweiligen Beitragssätzen und Bemessungsgrenzen, Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Sachbezüge, geldwerte Vorteile und Einmalzahlungen. Der entscheidende Nutzen liegt darin, dass diese komplexe Berechnung nicht manuell, sondern regelbasiert und mit stets aktuellen gesetzlichen Grundlagen erfolgt. Gerade weil sich Beitragssätze, Freibeträge und Bemessungsgrenzen regelmäßig ändern, ist die laufende Pflege dieser Rechenlogik durch den Anbieter einer der wichtigsten Werte der Software.

Meldewesen als gesetzliche Pflicht ohne Handarbeit

Die Entgeltabrechnung endet nicht mit der Berechnung des Nettolohns. Ein erheblicher Teil des Aufwands – und des Fehlerrisikos – liegt in den gesetzlichen Melde- und Anmeldepflichten. Meldungen an die Sozialversicherung nach den vorgeschriebenen elektronischen Verfahren, die Lohnsteueranmeldung über ELSTER an das Finanzamt, Beitragsnachweise an die Krankenkassen: All das folgt festen Regeln, Fristen und Formaten. Lexware lohn+gehalt erzeugt diese Meldungen aus den Abrechnungsdaten und übermittelt sie über die vorgesehenen elektronischen Kanäle. Für kleine Betriebe ohne eigenes Lohnbüro ist das ein zentraler Entlastungsfaktor: Die Software führt durch die Pflichten, statt dass jede Meldung von Hand zusammengestellt werden müsste. Wichtig bleibt, dass die zugrunde liegenden Stammdaten korrekt gepflegt sind, denn fehlerhafte Merkmale führen zu fehlerhaften Meldungen.

Bescheinigungen, Auswertungen und die Brücke zur Buchhaltung

Rund um die Kernabrechnung fällt eine Reihe weiterer Dokumente und Auswertungen an. Beschäftigte erhalten ihre monatliche Verdienstabrechnung, am Jahresende die Lohnsteuerbescheinigung; bei bestimmten Anlässen sind Bescheinigungen für Behörden oder Sozialversicherungsträger zu erstellen. Für die interne Steuerung liefert die Software Lohnkonten, Lohnjournale und Auswertungen, die einen Überblick über die Personalkosten geben. Und schließlich schlägt sie die Brücke zur Finanzbuchhaltung: Die Lohn- und Gehaltskosten lassen sich als Buchungsbelege aufbereiten und an die Buchhaltung übergeben – im Lexware-Umfeld an die hauseigene Buchhaltung, darüber hinaus über Exportformate an andere Systeme. Damit schließt sich der Kreis von der Abrechnung bis zur korrekten Verbuchung der Personalaufwände.
Kapitel 04 · Automatisierung & Assistenten

Automatisierung und digitale Assistenten

Die Entgeltabrechnung ist ein stark regelbasierter Prozess mit festen Abläufen und wiederkehrenden Aufgaben – und damit ein natürliches Feld für Automatisierung und geführte Assistenten. Lexware lohn+gehalt setzt darauf, Anwenderinnen und Anwender durch die Prozesse zu führen und wiederkehrende Schritte zu automatisieren. Dieser Abschnitt ordnet das qualitativ ein, ohne konkrete Parameter oder Leistungswerte zu behaupten.

Der grundlegende Gedanke: Ein Kleinbetrieb, der selbst abrechnet, hat in der Regel kein spezialisiertes Lohnbüro und keine tiefe Payroll-Ausbildung. Die Software soll dieses fehlende Spezialwissen zu einem guten Teil ausgleichen, indem sie die richtigen Schritte zur richtigen Zeit vorschlägt, plausibilisiert und automatisiert. Zwei Wirkrichtungen sind dabei zentral: erstens die Führung durch den Abrechnungslauf mit Assistenten, die durch komplexe Vorgänge leiten, und zweitens die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben wie der monatlichen Abrechnung, der Meldungen und der Aktualisierung der gesetzlichen Grundlagen.

Geführte Prozesse und Assistenten

Ein wesentliches Gestaltungsprinzip von Lexware-Software ist die Führung durch geführte Abläufe. Statt Anwenderinnen und Anwender mit einer leeren Maske allein zu lassen, leiten Assistenten durch abrechnungsrelevante Vorgänge – etwa das Anlegen eines neuen Mitarbeitenden mit allen nötigen Steuer- und SV-Merkmalen, die Durchführung des monatlichen Abrechnungslaufs oder das Erstellen und Übermitteln von Meldungen. Diese geführte Arbeitsweise ist gerade für kleine Betriebe wertvoll, in denen die Abrechnung nebenbei erledigt wird und kein tägliches Routinewissen vorhanden ist. Sie senkt die Einstiegshürde und reduziert die Wahrscheinlichkeit, einen Pflichtschritt zu übersehen. Der konkrete Umfang und die Ausgestaltung solcher Assistenten unterscheiden sich zwischen den Varianten und sollten anhand der eigenen Anforderungen beim Anbieter geprüft werden.

Automatische Aktualisierung der gesetzlichen Grundlagen

Eine der wichtigsten Formen der Automatisierung ist unsichtbar, aber zentral: die laufende Aktualisierung der rechtlichen Grundlagen. Beitragssätze, Bemessungsgrenzen, Steuertabellen, Freibeträge und Meldeverfahren ändern sich regelmäßig, häufig zum Jahreswechsel. Für einen Kleinbetrieb wäre es kaum leistbar, all diese Änderungen selbst zu verfolgen und korrekt umzusetzen. Lexware pflegt diese Grundlagen über regelmäßige Programmaktualisierungen ein – in der Cloud-Variante geschieht das automatisch im Hintergrund, in der Desktop-Variante über bereitgestellte Updates, deren Einspielung gerade zum Jahreswechsel wichtig ist. Diese kontinuierliche Rechtsstand-Pflege ist einer der Kernwerte der Software und ein wesentlicher Grund, warum eine gepflegte Standardlösung einer selbst gebauten Tabellenkalkulation überlegen ist.

Automatisierung mit Augenmaß

Aus Beratungssicht ist bei aller Automatisierung ein realistischer Blick angebracht. Automatisierte Abläufe und Assistenten entlasten und reduzieren Fehler – sie ersetzen aber nicht das Verständnis für die eigenen Daten. Die Software rechnet korrekt mit dem, was ihr an Stammdaten und Bezügen vorliegt; sind diese Eingaben falsch, ist auch das Ergebnis falsch. Automatisierung verlagert die Sorgfalt damit von der Berechnung zur Datenpflege und zur Plausibilitätskontrolle. Ebenso gilt: Die Verantwortung für die Richtigkeit der Abrechnung und der Meldungen bleibt beim Unternehmen. Automatisierte Vorschläge und geführte Prozesse sind wertvolle Assistenten; die abschließende Prüfung – gerade bei Sonderfällen, ungewöhnlichen Bezügen oder Zweifelsfragen – bleibt Aufgabe der abrechnenden Person, im Zweifel in Abstimmung mit Steuerberatung oder Fachkraft.
Software rechnet, Mensch verantwortet

Geführte Assistenten und die automatische Pflege der Rechtsstände sind ein großer Gewinn gerade für kleine Betriebe – sie senken Hürden und Fehlerrisiko. Gute Praxis bleibt trotzdem, die Stammdaten sorgfältig zu pflegen und die Ergebnisse zu plausibilisieren. Die Software führt und rechnet; die Verantwortung für die korrekte Abrechnung und rechtzeitige Meldung trägt das Unternehmen. Bei Zweifelsfragen ist die Abstimmung mit der Steuerberatung der sichere Weg.

Kapitel 05 · Integrationen & Ökosystem

Integrationen und das Ökosystem

Eine Abrechnungssoftware steht selten allein. Erst im Zusammenspiel mit der Buchhaltung, mit der Steuerberatung, mit Zeiterfassung und mit dem übrigen Lexware-Umfeld entfaltet Lexware lohn+gehalt seinen vollen Nutzen. Insbesondere der Datenaustausch mit dem Steuerberater und die Anbindung an die Finanzbuchhaltung sind für die Praxis entscheidend.

Der Gedanke dahinter ist eine saubere Arbeitsteilung: Die Lohnsoftware erzeugt die abrechnungsrelevanten Daten und Meldungen, andere Systeme liefern Vorleistungen oder verarbeiten die Ergebnisse weiter. Damit dies reibungslos funktioniert, müssen die Systeme über verlässliche Wege Daten austauschen – ohne doppelte Erfassung und ohne manuelle Übertragung, die Aufwand und Fehlerrisiko erhöht. Für kleine und mittlere Betriebe ist besonders die Frage relevant, wie die Software mit dem Steuerberater und mit der eigenen Buchhaltung zusammenarbeitet.
Steuerberater-Anbindung
Kernbereich

Austausch von Abrechnungs- und Buchungsdaten mit der Steuerberatung – etwa über den verbreiteten DATEV-Export. Viele Kanzleien arbeiten mit DATEV; ein passendes Exportformat erleichtert die Zusammenarbeit erheblich und vermeidet doppelte Erfassung.

NutzenKanzlei-Übergabe
FormatDATEV-Export
RelevanzSehr hoch
Finanzbuchhaltung
Buchung

Übergabe der Lohn- und Gehaltskosten als Buchungsbelege an die Finanzbuchhaltung – innerhalb des Lexware-Umfelds an die hauseigene Buchhaltung, darüber hinaus über Exportformate an andere Buchhaltungssysteme. So werden Personalaufwände korrekt verbucht.

NutzenVerbuchung
RichtungLohn zu FiBu
UmfeldLexware & extern
ELSTER & Behörden
Amtliche Kanäle

Elektronische Übermittlung an die Finanzverwaltung über ELSTER und an die Sozialversicherung über die vorgeschriebenen Meldeverfahren. Diese Anbindungen sind kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil der gesetzlich konformen Abrechnung.

ZielFinanzamt / SV
WegElektronisch
CharakterPflicht
Zeiterfassung & Vorsysteme
Vordaten

Übernahme von abrechnungsrelevanten Zeit- und Bewegungsdaten aus Zeiterfassung oder anderen Vorsystemen – etwa geleistete Stunden, Zuschläge oder Abwesenheiten. Der konkrete Weg reicht von Import bis manueller Erfassung und hängt von den beteiligten Systemen ab.

NutzenWeniger Tippen
QuelleZeitdaten
WegImport / Erfassung
Zahlungsverkehr
Banking

Erzeugung der Zahlungsdateien für Löhne, Gehälter sowie für Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge im vorgesehenen Überweisungsformat, sodass die Auszahlungen fristgerecht über das Online-Banking angestoßen werden können.

NutzenZahlungen
ErgebnisÜberweisungsdatei
ZielFristgerecht
Lexware-Programmfamilie
Ökosystem

Zusammenspiel mit den übrigen kaufmännischen Lexware-Programmen – Buchhaltung, Faktura, Warenwirtschaft – aus einer Hand. Wer bereits im Lexware-Umfeld arbeitet, profitiert von aufeinander abgestimmten Bausteinen und einem einheitlichen Anbieter.

NutzenEin Anbieter
WirkungWeniger Brüche
UmfeldKaufm. Software

Der DATEV-Export und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist die wichtigste Integration die zur Steuerberatung. Auch wer die Lohnabrechnung selbst durchführt, arbeitet in aller Regel weiter mit einer Kanzlei zusammen – etwa für die Finanzbuchhaltung, den Jahresabschluss oder die Prüfung von Zweifelsfragen. Da ein Großteil der Steuerberater mit DATEV arbeitet, ist ein passender Export der Abrechnungs- und Buchungsdaten im DATEV-Format ein erheblicher Vorteil: Die in Lexware lohn+gehalt erzeugten Lohndaten lassen sich strukturiert an die Kanzlei übergeben, ohne dass dort Belege erneut erfasst werden müssen. Aus Beratungssicht sollte diese Schnittstelle früh mit der Steuerberatung abgestimmt werden – welches Format, welche Konten und welcher Übergabeweg genutzt werden. Eine klare Absprache vermeidet Reibung und Doppelarbeit auf beiden Seiten.

Die Buchung der Lohnkosten und das Lexware-Umfeld

Ein zweiter zentraler Berührungspunkt ist die Finanzbuchhaltung. Löhne und Gehälter sind ein wesentlicher Kostenblock, der korrekt verbucht werden muss. Lexware lohn+gehalt kann die Abrechnungsergebnisse als Buchungsbelege aufbereiten und an die Buchhaltung übergeben. Innerhalb des Lexware-Ökosystems greift das besonders gut, weil Lohn und Buchhaltung aus einer Hand kommen und aufeinander abgestimmt sind; darüber hinaus stehen Exportformate für andere Buchhaltungssysteme oder die Kanzlei bereit. Für Betriebe, die ohnehin mit Lexware buchhalten oder fakturieren, ist dieses durchgängige Umfeld ein pragmatischer Vorteil: ein Anbieter, ein Ansprechpartner und aufeinander abgestimmte Bausteine reduzieren Systembrüche. Wer eine andere Buchhaltungs- oder HR-Landschaft betreibt, sollte die verfügbaren Exportwege und Formate vorab auf die eigenen Systeme prüfen.
Kapitel 06 · Marktvergleich

Lexware lohn+gehalt im Vergleich zu Wettbewerbern

Wie ordnet sich Lexware lohn+gehalt gegenüber DATEV-basierten Lohnlösungen, gegenüber anderen KMU-Anbietern wie Sage und gegenüber HR-Suiten mit integrierter oder angebundener Payroll wie Personio ein? Diese Übersicht hilft bei der Frage „wann was“ – ohne den Anspruch, jede Konstellation abzubilden. Maßgeblich bleibt der individuelle Anforderungskatalog.

Kriterium Lexware lohn+gehalt DATEV Lohn Sage (Lohn) Personio
Kategorie-Schwerpunkt Payroll für KMU Payroll & Kanzlei Payroll & kaufm. Software HR-Suite / HCM
Zielgruppe Klein & Mittel KMU & Kanzleien Klein & Mittel Mittelstand
Eigenständige Abrechnung Kernfunktion Kernfunktion Kernfunktion Teils über Partner
Breite HR-Verwaltung Kein Fokus Kein Fokus Je nach Modul Breit
Kanzlei-/DATEV-Nähe Export vorhanden Sehr stark Export vorhanden Über Schnittstellen
DACH-Rechtsstand-Pflege Sehr stark Sehr stark Stark Stark
Betriebsmodell Desktop & Cloud Desktop & Cloud Desktop & Cloud SaaS (Cloud)
Einstiegshürde für Kleinbetrieb Gering Mittel Mittel Gering

Lexware lohn+gehalt gegenüber DATEV-Lohnlösungen

Der wichtigste Vergleich im deutschen Markt ist der zu DATEV. DATEV ist die dominierende Plattform in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberatern und bietet leistungsfähige Lohnlösungen, die stark auf das Kanzleiumfeld ausgerichtet sind. Lexware lohn+gehalt positioniert sich demgegenüber als Standardsoftware, die ein Unternehmen eigenständig und ohne Kanzleianbindung betreiben kann – niedrigschwellig, auf den Kleinbetrieb zugeschnitten und ohne die Voraussetzung, in die DATEV-Welt eingebunden zu sein. Wichtig ist dabei, dass sich beide nicht ausschließen: Da Lexware einen DATEV-Export bietet, kann ein Betrieb selbst mit Lexware abrechnen und die Daten dennoch an eine DATEV-arbeitende Kanzlei übergeben. Die Wahl hängt davon ab, wie eng die Zusammenarbeit mit der Steuerberatung ist und ob die Abrechnung vollständig im eigenen Haus liegen soll.

Lexware lohn+gehalt gegenüber anderen KMU-Anbietern wie Sage

Im engeren Wettbewerbsfeld der Standardsoftware für kleine und mittlere Unternehmen stehen Anbieter wie Sage und weitere Lohnlösungen. Alle bewegen sich im selben Segment und decken die Kernabrechnung mit Meldewesen ab; die Unterschiede liegen eher im Zuschnitt der Editionen, in der Nähe zu angrenzenden kaufmännischen Modulen, in der Bedienung und im jeweiligen Ökosystem. Lexware punktet für viele Kleinbetriebe mit seiner Bekanntheit, der geführten Bedienung und der Einbindung in eine vertraute Familie kaufmännischer Programme. Aus Beratungssicht gilt hier: Die richtige Wahl ergibt sich nicht aus dem Markennamen, sondern aus einem ehrlichen Abgleich der eigenen Anforderungen – Betriebsgröße, Abrechnungsfälle, vorhandene Software, gewünschtes Betriebsmodell – mit den Stärken der jeweiligen Lösung.

Lexware lohn+gehalt gegenüber HR-Suiten wie Personio

Ein anderer Vergleich ist der zu HR-Suiten wie Personio. Diese decken die Personaladministration breit ab – digitale Personalakte, Abwesenheiten, Recruiting, Onboarding – und bilden die Lohnabrechnung häufig über integrierte Bausteine oder Partner ab. Lexware lohn+gehalt geht umgekehrt vor: Es setzt bei der Abrechnung an und geht dort in die Tiefe, verzichtet dafür auf die breite HR-Verwaltung. Für einen Kleinbetrieb, dessen eigentlicher Schmerzpunkt die monatliche Abrechnung ist, ist die fokussierte Payroll oft der pragmatischere Einstieg. Wächst der Bedarf an HR-Funktionen, ergibt sich häufig eine Arbeitsteilung oder ein späterer Umstieg. Beide Ansätze schließen sich nicht aus – entscheidend ist, wo der aktuelle und der absehbare Bedarf liegt.
Kapitel 07 · Einführung & Betrieb

Einführung und Betrieb: Desktop oder Cloud

Die Software-Auswahl ist nur der Anfang. Über den reibungslosen Betrieb entscheidet die saubere Einrichtung – insbesondere die korrekte Anlage der Stammdaten und Lohnarten, die Wahl des Betriebsmodells und ein verlässlicher Ablauf für den monatlichen Abrechnungslauf und die Meldungen. Eine bewährte Reihenfolge hilft, typische Fallstricke zu vermeiden.

Lexware lohn+gehalt lässt sich klassisch als Desktop-Software auf dem eigenen Rechner installieren oder cloudbasiert im Rahmen von Lexware Office nutzen. Die Cloud-Variante senkt den Aufwand für Installation, Wartung und Aktualisierung und ermöglicht ortsunabhängiges Arbeiten über den Browser – gerade für Betriebe ohne eigene IT-Betreuung oder mit mehreren Arbeitsorten ein pragmatischer Weg. Die Desktop-Variante bietet eine vertraute lokale Arbeitsweise mit Datenhaltung auf dem eigenen Rechner und wird von Betrieben geschätzt, die eine installierte Umgebung bevorzugen. Die Wahl des Betriebsmodells ist damit auch eine Frage der Arbeitsorganisation und der IT-Situation und sollte bewusst getroffen werden.
01
Betriebsmodell und Datenübernahme klären
Zuerst die Grundsatzfrage: Desktop oder Cloud über Lexware Office? Und: Wird ein bestehender Datenbestand aus einer Vorlösung oder vom Steuerberater übernommen? Eine geordnete Übernahme der Stamm- und Bestandsdaten – idealerweise zu einem sauberen Stichtag wie dem Jahres- oder Quartalswechsel – erspart spätere Korrekturen.
02
Stammdaten und Lohnarten sauber anlegen
Das Fundament jeder korrekten Abrechnung: Mitarbeiterstammdaten mit Steuer- und SV-Merkmalen, Bankverbindungen, Ein- und Austritte sowie die betrieblich genutzten Lohnarten und Bezüge. Fehler an dieser Stelle wirken sich auf Abrechnung und Meldungen aus – Sorgfalt hier zahlt sich über Jahre aus.
03
Schnittstellen zu Steuerberater und Buchhaltung einrichten
Den DATEV-Export beziehungsweise die Übergabe an die Finanzbuchhaltung mit der Steuerberatung abstimmen: welches Format, welche Konten, welcher Übergabeweg. Ebenso den Zahlungsverkehr für Löhne und Beiträge einrichten. Eine frühe Absprache vermeidet Doppelarbeit auf beiden Seiten.
04
Datenschutz und Zugriffe regeln
Beim Cloud-Betrieb den Auftragsverarbeitungsvertrag klären, Zugriffe auf die sensiblen Lohndaten auf befugte Personen beschränken und Aufbewahrungs- sowie Löschfristen definieren. Entgeltdaten gehören zu den schützenswertesten Daten im Unternehmen und verlangen ein durchdachtes Rechte- und Zugriffskonzept.
05
Testlauf und erste produktive Abrechnung
Vor dem scharfen Start ein Probelauf: eine Abrechnungsperiode durchrechnen, Ergebnisse plausibilisieren und gegen bekannte Werte prüfen. Der Abgleich der ersten produktiven Abrechnung mit der Vorlösung oder den Erwartungswerten deckt Konfigurationsfehler auf, bevor sie sich fortsetzen.
06
Laufender Betrieb, Updates und Jahreswechsel
Im Dauerbetrieb folgt der monatliche Rhythmus aus Abrechnungslauf, Meldungen und Zahlungen. Besonders wichtig ist die rechtzeitige Aktualisierung – in der Desktop-Variante das Einspielen der Updates, gerade zum Jahreswechsel, in der Cloud automatisch. Der Jahreswechsel mit neuen Werten und Meldungen ist der anspruchsvollste Termin im Payroll-Jahr.

Warum die saubere Ersteinrichtung über den Erfolg entscheidet

Die häufigste Ursache für Probleme in der eigenen Lohnabrechnung ist nicht die Software, sondern eine unsaubere Ersteinrichtung. Wenn Stammdaten unvollständig, Steuer- oder SV-Merkmale falsch oder Lohnarten unpassend angelegt sind, produziert selbst eine korrekt rechnende Software fehlerhafte Ergebnisse und fehlerhafte Meldungen – mit Folgen für Beschäftigte und Behörden. Umgekehrt zahlt sich eine gründliche Einrichtung über Jahre aus, weil sie Monat für Monat verlässliche Abrechnungen und Meldungen ermöglicht. Aus Beratungssicht lohnt es sich, gerade den Einstieg – und besonders die Datenübernahme von einer Vorlösung oder vom Steuerberater – sorgfältig zu planen und im Zweifel fachkundig begleiten zu lassen. Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist ein sauberer Stichtag wie der Jahreswechsel.

Der Jahreswechsel als kritischer Termin

Ein Charakteristikum der Entgeltabrechnung ist der Jahreswechsel. Zum Jahresbeginn ändern sich regelmäßig Beitragssätze, Bemessungsgrenzen, Freibeträge und teils die Meldeverfahren; zugleich sind Jahresmeldungen und -bescheinigungen zu erstellen. In der Cloud-Variante werden die neuen gesetzlichen Grundlagen automatisch eingespielt, was diesen Termin spürbar entlastet. In der Desktop-Variante ist es entscheidend, die bereitgestellten Jahreswechsel-Updates rechtzeitig einzuspielen, bevor die erste Abrechnung des neuen Jahres erstellt wird. Wer diesen Rhythmus kennt und einplant, kommt gut durch das Payroll-Jahr; wer ihn unterschätzt, riskiert Abrechnungen auf veralteter Grundlage. Aus Beratungssicht gehört der Umgang mit dem Jahreswechsel fest in jede Einführungs- und Betriebsplanung.
Kapitel 08 · Einsatz im Kleinbetrieb

Einsatz im Kleinbetrieb und Mittelstand

Der Nutzen von Lexware lohn+gehalt zeigt sich besonders dort, wo Betriebe ihre Entgeltabrechnung mit überschaubarer Belegschaft selbst durchführen wollen. Überall, wo die Abrechnung korrekt und pünktlich erfolgen muss, ein eigenes Lohnbüro aber weder vorhanden noch wirtschaftlich ist, wirkt eine bewährte Standardsoftware unmittelbar auf Kosten, Kontrolle und Verlässlichkeit.

Der gemeinsame Nenner dieser Betriebe ist, dass die Lohnabrechnung eine unverzichtbare, aber nicht wertschöpfende Pflichtaufgabe ist: Sie muss stimmen, sie muss fristgerecht sein, und sie darf nicht zu viel Zeit binden. Zugleich fehlt in kleinen Unternehmen häufig das spezialisierte Fachwissen, und die Auslagerung an den Steuerberater ist zwar bequem, aber laufend kostenpflichtig und weniger flexibel. Genau in diesem Spannungsfeld liegt die Kernbegründung für eine selbst betriebene Standardlösung wie Lexware lohn+gehalt.
Handwerk & Bau

Inhabergeführte Betriebe mit einer überschaubaren Zahl von Beschäftigten, oft mit Zuschlägen, Auslösen oder branchentypischen Bezügen. Eine geführte Standardsoftware macht die selbst durchgeführte Abrechnung beherrschbar, ohne ein eigenes Lohnbüro zu erfordern.

Selbst abrechnen
Handel & Dienstleistung

Kleine Handels- und Dienstleistungsbetriebe mit Teil- und Vollzeitkräften sowie Aushilfen. Unterschiedliche Beschäftigungsformen und wechselnde Belegschaft lassen sich in der Software abbilden und Monat für Monat verlässlich abrechnen.

Mischbelegschaft abbilden
Praxen & Kanzleien

Arzt- und Zahnarztpraxen, Kanzleien und ähnliche kleine Organisationen mit fester Belegschaft. Hier zählen Zuverlässigkeit, korrekte Meldungen und ein geringer laufender Aufwand – eine bewährte Standardlösung passt gut zu diesem Bedarf.

Zuverlässig & schlank
Agenturen & kleine Mittelständler

Wachsende Betriebe, die die Abrechnung aus der Hand des Steuerberaters zurück ins eigene Haus holen möchten – für mehr Kontrolle, schnellere Auskunftsfähigkeit und planbare Kosten. Eine höherwertige Edition kann mit dem Wachstum mitgehen.

Kontrolle zurückholen

Wo der wirtschaftliche Hebel liegt

Der Nutzen lässt sich konkret benennen, auch ohne pauschale Prozentversprechen: Eine selbst betriebene Standardsoftware ersetzt die laufenden, pro Abrechnung anfallenden Kosten der Auslagerung durch überschaubare, planbare Softwarekosten – wobei die eigene Arbeitszeit einzurechnen ist. Sie schafft Unabhängigkeit und Auskunftsfähigkeit: Fragen von Mitarbeitenden zur Abrechnung, kurzfristige Änderungen oder Auswertungen lassen sich im eigenen Haus sofort erledigen, statt auf die Kanzlei zu warten. Und sie hält die sensiblen Entgeltdaten im direkten Zugriff des Unternehmens. Diesen Vorteilen steht der Aufwand gegenüber, sich mit der Abrechnung auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Ob sich der Wechsel lohnt, hängt von der Betriebsgröße, der Komplexität der Abrechnungsfälle und der Bereitschaft ab, die Aufgabe intern zu tragen – diese Abwägung sollte anhand der eigenen Zahlen erfolgen.

Selbst abrechnen oder auslagern – die Grundsatzfrage

Für viele Kleinbetriebe ist die eigentliche Entscheidung nicht die zwischen zwei Softwareprodukten, sondern die grundsätzlichere Frage: die Abrechnung selbst durchführen oder an den Steuerberater auslagern? Eine hilfreiche Orientierung: Je einfacher und stabiler die Abrechnungsfälle sind, je mehr Wert auf unmittelbare Kontrolle und Auskunftsfähigkeit gelegt wird und je stärker die laufenden Auslagerungskosten ins Gewicht fallen, desto eher spricht es für die eigene Software. Je komplexer und seltener die Fälle, je knapper die interne Zeit und je größer die Scheu vor der Verantwortung, desto eher bleibt die Auslagerung sinnvoll. Häufig ist auch ein Mittelweg tragfähig: selbst abrechnen mit Lexware und die Steuerberatung über den DATEV-Export für Buchhaltung und Zweifelsfragen weiter einbinden. Aus Beratungssicht sollte diese Grundsatzentscheidung bewusst und anhand der eigenen Situation getroffen werden.
Praxis-Tipp zur Entscheidung

Bevor Sie zwischen Selbstabrechnung und Auslagerung entscheiden, machen Sie eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie viele Mitarbeitende rechnen Sie ab, wie stabil und einfach sind die Fälle, wie hoch sind die aktuellen Auslagerungskosten, und wer im Betrieb kann die Aufgabe verlässlich übernehmen? Diese vier Fragen zeigen schnell, ob eine selbst betriebene Standardsoftware wie Lexware lohn+gehalt der passende Weg ist – oder ob die Auslagerung beziehungsweise ein Mittelweg sinnvoller bleibt.

Kapitel 09 · Kosten & DSGVO

Kosten, DSGVO und Datenhoheit

Zwei Themen entscheiden am Ende oft über die Auswahl: die wirtschaftliche Gesamtbetrachtung und der Datenschutz. Dieser Abschnitt ordnet die Kostenlogik ein, ohne erfundene Beträge zu nennen, und erläutert die Datenschutzaspekte. Er ersetzt keine Rechtsberatung; die konkrete Bewertung gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls fachkundiger Beratung.

Lexware lohn+gehalt wird – je nach Ausprägung – als Desktop-Lizenz beziehungsweise Abonnement oder als cloudbasierte Nutzung im Rahmen von Lexware Office angeboten. Die Kosten hängen typischerweise von der gewählten Variante und Edition, vom Betriebsmodell (Desktop oder Cloud) und häufig von der Zahl der abzurechnenden Mitarbeitenden ab. Statt eines pauschalen Werts gibt es gestaffelte Angebote; die aktuellen Konditionen sollten direkt beim Anbieter geprüft werden. Belastbare Zahlen ergeben sich erst aus dem konkreten Zuschnitt, der zur Betriebsgröße und zu den Anforderungen passt.
Preismodell
Lizenz oder Abo
Desktop-Kauf/Abo oder Cloud-Abo
  • Die Desktop-Variante wird als Lizenz beziehungsweise Abonnement angeboten, die Cloud-Nutzung als laufendes Abo. Welches Modell passt, hängt von Arbeitsweise, IT-Situation und Aktualisierungsbedarf ab. Aktuelle Konditionen beim Anbieter prüfen.
Preistreiber
Edition + Umfang
Variante × Funktionsumfang
  • Die Kosten skalieren mit der gewählten Edition und dem Funktionsumfang – und oft mit der Zahl der abzurechnenden Mitarbeitenden. Die Einstiegsvariante ist schlanker als höherwertige Editionen mit erweitertem Umfang.
Laufende Aktualität
Update inklusive?
Rechtsstand-Pflege im Preis
  • Zentral ist die laufende Pflege der gesetzlichen Grundlagen. Prüfen Sie, wie die Aktualisierungen – gerade zum Jahreswechsel – im gewählten Modell abgedeckt sind. Eine gepflegte Lösung ist ihren Preis vor allem durch diese Aktualität wert.
Wirtschaftlichkeit
TCO vs. Auslagerung
Eigenbetrieb gegen Kanzleikosten
  • Maßgeblich ist die Gesamtbetrachtung: Softwarekosten plus eigene Arbeitszeit im Vergleich zu den laufenden Kosten der Auslagerung an den Steuerberater. Nicht der reine Lizenzpreis entscheidet, sondern der Gesamtnutzen.

Was den Preis treibt und wie man ihn einordnet

Die Kosten bestimmen sich vor allem aus der gewählten Variante und Edition, dem Betriebsmodell und häufig der Zahl der abzurechnenden Mitarbeitenden. Hinzu kommt der oft unterschätzte, aber entscheidende Wert der laufenden Rechtsstand-Pflege: Eine Lohnsoftware ist nur so viel wert wie ihre Aktualität, denn eine Abrechnung auf veralteter gesetzlicher Grundlage ist wertlos oder sogar riskant. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie Variante, Edition und Aktualisierungsmodell selten sauber abbilden. Aus Beratungssicht ist es wichtig, die Gesamtbetriebskosten – Software, Aktualisierung und eigene Arbeitszeit – dem Nutzen und der Alternative der Auslagerung gegenüberzustellen. Konkrete Konditionen sollten stets direkt beim Anbieter eingeholt und im Verhältnis zur eigenen Betriebsgröße bewertet werden.

DSGVO und EU-Datenhoheit als Stärke des deutschen Anbieters

Entgeltdaten gehören zu den sensibelsten personenbezogenen Daten überhaupt – sie umfassen Einkommen, Steuer- und Sozialversicherungsmerkmale, teils Angaben zu Familienstand, Konfession oder Pfändungen. Datenschutz ist hier keine Nebensache, sondern eine Kernanforderung. Als deutscher Anbieter mit Sitz in Freiburg und Datenverarbeitung im europäischen Raum bringt Lexware einen strukturellen Vorteil mit: Die EU-Datenhoheit und die Nähe zum deutschen und europäischen Rechtsrahmen reduzieren Drittlandrisiken und erleichtern die datenschutzrechtliche Bewertung. Bei der Desktop-Variante liegen die Daten ohnehin lokal im eigenen Haus; bei der Cloud-Nutzung ist die Verarbeitung im EU-Raum ein wichtiges Argument für die digitale Souveränität. Für viele deutsche Kleinbetriebe ist die Frage, wo die Lohndaten liegen und welchem Rechtsrahmen der Anbieter unterliegt, ein zunehmend wichtiges Auswahlkriterium. Die konkrete Ausgestaltung – Verarbeitungsort, Auftragsverarbeitung, technisch-organisatorische Maßnahmen – sollte dennoch stets vertraglich geprüft und dokumentiert werden.
Datenschutz-Bausteine im Überblick

Bei der Verarbeitung von Entgeltdaten sind mehrere datenschutzrechtliche Bausteine zu beachten. Folgende Punkte sind in der Praxis besonders relevant – als Orientierung, nicht als abschließende rechtliche Prüfung:

AVV
Auftragsverarbeitungsvertrag bei der Cloud-Nutzung, da Entgeltdaten im Auftrag verarbeitet werden
EU-Datenhoheit
Deutscher Anbieter mit Verarbeitung im EU-Raum reduziert Drittlandrisiken und stärkt die Souveränität
Zugriffsrechte
Zugriff auf die hochsensiblen Lohndaten strikt auf befugte Personen beschränken
Lokale Datenhaltung
Bei der Desktop-Variante liegen die Daten im eigenen Haus – mit entsprechender Verantwortung für Sicherung und Schutz
Zweckbindung
Entgeltdaten dürfen nur für die Abrechnung und die damit verbundenen Pflichten genutzt werden
Aufbewahrung
Gesetzliche Aufbewahrungs- und Löschfristen für Lohnunterlagen müssen beachtet und umgesetzt werden

Datensicherung und Verantwortung je nach Betriebsmodell

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Datensicherung – und hier unterscheiden sich die Betriebsmodelle. Bei der Desktop-Variante liegen die Lohndaten lokal auf dem eigenen Rechner; die Verantwortung für regelmäßige Sicherungen, für den Schutz vor Verlust und für die Absicherung des Geräts liegt vollständig im eigenen Haus. Ein Datenverlust ohne Sicherung wäre bei den kritischen Lohndaten besonders schwerwiegend. Bei der Cloud-Nutzung übernimmt der Anbieter einen Teil dieser Aufgaben, dafür ist die Verarbeitung durch einen Auftragsverarbeitungsvertrag zu regeln. Unabhängig vom Modell gilt: Entgeltdaten verlangen ein hohes Schutzniveau, einen klar begrenzten Kreis von Zugriffsberechtigten und die Einhaltung der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für Lohnunterlagen. Diese Punkte gehören von Beginn an in die Betriebsorganisation.
Keine Rechts- oder Steuerberatung

Die hier dargestellten Punkte sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Die konkrete datenschutzrechtliche Bewertung Ihres Einzelfalls – einschließlich AVV-Prüfung bei der Cloud-Nutzung, Aufbewahrungsfristen und Zugriffskonzept – sowie alle abrechnungs- und steuerrechtlichen Zweifelsfragen gehören in die Hände Ihres Datenschutzbeauftragten, Ihrer Steuerberatung oder fachkundiger juristischer Beratung.

Kapitel 10 · Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zu Lexware lohn+gehalt

Diese Fragen tauchen in Auswahl- und Beratungsgesprächen rund um die eigene Lohnabrechnung am häufigsten auf – kurz und sachlich beantwortet, herstellerneutral und ohne erfundene Exaktpreise oder Leistungsversprechen.

Was genau ist Lexware lohn+gehalt?
Lexware lohn+gehalt ist eine deutsche Software für die betriebliche Lohn- und Gehaltsabrechnung, angeboten von Lexware, einer Marke der Haufe Group aus Freiburg. Sie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Entgeltabrechnung selbst durchführen möchten. Sie deckt die eigentliche Abrechnung, das gesetzliche Melde- und Bescheinigungswesen sowie die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsprozesse ab – wahlweise als Desktop-Software oder cloudbasiert über Lexware Office. Der Fokus liegt bewusst auf der Payroll, nicht auf einer breiten HR-Verwaltung.
Ist Lexware lohn+gehalt eine vollständige HR-Software wie Personio?
Nein, und das ist bewusst so. Lexware lohn+gehalt ist eine fokussierte Abrechnungssoftware mit Schwerpunkt auf der Entgeltabrechnung und dem Meldewesen, keine breite HR-Suite mit Recruiting, digitaler Personalakte und Talentmanagement. Für einen Kleinbetrieb, dessen eigentlicher Bedarf die monatliche Abrechnung ist, ist dieser Zuschnitt oft genau richtig. Wächst der Bedarf an weitergehenden HR-Funktionen, ergibt sich häufig eine Arbeitsteilung mit einer HR-Lösung oder ein späterer Umstieg. Entscheidend ist, wo der aktuelle und der absehbare Bedarf liegt.
Kann ich mit Lexware lohn+gehalt selbst abrechnen, ohne Lohnbüro-Kenntnisse?
Das ist der Kernanspruch der Software. Geführte Assistenten leiten durch die abrechnungsrelevanten Schritte, und die gesetzlichen Grundlagen werden über regelmäßige Aktualisierungen gepflegt, sodass kein tiefes Payroll-Fachwissen nötig ist. Wichtig bleibt eine sorgfältige Pflege der Stammdaten und die Plausibilisierung der Ergebnisse, denn die Software rechnet korrekt mit dem, was ihr vorliegt. Bei ungewöhnlichen Fällen oder Zweifelsfragen ist die Abstimmung mit der Steuerberatung der sichere Weg. Die Verantwortung für die Richtigkeit bleibt beim Unternehmen.
Desktop oder Cloud über Lexware Office – was ist besser?
Das hängt von Ihrer Arbeitsweise ab. Die Desktop-Variante bietet eine vertraute lokale Umgebung mit Datenhaltung auf dem eigenen Rechner und wird von Betrieben geschätzt, die Programme lieber installieren. Die Cloud-Nutzung über Lexware Office punktet mit ortsunabhängigem Zugriff über den Browser, automatischer Aktualisierung der Rechtsstände und dem Wegfall eigener Installation und Wartung. Wer im Homeoffice oder an mehreren Orten arbeitet und keine eigene IT-Betreuung hat, für den spricht vieles für die Cloud; wer eine eingespielte lokale Umgebung pflegt, kann bei Desktop bleiben. Die Entscheidung sollte bewusst getroffen werden.
Erledigt die Software auch Meldungen an Sozialversicherung und Finanzamt?
Ja, das gesetzliche Melde- und Bescheinigungswesen ist integraler Bestandteil. Aus den Abrechnungsdaten werden die elektronischen Meldungen an die Sozialversicherung nach den vorgeschriebenen Verfahren sowie die Lohnsteueranmeldung über ELSTER an die Finanzverwaltung erzeugt und über die vorgesehenen Kanäle übermittelt. Ebenso entstehen die üblichen Bescheinigungen wie Verdienstabrechnungen und Lohnsteuerbescheinigungen. Voraussetzung ist, dass die zugrunde liegenden Stammdaten korrekt gepflegt sind, denn fehlerhafte Merkmale führen zu fehlerhaften Meldungen.
Kann ich die Daten an meinen Steuerberater übergeben?
Ja. Da viele Steuerberater mit DATEV arbeiten, bietet Lexware einen entsprechenden Export der Abrechnungs- und Buchungsdaten, sodass die Kanzlei die Daten übernehmen kann, ohne Belege erneut zu erfassen. So lässt sich die Abrechnung selbst durchführen und die Steuerberatung dennoch für Buchhaltung, Jahresabschluss und Zweifelsfragen einbinden – ein in der Praxis häufiger und tragfähiger Mittelweg. Stimmen Sie Format, Konten und Übergabeweg früh mit Ihrer Kanzlei ab, um Doppelarbeit zu vermeiden.
Wie unterscheidet sich Lexware lohn+gehalt von DATEV?
DATEV ist die dominierende Plattform in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberatern und stark auf das Kanzleiumfeld ausgerichtet. Lexware lohn+gehalt positioniert sich als niedrigschwellige Standardsoftware, die ein Betrieb eigenständig und ohne Kanzleianbindung betreiben kann. Beide schließen sich nicht aus: Über den DATEV-Export kann ein Unternehmen selbst mit Lexware abrechnen und die Daten dennoch an eine DATEV-arbeitende Kanzlei übergeben. Die Wahl hängt davon ab, wie eng die Zusammenarbeit mit der Steuerberatung ist und ob die Abrechnung vollständig im eigenen Haus liegen soll.
Was passiert beim Jahreswechsel mit den neuen gesetzlichen Werten?
Der Jahreswechsel ist der wichtigste Termin im Payroll-Jahr, weil sich regelmäßig Beitragssätze, Bemessungsgrenzen, Freibeträge und teils Meldeverfahren ändern und Jahresmeldungen anstehen. In der Cloud-Variante werden die neuen Grundlagen automatisch eingespielt. In der Desktop-Variante ist es entscheidend, die bereitgestellten Jahreswechsel-Updates rechtzeitig einzuspielen, bevor die erste Abrechnung des neuen Jahres erstellt wird. Wer diesen Rhythmus einplant, kommt zuverlässig durch den Jahreswechsel; wer ihn unterschätzt, riskiert Abrechnungen auf veralteter Grundlage.
Wie steht es um DSGVO und Datenhoheit?
Entgeltdaten gehören zu den sensibelsten personenbezogenen Daten. Als deutscher Anbieter mit Sitz in Freiburg und Datenverarbeitung im europäischen Raum bringt Lexware einen strukturellen Vorteil bei der digitalen Souveränität mit: EU-Datenhoheit und Nähe zum deutschen Rechtsrahmen reduzieren Drittlandrisiken. Bei der Desktop-Variante liegen die Daten ohnehin lokal im eigenen Haus; bei der Cloud-Nutzung ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag zu schließen. In jedem Fall sind ein enger Kreis Zugriffsberechtigter, Zweckbindung und die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zu beachten. Diese Darstellung ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Muss ich meine Lohndaten selbst sichern?
Das hängt vom Betriebsmodell ab. Bei der Desktop-Variante liegen die Lohndaten lokal auf dem eigenen Rechner, und die Verantwortung für regelmäßige Datensicherungen liegt vollständig im eigenen Haus – bei den kritischen Lohndaten ist das besonders wichtig, denn ein Datenverlust ohne Sicherung wäre schwerwiegend. Bei der Cloud-Nutzung übernimmt der Anbieter einen Teil dieser Aufgaben. Unabhängig vom Modell sollten Zugriffe streng begrenzt und die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für Lohnunterlagen eingehalten werden. Klären Sie die Sicherungsstrategie am besten schon bei der Einführung.
Was kostet Lexware lohn+gehalt?
Das hängt von der gewählten Variante und Edition, vom Betriebsmodell (Desktop-Lizenz beziehungsweise Abo oder Cloud-Abo) und häufig von der Zahl der abzurechnenden Mitarbeitenden ab. Einen pauschalen Wert gibt es nicht; die aktuellen Konditionen sollten direkt beim Anbieter geprüft werden. Im Internet kursierende Richtwerte sind mit Vorsicht zu genießen. Achten Sie auf die Gesamtbetrachtung: Softwarekosten und laufende Rechtsstand-Pflege plus eigene Arbeitszeit im Vergleich zu den laufenden Kosten einer Auslagerung an den Steuerberater – nicht nur auf den reinen Lizenzpreis.

Lohnabrechnung strategisch aufstellen

Bereit, Ihre Entgeltabrechnung ins eigene Haus zu holen?

Von der Grundsatzfrage „selbst abrechnen oder auslagern“ über die herstellerneutrale Auswahl bis zur sauberen Einrichtung mit Stammdaten, Lohnarten und Steuerberater-Anbindung – INAGRO begleitet Sie auf jedem Schritt. Mit ehrlicher Beratung, DACH-Erfahrung und dem klaren Blick dafür, dass eine gute Payroll vor allem von einer sauberen Ersteinrichtung lebt.

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